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Die Rolle der Führungskraft von Pflegestationen in der Burnoutprävention

Title: Die Rolle der Führungskraft von Pflegestationen in der Burnoutprävention

Diploma Thesis , 2014 , 22 Pages , Grade: Erfolgreich

Autor:in: Victoria Berende (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Summary Excerpt Details

Die Anforderungen in alle Lebensbereichen sind höher geworden und überall nimmt Geschwindigkeit und Schnelligkeit zu. In fast allen Berufen werden Menschen mehr belastet und sind oft gereizter und ungeduldiger. Vor allem in sozialen Berufen ist der Energieverbrauch enorm. Auch ich selbst war sicher innerhalb eines bestimmten Lebensabschnittes am Rande eines Burnout. Abgesehen von Fach-, praktischen und technischen Kenntnissen braucht es als Krankenschwester eine große Fähigkeit sich in kranke und alte Menschen einzufühlen. Aber je mehr Empathie beim Helfer vorhanden ist, desto mehr Kraft und Energie braucht es um damit auch zurande zu kommen. Ist es doch notwendig Nähe herzustellen, gleichzeitig aber zu dem Problemen hilfsbedürftiger Menschen auch die nötige innere, gesunde Distanz zu wahren. Im Weiterverlauf meiner Arbeit hier möchte ich persönliche Erlebnisse mit allgemein notwendigen Verhaltensweisen einer Teamleitung verbinden. Es war auch der Rat von Frau Mag. Elisabeth Raggam, mein gewähltes Thema vorwiegend nach eigenem Erleben beschreiben und dies nach zwanzigjähriger Erfahrung als Diplomkrankenschwester. In Laufe der letzten circa zehn Jahre habe ich meistens mit alten, bedürftigen Menschen gearbeitet und immer wieder war ich mit zwei Fragen konfrontiert: Einerseits, wie kann ein Mensch so viel wie möglich nützlich und zufrieden in einer Pflegeeinrichtung sein. Anderseits, wie kann sich die pflegende Person von dem ihr täglich begegneten Schmerz und der Hoffnungslosigkeit der KlientInnen schützen? Und , als wäre das nicht schwer genug, kommen noch Zeitdruck, fehlende Anerkennung, usw. hinzu. So habe ich mich entschieden, über Möglichkeiten der Burnoutvermeidung zu reflektieren und erkannt, dass die Führungskraft in einer solchen Lebenssituation eine sehr wichtige Rolle spielt. Bevor ich auf meine weiteren Ausführungen eingehe, will ich aber noch definieren was ist Burnout und welche Anzeichen und Symptome führen dort hin.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Was ist Burnout?

Vermeidung der Faktoren die zu Burnout führen

1. Emotionale/Psychische Belastung

1a. Zeitdruck/Personalmangel

1b. Routine

1c. Administrative Belastung

2. Physische Belastung

3. Einstieg neuer Mitarbeitern

Schlussfolgerung

Burnout verhindern – Checkliste für Führungskräfte

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle der Führungskraft in Pflegeeinrichtungen bei der Prävention von Burnout bei Mitarbeitenden. Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie durch eine wertschätzende Führung, offene Kommunikation und gezielte Maßnahmen Stressfaktoren im Pflegealltag reduziert und die psychische Gesundheit des Personals gestärkt werden kann.

  • Analyse der verschiedenen Burnout-Symptome und deren Entstehungsphasen.
  • Identifikation spezifischer Belastungsfaktoren in der Pflege (emotional, physisch, administrativ).
  • Bedeutung der Führungskompetenz zur Schaffung eines positiven Arbeitsklimas.
  • Praktische Strategien zur Teamentwicklung und Konfliktbewältigung.
  • Etablierung präventiver Maßnahmen durch Checklisten für Führungskräfte.

Auszug aus dem Buch

1a. Zeitdruck/Personalmangel

Aus meine Erfahrung kann ich sagen, dass die Zeit in Pflegeeinrichtungen noch relativer ist, glaube ich, als in den meisten anderen Berufen. Es gibt Situationen in denen eine Schwester bestimmte Arbeiten in einem Tag leistet, und am nächstenTag sind zwei Schwestern für die gleiche Arbeit geplant; beide Schwestern arbeiten aber gleich schnell wie am ersten Tag, werden aber nur ein paar Minuten vor Dienstschluss früher mit der Arbeit fertig sein. Die psychische Belastung ist fühlbar geringer, die Arbeit und die „Rennerei“ sind aber bizarrerweise nicht weniger. Man weiss, dass man zu zweit ist und erlaubt sich ein paar Sachen mehr zu erledigen, die vielleicht schon lange verschoben wurden (zB KlientInnen unterstützen, Ordnung in den Kleiderschrank zu bringen). Oder, weil ohne Stress gearbeitet wird, beobachtet man auch Dinge, die vorher nicht gesehen oder gehört wurden (zB, dass ein/e KlientIn sehr einsam ist und man einen Besuchsdienst organisieren könnte).

Um den Zeitdruck zu mildern, wird die Teamleitung immer wieder bei Teambesprechungen den MitarbeiterInnen raten, Prioritäten zu setzen. Aber auch die Teamleitung soll auf Vorschläge der Teammitglieder eingehen.Wenn eine administrative, verschiebbare Sache aus objektiven Grunden, nicht erledigt wurde, wird die Führungskraft keine Vorwürfe machen, sondern die KollegIn für bereits geleistete und erledigte Arbeit loben.

Die Aufgaben basieren und werden verteilt nach Vertrauen und Fähigkeiten der Einzelne(situativen Führungsmodell). Dadurch wird eine Kultur geschaffen, dass alle bereit sind, einander gegenseitig zu helfen. Wenn ein/e MitarbeiterIn aufgrund hoher Anforderungen der PatientInnen nicht mit der Arbeit zu Rande kommt , darf sie sich nicht scheuen Hilfe zu holen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl durch ihre zwanzigjährige Erfahrung als Krankenschwester und stellt die Forschungsfrage nach dem Schutz der pflegenden Person vor Burnout.

Was ist Burnout?: Es werden Definitionen sowie die drei Hauptsymptome nach Maslach – emotionale Erschöpfung, Depersonalisation und reduziertes Wirksamkeitserleben – erläutert.

Vermeidung der Faktoren die zu Burnout führen: Dieser Abschnitt thematisiert die elementaren Anforderungen an eine Führungskraft, um ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen.

1. Emotionale/Psychische Belastung: Es wird untersucht, wie eine Führungskraft durch Wertschätzung, offene Kommunikation und Unterstützung bei der Arbeit mit Klienten seelische Erschöpfung abmildern kann.

1a. Zeitdruck/Personalmangel: Dieses Kapitel zeigt auf, dass durch Prioritätensetzung, Vertrauen und ein situatives Führungsmodell der Stress durch Personalmangel reduziert werden kann.

1b. Routine: Anhand von Fallbeispielen wird verdeutlicht, wie Führungskräfte durch Abwechslung und das Zulassen von individuellem Engagement Routine und Frustration vorbeugen können.

1c. Administrative Belastung: Hier werden die Belastungen durch übermäßige Dokumentationspflichten diskutiert und Möglichkeiten aufgezeigt, den administrativen Druck zu verringern.

2. Physische Belastung: Es wird die enorme körperliche Anforderung in der Pflege thematisiert und auf Weiterbildungsmöglichkeiten wie Kynästhetik zur Entlastung verwiesen.

3. Einstieg neuer Mitarbeitern: Die Bedeutung eines professionellen Onboardings, einer langsamen Steigerung des Arbeitspensums und der Integration in das Team wird hervorgehoben.

Schlussfolgerung: Die Autorin fasst die wesentlichen Aspekte der Führungskompetenz zusammen, die zur Burnout-Prävention beitragen, und stellt eine Liste der wesentlichen Punkte der Psychologin Viviana Abati vor.

Burnout verhindern – Checkliste für Führungskräfte: Eine praktische Checkliste dient als Instrument für Führungskräfte zur Selbstreflexion und Evaluierung der Burnout-Gefahr in ihrem Betrieb.

Schlüsselwörter

Burnout, Prävention, Führungskraft, Pflege, emotionale Erschöpfung, Stressfaktoren, Teamleitung, Pflegestation, Arbeitsklima, Kommunikation, Wertschätzung, Personalmanagement, Selbstreflexion, Gesundheit, Arbeitsbelastung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle, die Führungskräfte auf Pflegestationen einnehmen, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Burnout zu schützen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Definition von Burnout, die Analyse spezifischer Belastungsfaktoren (emotional, physisch, administrativ) sowie Strategien für ein gesundes Führungshandeln.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Führungskräfte durch adäquate Kommunikation, Wertschätzung und Organisationsgeschick das Entstehen von Burnout in ihrem Team verhindern können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus theoretischen Ansätzen, Expertenwissen und vor allem auf die langjährige praktische Erfahrung der Autorin als Krankenschwester, ergänzt durch Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die verschiedenen Belastungsarten im Pflegealltag (Zeitdruck, Routine, physische Arbeit, Administration) detailliert analysiert und Lösungsvorschläge für die Teamleitung präsentiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Burnout-Prävention, Führungskompetenz, Pflege, Arbeitsklima, emotionale Belastung und Teamführung charakterisiert.

Warum spielt das "situative Führungsmodell" bei der Bewältigung von Zeitdruck eine Rolle?

Es erlaubt der Führungskraft, Aufgaben basierend auf den individuellen Fähigkeiten und dem Vertrauen in die Mitarbeiter zu verteilen, was die gegenseitige Unterstützung im Team stärkt.

Wie sollte eine Führungskraft laut der Autorin mit Fehlern umgehen, die ein neuer Mitarbeiter macht?

Anstatt dauerhafter Kritik sollte das Arbeitspensum langsam gesteigert und der neue Mitarbeiter behutsam in das Team integriert werden, um den Mut zu erhalten.

Welchen Zweck erfüllt die "Checkliste für Führungskräfte" am Ende des Dokuments?

Sie dient als Instrument zur Selbstreflexion, damit Führungskräfte durch eine Skalenbewertung kritische Faktoren in ihrer Institution frühzeitig erkennen und Handlungsbedarf ableiten können.

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Details

Title
Die Rolle der Führungskraft von Pflegestationen in der Burnoutprävention
College
Fachhochschule des bfi Wien GmbH
Grade
Erfolgreich
Author
Victoria Berende (Author)
Publication Year
2014
Pages
22
Catalog Number
V275062
ISBN (eBook)
9783656678779
ISBN (Book)
9783656678762
Language
German
Tags
Burnout Führungskraft Prävention Emotionale Erschöpfung Rolle der Führungkraft Pflege Hilfe Was tun? Vermeidung Zeitdruck Belastung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Victoria Berende (Author), 2014, Die Rolle der Führungskraft von Pflegestationen in der Burnoutprävention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275062
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