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Rolle und Identität im Wunderland

Analyse der mimischen, gestischen und paralinguistischen Zeichen in Philipp Preuss‘ Inszenierung von Alice im Wunderland

Título: Rolle und Identität im Wunderland

Trabajo Escrito , 2014 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Viktoria Freya Weigel (Autor)

Teatrología, danza
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Diese Arbeit ist eine Inszenierungsanalyse von Philipp Preuss' Alice im Wunderland-Inszenierung am Schauspiel Frankfurt.
Bei der als Monolog gekennzeichneten Inszenierung werden beinahe alle Rollen des Lewis Carrol-Stoffes von der Hauptdarstellerin Valery Tscheplanowa verkörpert. Sie wird dabei von einer als Musiker bezeichneten Figur unterstützt, deren Funktion weit über das Musikalische hinausgeht.
Die semiotische Analyse dieser Inszenierung untersucht Rolle und Identität der Schauspieler, Figuren und Rollen anhand der mimischen, gestischen und paralinguistischen Zeichen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Paralinguistische, mimische und gestische Techniken der Figurenabgrenzung

2.1 Die Raupe

2.2 Die Herzogin

2.3 Königin Alice

2.4 Humptydumpty

3. Schauspieler, Rolle und Identität im Theaterwunderland

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Inszenierung "Alice im Wunderland" von Philipp Preuss mit dem Ziel zu analysieren, wie durch mimische, gestische und paralinguistische Zeichen die Identität der Schauspielerin Valery Tscheplanowa mit den von ihr verkörperten Figuren verschmilzt, anstatt klare Trennungen zu ziehen.

  • Analyse von Verkörperungstechniken und Figurenabgrenzung
  • Untersuchung des Verhältnisses von Schauspieler, Rolle und Identität
  • Deutung der mimischen und gestischen Zeichen in ausgewählten Schlüsselszenen
  • Beleuchtung der Rolle des Musikers im Kontext der Inszenierung
  • Reflexion über die Auflösung traditioneller Rollentrennungen auf der Bühne

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Raupe

Raupe: ‚Wer bist du?‘ Alice: ‚Ich weiß es nicht genau, wenigstens augenblicklich nicht. Ich weiß, wer ich war, als ich heute Morgen aufstand, aber ich glaube, dass ich mich seitdem einfach mehrfach verwan delt habe.‘7 Der Dialog mit der Raupe ist die erste Szene, in der Valery Tscheplanowas Körper komplett eingesetzt wird, um Rollen voneinander abzugrenzen. Zuvor stellt sie neben Alice auch schon andere Rollen dar, beispielsweise die des Hasen, aber sie verwen det dabei beispielsweise ihre Hände als Handpuppen, um deutlich zu machen, dass sich mehrere Figuren auf der Bühne befinden: Die beiden Figuren, die durch die Handpuppen repräsentiert werden, und Alice, deren Kopf in der Miniatur-Bühne steckt. In der Raupenszene jedoch sind die verschiedenen Personen nicht gleichzeitig anwesend, sondern abwechselnd. Wenn die Schauspielerin Alice darstellt, findet die Raupe in dieser Zeit keine Repräsentation und umgekehrt ist Alice‘ semiotischer Körper nicht auf der Bühne präsent, wenn die Schauspielerin die Raupe verkörpert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Inszenierung ein und formuliert die These, dass durch die performativen Zeichen der Darstellerin eine zunehmende Identitätsverschmelzung zwischen Alice und den Wunderland-Figuren stattfindet.

2. Paralinguistische, mimische und gestische Techniken der Figurenabgrenzung: Dieses Kapitel analysiert spezifische Szenen, in denen die Schauspielerin durch den gezielten Einsatz von Stimme, Mimik und Gestik versucht, zwischen den verschiedenen Rollen und Alice abzugrenzen.

2.1 Die Raupe: Untersuchung der ersten Szene, in der der gesamte Körper der Schauspielerin zur Figurenabgrenzung genutzt wird, wobei die Raupe durch eine krächzende Stimme und eine gebeugte Körperhaltung als Gegenpol zu Alice etabliert wird.

2.2 Die Herzogin: Analyse der Szene, in der die Grenzen zwischen der Schauspielerin, der Rolle der Herzogin, der Köchin und Alice durch den Einsatz einer Schallplattenstimme und des Musikers zunehmend instabil werden.

2.3 Königin Alice: Untersuchung der Krönungs- und Gerichtsszene, in denen Alice durch eine veränderte, grausame Stimme und arrogante Gestik eine Identitätsübertragung von der Roten Königin erfährt.

2.4 Humptydumpty: Analyse der Schlussszene, in der durch die Minimierung aller darstellerischen Abgrenzungstechniken die endgültige Vermischung der Identitäten vollzogen wird.

3. Schauspieler, Rolle und Identität im Theaterwunderland: Dieses Kapitel reflektiert über das Ende der Inszenierung und die Unmöglichkeit einer klaren Rollentrennung für die beteiligten Schauspieler.

4. Fazit: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse, die bestätigt, dass die Vermischung von Identitäten ein zentrales Merkmal der Inszenierung ist und die Darsteller als solche mit der Identitätsfrage konfrontiert werden.

Schlüsselwörter

Alice im Wunderland, Valery Tscheplanowa, Philipp Preuss, Inszenierungsanalyse, Theaterwissenschaft, Rolle und Identität, Figurenabgrenzung, Paralinguistik, Mimik, Gestik, Körperhaltung, Rollenverschmelzung, semiotischer Körper, Schauspieltheorie, Performativität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Hausarbeit analysiert die Inszenierung von "Alice im Wunderland" unter der Regie von Philipp Preuss mit dem Fokus auf die schauspielerische Darstellung der Figuren und die damit verbundene Identitätsproblematik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Möglichkeiten der Figurenabgrenzung durch den Schauspielerkörper, die Rolle der paralinguistischen und gestischen Zeichen sowie die Auflösung von Identitätsgrenzen zwischen Darsteller und Rolle.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht die These, dass die mimischen, gestischen und stimmlichen Zeichen der Schauspielerin Valery Tscheplanowa den Eindruck erwecken, Alice verliere ihre Identität in einer Vermischung mit den Figuren des Wunderlands.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Inszenierungsanalyse, die theaterwissenschaftliche Ansätze (insbesondere zur Semiotik des Theaters) nutzt, um die performativen Mittel der Darstellerin zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Figuren Raupe, Herzogin, Königin Alice und Humptydumpty sowie eine übergeordnete Reflexion über das Verhältnis von Schauspieler, Rolle und Identität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Theaterwunderland, Identitätsverschmelzung, Figurenabgrenzung, Schauspielerkörper und performative Zeichen.

Welche Bedeutung hat der Musiker für die Inszenierung?

Der Musiker Konstantin Heidebrecht unterstützt die Hauptdarstellerin nicht nur durch Musik, sondern agiert auch physisch als eine Art "Mit-Darsteller", dessen Rolle selbst unscharf bleibt und zur Verwirrung der Rollenzuschreibung beiträgt.

Warum ist das Ende der Inszenierung von besonderer Bedeutung?

Die letzte Szene mit Humptydumpty bricht mit der Erwartungshaltung des Publikums auf ein "Erwachen" aus dem Traum, wodurch die Identitätsauflösung von Alice im Wunderland endgültig vollendet wird.

Wie trägt die Stimme zur Identitätsverwirrung bei?

Die Arbeit zeigt, dass die Stimme als zentrales Zeichen eingesetzt wird, das durch Überlagerungen (z.B. Schallplatte vs. Live-Sprechen) und Stimmungswechsel die Zuordnung zu einer spezifischen Figur für das Publikum zunehmend unmöglich macht.

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Detalles

Título
Rolle und Identität im Wunderland
Subtítulo
Analyse der mimischen, gestischen und paralinguistischen Zeichen in Philipp Preuss‘ Inszenierung von Alice im Wunderland
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Calificación
1,0
Autor
Viktoria Freya Weigel (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
18
No. de catálogo
V274981
ISBN (Ebook)
9783656679868
ISBN (Libro)
9783656679837
Idioma
Alemán
Etiqueta
Philipp Preuss Alice in Wonderland Alice im Wunderland Lewis Carrol Semiotik Erika Fischer-Lichte Rolle Figur Identität Monolog Inszenierungsanalyse Valery Tscheplanowa Konstantin Heidebrecht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Viktoria Freya Weigel (Autor), 2014, Rolle und Identität im Wunderland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274981
Leer eBook
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