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Die Rundfunksysteme in Deutschland und Südkorea. Eine vergleichende Analyse

Título: Die Rundfunksysteme in Deutschland und Südkorea. Eine vergleichende Analyse

Trabajo de Seminario , 2014 , 21 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Marc Baqué (Autor)

Medios / Comunicación - Medios masivos
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Die Rundfunksysteme von Deutschland und Südkorea haben einige ungeahnte Ähnlichkeiten. Senderstruktur, Organisation und Finanzierung der Rundfunkmedien werden in dieser Seminararbeit theoriegeleitet analysiert und verglichen und abschließend in einem Mediensystemvergleichsmodell kontrastierend eingeordnet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Thematische Einleitung und Ziel der Arbeit

2. Methodik und Vergleichsdimensionen

2.1 Roger Blums „Bausteine zu einer Theorie der Mediensysteme“

2.2 Explizit den Rundfunk betreffende Ergänzungen zur Analyse

3. Anwendung der Vergleichsdimensionen zur Charakterisierung des deutschen und südkoreanischen Rundfunksystems

3.1 Regierungssystem und politische Kultur

3.2 Medienfreiheit, Medienbesitz und Medienfinanzierung

3.3 Politischer Parallelismus und Staatskontrolle

3.4 Medienkultur und Medienorientierung

4. Diskussion und Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, die Rundfunksysteme in Deutschland und Südkorea anhand eines medienwissenschaftlichen Vergleichsmodells gegenüberzustellen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie den Einfluss politischer, rechtlicher und kultureller Rahmenbedingungen zu analysieren.

  • Vergleich der Rundfunkstrukturen auf Basis des "pragmatischen Differenz-Ansatzes"
  • Analyse von Medienfreiheit, Medienbesitz und Finanzierungsmodellen
  • Untersuchung des politischen Einflusses und der Staatskontrolle auf den Rundfunk
  • Gegenüberstellung der Medienkultur und der öffentlichen Orientierung (Public Service)
  • Kritische Diskussion der Rolle von Regierungen und Regulierungsbehörden

Auszug aus dem Buch

3.1 Regierungssystem und politische Kultur

Für Deutschland: Seit der Einführung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 existiert in Deutschland eine parlamentarische Demokratie mit föderal gegliederten Bundesländern und eigenen Landesgesetzen. Zudem hat sich eine immer noch starke und traditionsreiche Parteienlandschaft ausgebildet mit ambivalenter politische Kultur und ausgeprägter Opposition (vgl. Blum 2005: 10).

Für Südkorea: Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Südkorea durch die Vereinigten Staaten von der japanischen Besatzung befreit, jedoch wurde die Teilung Koreas aufgrund der wichtigen geopolitischen Lages für Russland und Amerika auf der Konferenz von Jalta 1945 beschlossen. Bis zur Gründung der Republik Korea im Juli 1948 war der südliche Teil der Halbinsel unter U.S.-Amerikanischer Besatzung. In dieser Zeit wurde auch die erste und staatliche koreanische Rundfunkanstalt KBS (Korean Broadcasting System) gegründet, die zu Beginn sehr unter amerikanischer Kontrolle stand und ein liberal-demokratisches Wertesystem verbreiten und die Ausbreitung der kommunistischen Idee verhindern sollte (vgl. Schwitzer 2010: 77).

Mit Inkrafttreten der Verfassung am 17. Juli 1948 wurde eine semipräsidentielle Demokratie nach amerikanischem Vorbild und Mehrheitswahlsystem eingeführt und dem Präsidenten die Rundfunkhoheit übertragen. Durch den Präsidenten als höchste Entscheidungsinstanz wurde die Macht des Amtes legitimiert und eine zentralistische Tendenz war schon von Beginn an bemerkbar (vgl. Schwitzer 2010: S. 78). Die demokratische Situation war besonders prekär in der Zeit von 1961 bis 1979, da hier eine Militärregierung unter Präsident Park Chung-Hee, bis zu seiner Ermordung durch seinen Geheimdienstchef, bestand. Zwar wurde in dieser Zeit der Grundstein für das koreanische Fernsehen gelegt, jedoch fand das Ganze im Rahmen einer strikten staatlichen Kontrolle statt, die sich auch noch auf das heutige Rundfunk- und Mediensystem auswirkt (vgl. Schwitzer 2010: 80ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thematische Einleitung und Ziel der Arbeit: Einführung in die historischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Länder sowie Darlegung der Forschungsabsicht.

2. Methodik und Vergleichsdimensionen: Vorstellung des theoretischen Rahmens nach Roger Blum und Barbara Thomaß zur Typologisierung von Mediensystemen.

3. Anwendung der Vergleichsdimensionen zur Charakterisierung des deutschen und südkoreanischen Rundfunksystems: Detaillierte empirische Anwendung des Modells auf die politischen, rechtlichen und marktbezogenen Strukturen in Deutschland und Südkorea.

4. Diskussion und Fazit: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse unter Berücksichtigung der demokratischen Entwicklung und staatlicher Einflussparameter.

Schlüsselwörter

Rundfunksystem, Deutschland, Südkorea, Medienvergleich, Mediensystemtheorie, Medienfreiheit, Politische Kultur, Staatskontrolle, Rundfunkaufsicht, Duales Rundfunksystem, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Medienorientierung, Gesetz für nationale Sicherheit, Journalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Rundfunksysteme von Deutschland und Südkorea unter Anwendung eines medienwissenschaftlichen Typologisierungsmodells.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen Regierungssysteme, politische Kultur, Medienfreiheit, Finanzierungsmodelle des Rundfunks und der Einfluss des Staates auf die Medien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ermitteln, ob und wie weit sich die Rundfunksysteme beider Länder ähneln oder unterscheiden und welche Faktoren diese Systeme maßgeblich beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt den „pragmatischen Differenz-Ansatz“ nach Roger Blum, ergänzt durch spezifische Kriterien zur Rundfunkcharakterisierung nach Barbara Thomaß.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert strukturelle Dimensionen wie Medienbesitz, Rundfunkaufsicht, den Grad an politischem Parallelismus und die programmliche Orientierung in beiden Ländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Rundfunksysteme, Medienvergleich, Demokratisierung, öffentliche Grundversorgung, staatliche Regulierung und Medienfreiheit.

Warum spielt das „Gesetz für nationale Sicherheit“ eine Rolle für das südkoreanische Mediensystem?

Es dient als Beispiel für staatliche Eingriffsmöglichkeiten und Zensurpraktiken, die in Südkorea historisch bedingt existieren und die Medienfreiheit beeinflussen.

Welche Funktion hat die KOBACO in Südkorea?

Die KOBACO (Korean Broadcasting Advertising Corporation) regelt zentral den Werbemarkt und agiert als Monopolistin zwischen Werbetreibenden und Sendern.

Was ist der wesentliche Unterschied in der Medienorientierung zwischen beiden Ländern?

Während Deutschland ein ausgeprägtes Public-Service-Modell verfolgt, ist das südkoreanische System stärker durch den transformativen Zustand der Demokratie und teils regierungsnahe Strukturen geprägt.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Staates bei der Rundfunkaufsicht?

In Deutschland wird auf eine pluralistische und staatsferne Organisation Wert gelegt, während in Südkorea eine stärkere Einflussnahme durch politische Nominierungen in Kontrollinstanzen wie der KCC zu beobachten ist.

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Detalles

Título
Die Rundfunksysteme in Deutschland und Südkorea. Eine vergleichende Analyse
Universidad
University of Koblenz-Landau  (Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik)
Curso
Das Mediensystem der Bundesrepublik Deutschland
Calificación
1,3
Autor
Marc Baqué (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
21
No. de catálogo
V275150
ISBN (Ebook)
9783656679639
ISBN (Libro)
9783656679653
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rundfunksystem Deutschand Bundesrupublik BRD Korea Südkorea Republik Vergleich Analyse Mediensystemvergleich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marc Baqué (Autor), 2014, Die Rundfunksysteme in Deutschland und Südkorea. Eine vergleichende Analyse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275150
Leer eBook
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