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Die Kinderzeichnung als Indikator für sexuellen Missbrauch

Titel: Die Kinderzeichnung als Indikator für sexuellen Missbrauch

Studienarbeit , 2012 , 51 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jennifer Kubat (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den vergangenen Jahren ist die Sensibilität für sexuellen Missbrauch an Kindern erheblich gestiegen. Da Kinder die Geschehnisse jedoch anders verarbeiten als Erwachsene, sind ihre Aussagen oft nicht hieb- und stichfest. Gleichzeitig eröffnet das Medium Zeichnung dem Kind eine großartige Palette für die Darstellung von Erlebnissen und Gefühlen.
Die vorliegende theoretische Studienarbeit ist vor diesem Hintergrund der Fragestellung gewidmet, ob es Merkmale in Kinderzeichnungen gibt, die auf einen erlebten sexuellen Missbrauch hindeuten können und wie es um deren Aussagekraft bestellt ist.
Sie enthält neben einer kurzen Einführung zum Themenkomplex "sexueller Missbrauch" einen Kurzaufriss zu den Phasen der Kinderzeichnung, um diese unter dem Kontext Entwicklungsstand des Kindes betrachten zu können. Daran schließt eine Auflistung von in der Literatur häufig genannten Merkmalen, sowie deren Bewertung hinsichtlich der Aussagekraft, an. Den Abschluss der Arbeit stellen eine kurze Darstellung eines Fallbeispiels und das Resümee dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

1.1 Sexueller Missbrauch als Brennpunktthema

1.2 Beschreibung und Eingrenzung der Fragestellung und Ziel der Arbeit

1.3 Bezug und Relevanz für die Soziale Arbeit

1.4 Erläuterung des Aufbaus und der methodischen Vorgehensweise

2.0 Was ist Sexueller Missbrauch?

2.1 Aktuelle Zahlen und Fakten

2.2 Begriffsklärung

2.3 Folgen für betroffene Kinder und Familien

2.3.1 Traumatisierungsfaktoren

2.3.2 Mögliche Folgen des Missbrauchs

2.3.3 Kinder ohne Symptome

3.0 Was versteht man unter einer Kinderzeichnung?

3.1 Kurzaufriss der Entwicklung einer Kinderzeichnung

3.1.1 Die Vorschemaphase

3.1.2 Das Stadium der „Werkreife“

3.1.3 Bildschema in der mittleren Kindheit

3.2 Die Zeichnung als Blick ins Innere des Kindes

3.2.1 Die innere Repräsentation – Bilder im Geist

3.2.2 Narrativer Inhalt von Zeichnungen

3.2.3 Die Rolle des Unbewussten

3.2.4 Metaphernverständnis und -produktion

4.0 Kinderzeichnung als Indikator für sexuellen Missbrauch?

4.1 Bisheriger Forschungsstand

4.2 Abgrenzung zu erotischen Zeichnungen

4.3 Berücksichtigung der Rahmenbedingungen

4.4 Aufschlussreiche Merkmale der Zeichnungen

4.5 Zuverlässigkeit dieser Merkmale

4.6 Praxisbeispiel

5.0 Resümee

5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

5.2 Bewertung der Ergebnisse

5.3 Ausblick und neue Forschungsfelder

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das primäre Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, inwieweit Kinderzeichnungen als Indikator für erlebten sexuellen Missbrauch dienen können und welche Analysemethoden hierfür geeignet sind. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob eine Verknüpfung zwischen zeichnerischen Ausdrucksformen und traumatischen Missbrauchserfahrungen empirisch oder klinisch belegbar ist, um Fachkräften in der Sozialen Arbeit eine höhere Handlungssicherheit zu bieten.

  • Theoretische Grundlagen des sexuellen Missbrauchs bei Kindern und dessen Folgen.
  • Entwicklungspsychologische Aspekte der Kinderzeichnung und deren Bedeutung als Kommunikationsmedium.
  • Analyse spezifischer Merkmale in Zeichnungen, die auf Missbrauchserfahrungen hindeuten können.
  • Kritische Reflexion über die Zuverlässigkeit und empirische Validität von Merkmalskatalogen.
  • Praxisbezogene Fallanalyse zur Veranschaulichung der diagnostischen Möglichkeiten und Grenzen.

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Die Rolle des Unbewussten

Während Deutschland sich für den zweiten Weltkrieg rüstet, erwächst unterdessen in Frankreich Interesse an klinischen Analysen und, damit verbunden, Kinderzeichnungen. Als eine der Vorreiterinnen gilt Sophie Morgenstern, die in ihre Untersuchungen zu dem Schluss kommt, dass die Kinderzeichnung viel mehr ausdrückt, als es die kindliche Sprache vermag. Allerdings sei es für die Erwachsenen nicht immer leicht, die intendierte Bedeutung zu erkennen, da die Zeichnung ihrer eigenen Ausdrucksweise folge. Jahrzehnte später beschäftigt sich auch Widlöcher mit der Frage, warum ein Kind gerade dieses Bild gezeichnet hat und sich einer bestimmten Symbolik bedient hat. Er findet heraus, dass die Motive teils bewusst gewählt wurden. Aber ist der Rest dann zufällig entstanden? Im Dialog mit zeichnenden Kindern findet er heraus, dass auch dieser Rest kein Zufallsprodukt ist.

Fragt man es, „[…] dann könnte es anläßlich dieser Zeichnung Erinnerungen hervorholen, die für seine Wahl bestimmend sind, und uns Phantasien mitteilen, mit denen seine Vorstellung sich gewöhnlich beschäftigt und die sich in der gezeichneten Szene niederschlagen.“ (Widlöcher 1984, S. 129).

Die Zeichnung ist also Ergebnis von Assoziationsketten des Kindes. Es zeichnet etwas und während es zeichnet, kommen ihm neue Gedanken. All das spiegelt sich in der bildlichen Darstellung der Zeichnung wider, in welcher nach der psychoanalytischen Theorie - ähnlich wie beim Traum - abgebildete Motive gleichzeitig für mehrere Bedeutungen stehen können. Es kommt zu einer sog. „Verdichtung“ oder auch „Verschiebung“. Z. B. malt ein Kind den Vater als Baum, da es mit ihm Spaziergänge im Wald assoziiert. Doch sind Assoziationen nicht immer dem Bewusstsein zugänglich, also unbewusst (ebd. S. 130ff). Aber was bedeutet „unbewusst“?

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Einführung in das Thema sexueller Missbrauch, Darlegung der Fragestellung und Relevanz für die Soziale Arbeit.

2.0 Was ist Sexueller Missbrauch?: Definition des Begriffs, Darstellung aktueller Fakten sowie Analyse der Folgen und Traumatisierungsfaktoren für betroffene Kinder.

3.0 Was versteht man unter einer Kinderzeichnung?: Erläuterung der zeichnerischen Entwicklung im Kindesalter und der Funktion von Bildern als Projektionsfläche für das innere Erleben.

4.0 Kinderzeichnung als Indikator für sexuellen Missbrauch?: Kritische Untersuchung von Merkmalskatalogen, Forschungsständen und Darstellung einer Fallstudie zur praktischen Anwendung.

5.0 Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, kritische Würdigung der Evidenz sowie ein Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Kinderzeichnung, Sexueller Missbrauch, Traumatisierung, Psychosomatik, Projektionswert, Unbewusstes, Metaphernbildung, Merkmalskatalog, Soziale Arbeit, Diagnostik, Entwicklungspsychologie, Signalwirkung, Fallanalyse, Kinderpsychologie, Missbrauchsprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit Kinderzeichnungen als zuverlässige Anzeichen (Indikatoren) für sexuellen Missbrauch bei Kindern dienen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von sexuellem Missbrauch, die Entwicklungsphasen der Kinderzeichnung sowie die tiefenpsychologische Bedeutung kindlicher Darstellungen als nonverbales Ausdrucksmittel.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Kann die Kinderzeichnung Indikator für sexuellen Missbrauch sein?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur, ergänzt durch die Analyse von Merkmalskatalogen und eine spezifische Fallstudie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der diagnostischen Nutzung von Kinderzeichnungen, diskutiert verschiedene Merkmale wie Fragmentierung oder Farbwahl und beleuchtet die Schwierigkeiten der empirischen Validierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Kinderzeichnung, sexueller Missbrauch, diagnostische Indikatoren, Traumatisierung und die psychoanalytische Bedeutung der Bildsprache.

Warum ist das Thema für die Soziale Arbeit von besonderer Relevanz?

Da Kinder oft nicht über das Erlebte sprechen können oder dürfen, bietet die Zeichnung ein Medium, um auf Missstände aufmerksam zu werden und eine frühzeitige Intervention zu ermöglichen.

Welche Rolle spielt die Fallstudie „Sonja“?

Das Praxisbeispiel verdeutlicht, wie theoretisch beschriebene Merkmale (wie das Fehlen von Gliedmaßen oder die Darstellung von Phallussymbolen) in realen Zeichnungen eines missbrauchten Kindes in Erscheinung treten können.

Ende der Leseprobe aus 51 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Kinderzeichnung als Indikator für sexuellen Missbrauch
Hochschule
Hochschule München
Veranstaltung
Modul Theorieprojekt
Note
1,0
Autor
Jennifer Kubat (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
51
Katalognummer
V275295
ISBN (eBook)
9783656680123
ISBN (Buch)
9783656680154
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinderzeichnung sexueller Missbrauch Verhaltensauffälligkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer Kubat (Autor:in), 2012, Die Kinderzeichnung als Indikator für sexuellen Missbrauch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275295
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Leseprobe aus  51  Seiten
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