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Erziehung zur politischen Mündigkeit

Titel: Erziehung zur politischen Mündigkeit

Hausarbeit , 2014 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Griep (Autor:in)

Didaktik - Politik, politische Bildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Bestreben der vorliegenden Arbeit ist es, einen Beitrag zum Verständnis der Urteilsbildung, der Werte und der Handlungsfähigkeit zu leisten. Dazu werden 1. diese zentralen Komponenten ausführlich erörtert. Dabei wird die Urteilsbildung besonders ausführlich behandelt, da sie meines Erachtens die Grundlage für politische Entscheidungen und damit auch für das politische Handeln bildet. Das bedeutet aber nicht, dass alle verfügbaren Informationen einfach zusammengetragen wurden, sondern es wurden nur die als relevant erachteten Aspekte ausgewählt. Dann wird 2. auf die Lehrer*innen-Vorstellungen, Unterrichtsleitbilder und Lehrer*innen-Typen einzugehen sein, die, wie sich zeigen wird, nicht unproblematisch sein können. Dabei ist klar, dass Kategorisierungen und Typologien auch immer Gefahren bergen, allerdings auch gleichzeitig eine gute Reflexionsgrundlage sein können, was hier als vordergründig betrachtet werden sollte. Den Abschluss bilden dann 3. drei Unterrichtsbeispiele, an denen beispielhaft demonstriert werden soll, wie die Urteilsbildung, Wertebildung und Handlungsfähigkeit berücksichtigt werden könnten. Dabei ist diese Arbeit nicht als Handlungsanleitung für den richtigen Politikunterricht zu verstehen, sondern es handelt sich vielmehr um eine theoretische Auseinandersetzung, die sich auf politikdidaktische Überlegungen und Untersuchungen stützt, die mit eigenen Erfahrungen angereichert sind. Die Relevanz dieser Arbeit ergibt sich aus den eingangs aufgeworfenen Fragen und Unklarheiten, denn ohne zu verstehen, was eigentlich das Ziel von Politikunterricht sein soll, lässt es sich nur schwer sinnvoll und ertragreich unterrichten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politische Urteilsfähigkeit, Werte und Handlungsfähigkeit

2.1 Politische Urteilsfähigkeit

2.2 Werte

2.3 Politische Handlungsfähigkeit

3. Lehrer*innen-Vorstellungen und Unterrichtsleitbilder

4. Eigene didaktische Überlegungen

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der politischen Mündigkeit und reflektiert, wie die zentralen Kompetenzen Urteilsfähigkeit, Wertebildung und politische Handlungsfähigkeit im Unterricht vermittelt werden können, um Schülerinnen und Schüler auf eine aktive demokratische Teilhabe vorzubereiten.

  • Grundlagen der politischen Urteilsfähigkeit und Rationalität
  • Bedeutung von Werten und demokratischen Grundwerten
  • Formen und Bedingungen politischen Handelns
  • Einfluss von Lehrer*innen-Vorstellungen und Unterrichtsleitbildern
  • Praktische Reflexion didaktischer Ansätze anhand von Unterrichtsbeispielen

Auszug aus dem Buch

2.1 Politische Urteilsfähigkeit

Über die zentrale Relevanz der politischen Urteilsfähigkeit besteht in der Politikdidaktik uneingeschränkte Einigkeit (Detjen, 2005; Detjen et al., 2012; Juchler, 2005; Massing, 1997; Massing; 2003; Reinhardt, 2009; Sutor, 1997; Weinbrenner, 1997). Allerdings ist bis heute nicht eindeutig geklärt, was ein politisches Urteil eigentlich ist (Juchler, 2005; Massing, 2003, Weinbrenner, 1997). In der folgenden Ausführung wird die von Weinbrenner (1997) eingeführte und von Massing (2003) erweiterte Definition zugrunde gelegt. Sie lautet:

„Ein politisches Urteil ist die wertende Stellungnahme eines Individuums über einen politischen Akteur oder einen politischen Sachverhalt unter Berücksichtigung der Kategorien Effizienz und Legitimität mit der Bereitschaft, sich dafür öffentlich zu rechtfertigen“ (Massing, 2003: 94).

Ausgehend von dieser Definition soll die Erörterung der politischen Urteilsfähigkeit in mehreren Schritten erfolgen. Im ersten Schritt wird der Begriff politisches Urteil von anderen bedeutungsverwandten Begriffen abgegrenzt, um anschließend die Voraussetzungen und Merkmale, sowie eine Taxonomie der politischen Urteile vorzunehmen.

Abgrenzung des Begriffs Politisches Urteil von bedeutungsverwandten Begriffen

Wenn wir uns über politische Angelegenheiten äußern, tun wir dies häufig auf der Basis einer politischen Meinung. Das bedeutet, dass das Urteil auf unsicherem Wissen fußt und mit Wertungen verbunden ist (Sutor, 1997: 97). Darüber hinaus ist die Meinung unverbindlich, fast schon beliebig, denn sie ist zutiefst subjektiv. Da nun jeder das Recht auf eine solche hat, sind verschiedene Meinungen also auch gleichwertig im Wortsinn (Massing, 2003: 95). Die Ursachen der individuellen politischen Meinungen liegen in den Sachverhalten, über die geurteilt wird, im sozialen Umfeld und in den Individuen selbst (Sutor, 1997: 97). Die individuellen Gründe für eine bestimmte politische Meinung reichen von momentaner Stimmung und emotionaler Betroffenheit, über soziale Prägung und psychischer Disposition bis zur politischen Überzeugung (Sutor, 1997: 97).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit politischer Mündigkeit für eine lebendige Demokratie und beschreibt das Ziel der Arbeit, die Komponenten Urteilsbildung, Werte und Handlungsfähigkeit didaktisch zu reflektieren.

2. Politische Urteilsfähigkeit, Werte und Handlungsfähigkeit: Dieses Kapitel definiert die zentralen Kompetenzbereiche, grenzt sie von alltagssprachlichen Begriffen ab und erläutert deren Bedeutung für eine rationale politische Entscheidungsfindung.

3. Lehrer*innen-Vorstellungen und Unterrichtsleitbilder: Hier wird analysiert, wie unterschiedliche Typen von Lehrkräften und deren individuelle Unterrichtsleitbilder den Politikunterricht und die Förderung der Mündigkeit beeinflussen können.

4. Eigene didaktische Überlegungen: Dieser Teil setzt das theoretische Wissen in Bezug zu praktischen Unterrichtsbeispielen, wobei problematisches und vorbildhaftes Lehrerhandeln kritisch analysiert wird.

5. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, politische Mündigkeit explizit als Lernziel in den Unterricht zu integrieren.

Schlüsselwörter

Politische Mündigkeit, Politikunterricht, Urteilsfähigkeit, Politische Bildung, Wertebildung, Demokratie, Handlungsfähigkeit, Politikdidaktik, Unterrichtsleitbilder, Partizipation, Rationalität, Lehrereinstellungen, Sozialisation, Politische Urteile, Gemeinwohl

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und didaktischen Auseinandersetzung zur Erziehung zur politischen Mündigkeit als zentralem Ziel der politischen Bildung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die politische Urteilsfähigkeit, die Wertebildung, die politische Handlungsfähigkeit sowie die Rolle und das Selbstverständnis von Lehrkräften im Politikunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen systematischen Überblick über die Konzeption der politischen Mündigkeit zu geben und Lehrkräften ein fundiertes Wissen für die Unterrichtsplanung zur Verfügung zu stellen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit politikdidaktischen Überlegungen und Untersuchungen, ergänzt durch die Reflexion eigener Erfahrungen aus dem Lehr-Lern-Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Komponenten der Urteils-, Werte- und Handlungsfähigkeit definiert. Anschließend werden Lehrertypen und Unterrichtsleitbilder analysiert und anhand von Praxisbeispielen didaktisch reflektiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe politische Mündigkeit, Urteilsfähigkeit, Handlungsfähigkeit, Wertebildung und das Spannungsfeld zwischen Lehrervorstellungen und Demokratieerziehung.

Warum ist das "Überwältigungsverbot" für den Politikunterricht so wichtig?

Es dient dem Schutz der Schülerinnen und Schüler vor einseitiger Indoktrination, um ihnen eine eigenständige, rationale Urteilsbildung zu ermöglichen.

Welche Rolle spielt die "erweiterte Denkungsart" nach Hannah Arendt im Unterricht?

Sie ist essentiell, um die Partikularität eigener Interessen zu überwinden und durch den Perspektivwechsel die Positionen anderer in den Prozess der Urteilsfindung einzubeziehen.

Wie unterscheidet der Autor zwischen "Urteilen" und "Handeln"?

Der Autor versteht Urteilen als kognitive Grundlage, während Handeln als nach außen sichtbare, intentionale Einwirkung auf die Umwelt (wie etwa der Wahlgang) definiert wird.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erziehung zur politischen Mündigkeit
Hochschule
Universität Bremen  (Zentrum für Arbeit und Politik)
Note
1,0
Autor
Thomas Griep (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
23
Katalognummer
V275043
ISBN (eBook)
9783656680109
ISBN (Buch)
9783656680062
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mündigkeit Urteilsbildung Wertebildung Handlungsfähigkeit Unterrichtsbeispiele
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Griep (Autor:in), 2014, Erziehung zur politischen Mündigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275043
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