„Wie sinnlos ist alles, was je geschrieben, getan, gedacht wurde, wenn so etwas möglich ist! Es muss alles gelogen und belanglos sein, wenn die Kultur von Jahrtausenden nicht einmal verhindern konnte, dass diese Ströme von Blut vergossen wurden […].“ Diese Gedanken hat der Protagonist des behandelten Romans „Im Westen nichts Neues“, als er im Lazarett liegt und über den Krieg nachdenkt. Doch Krieg, was ist das?
Mit seinem Kriegsroman „Im Westen nichts Neues“ hat Erich Maria Remarque ein Buch geschaffen, dass die Frage, was Krieg ist auf eine ehrliche und unerschrockene Weise beantwortet. Er stellt den Krieg als das dar, was er tatsächlich ist: etwas grausames, schreckliches und sinnloses. Kurz gesagt: etwas negatives. Jedoch zeigt er nicht nur eine negative Seite des Krieges auf, sondern auch eine positive. Für jeden Leser führt die Darstellungsweise des Krieges mit einer positiven und einer negativen Seite dazu, sich zu fragen wie das sein kann, denn der Krieg kann nicht gleichzeitig gut und schlecht sein. Genau um diesen scheinbaren Widerspruch, den Remarque hier aufmacht, soll es in der vorliegenden Arbeit gehen. Es soll herausgefunden werden, ob es sich tatsächlich um einen Widerspruch handelt oder ob die beiden Darstellungsweisen möglicherweise in einem inneren Zusammenhang stehen. Um sich der Antwort auf diese Frage zu nähern, werden zuallererst die beiden Seiten des Krieges, die Remarque darstellt, aufgezeigt. Dazu werden für jede Seite zwei Aspekte, die der Darstellung dieser jeweiligen Seite des Krieges dienen, herausgegriffen und ausgeführt. Die beiden Aspekte für die negative Seite des Krieges werden der des Leides und des Todes sowie der der zerstörten und betrogenen Jugend sein. Auf der positiven Seite werden der Aspekt der für die Soldaten so wichtigen und wertvolle Frontkameradschaft und der der Andersartigkeit des Krieges beziehungsweise der Faszination am Krieg als etwas andersartigem, neuem. herausgegriffen. Ist das geschehen soll in Kapitel drei die oben genannte Frage nach der Widersprüchlichkeit und dem inneren Zusammenhang der Kriegsdarstellung zu beantworten versucht werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die zwei Seiten des Krieges in „Im Westen nichts Neues“
- Die negative Seite des Krieges
- Leid und Tod
- Die zerstörte und betrogene Jugend
- Die positive Seite des Krieges
- Frontkameradschaft und die Idylle hinter der Front
- Die Andersartigkeit des Krieges
- Die negative Seite des Krieges
- Ergebnis: Die Widersprüchlichkeit und der innere Zusammenhang der Kriegsdarstellung
- Ausblick
- Quellen- und Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Darstellung des Krieges in Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“. Ziel ist es, die scheinbar widersprüchliche Darstellung des Krieges als gleichzeitig grausam und faszinierend zu untersuchen.
- Die Darstellung des Leides und Todes im Krieg
- Die Folgen des Krieges für die jugendlichen Soldaten
- Die Bedeutung der Kameradschaft an der Front
- Die Faszination des Krieges als etwas Andersartiges
- Der innere Zusammenhang zwischen den negativen und positiven Aspekten des Krieges
Zusammenfassung der Kapitel
In der Einleitung wird der Kontext und die Ausgangsthese der Arbeit präsentiert. Die Arbeit fokussiert auf die Frage, ob die beiden Seiten des Krieges, die Remarque darstellt, einen Widerspruch in sich darstellen oder ob sie in einem inneren Zusammenhang stehen.
Das zweite Kapitel analysiert die beiden Seiten des Krieges, die Remarque in seinem Roman darstellt. Die negative Seite des Krieges wird anhand der Aspekte Leid und Tod sowie der Zerstörung und Betrug der Jugend beleuchtet.
Das dritte Kapitel untersucht die Widersprüchlichkeit und den inneren Zusammenhang der Kriegsdarstellung in Remarques Roman. Es wird diskutiert, ob die beiden Seiten des Krieges tatsächlich einen Widerspruch darstellen oder ob sie sich in einem inneren Zusammenhang befinden.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Erich Maria Remarque, „Im Westen nichts Neues“, Kriegsroman, Kriegserfahrung, Leid und Tod, Jugend, Frontkameradschaft, Andersartigkeit, Widersprüchlichkeit, innerer Zusammenhang.
- Arbeit zitieren
- Jennifer Karl (Autor:in), 2012, Zwei Seiten des Krieges in Remarques „Im Westen nichts Neues“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275407