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Das Unbewusste in Texten

Title: Das Unbewusste in Texten

Essay , 2012 , 7 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Literature - Comparative Literature
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In seiner „Notiz über den ‚Wunderblock‘“ beschreibt Sigmund Freud den Aufbau und die Funktionsweise des Wunderblocks, eines Apparats, dessen vordergründige Aufgabe zunächst die Aufnahme von Notizen ist. Das „Wunder“ an diesem Gerät ist eine weitere Funktion, die auch die Speicherung von Informationen ermöglicht. Diese Funktionsweise soll an anderer Stelle noch näher ausgeführt werden. Freud vergleicht die Handhabung des Geräts mit der Leistung des menschlichen Gedächtnisses und stellt damit eine Verknüpfung von technischen Maschinen und psychischem Bewusstsein her. Anhand Freuds Theorien aus der „Traumdeutung“ kann ein weiterer Bezug zur Literatur und damit zum Unbewussten in Texten gezogen werden, indem seine Begriffe der „Verdichtung“, „Verschiebung“ und „Verschiebbarkeit“ auf die Begriffe der Metapher und der Metonymie übertragen werden. Im ersten Teil des Essays soll daher zunächst Freuds Darstellung des Wunderblocks erläutert und anschließend mit dem menschlichen Gedächtnisapparat in Bezug gesetzt werden. Im zweiten Teil werden Möglichkeiten der Darstellung des Unbewussten in literarischen Texten mit Hilfe von strukturalistischen Verfahren untersucht. Die Erkenntnisse sollen dazu dienen, herauszufinden, ob es Analogien zwischen dem Unterbewusstsein (bzw. dem unbewussten Denken) des Menschen und dem unbewussten in Texten gibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darstellung des Wunderblocks und Bezug zum menschlichen Gedächtnis

3. Untersuchung der Darstellung des Unbewussten in literarischen Texten

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Analogien zwischen dem menschlichen Gedächtnis, veranschaulicht durch Sigmund Freuds Konzept des „Wunderblocks“, und der Darstellung des Unbewussten in literarischen Texten mittels strukturalistischer Verfahren zu untersuchen und aufzuzeigen.

  • Analyse der Funktionsweise des Wunderblocks als Metapher für den psychischen Apparat.
  • Gegenüberstellung von Mensch und Maschine im Kontext von Speicherung und Reproduktion.
  • Übertragung der Begriffe „Verdichtung“ und „Verschiebung“ auf linguistische Strukturen (Metapher/Metonymie).
  • Untersuchung der Bedeutung von Signifikantenketten für das Unbewusste in der Sprache.
  • Reflektion über literarische Texte als strukturierte Manifestationen unbewusster Elemente.

Auszug aus dem Buch

Bezug des Wunderblocks zum menschlichen Gedächtnis

Der Wunderblock wird von Freud benutzt, um die Funktionsweise des psychischen Apparates zu verkörpern und dadurch grundlegende psychische Operationen wie die Übertragung, Speicherung und Reproduktion zu demonstrieren. Damit deckt er die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine auf, was im Laufe des Essays wieder aufgegriffen werden soll.

Der Bezug des Wunderblocks zum menschlichen Gedächtnis könnte sich beispielsweise nachweisen lassen, wenn die Unterscheidung des Erinnerungsvermögens des Menschen nach Dauer geschieht: der Mensch besitzt ein Kurz- und ein Langzeitgedächtnis. Ersteres ermöglicht die Speicherung von Informationen nur für kurze Zeit, was dem Geschriebenen auf dem Zelluloidpapier entspricht, das wieder verschwinden kann. Der Mensch kann durch seine Sinnesorgane immer wieder neue Informationen aufnehmen, ohne diese speichern zu müssen, was der Funktion dieses Zelluloidpapiers als „Reizschutz“ entspricht. Der zweite Gedächtnistyp, das Langzeitgedächtnis, speichert Informationen auf längere Sicht mitunter im Unterbewusstsein, um sie an geeigneter Stelle wieder erinnern bzw. reproduzieren zu können. Diese Speicherung entspricht der Dauerspur auf der Wachsplatte des Wunderblocks. Die Wachstafel, auf die die Informationen über die Zelluloidplatte übertragen wurden, repräsentiert also das Unterbewusstsein. „[D]as Sichtbarwerden der Schrift und ihr Verschwinden [wird] mit dem Aufleuchten und Vergehen des Bewusstseins bei Wahrnehmung“ gleichgestellt. Im Gegensatz zum Wunderblock kann das Gedächtnis jedoch die Informationen wieder hervorbringen, die sich im Unterbewusstsein angesiedelt haben und in der Erinnerung sichtbar machen. Der Nachteil, den das menschliche Gedächtnis allerdings aufweist, ist die Veränderung und Entstellung von Erinnerungen, denen der Wunderblock entgeht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Verknüpfung von Freuds „Wunderblock“ mit dem menschlichen Gedächtnis und dem Unbewussten in literarischen Texten.

2. Darstellung des Wunderblocks und Bezug zum menschlichen Gedächtnis: Erläuterung der technischen Funktionsweise des Wunderblocks und deren Analogie zu den psychischen Prozessen des Kurz- und Langzeitgedächtnisses.

3. Untersuchung der Darstellung des Unbewussten in literarischen Texten: Anwendung strukturalistischer Begriffe wie Metapher und Metonymie auf Freuds Konzepte der Verdichtung und Verschiebung innerhalb der Sprache.

4. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Erkenntnisse über die Analogien zwischen Traum, literarischem Text und der maschinellen Speicherung durch den Wunderblock.

Schlüsselwörter

Wunderblock, Unbewusstes, Sigmund Freud, Gedächtnis, Signifikant, Signifikat, Metapher, Metonymie, Traumarbeit, Verdichtung, Verschiebung, Strukturalismus, Sprache, Mensch-Maschine-Schnittstelle, Psychischer Apparat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Verbindungen zwischen technischen Modellen der Informationsspeicherung (am Beispiel des Wunderblocks) und der Struktur des menschlichen Unbewussten sowie dessen Repräsentation in literarischen Texten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Psychoanalyse nach Freud, die strukturalistische Linguistik nach Lacan und die Schnittstelle zwischen technologischen Apparaten und psychischen Funktionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Analogien zwischen dem menschlichen Unterbewusstsein und der Struktur literarischer Texte aufzudecken, indem Freudsche Begriffe durch linguistische Verfahren neu interpretiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein strukturalistischer Ansatz gewählt, der Begriffe wie Metapher und Metonymie auf die Traumarbeit und die Struktur von Sprache anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise des Wunderblocks, setzt diese in Bezug zum Gedächtnis und überträgt anschließend die psychologischen Mechanismen der Verdichtung und Verschiebung auf die literaturwissenschaftliche Analyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wunderblock, Unbewusstes, Signifikantenkette, Verdichtung, Verschiebung und die Analogie von Mensch und Maschine.

Wie wird der „Wunderblock“ konkret in Beziehung zum Gedächtnis gesetzt?

Der Wunderblock dient als Modell: Das flüchtige Zelluloidblatt repräsentiert das Kurzzeitgedächtnis und den „Reizschutz“, während die Wachsplatte das Langzeitgedächtnis bzw. das Unbewusste symbolisiert.

Welche Rolle spielt die Sprache bei der Darstellung des Unbewussten?

Die Sprache fungiert als System von Signifikanten. Das Unbewusste wird dabei als Bedingung der Sprache verstanden, wobei literarische Texte wie Träume durch Verschiebungen und Verdichtungen das Unbewusste an die Oberfläche bringen.

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Details

Title
Das Unbewusste in Texten
College
University of Erfurt
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2012
Pages
7
Catalog Number
V275002
ISBN (eBook)
9783656679769
ISBN (Book)
9783656679738
Language
German
Tags
unbewusste texten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2012, Das Unbewusste in Texten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275002
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