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Zu den Differenzen der Funktionsweise von 'intelligenten' Maschinen und denkenden Personen

Titel: Zu den Differenzen der Funktionsweise von 'intelligenten' Maschinen und denkenden Personen

Essay , 2012 , 12 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Severin-Vasco Marschner (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In Zeiten von Globalisierung und Konkurrenzwirtschaft, findet sich der moderne Mensch in einer immer schnelllebigeren und vom wissenschaftlichen Fortschritt gezeichneten Welt wieder. Mit den ständig wachsenden Leistungsansprüchen an die Menschen, und die damit einhergehenden immer höher werdenden Anforderungen an den Stand der Technik, findet eine rigorose Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit von Maschinen statt. Nahezu jeder Mensch in einer fortschrittlichen Gesellschaft, unabhängig vom Alter und Berufsgruppe, erhält Zugang zu den neusten technischen Innovationen und integriert ihre Funktionen bewusst in das alltägliche Leben. Beispielsweise hat sich, nicht nur in den neusten mobilen Geräten, unlängst eine Sprachsteuerung etabliert, die es den Nutzern erlaubt, in eine immer umfangreicher werdende sprachliche Kommunikation mit ihrem Computer treten zu können. Diese Kommunikation geht weit über eine bloße Befehlseingabe hinaus und umfasst teilweise auch Unterhaltungen nach dem Vorbild menschlicher Gespräche. Es liegt also nahe, dass die Reservierung von Attributen wie Verstehen und Denken, die eigentlich dem Menschen zugeordnet werden, plötzlich nicht mehr ganz eindeutig zu sein scheint. Somit täuscht der technische Fortschritt eine immer ersichtlicher werdende Kontrastarmut in der Differenz zwischen Mensch und Computer vor. In der folgenden Arbeit, möchte ich nun, mit der Gegenüberstellung der Funktionsweise solcher höheren Maschinen und dem Denken von Personen, einen Teilaspekt in der Beantwortung dieser Frage untersuchen. Als Grundlage zur Bearbeitung dieser Thematik, dienen mir die philosophischen Untersuchungen in Holm Tetens´ Werk „Geist, Gehirn Maschine“ und die Analyse „Der Begriff des Bewusstseins“ von Hubert Schleichert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Sprache und Intelligenz

2. Die Reservierung menschlicher Eigenschaften

3. Kausalprinzipien und menschliches Verhalten

4. Die Kausaleffizienz des maschinellen Handelns

5. Ist das Gehirn eine Maschine?

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Unterschiede in der Funktionsweise von Menschen und Maschinen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und inwiefern das „Denken“ des Menschen von der „Berechnung“ eines Computers differenziert werden kann und ob das menschliche Gehirn als Maschine betrachtet werden darf.

  • Kritische Analyse der Sprachfähigkeit als Indikator für Intelligenz
  • Gegenüberstellung von menschlichem Bewusstsein und maschineller Imitation
  • Untersuchung der kausalen Grundlagen menschlichen Verhaltens versus maschineller Logik
  • Reflektion über die soziale Dimension menschlicher Denkprozesse
  • Grenzen des automatentheoretischen Modells in der Neurowissenschaft

Auszug aus dem Buch

Kausalprinzipien und menschliches Verhalten

Von außen betrachtet, scheint es evident zu sein, dass das menschliche Verhalten, nach einem Kausalschema funktioniert. Nach diesem Bild, stehen sämtliche Handlungen des Menschen in der Beziehung zu seiner Außenwelt, in einer stetigen kausal geleiteten Wechselwirkung. Da die Sinnesorgane dabei, die Rolle der Schnittstellen zwischen dem Menschen und der Außenwelt einnehmen, wird erst über diese Punkte, die Umwelt für eine Person wirksam. Das bedeutet, dass ein Mensch über diese Organe, sämtliche verarbeitbare Umwelteinflüsse aufnimmt, beziehungsweise diese, auf sich einwirken lässt. Die aufgenommen Einwirkungen werden im Körper über Nervenbahnen weitergeleitet, im Gehirn neuronal verarbeitet und haben, ihrer Auswirkung entsprechende körperliche Reaktionen zur Folge. Das menschliche Verhalten soll also ausschließlich, als Reaktion auf äußere Reize bestehen, die ihrerseits die Umwelt in der Form verändert, dass andere Einflüsse entstehen, die wiederum ein bestimmtes determiniertes Verhalten auslösen.

Hierbei wird also von einem Standpunkt ausgegangen, der den Menschen in einem passiven Verhältnis zur Welt beschreibt. Dieses Bild, stellt jedoch einige essenzielle und grundlegende Eigenschaften außerhalb der Betrachtung. Denn es ist wohl, empirisch betrachtet, absurd zu glauben, dass sich alle Menschen, in derselben Situation, auch exakt gleich verhalten würden. Was nämlich ebenfalls auf das Verhalten Einfluss nimmt, ist die individuelle Lerngeschichte. Jeder Mensch hat in spezifischer Art und Weise, andere Erfahrungen gemacht, die er, sofern möglich, auch aktiv in seine Handlungen einbindet und daher eine wesentlich Rolle dabei spielen, wie sich jemand, für sich selbst und für Andere am besten, in einer Situation verhält. Darüber hinaus wirken zudem bestimmte kulturell geprägte Eigenheiten und allgemeine moralische Prämissen beeinflussend auf die Art und Weise des Verhaltens einer Person.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, dass technische Innovationen zunehmend menschliche Attribute wie Denken und Verstehen zu imitieren scheinen, und legt die philosophische Basis für die Untersuchung fest.

1. Sprache und Intelligenz: In diesem Kapitel wird der Turing-Test kritisch beleuchtet und der Begriff der Veraloquenz eingeführt, um Sprachfähigkeit als notwendige Schnittstelle zur Umwelt und als Indikator für Intelligenz zu diskutieren.

2. Die Reservierung menschlicher Eigenschaften: Der Fokus liegt hier auf der Konnotation menschlicher Begriffe, die bei Maschinen als bloße Imitation entlarvt werden, da Maschinen stets zweckgebundene Produkte menschlicher Konstrukteure bleiben.

3. Kausalprinzipien und menschliches Verhalten: Es wird analysiert, warum ein rein kausales Aktions-Reaktions-Schema menschliches Verhalten nicht vollständig erfassen kann, da individuelle Lerngeschichte, Wille und soziale Einbettung eine entscheidende Rolle spielen.

4. Die Kausaleffizienz des maschinellen Handelns: Dieses Kapitel arbeitet heraus, dass Maschinen aufgrund ihrer passiven Beziehung zur Welt und der rein syntaktischen Verarbeitung niemals ein semantisches Verständnis entwickeln können.

5. Ist das Gehirn eine Maschine?: Die Arbeit setzt sich kritisch mit naturalistischen Modellen auseinander, die das Gehirn rein automatentheoretisch betrachten, und betont die dynamische Veränderbarkeit des Gehirns als Abgrenzung zur starren Maschine.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Differenzen zwischen Mensch und Maschine und unterstreicht, dass technische Systeme niemals ein soziales und fühlendes Wesen ersetzen können.

Schlüsselwörter

Intelligenz, Turing-Test, Veraloquenz, Bewusstsein, Kausalität, maschinelles Handeln, Imitation, Vollzugssubjekt, soziale Natur, Neurowissenschaften, Automatentheorie, Sprachfähigkeit, Denken, Lerngeschichte, freier Wille.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Gegenüberstellung der Funktionsweise von menschlichem Denken und künstlicher Intelligenz, um die Grenzen der Übertragbarkeit menschlicher Attribute auf Maschinen aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Publikation behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören Sprachphilosophie, die Theorie des Bewusstseins, Kausalität im menschlichen Verhalten sowie die methodischen Grenzen der Neurowissenschaften bei der Modellierung des menschlichen Gehirns.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob die zunehmende Leistungsfähigkeit von Computern tatsächlich als „Denken“ interpretiert werden kann oder ob sie lediglich als Imitation zu verstehen ist, die den Menschen als soziales und autonomes Vollzugssubjekt nicht ersetzen kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt einen philosophisch-analytischen Ansatz, basierend auf Werken von Holm Tetens und Hubert Schleichert, um Begriffe wie „Geist“ und „Maschine“ konzeptionell voneinander abzugrenzen.

Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert die Unterschiede in der Interaktion mit der Umwelt. Er beleuchtet das menschliche Handeln als aktiven, durch Willen und soziale Einbettung geprägten Prozess, im Kontrast zur passiven, zweckgebundenen Reaktion maschineller Systeme.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Veraloquenz, Index Mensch, Index Maschine, Kausalschema und das soziale Fundament des Menschen definiert.

Warum reicht ein rein kausales Modell nicht aus, um den Menschen zu beschreiben?

Laut Autorin bzw. Autor fehlen einem rein kausalen Schema wesentliche Faktoren wie die individuelle Lerngeschichte und die soziale Natur des Menschen, die eine reine Ursache-Wirkungs-Kette sprengen.

Was unterscheidet das „Rechnen“ eines Computers vom menschlichen Denken?

Während ein Computer nur syntaktische Abläufe auf Basis vorgegebener Algorithmen ausführt, erfordert menschliches Denken ein semantisches Verständnis, das auf der Repräsentation von Begriffen basiert.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zu den Differenzen der Funktionsweise von 'intelligenten' Maschinen und denkenden Personen
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Politik - Rethorik - Philosophie
Note
2,7
Autor
Severin-Vasco Marschner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
12
Katalognummer
V274951
ISBN (eBook)
9783656679561
ISBN (Buch)
9783656679530
Sprache
Deutsch
Schlagworte
differenzen funktionsweise maschinen personen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Severin-Vasco Marschner (Autor:in), 2012, Zu den Differenzen der Funktionsweise von 'intelligenten' Maschinen und denkenden Personen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274951
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Leseprobe aus  12  Seiten
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