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Die Darstellung wissenschaftlichen Wissens- ein kritischer Diskurs-

Title: Die Darstellung wissenschaftlichen Wissens- ein kritischer Diskurs-

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sabrina Prinzen (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Wie wird wissenschaftliches Wissen in Darstellung gebracht? Wie ist dies
möglich? Welche Faktoren spielen im Vermittlungsprozess mit ein? Wie findet
Darstellung statt?
Apel versucht sich dieser Problematik anzunehmen und bezieht sich dabei auf
das Beispiel der Vorlesung.
Er untersucht dabei die Realität der Vorlesung als akademisch-rhetorische
Lehrform und geht davon aus, dass die Vorlesung eine anregend gestaltete
Lehr-Lern-Situation darstellen sollte.
Er differenziert zwischen verschiedenen Aspekten, die eine gute Vorlesung
ausmachen, bewertet diese und versucht letztendlich, eine Art Systematik
herzustellen.
Im Folgenden werde ich auf seine Erkenntnisse seiner Beobachtungen aus der
Praxis eingehen und diese kritisch beleuchten. Apel beschäftigt sich mit dem Phänomen der Vorlesung. Dabei geht er von
seinen eigenen Beobachtungen, die er in der Praxis gemacht hat, aus. Diese
Beobachtungen versucht er systematisch zu gliedern. Er zergliedert die
Vorlesung in unterschiedliche Teilbereiche und fertigt dann ein Analyseraster
an, um eine gute Vorlesung definieren zu können.
Bei seiner Erhebung unterscheidet er zwischen mehreren Gesichtspunkten, auf
die ich im Kommenden zu sprechen kommen werde. Er versucht, die Vorlesung
differenziert zu betrachten und im Einzelnen auf bestimmte Gesichtspunkte
einzugehen. Das impliziert, dass er die Vorlesung nicht als Ganzes in seinen
Blickpunkt nimmt, sondern lediglich partiell behandelt. Inwieweit diese
Herangehensweise die Darstellung wissenschaftlichen Wissens unterstützt, ist
zu prüfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Phänomen der Vorlesung

3. Merkmale einer „guten Vorlesung“

3.1.Die Eröffnung der Vorlesung als Strategie zur Gewinnung der Zuhörer

3.2.Die Gliederung: Klarheit und Übersicht

3.3.Die Sprache und das Auftreten

3.4.Darstellen und Entwickeln- Grundformen des Lehrvortrags

4. Die rhetorische Seite der Vorlesung

4.1. Darstellen und Argumentieren

5. Die didaktische Seite der Vorlesung

5.1. Strukturieren und Präsentieren

6. Überzeugende Darstellung wissenschaftlichen Wissens und deren Verwirklichung

6.1. Überzeugende Rede und akademische Bildung

6.2. Die Mittel des Lehrvortrags

6.3. Die Vorlesung als Lehr-Lern-Situation

6.4. Die Vorlesung als gestaltbare Lehrform

6.5. Die Gestaltungsformen des Lehrvortrags

7. Kritik

8. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Darstellung wissenschaftlichen Wissens am Beispiel der universitären Vorlesung. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, inwiefern die von Apel beschriebenen rhetorischen und didaktischen Elemente der Vorlesung mit dem Anspruch einer objektiven wissenschaftlichen Wissensvermittlung vereinbar sind.

  • Analyse des Phänomens der Vorlesung als Lehr-Lern-Situation.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen rhetorischer Überzeugung und wissenschaftlicher Information.
  • Kritische Beleuchtung von Popularisierungsansätzen in der akademischen Lehre.
  • Bewertung der Grundformen des Lehrvortrags wie Darstellen und Entwickeln.
  • Diskussion der Trennung zwischen wissenschaftlicher Wissensvermittlung und pädagogischer Rhetorik.

Auszug aus dem Buch

3.4. Darstellen und Entwickeln- Grundformen des Lehrvortrags

Apel bezeichnet Darstellen und Entwickeln von Theorien als die Grundformen eines Lehrvortrags. Dabei ist für ihn das Darstellen vor allem analysieren, erklären und verbinden. Es wird also über einen bestimmten Vortrag berichtet, ein Entscheidungsprozess wird erklärt, vorliegende Tabellen oder Formeln werden erläutert.

Beim Entwickeln wird ein Ausgangspunkt als Problem gesucht, wobei der Ausgangspunkt oft ein Beispiel sein kann, an das sich die Erörterung der ungelösten Frage, die Darstellung vorliegender Untersuchungen, die Diskussion der Folgen möglicher Lösungen anschließen. Diese beiden Faktoren sind ansatzweise auch beispielsweise bei Popper und seiner Wissenschaftslehre vorzufinden.

Jedenfalls geht Popper von einem Problem als Ausgangspunkt aus. Es gilt nun, dieses Problem zu lösen und verschiedene Theorien zu entwickeln, die zur Lösung dieses Problems beitragen. In der Darstellung dieser Theorien durch den Wissenschaftler wird seine Theorie objektiviert. Dadurch ist es anderen dann möglich, diese Theorie zu prüfen und möglicherweise sogar zu falsifizieren und durch eine treffendere Theorie zu ersetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, wie wissenschaftliches Wissen in der Vorlesungsform vermittelt werden kann, und kündigt die kritische Auseinandersetzung mit Apels Thesen an.

2. Das Phänomen der Vorlesung: Dieses Kapitel erläutert Apels Versuch, die Vorlesung durch ein Analyseraster systematisch in Teilbereiche zu gliedern.

3. Merkmale einer „guten Vorlesung“: Es werden Apels Kriterien für eine gelungene Vorlesung analysiert, wobei besonders die Vermischung von rhetorischen und wissenschaftlichen Aspekten kritisiert wird.

4. Die rhetorische Seite der Vorlesung: Das Kapitel befasst sich mit der Rolle rhetorischer Mittel und hinterfragt den Einsatz von Überzeugung in der universitären Lehre.

5. Die didaktische Seite der Vorlesung: Hier wird untersucht, welche didaktischen Faktoren Apel als wesentlich für die Wissensvermittlung identifiziert.

6. Überzeugende Darstellung wissenschaftlichen Wissens und deren Verwirklichung: Das Kapitel diskutiert die Umsetzung einer überzeugenden Lehre und kritisiert den Fokus auf Emotionalität gegenüber einer objektiven Wissensvermittlung.

7. Kritik: Der Autor fasst die Hauptkritikpunkte an Apels Ansatz zusammen, insbesondere die mangelnde Differenzierung zwischen Wissenschaft und Rhetorik.

8. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Apels Darstellung wissenschaftlich nicht haltbar ist und die Vorlesung eher als ein Instrument der Popularisierung denn als wissenschaftliche Wissensvermittlung betrachtet.

Schlüsselwörter

Wissenschaftliches Wissen, Vorlesung, Rhetorik, Didaktik, Wissensvermittlung, Objektivität, Popularisierung, Lehrvortrag, Erkenntnistheorie, Wissenschaftslehre, Karl Popper, Wissenschaftlichkeit, Argumentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch, wie wissenschaftliches Wissen durch die Lehrform der Vorlesung vermittelt wird, basierend auf den Beobachtungen von H.J. Apel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von wissenschaftlicher Wissensvermittlung zur Rhetorik, die Didaktik des Lehrvortrags und die Problematik der Popularisierung von Wissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die von Apel vorgeschlagenen Merkmale für eine „gute Vorlesung“ die Vermittlung wissenschaftlicher Fakten unterstützen oder diese durch rhetorische Verfälschung schwächen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine diskursive, kritische Analyse, wobei sie sich auf wissenschaftstheoretische Ansätze, etwa von Karl Popper, beruft, um die von Apel beschriebene Praxis zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Merkmalen wie Sprache, Auftreten, Rhetorik und didaktische Strukturierung innerhalb einer Vorlesung sowie deren kritische Würdigung hinsichtlich ihrer Wissenschaftlichkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wissenschaftliches Wissen, Vorlesung, Rhetorik, Didaktik, Objektivität, Wissensvermittlung und Kritik.

Warum hält die Autorin den Ansatz von Apel für unwissenschaftlich?

Die Autorin argumentiert, dass Apel eine klare Trennung zwischen objektiver Wissensvermittlung und subjektiver rhetorischer Überzeugung vermissen lässt, was dem Wesen der Wissenschaft widerspricht.

Welche Rolle spielen Rhetorik und Popularisierung laut der Arbeit?

Die Arbeit vertritt den Standpunkt, dass rhetorische Überzeugung in der universitären Fachlehre unangebracht ist, da das Publikum bereits über Fachwissen verfügt und ein Ziel der Wissenschaft die objektive Prüfung, nicht die emotionale Manipulation ist.

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Details

Title
Die Darstellung wissenschaftlichen Wissens- ein kritischer Diskurs-
College
University of Trier  (Pädagogik)
Course
Wissensformen in ihren Darstellungen unter erziehungswissenschaftlicher Betrachtung
Grade
2,0
Author
Sabrina Prinzen (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V27529
ISBN (eBook)
9783638295598
Language
German
Tags
Darstellung Wissens- Diskurs- Wissensformen Darstellungen Betrachtung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Prinzen (Author), 2004, Die Darstellung wissenschaftlichen Wissens- ein kritischer Diskurs-, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27529
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