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Zwei Seiten des Krieges in Remarques „Im Westen nichts Neues“

Ein Widerspruch in sich?

Titre: Zwei Seiten des Krieges in Remarques „Im Westen nichts Neues“

Dossier / Travail , 2012 , 20 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Jennifer Karl (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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„Wie sinnlos ist alles, was je geschrieben, getan, gedacht wurde, wenn so etwas möglich ist! Es muss alles gelogen und belanglos sein, wenn die Kultur von Jahrtausenden nicht einmal verhindern konnte, dass diese Ströme von Blut vergossen wurden […].“ Diese Gedanken hat der Protagonist des behandelten Romans „Im Westen nichts Neues“, als er im Lazarett liegt und über den Krieg nachdenkt. Doch Krieg, was ist das?
Mit seinem Kriegsroman „Im Westen nichts Neues“ hat Erich Maria Remarque ein Buch geschaffen, dass die Frage, was Krieg ist auf eine ehrliche und unerschrockene Weise beantwortet. Er stellt den Krieg als das dar, was er tatsächlich ist: etwas grausames, schreckliches und sinnloses. Kurz gesagt: etwas negatives. Jedoch zeigt er nicht nur eine negative Seite des Krieges auf, sondern auch eine positive. Für jeden Leser führt die Darstellungsweise des Krieges mit einer positiven und einer negativen Seite dazu, sich zu fragen wie das sein kann, denn der Krieg kann nicht gleichzeitig gut und schlecht sein. Genau um diesen scheinbaren Widerspruch, den Remarque hier aufmacht, soll es in der vorliegenden Arbeit gehen. Es soll herausgefunden werden, ob es sich tatsächlich um einen Widerspruch handelt oder ob die beiden Darstellungsweisen möglicherweise in einem inneren Zusammenhang stehen. Um sich der Antwort auf diese Frage zu nähern, werden zuallererst die beiden Seiten des Krieges, die Remarque darstellt, aufgezeigt. Dazu werden für jede Seite zwei Aspekte, die der Darstellung dieser jeweiligen Seite des Krieges dienen, herausgegriffen und ausgeführt. Die beiden Aspekte für die negative Seite des Krieges werden der des Leides und des Todes sowie der der zerstörten und betrogenen Jugend sein. Auf der positiven Seite werden der Aspekt der für die Soldaten so wichtigen und wertvolle Frontkameradschaft und der der Andersartigkeit des Krieges beziehungsweise der Faszination am Krieg als etwas andersartigem, neuem. herausgegriffen. Ist das geschehen soll in Kapitel drei die oben genannte Frage nach der Widersprüchlichkeit und dem inneren Zusammenhang der Kriegsdarstellung zu beantworten versucht werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die zwei Seiten des Krieges in „Im Westen nichts Neues“

2.1 Die negative Seite des Krieges

2.1.1 Leid und Tod

2.1.2 Die zerstörte und betrogene Jugend

2.2 Die positive Seite des Krieges

2.2.1 Frontkameradschaft und die Idylle hinter der Front

2.2.2 Die Andersartigkeit des Krieges

3 Ergebnis: Die Widersprüchlichkeit und der innere Zusammenhang der Kriegsdarstellung

4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die scheinbar widersprüchliche Darstellung des Krieges in Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“. Ziel ist es zu analysieren, ob die Gegenüberstellung von negativen Aspekten wie Leid und Tod sowie positiven Aspekten wie Kameradschaft und Abenteuerlust tatsächlich einen Widerspruch darstellt oder ob diese Elemente in einem inneren Zusammenhang stehen, der dazu dient, das Grauen des Krieges besser erträglich zu machen.

  • Die Darstellung von Leid, Tod und der zerstörten Jugend als negative Kriegserfahrung.
  • Die Rolle der Frontkameradschaft als existenzielle Schutzfunktion und Ersatzfamilie.
  • Die Wahrnehmung des Krieges als vermeintliches Abenteuer und Befreiungsmoment.
  • Die Analyse des inneren Zusammenhangs zwischen positiven und negativen Darstellungsweisen.
  • Die Einordnung der Kriegsdarstellung in den Kontext der Neuen Sachlichkeit.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Leid und Tod

Ein weiterer Aspekt, mit dem Remarque die negative Seite des Krieges darstellt, sind Tod und Leid. Er zeigt in schockierend realistischen Darstellungen auf, was Krieg für die Soldatengruppe um Paul Bäumer bedeutet: „Leiden, Ausgeliefertsein, zum Tode Verurteiltsein.“2 Remarque stellt diesen Aspekt ausschließlich an den einfachen Leuten, zu denen auch Paul Bäumer und seine Gruppe gehören, dar. Sie gehören alle zur unteren Gesellschaftsschicht, sind Bauern, Fischer oder Handwerker, die auch jenseits der Front ein besonders schweres Leben haben und hart arbeiten müssen. Neben diesen einfachen Leuten stehen vor allem junge Menschen im Fokus des Romans. „Immer wieder stellt Remarque deren Hilflosigkeit und Unerfahrenheit dar, nennt sie ‚Kinder‘, ‚Jungen‘ oder ‚Knaben‘, die an der Front nichts zu suchen haben und sinnlos abgeschlachtet werden.“3

Unsere frischen Truppen sind blutarme, erholungsbedürftige Knaben, die keinen Tornister tragen können, aber zu sterben wissen. Zu Tausenden. Sie verstehen nichts von Kriege, sie gehen nur vor und lassen sich abschießen.4

Auch Paul Bäumer und einige andere aus seiner Gruppe zählen noch zu diesen Kindern, auch wenn sie sich selbst immer zu den „alten Soldaten“5 zählen. An genau solchen einfachen und jungen Leuten, die im Krieg zu Soldaten gemacht wurden, führt Remarque die Dinge auf, die das Leid der Soldaten im Krieg ausmachen: Hunger, Läuse, Ratten, Schmutz, Schmerz, Erniedrigung und Wahnsinn. Paul Bäumer berichtet mehrmals, wie er und seine Kameraden unter den knappen Essensrationen leiden:

Wir ziehen unsere Schmachtriemen enger und kauen jeden Happen dreimal so lange. Doch es reicht trotzdem nicht aus; wir haben verfluchten Kohldampf. Ich bewahre mir eine Kante auf; das Weiche esse ich heraus, die Kante bleibt im Brotbeutel; ab und zu knabbere ich mal daran. […] Wasser fehlt uns auch, aber noch nicht so sehr.6

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, skizziert den scheinbaren Widerspruch der Kriegsdarstellung bei Remarque und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach dem inneren Zusammenhang dieser Darstellungsweisen.

2 Die zwei Seiten des Krieges in „Im Westen nichts Neues“: Dieses Kapitel arbeitet die negative Seite des Krieges (Leid, Tod, zerstörte Jugend) und die positive Seite (Kameradschaft, Idylle, Abenteuer) anhand konkreter Beispiele aus dem Roman heraus.

2.1 Die negative Seite des Krieges: Hier werden das physische sowie psychische Leid der Soldaten analysiert und die existenzielle Vernichtung der jungen Generation durch den Krieg verdeutlicht.

2.1.1 Leid und Tod: Dieser Abschnitt fokussiert auf die realistische Darstellung des Sterbens, des Hungers und der allgemeinen Grausamkeit, die den Krieg charakterisieren.

2.1.2 Die zerstörte und betrogene Jugend: Es wird analysiert, wie die jungen Soldaten durch den Einfluss der älteren Generation in den Krieg gelockt wurden und dort ihre Perspektiven und Identität verloren haben.

2.2 Die positive Seite des Krieges: Dieser Teil betrachtet die Aspekte, die den Krieg für die Soldaten als „positiv“ erscheinen lassen, um die psychische Belastung zu kompensieren.

2.2.1 Frontkameradschaft und die Idylle hinter der Front: Hier wird aufgezeigt, wie Kameradschaft und idyllische Rückzugsorte als notwendige Überlebensmechanismen gegen die Vereinsamung und den Druck an der Front dienen.

2.2.2 Die Andersartigkeit des Krieges: Dieser Abschnitt untersucht den Reiz des Krieges als Abenteuer und die Sehnsucht der jungen Soldaten, aus dem Alltagstrott auszubrechen.

3 Ergebnis: Die Widersprüchlichkeit und der innere Zusammenhang der Kriegsdarstellung: Das Kapitel löst den scheinbaren Widerspruch auf, indem es aufzeigt, dass die positiven Momente Mittel zum Zweck sind, um das unerträgliche Grauen des Krieges zu bewältigen.

4 Ausblick: Der Ausblick setzt die Ergebnisse der Arbeit in Bezug zur literarischen Strömung der Neuen Sachlichkeit und ordnet Remarques Darstellungsweise dort ein.

Schlüsselwörter

Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque, Erster Weltkrieg, Frontkameradschaft, Kriegsliteratur, psychisches Leid, zerstörte Jugend, Neue Sachlichkeit, Sinnlosigkeit des Krieges, Todeserfahrung, Abenteuerlust, Bewältigungsstrategien, Paul Bäumer, Realismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ambivalenten Darstellung des Krieges in Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“ und untersucht, wie der Autor Grauen und positive Aspekte miteinander verknüpft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Leiden und Sterben der Soldaten, die psychische Zerstörung der jungen Generation, die Bedeutung von Frontkameradschaft sowie der Abenteuercharakter des Krieges aus Sicht der Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob die gegensätzlichen Darstellungsweisen des Krieges (als grausam einerseits und abenteuerlich/schön andererseits) einen tatsächlichen Widerspruch bilden oder ob sie in einem inneren Zusammenhang zur Bewältigung des Kriegsalltags stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär textimmanente Interpretationen des Romans vornimmt und diese durch einschlägige Sekundärliteratur zu Remarque und der Kriegsliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil des Dokuments behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die negativen Aspekte (Leid, Tod, verlorene Jugend) und anschließend die positiven Aspekte (Kameradschaft, Abenteuer, Idyll) detailliert analysiert, gefolgt von einer Synthese im dritten Kapitel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind: Erster Weltkrieg, Remarque, Frontkameradschaft, Kriegstrauma, Sinnlosigkeit, Bewältigungsstrategien und Neue Sachlichkeit.

Inwiefern dient die „Frontkameradschaft“ laut der Autorin als Schutzfunktion?

Die Arbeit legt dar, dass Kameradschaft im Roman nicht bloße Freundschaft ist, sondern ein notwendiges Überlebensmittel, das als „Schutzfunktion“ gegen Vereinsamung, Todesangst und psychische Zersetzung fungiert.

Welche Rolle spielt die „Idylle hinter der Front“ bei der psychischen Bewältigung?

Die Idylle ist laut Analyse kein realer Zustand, sondern wird von den Soldaten aktiv geschaffen, um die schrecklichen Erfahrungen an der Front kurzzeitig auszublenden und sich vor dem geistigen Zusammenbruch zu bewahren.

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Résumé des informations

Titre
Zwei Seiten des Krieges in Remarques „Im Westen nichts Neues“
Sous-titre
Ein Widerspruch in sich?
Université
University of Bayreuth
Cours
Grundlagen wissenschaftlicher Kompetenz
Note
2,0
Auteur
Jennifer Karl (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
20
N° de catalogue
V275407
ISBN (ebook)
9783656683902
ISBN (Livre)
9783656683872
Langue
allemand
mots-clé
Remarque Im Westen nichts Neues Kriegsliteratur Neue Sachlichkeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jennifer Karl (Auteur), 2012, Zwei Seiten des Krieges in Remarques „Im Westen nichts Neues“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275407
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Extrait de  20  pages
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