Fertigungstechnik. Das Kleben von Metall


Seminararbeit, 2014
9 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klebstoffe
2.1 Physikalisch abbindende Klebstoffe
2.1.1 Kontaktklebstoffe
2.1.2 Schmelzklebstoffe
2.1.3 Klebplastisole
2.2 Reaktionsklebstoffe
2.2.1 Polymerisationsklebstoffe
2.2.2 Polyadditionsklebstoffe
2.2.3 Polykondensationsklebstoffe

3. Oberflächenbehandlung

4. Gestaltung von Klebverbindung

5. Vor- und Nachteile

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Metall gehört zu den ältesten Werkstoffen der Menschheit. Seine Nutzungs- und Verarbeitungsweise ist auch ein Merkmal der menschlichen Entwicklung. Die Fähigkeit Metall herzustellen und zu beherrschen ist also bereits jahrtausendealt. In dieser Ausarbeitung beschäftigen wir uns mit dem Kleben von Metallen. Das Kleben bezeichnet ein Fertigungsverfahren aus der Hauptgruppe Fügen in der Fertigungstechnik. Viele Metallsorten oder auch Legierungen, können aufgrund ihrer niedrigen Schmelztemperatur nicht geschweißt bzw. gelötet werden. Deshalb verwendet man bei diesen speziellen Metallen das Klebeverfahren.

Das Kleben an sich stellt keine großen Schwierigkeiten her, denn Jeder hat schon mal etwas in der Schule oder in seiner Freizeit zusammen geklebt. Doch bei diesem Verfahren gibt es, wie bei allen anderen Verfahren der Hauptgruppe Fügen, ebenfalls wichtige Merkmale, die während des Prozesses zu beachten sind. Im folgenden möchten wir diese Merkmale darstellen und erläutern.

2. Klebstoffe

Das Verbinden von Metallen wird beim Kleben durch den Klebstoff, welcher in der Regel eine dünne Kunstharzschicht ist, erreicht. Da es viele unterschiedliche Klebstoffe gibt, werden diese in zwei Hauptgruppen unterteilt.

(a) Physikalisch abbindende Klebstoffe

(b) Reaktionsklebstoffe

Um den richtigen Klebstoff zu wählen, sollten anwendungstechnische Kriterien vorgenommen werden, wie z.B. das Auftragsverfahren, die Abbindebedingungen und eine Anforderung an die Klebung.1

2.1 Physikalisch abbindende Klebstoffe

Hierunter versteht man Klebstoffe, dessen Entstehung der Klebschicht auf physikalische Verfahren zurückzuführen ist. Dieses Verfahren könnte beispielsweise das Ablüften von Lösungsmitteln vor dem Fügen sein oder das Erstarren einer Schmelze. Auch der hohe Druck, der beim Zusammenfügen der Fügeteile erreicht werden soll, bringt den Klebstoff zunächst in eine verarbeitete Form, um ihn später im Klebespalt verfestigen zu lassen.2

2.1.1 Kontaktklebstoffe

Kontaktklebstoffe werden beidseitig auf die Fügeteiloberflächen aufgetragen. Als Bindemittel für diesen Klebstoftyp werden Polymere verwendet, die nach Verdunsten des Lösemittels nach einer gewissen Zeit unter kurzem, starkem Druck zusammengefügt werden. Durch das Zusammenpressen fließen die beiden noch nicht kristallisierten Klebstoffschichten ineinander, um sich anschließend zu verfestigen. Die Klebung besitzt sofort eine relativ hohe Anfangsfestigkeit.3

2.1.2 Schmelzklebstoffe

Schmelzklebstoffe sind bei Raumtemperatur fest und werden durch das Aufschmelzen verarbeitbar. Die Klebstoffe werden auf eine Temperatur von 150°C - 190°C erhitzt und auf das verklebende Teil aufgebracht. Unmittelbar nach dem Auftragen müssen die zu verklebenden Teile vor dem Erstarren des Klebstoffs zusammengefügt werden. Nach dem Abkühlen und Erstarren des Klebstoffs ist die Verbindung fest und funktionsfähig.4

2.1.3 Klebplastisole

In Plastisolen befinden sich lösungsfreie Klebstoffe, die zum Abbinden ebenfalls, wie bei den Schmelzklebstoffen, eine Wärmeeinwirkung zwischen 140°C und 200°C benötigen. Diese Klebplastisole besitzen polymere Kügelchen, welche eine Flüssigkeit, meist ist es ein Weichmacher mit Füllstoffen, aufsaugen und somit zu einer relativ festen Substanz werden. Eine besondere Eigenschaft von PVC-Plastisolen ist das Öl- und Fettaufnahme- vermögen des Klebstoffs. Sie werden häufig im Automobilbau als Nahtabdichtung oder Unterbodenschutz verwendet.5

2.2 Reaktionsklebstoffe

Reaktionsfähige niedermolekulare Verbindungen, welche erst bei einer Reaktion zu vernetzten Polymere überführt werden, bezeichnet man als Reaktionsklebstoffe. Dabei kann die Reaktion durch einen Härter oder Katalysator ausgelöst werden. Seltener können auch Temperatureinwirkungen oder der Entzug von Sauerstoff als solche verwendet werden. Der Klebstoff liegt meist als flüssiges bis pastenförmiges System vor. Man

[...]


1 Vgl. Fritz, A. — Schulze, G. (2005) S. 227.

2 Vgl. Fritz, A. — Schulze, G. (2005) S. 227.

3 Vgl. Fritz, A. — Schulze, G. (2005) S. 227.

4 Vgl. Fritz, A. — Schulze, G. (2005) S. 227.

5 Vgl. Fritz, A. — Schulze, G. (2005) S. 227.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Fertigungstechnik. Das Kleben von Metall
Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Hagen
Veranstaltung
Fertigungstechnik
Note
1,3
Autoren
Jahr
2014
Seiten
9
Katalognummer
V275395
ISBN (eBook)
9783656681427
ISBN (Buch)
9783656681380
Dateigröße
1014 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kleben, Metallkleben, Umformtechnik, Metall kleben, 3M, starker Kleber, Kleber, Metallkleber, Das Kleben von Metallen, Metall zusammenfügen
Arbeit zitieren
Dimitrij Begmenko (Autor)Efstathios Orfanidis (Autor), 2014, Fertigungstechnik. Das Kleben von Metall, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275395

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