Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Thema: Europäische Union

Macht oder Ohnmacht? Bedingungen für den Erfolg des Europäischen Systems der Finanzaufsicht

Eine politikwissenschaftliche Analyse am Beispiel der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge EIOPA

Titel: Macht oder Ohnmacht? Bedingungen für den Erfolg des Europäischen Systems der Finanzaufsicht

Bachelorarbeit , 2013 , 71 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Sybille Reitz (Autor:in)

Politik - Thema: Europäische Union
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die globale Finanzkrise beschäftigt Wirtschaft und Politik seit 2007. Als Reaktion auf die Krise hat die EU-Kommission im Oktober 2008 die „High-Level Group on Financial Supervision in the EU“ mit der Analyse der Ursachen der Finanzkrise beauftragt. Diese Expertengruppe hob Mängel in der Finanzmarktaufsicht und deren Struktur als eine der Ursachen für die prekäre Entwicklung der Krise hervor und schlug eine neue Aufsichtsstruktur vor. Als Reaktion darauf wurden im Januar 2011 drei Aufsichtsbehörden, EBA, EIOPA und ESMA, gegründet, die zusammen das Europäische System der Finanzaufsicht, ESFS, bilden, das gemeinsam mit den nationalen Aufsichtsbehörden die Aufsicht der europäischen Finanzmärkte übernehmen soll. In der vorliegenden Untersuchung ist der Fokus auf EIOPA gerichtet. Die Wirkung der neuen Behörden wird von der Europäischen Kommission seit Mitte April 2013 überprüft und die Ergebnisse sollen im Januar 2014 vorliegen. In der vorliegenden Arbeit werden die Faktoren, welche die Macht einer Behörde ausmachen, aus politikwissenschaftlicher Sicht formuliert und EIOPA wird dahin gehend analysiert. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchung werden Empfehlungen für die (Neu-)Ausrichtung von EIOPA abgeleitet werden und damit einen Beitrag zur Diskussion über die Überprüfung der Wirksamkeit des ESFS geleistet. Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise zeigen, dass eine funktionierende Aufsicht eine große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Thematische Einführung

1.2 Fragestellung und Aufbau der Arbeit

1.3 Relevanz des Themas

1.4 Stand der Forschung

1.5 Quellenlage

1.6 EIOPA: ein Überblick

2 Theorien und Hypothesen

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Theoretischer Bezugsrahmen

2.3 Hypothesen

3 Forschungsdesign

3.1 Untersuchungsinteresse und -methode

3.2 Fallauswahl

3.3 Untersuchungszeitraum

3.4 Variablen

3.5 Operationalisierung

4 Datenerhebung, Datenanalyse und -interpretation

5 Ergebnis

6 Schlussbetrachtung

7 Tabellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht politikwissenschaftlich, ob die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge (EIOPA) über ausreichende Macht verfügt, um ihre in der Gründungsverordnung festgelegten Ziele zu erreichen und künftige Finanzmarktkrisen effektiv zu bewältigen.

  • Analyse der Machtausstattung der EIOPA im Rahmen bürokratischer Organisationstheorien.
  • Untersuchung der Einflussfaktoren Autorität, Effektivität, Einfluss und Kompetenz.
  • Vergleich von normativen Regelungen mit der praktischen Anwendung durch Expertenbefragungen.
  • Diskussion der Unabhängigkeit der Behörde gegenüber der EU-Kommission und nationalen Aufsehern.
  • Bewertung der Leistungsfähigkeit mittels Zielerreichungsgrad und ökonomischer Ressourcen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Thematische Einführung

Seit Mitte 2007 hält die globale Finanzkrise Wirtschaft und Politik weltweit in Atem. Ursprung dieser Finanzkrise war die Immobilienkrise in den USA, die sich schnell auf andere Länder und Branchen ausgebreitet hat. Durch die globale Sogwirkung der Krise wurden recht schnell Mängel in der internationalen und europäischen Finanzmarktregulierung deutlich (vgl. Kommission 2009 a: S. 5). Als Reaktion auf die Krise, die zu einer Rezession der Weltwirtschaft geführt hat (vgl. Kommission 2009 a: S. 9), hat die EU-Kommission im Oktober 2008 die „High-Level Group on Financial Supervision in the EU“ mit der Analyse der Ursachen der Finanzkrise beauftragt. Diese Expertengruppe unter der Leitung des ehemaligen Präsidenten der französischen Notenbank Jacques de Larosière sollte Empfehlungen zur künftigen Regulierung und Beaufsichtigung der europäischen Finanzmärkte aussprechen.

Die Expertengruppe hob als eine der Ursachen der Krise die mangelnde Aufsicht relevanter Finanzdienstleistungsunternehmen in den USA hervor (vgl. de Larosière et al. 2009: S. 7). Aber auch in der EU führten die falsche Einschätzung des Risikos, eine unzureichende Infrastruktur, mangelnde Transparenz und mangelnde Bereitschaft zum Informationsaustausch auf europäischer und internationaler Ebene zu einer weiteren Verschlimmerung der Lage. Zudem zögerten nationale Aufseher aufgrund des starken internationalen Wettbewerbs zwischen den Finanzzentren, einseitige Maßnahmen umzusetzen (vgl. de Larosière et al. 2009: S. 11 ff.). Auch wenn die Mängel in der Finanzmarktaufsicht der EU nicht zu den Hauptursachen der Krise zählten (vgl. de Larosière et al. 2009: S. 44), misst die Expertengruppe einer effizienteren Aufsicht eine maßgebliche Bedeutung bei und schlägt eine neue Aufsichtsstruktur vor (vgl. de Larosière et al. 2009: S. 48, S. 53 f., S. 87).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt das Thema der Arbeit vor, führt in die Entstehung der EIOPA nach der Finanzkrise ein und erläutert die methodische Herangehensweise sowie die Forschungsfrage.

2 Theorien und Hypothesen: Erörtert den theoretischen Bezugsrahmen, insbesondere Webers Macht- und Bürokratiekonzepte, und formuliert die zentralen Arbeitshypothesen.

3 Forschungsdesign: Definiert den methodischen Rahmen der Untersuchung, einschließlich der Fallauswahl und der Operationalisierung der Machtvariablen.

4 Datenerhebung, Datenanalyse und -interpretation: Präsentiert die empirische Untersuchung anhand von Textanalysen und Experteninterviews zur Machtausstattung der EIOPA.

5 Ergebnis: Fasst die Erkenntnisse über die Machtfaktoren zusammen und bewertet, ob EIOPA ihre Ziele unter den aktuellen Rahmenbedingungen erreichen kann.

6 Schlussbetrachtung: Reflektiert die Ergebnisse, beantwortet die Forschungsfrage und gibt Handlungsempfehlungen für eine zukünftige Ausrichtung der Behörde.

7 Tabellen: Enthält die detaillierten Frageleitfäden und die rechtlichen Analysen der EIOPA-Verordnung.

Schlüsselwörter

EIOPA, Europäische Finanzaufsicht, Macht, Herrschaft, bürokratische Organisation, Finanzkrise, Aufsichtsbehörde, Regulierung, Kompetenz, Effektivität, Unabhängigkeit, EU-Agentur, Finanzmarktstabilität, Experteninterviews, Querschnittsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Machtausstattung der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge (EIOPA) und analysiert, ob diese Behörde die rechtlichen und funktionalen Voraussetzungen besitzt, um ihre Ziele effektiv zu erreichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind Machttheorien nach Max Weber, die Organisationsstruktur von EU-Agenturen, die Regulierung der europäischen Finanzmärkte sowie die praktische Wirksamkeit der EIOPA im Kontext der Finanzmarktaufsicht.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer politikwissenschaftlichen Analyse zu beurteilen, ob die EIOPA ausreichend mit Macht ausgestattet wurde oder ob strukturelle Mängel ihre Wirksamkeit als Aufsichtsbehörde einschränken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitativ-interpretative Methode, ein deskriptives Survey-Modell sowie eine Querschnittsanalyse. Dabei werden Primär- und Sekundärtexte analysiert und durch 21 anonyme Hintergrundgespräche mit Experten ergänzt.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Machtbegriffe, Bürokratie) geklärt, dann das Forschungsdesign erläutert und anschließend die empirische Untersuchung durchgeführt, welche die Faktoren Autorität, Einfluss, Effektivität und Kompetenz der EIOPA misst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Macht, EIOPA, Finanzmarktaufsicht, Bürokratie, Herrschaft, Unabhängigkeit, regulatorische Kompetenz und Effektivität.

Inwiefern beeinflussen die nationalen Aufsichtsbehörden die Arbeit der EIOPA?

Die nationale Ebene ist eng mit der EIOPA verknüpft, da die Mitglieder des Rates der Aufseher die nationalen Behörden repräsentieren. Dies führt zu einem Interessenkonflikt zwischen nationalen Interessen und der EU-weiten Zielsetzung, was die Unabhängigkeit und den Einfluss der EIOPA prägt.

Welche Rolle spielt die EU-Kommission bei der Machtausübung der EIOPA?

Die EU-Kommission hat Einfluss auf das Budget und kann unter bestimmten Umständen technische Standards ablehnen. Die Analyse zeigt, dass diese Einschränkung einerseits als Kontrolle wahrgenommen wird, aber auch eine operationale Abhängigkeit schafft.

Ende der Leseprobe aus 71 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Macht oder Ohnmacht? Bedingungen für den Erfolg des Europäischen Systems der Finanzaufsicht
Untertitel
Eine politikwissenschaftliche Analyse am Beispiel der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge EIOPA
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,6
Autor
Sybille Reitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
71
Katalognummer
V275331
ISBN (eBook)
9783656676799
ISBN (Buch)
9783656676782
Sprache
Deutsch
Schlagworte
macht ohnmacht bedingungen erfolg europäischen systems finanzaufsicht eine analyse beispiel aufsichtsbehörde versicherungswesen altersvorsorge eiopa
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sybille Reitz (Autor:in), 2013, Macht oder Ohnmacht? Bedingungen für den Erfolg des Europäischen Systems der Finanzaufsicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275331
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  71  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum