Nachhaltigkeit ist der Begriff des 21. Jahrhunderts. In allen Lebensbereichen gewinnt der Begriff eine immer größer werdende Bedeutung. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch im Kongress und Eventbereich immer mehr Veranstalter, aber auch Veranstaltungsorte, über eine grünere und umweltfreundlichere Ausrichtung ihres Angebotes nachdenken. In dieser Arbeit soll darauf eingegangen werden welche Möglichkeiten es gibt eine nachhaltige Veranstaltung zu organisieren und welche Aspekte da- bei beachtet werden müssen. Danach sollen verschiedene Unternehmen in Augen- schein genommen werden, die Green Meeting Konzepte anbieten. Es ist wichtig diese genau zu betrachten, da nicht alles nachhaltig ist, was sich grün nennt. Hierbei soll die Problematik des Greenwashings genauer betrachtet werden. Im darauf folgenden Ab- schnitt soll der Blick in die Zukunft gerichtet werden und analysiert werden, wie sich Green Meetings in der Zukunft entwickeln werden und welche Faktoren mit der Weiterentwicklung einhergehen. Im letzten Abschnitt soll ein Fazit gezogen werden, in dem bewertet werden soll, ob das nachhaltige Denken Teil der Unternehmensphilosophie wird oder nur ein Alibi ist, damit mehr Kunden angelockt werden und das Gewissen erleichtert wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Green Meetings & Events
2.1 Begriffserklärung
2.2 Organisation und Planung von Green Meetings & Events
2.3 Analyse der Chancen und Risiken von Green Meetings
2.4 Nachhaltigkeitszertifikate für Veranstaltungen
2.4.1 ISO 14001
2.4.2 ÖKOPROFIT
2.4.3 Green Globe
2.4.4 Global Compact
2.5 Grüne Best Practice Beispiele
3 Greenwashing – das grüne Alibi
3.1 Begriffserklärung und Beurteilung
3.2 Beispiel von Greenwashing
4 Green Meetings und ihre Zukunft
5 Fazit – Wettbewerbsvorteil oder Alibi?
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten der Organisation nachhaltiger Veranstaltungen zu untersuchen, bestehende Green-Meeting-Konzepte zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, ob nachhaltiges Handeln in der Eventbranche ein echter Wettbewerbsvorteil darstellt oder lediglich als Marketinginstrument (Greenwashing) eingesetzt wird.
- Grundlagen und Definitionen von Green Meetings & Events
- Planungsaspekte für nachhaltige Veranstaltungen (Transport, Abfall, Catering, Energie)
- Analyse gängiger Nachhaltigkeitszertifikate und Best-Practice-Beispiele
- Die Problematik des Greenwashings in der Unternehmenskommunikation
- Zukunftsbetrachtung des Marktes für nachhaltige Veranstaltungen in Deutschland
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffserklärung
Zu Beginn sollte erst geklärt werden, was Green Meetings oder Green Events sind. Es wird klar, dass es grundsätzlich keine eigene Definition gibt. Jeder hat eine eigenen Vorstellung von der Bedeutung des Begriffes Green Meetings. Die Vorstellungen, die wahrscheinlich die Mehrheit mit dem Begriff assoziiert, sind Events oder Kongresse die auf Umweltfreundlichkeit ausgelegt sind. Jedoch fällt es an dieser Stelle schon den meisten Experten schwer zu sagen was umweltfreundliches Verhalten bei Events bedeutet und wie dies möglicherweise umgesetzt werden kann.
Es wird also klar, dass der Begriff der Green Meetings sehr schwierig zu definieren ist. Daraus folgt, dass auch viele Veranstalter dem Problem gegenüberstehen für sich selbst festzulegen versuchen, wie ihre Grüne Veranstaltung auszusehen hat. Daraus können sich viele Problematiken ergeben, die im in dieser Arbei weiter erklärt werden.
Die beste Definition für Green Meetings wird von dem Unternehmen my green meeting gegeben. Es ist unumstritten, dass alles was wir Menschen auf der Welt tun einen Einfluss auf Natur und Umwelt hat, das heißt auch Events und Meetings. Bei diesen ist der Haupteinflussfaktor der Transport beziehungsweise die Beförderung der Teilnehmer zum Veranstaltungsort. Aber auch andere Faktoren wie die Technik, das Catering oder die Freizeitaktivitäten während des Events spielen eine große Rolle. Bei Green Meetings wir im Vorfeld überlegt an welchen Stellen CO2 eingespart werden können. Dafür wird regelmäßig ein Carbon Footprint erstellt. Falls an gewissen Stellen keine Möglichkeit für die Einsparung von CO2 gibt, sollte über die Kompensation durch anerkannte CO2-Kompesationsprojekte nachgedacht werden. So kann der Einfluss der Veranstaltung auf sein Minimum reduziert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Nachhaltigkeit im Eventbereich ein und erläutert die Zielsetzung, die Problematik von Greenwashing zu beleuchten sowie zukünftige Entwicklungen zu analysieren.
2 Green Meetings & Events: Dieses Kapitel behandelt die begrifflichen Herausforderungen, planungsrelevante Aspekte wie Transport und Technik, sowie gängige Zertifizierungen und Best-Practice-Beispiele für grüne Veranstaltungen.
3 Greenwashing – das grüne Alibi: Es wird definiert, was unter Greenwashing zu verstehen ist, und anhand von Unternehmensbeispielen verdeutlicht, wie eine rein oberflächliche grüne Ausrichtung das Kundenvertrauen gefährden kann.
4 Green Meetings und ihre Zukunft: Dieser Abschnitt analysiert den aktuellen Stand des Marktes für nachhaltige Veranstaltungen in Deutschland im internationalen Vergleich und prognostiziert dessen zukünftiges Wachstumspotenzial.
5 Fazit – Wettbewerbsvorteil oder Alibi?: Das Fazit bewertet, ob nachhaltige Strategien tatsächlich einen Wettbewerbsvorteil bieten oder nur PR-Instrumente sind, und schließt mit der Erkenntnis, dass ökologische Ausrichtung zukünftig an Bedeutung gewinnen wird.
Schlüsselwörter
Green Meetings, Green Events, Nachhaltigkeit, Umweltmanagement, Zertifizierung, Greenwashing, CO2-Einsparung, Eventplanung, Veranstaltungstechnik, CSR, Unternehmensphilosophie, Wettbewerbsvorteil, Klimawandel, Best Practice, Ressourcenmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der ökologischen Ausrichtung von Veranstaltungen, untersucht deren Planung, Zertifizierungsmöglichkeiten sowie die Abgrenzung zwischen echtem nachhaltigen Engagement und Greenwashing.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Zu den Schwerpunkten gehören die Definition von Green Meetings, organisatorische Kriterien (z.B. Mobilität, Catering), der Nutzen von Nachhaltigkeitszertifikaten und die Rolle von Greenwashing in der Branche.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es zu beurteilen, inwiefern Green Meetings für Unternehmen einen wirklichen Wettbewerbsvorteil darstellen oder lediglich als Alibi für ein grünes Image ohne tiefgreifende Nachhaltigkeitsstrategie dienen.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung des Themas, der Analyse von Zertifizierungssystemen (wie ISO 14001, Global Compact) und der Auswertung von Branchenstatistiken sowie Fallbeispielen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den Kriterien für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement auch konkrete Fallbeispiele für Best Practices und Greenwashing sowie eine Marktanalyse zur aktuellen Situation von Green Meetings in Deutschland diskutiert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Green Meetings, Nachhaltigkeit, Greenwashing, Eventmanagement, CO2-Kompensation und Wettbewerbsvorteil beschreiben.
Welche Rolle spielt Greenwashing bei der Beurteilung von Green Meetings?
Greenwashing dient als negativer Gegenpol zum authentischen Nachhaltigkeitskonzept; die Arbeit zeigt auf, dass Unternehmen, die nur oberflächlich kommunizieren, das Vertrauen der Kunden und das Image der Branche langfristig schädigen können.
Wie schneidet Deutschland im internationalen Vergleich bei Green Meetings ab?
Die Analyse zeigt, dass Deutschland bei der Umsetzung grüner Veranstaltungskonzepte im Vergleich zu Europa und dem weltweiten Durchschnitt noch erheblichen Aufholbedarf aufweist.
- Quote paper
- Bachelor of Arts Ann-Christine Bischoff (Author), 2011, Green Meetings und Events. Wettbewerbsvorteil oder Alibi?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275119