Wer sich durch Berlin bewegt, stößt fast überall auf Streetart in allen erdenklichen Erscheinungsformen; Künstler und Experimentierfreudige gestalten so das Gesicht der Hauptstadt jeden Tag aufs Neue.
Der Blogger Dennis Sommer ist in diesem Buch der Streetart Berlins mit der Kamera auf den Fersen – in Kreuzberg, dem Prenzlauer Berg, Friedrichshain und den angrenzenden Bezirken. Er zeigt seine Lieblingsfundstücke und nimmt dabei eine ganz persönliche Route durch die Stadt.
Streetart ist vergängliche Kunst im öffentlichen Raum. Sie zeigt sich an kunstvoll gestalteten Hauswänden oder in umgewandelten Alltagsgegenständen, als Adbusting, Stencil-Verzierung oder Installation, als politische Botschaft, Provokation oder künstlerisches Graffiti. Dieses Buch zeigt die Momentaufnahme eines sich stetig wandelnden Straßenbildes und ist eine Einladung, Berlin und den eignen Kiez aus einer anderen Perspektive zu entdecken.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Prenzlauer Berg
Streetart-Streifzug durch den Prenzlauer Berg
Bosso Fataka
Der Künstler El Bocho
Friedrichshain
Streetart-Streifzug durch Friedrichshain
Der Künstler Urben
Kreuzberg
Streetart-Streifzug durch Kreuzberg
Der Künstler Plotterroboter Ken
Der Künstler Awer
Und darüber hinaus ... verstreute Fundstücke
Zielsetzung & Themen
Dieses Buch zielt darauf ab, dem Leser die vielfältige Streetart-Szene in verschiedenen Berliner Bezirken näherzubringen und als praktischer Begleiter für eigene Entdeckungstouren zu dienen, unabhängig davon, ob man Tourist oder Einheimischer ist. Dabei wird dokumentiert, wie Streetart den öffentlichen Raum gestaltet, politischen Protest ausdrückt und sich in einem stetigen Wandel durch städtebauliche Veränderungen befindet.
- Dokumentation von Streetart in den Bezirken Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg
- Vorstellung bekannter Künstler und Künstlergruppen wie El Bocho, Bosso Fataka und Urben
- Verständnis der Dynamik zwischen Streetart und Gentrifizierungsprozessen
- Analyse der verschiedenen Formen von Straßenkunst, von Schablonen bis zu plastischen Objekten
- Bereitstellung von Orientierungshilfen durch integrierte Karten der Fundorte
Auszug aus dem Buch
Vorwort
Wer Gefallen an Streetart findet, braucht nur mit offenen Augen durch die Straßen der deutschen Hauptstadt zu gehen und wird so an vielen Stellen die phantasievollen Werke kreativer Köpfe entdecken. Von kunstvoll gestalteten Hauswänden über verzierte Container, Ampelanlagen, Verteilerkästen bis hin zu bemalten Schildern, Abfallbehältern, Pfeilern und vielem mehr – durch die vielfältigen Arten der Gestaltung bekommen Alltagsgegenstände einen ganz eigenen Charakter. Ob millimeterkleine Figuren, bemalte Bäume oder „überarbeitete” Werbung auf Plakatwänden, das sogenannte Adbusting – es gibt für jeden Geschmack etwas zu sehen.
Für alle, die sich für Streetart in irgendeiner Form begeistern und sich in diesem Zusammenhang auch für die Stadt Berlin interessieren, ist dieses kleine Buch über Streetart-Spaziergänge in Berlin gedacht. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob man als Städtereisende/r auf Sightseeing Tour unterwegs ist oder schon das ganze Leben in Berlin verbracht hat. Vielleicht wird es auch für so manchen einheimischen Berliner ein Anreiz sein, den eigenen Kiez aus einer neuen Perspektive zu entdecken.
Der Kreativität sind bei Streetart keine Grenzen gesetzt: Was geht, wird auch gemacht. Entweder werden dazu Bilder, Poster, Aufkleber und Installationen mitgebracht oder das Kunstwerk entsteht direkt vor Ort. Mitunter werden so ganz spontan aus zufällig herumliegenden Gegenständen interessante Gebilde konstruiert. In dem Kapitel „Streetart-Streifzug durch den Prenzlauer Berg” wird in diesem Buch beispielsweise auf die aktuell besonders aktive Künstlergruppe Bosso Fataka etwas näher eingegangen, die hauptsächlich mit Folie arbeitet.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Einführung in die Vielfalt der Berliner Streetart-Szene und das Ziel des Buches, den Lesern eine neue Perspektive auf ihre Umgebung zu eröffnen.
Prenzlauer Berg: Beleuchtung des Wandels des Bezirks durch Gentrifizierung und die Auswirkungen auf die lokale Streetart-Kultur.
Streetart-Streifzug durch den Prenzlauer Berg: Konkrete Vorstellung von Streetart-Beispielen im Bezirk, inklusive einer eingehenden Betrachtung der Künstlergruppe Bosso Fataka.
Bosso Fataka: Fokus auf die Arbeitsweise der Künstlergruppe, die vor allem mit Folie und gefundenen Gegenständen arbeitet.
Der Künstler El Bocho: Porträt des bekannten Streetart-Künstlers El Bocho und seiner ikonischen Figuren wie „Little Lucy“.
Friedrichshain: Historischer Überblick über den Bezirk und seine heutige Bedeutung als Zentrum der alternativen Szene.
Streetart-Streifzug durch Friedrichshain: Vorstellung von Streetart-Werken entlang des RAW-Geländes und der Spree.
Der Künstler Urben: Vorstellung des Künstlers Urben und seiner minimalistischen, phantasievollen Figuren.
Kreuzberg: Analyse der politischen Bedeutung und der langen Tradition alternativer Projekte und Streetart in diesem Bezirk.
Streetart-Streifzug durch Kreuzberg: Präsentation diverser Kunstwerke im öffentlichen Raum von Kreuzberg.
Der Künstler Plotterroboter Ken: Fokus auf die detaillierten und filigranen Arbeiten des Künstlers.
Der Künstler Awer: Vorstellung der großformatigen, linienbasierten Werke dieses Künstlers.
Und darüber hinaus ... verstreute Fundstücke: Sammlung weiterer interessanter Streetart-Beispiele, die über die behandelten Bezirke hinausgehen.
Schlüsselwörter
Streetart, Berlin, Graffiti, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg, Gentrifizierung, El Bocho, Urben, Schablonenkunst, Stencils, urbane Kunst, politische Kunst, Adbusting, Streetart-Spaziergänge
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch dokumentiert die Streetart-Szene in ausgewählten Berliner Bezirken und dient als Guide für interessierte Leser, um diese Kunstwerke vor Ort zu entdecken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Neben der künstlerischen Darstellung befasst sich das Buch mit den städtebaulichen Veränderungen, dem Einfluss von Gentrifizierung auf den Freiraum für Künstler und dem politischen Ausdruck durch Streetart.
Was ist das Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, Streetart einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und zum kritischen Beobachten der eigenen städtischen Umgebung anzuregen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um ein dokumentarisches Amateurprojekt, das auf persönlicher Beobachtung, Fotografie und der Einordnung der Kunstwerke in den lokalen Kontext basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil ist nach Bezirken (Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg) gegliedert und stellt dort spezifische Streetart-Beispiele sowie die dahinterstehenden Künstler vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Streetart, Berlin, Graffiti, Gentrifizierung, urbane Kunst und soziale sowie politische Transformation sind die zentralen Begriffe.
Wie geht das Buch mit dem Thema der Vergänglichkeit um?
Der Autor erkennt an, dass Streetart oft vergänglich ist, und sieht darin einen besonderen Reiz, der Berlin fortlaufend verändert und zum „Gesamtkunstwerk“ macht.
Warum spielt Gentrifizierung eine Rolle?
Die Gentrifizierung bedroht durch bauliche Umgestaltungen den Freiraum, den Künstler für ihre Arbeit benötigen, was ein zentrales Spannungsfeld im Buch darstellt.
Gibt es auch Kartenmaterial?
Ja, jedes Kapitel enthält Stadtpläne, auf denen die Standorte der besprochenen Streetart-Werke markiert sind.
Sind die Künstler identifizierbar?
Nur wenige Künstler signieren ihre Werke eindeutig; bei den gekennzeichneten Arbeiten verweist der Autor nach Möglichkeit auf den Urheber und weiterführende Informationen.
- Quote paper
- Dennis Sommer (Author), 2014, Streetart-Spaziergänge in Berlin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275046