Die S-Schreibung im Fremdsprachenunterricht

Eine Untersuchung


Forschungsarbeit, 2014

11 Seiten


Leseprobe

Inhalt

Zur S-Schreibung

Analyse von schriftlichen Arbeiten

Ziel der Untersuchung

Korpusbeschreibung

Zur Analyse von der ersten Aufgabe

Zur Analyse von der zweiten Aufgabe

Didaktische Schlussfolgerungen

Literatur

Zur S-Schreibung

Bei Stedje, Asrid[1] (2007, 226) findet sich die Ausführung, dass im Juni 1996 eine Regelung zur Orthographie gemacht wurde. Diese trat am 1. August 1998 in Kraft. Diese Regelung betrifft u.a. die S-Schreibung. Hierbei sollte kein ß nach Kurzvokal stehen. Nach Homberger, Dietrich[2] (2013, 332) schreibt man „ß“ nach langem Vokal und Diphthong und „ss“ nach kurzem Vokal, wie z.B. dass, Hass, Schluss, geküsst. Straße, Maß, außen, reißen (vgl. auch Bülow, Frank; Schmidt, Michael[3] (2000, 369)).

Bei Hoffmann, M.[4] (2010, 15) findet sich die Auffassung, dass „ß“ als stimmloser oder harter s-Laut betrachtet werde. In diesem Fall werde er gezischt. Hoffmann, M.[5] (2010, 15) unterscheidet zwischen stimmlosem und stimmhaften s-Laut.

Stimmhafter s-Laut findet sich in folgenden Fällen:

- Am Wortanfang vor Vokabeln wie Sonne, Sand
- Im Wortinneren zwischen Vokalen wie lesen, dösen, Rasen
- Nach den Buchstaben l, m, n oder r wie Hälse, bremse, Sense, Ferse. So Hoffmann, M.[6] (2010, 15)

Der Stimmlose s-Laut hingegen könnte als „s“, „ss“ oder „ß“ geschrieben werden:

Die Unterscheidung zwischen „ss“ und „ß“ wurde bereits umrissen (vgl. Homberger, Dietrich: 2013, 332).

Hoffmann, M.[7] (2010, 15) führt weiterhin aus, dass nach einem langen Vokal oder Diphthong der s-Laut als „s“ geschrieben wird, falls der s-Laut in der erweiterten Form stimmhaft ist, wie z.B. Haus-Häuser, Glas-Gläser.

Der stimmlose s-Laut könnte ferner als „s“ bei einigen Fremdwörtern und Wörtern, die mit „– nis“ enden vorkommen, wie z.B. Zeugnis, Bus, Atlas, Globus…

Altmann und Ziegenhain[8] (2010, 154) verweisen darauf, dass der Paragraph §25 zur Schreibung von Schreibung „ss“ und „ß“ im Rahmen der Rechtschreibreform die bemerkenswerte Änderung sei. In einem Wortparadigma wird kein Wechsel zwischen „S-Schreibung und ß“ geben, wie z.B. (Fluss und Flüsse). Wenn sich die Vokallänge ändert, dann wird ein Wechsel zwischen „S-Schreibung und ß“ stattfinden, wie z.B. (fließen, floss, weiß, wusste). So Altmann und Ziegenhain (2010, 154)

Ein ´ß´ schreibt man laut Lübke, Diethard[9] (2011, 17) bei erweiterten Wortformen und verwandten Wörtern, wie z.B. (Fleiß, fleißig, sich befleißigen).

Wenn ein Verb oder Adjektiv mit „ßt“ endet, dann fällt ein „s“ aus, wie z.B. (du heißt, der größte).

Laut Dilba, Eberhard[10] (2008, 111) gebe es drei Entwicklungen von Eszettformen.

1. Aus den Abbreviaturen, die im Mittelalter waren
2. Humanistischen Kursivschriften ƒs. Diese wird kalligraphisch zu ß verbunden
3. In gebrochenen Schriften entstand eine Ligatur, die ähnlich wie ein ß aussah. Dann entwickelte aus den Antiquaschriften der Buchstabe ß

Vor 1800 wurde generell die deutsche Sprache nicht Antiquaschriften geschrieben. Jedoch war seit Mitte des 18. Jh. die Schreibung mit „ß“ ganz üblich.

Laut Schneider, Michael[11] hat Johann Christoph Gottsched hat dafür gesorgt, dass man heute zwischen „ss" und „ß“ differenziert. Im 1748 forderte er mit seinem Werk „Grundlegung einer Deutschen Sprachkunst“ eine einheitliche Orthographie. Im 1854 Jacob und Wilhelm Grimm plädierten mit dem Werk „Deutsches Wörterbuch, Band 1.“ für die Schreibung von (ss) nach Kurzvokalen.

Beim ersten Orthographische Konferenz im Januar1876 wurde für „Heysesche“ S-Schreibung plädiert:„ss“ nach Kurzvokal (z.B. Fass, Fässer), „ß“ nach Langvokal oder Diphthong (z.B. Fuß, Füße, heiß).

Bei Lindauer, Thomas und Schmellentin, Claudia[12] (2008, 99) machen darauf aufmerksam, dass die Lerner sich zwischen Kurzvokalen und Langvokalen unterscheiden sollten, um die Regeln zur s-Schreibung korrekt anzuwenden.

Ferner schreibe man kein „ß“ in der Schweiz. Anstatt dessen werde ein „ss“ geschrieben. So Lindauer, Thomas und Schmellentin, Claudia (2008, 100). In diesem Sinne äußert sich Ossner, Jakob[13] (2010), dass ein „ß“ in der deutschen Sprache notwendig sei. Der Eszet dient dazu, Unterschiede zwischen s-Phonemen zu kennzeichnen, wie z.B. (Fließen und Fliesen)

Im Folgenden werden die Rechtschreibregeln von Duden[14] zu „ss“ und ß dargestellt. Es geht vielmehr um die Regel 159 und 160:

[...]


[1] Stedje, Asrid (2007): Deutsche Sprache gestern und heute. Einführung in Sprachgeschichte und Sprachkunde. Wilhelm Fink. Paderborn. 6. Auflage

[2] Homberger, Dietrich (2013): Rechtschreibreform. In: Fachlexikon Deutschunterricht. Schneider Verlag Hohengehren

[3] Bülow, Frank; Schmidt, Michael (2000): Deutsch Grammatik. Köln, Buch und Zeit Verlagsgesellschaft

[4] Hoffmann, Monika (2010): Deutsch für Studium. Grammatik und Rechtschreibung. (2. Auflage) Paderborn. Schöningh.

[5] Hoffmann, Monika (2010): Deutsch für Studium. Grammatik und Rechtschreibung. (2. Auflage) Paderborn. Schöningh.

[6] Hoffmann, Monika (2010): Deutsch für Studium. Grammatik und Rechtschreibung. (2. Auflage) Paderborn. Schöningh.

[7] Hoffmann, Monika (2010): Deutsch für Studium. Grammatik und Rechtschreibung. (2. Auflage) Paderborn. Schöningh.

[8] Altmann, Hans, Ziegenhain, Ute (2010): Prüfungswissen Phonetik, Phonologie und Graphemik. Göttingen. Vandenhoeck und Ruprecht/ UTB

[9] Lübke, Diethard (2011): Schulgrammatik Deutsch. Vom Beispiel zur Regel. Berlin. Cornelsen

[10] Dilba, Eberhard (2008): Scharfes „s“. In: Typographie-Lexikon. Books on Demand. Norderstedt

[11] Schneider, Michael. Materialien zur (neuen) deutschen Orthographie. Geschichte der deutschen Orthographie. Universität Marburg. In: http://decemsys.de/sonstig/gesch-rs.pdf

[12] Lindauer, Thomas und Schmellentin, Claudia (2008): Studienbuch Rechtschreibdidaktik. Die wichtigsten Regeln im Unterricht. Zürich. Orell Füssli

[13] Ossner, Jakob (2010): Orthographie. Paderborn, Schöningh

[14] http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/doppel-s-und-scharfes-s. Zugriff: 02.05.2014

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Die S-Schreibung im Fremdsprachenunterricht
Untertitel
Eine Untersuchung
Hochschule
University of Oran
Autor
Jahr
2014
Seiten
11
Katalognummer
V275036
ISBN (eBook)
9783656671251
ISBN (Buch)
9783656696018
Dateigröße
494 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
s-schreibung, fremdsprachenunterricht, eine, untersuchung
Arbeit zitieren
Mag. Mohamed Chaabani (Autor), 2014, Die S-Schreibung im Fremdsprachenunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275036

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