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Die Geschichte des organisierten Behindertensports in Deutschland

Welchen Wandel vollzog der Behindertensport von seinen Anfängen bis zur Gründung des DBS?

Titel: Die Geschichte des organisierten Behindertensports in Deutschland

Hausarbeit , 2014 , 18 Seiten

Autor:in: Jan Illemann (Autor:in)

Sport - Sportgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich werde in meiner Arbeit auf die Entwicklung des organisierten Behindertensports eingehen und dabei die Frage erörtern, wie, beziehungsweise ob sich der Behindertensport seit seinen ersten Anfängen gewandelt hat.

Zu Beginn werde ich den Versehrten- bzw. Behindertensport historisch in seinen Anfängen durchleuchten und dabei unter anderem auf den Nationalsozialismus und die Zeit des zweiten Weltkriegs eingehen. Bevor ich die Geschichte der Paralympics näher betrachte, wird die Person Ludwig Guttmann thematisiert, da dieser als Urvater der Paralympischen Spiele gesehen werden kann. Schließlich liegt der Fokus auf der Geschichte des organisierten Behindertensports in Deutschland, seit der Gründung des ADV (Arbeitsgemeinschaft deutscher Versehrtensport) im Jahr 1951 bis hin zur Umbenennung in Deutscher Behindertensportverband (DBS). Zum Schluss diskutiere ich noch die Eingangsfrage.

Zum Abschluss meiner Einleitung möchte ich auf die Schwierigkeiten bei der Literaturrecherche hinweisen. Ich habe zwar quantitativ viel Material gefunden, von dem sich allerdings nur sehr wenig als qualitativ hochwertig herausstellte. Insbesondere Festschriften von Verbänden seien nach Aussage meines betreuenden Dozenten oft schlecht recherchiert und daher nicht besonders gut als Quelle geeignet. Daher basiert meine Arbeit weitestgehend auf dem Werk von Bernd Wedemeyer-Kolwe Vom „Versehrtenturnen“ zum Deutschen Behindertensportverband (DBS).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Anfänge des Behindertensports

2.1 Versehrtensport in Deutschland

2.2 Versehrtensport im Nationalsozialismus (Wedemeyer-Kolwe, 2011, S. 27-34)

2.3 Versehrtensport im Zweiten Weltkrieg (Wedemeyer-Kolwe, 2011, S. 35-41)

3 Die Geschichte der Paralympics

3.1 Sir Ludwig Guttmann

3.2 Die Stoke-Mandeville-Games

3.3 Die Paralympics

4 Die Geschichte des DBS

4.1 Gründung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Versehrtensport (ADV) (Wedemeyer-Kolwe, 2011, S. 139-143)

4.2 Von der ADV zum DBS

5 Welchen Wandel vollzog der Behindertensport von seinen Anfängen bis zur Gründung des DBS?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht historisch die Entwicklung des organisierten Behindertensports in Deutschland. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie und ob sich dieser Bereich von seinen Anfängen bis zur Gründung und Etablierung des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) gewandelt hat, unter besonderer Berücksichtigung politischer und gesellschaftlicher Einflüsse.

  • Historische Ursprünge des Behindertensports im 19. und frühen 20. Jahrhundert
  • Instrumentalisierung des Versehrtensports während der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs
  • Die Rolle von Sir Ludwig Guttmann und die Entwicklung der Paralympics
  • Gründungsprozess und organisatorische Entwicklung der ADV zum DBS
  • Gesellschaftlicher Wandel und Paradigmenwechsel vom Versehrten- zum Behindertensport

Auszug aus dem Buch

Die Stoke-Mandeville-Games

Da er sich über die Jahre hinweg herumgesprochen hatte, dass Guttmann ein absoluter Fachmann bei der Behandlung von Personen mit Lähmungserscheinungen war und parallel dazu die Zahl der Querschnittsgelähmten durch die kriegerischen Auseinandersetzungen in Deutschland täglich anstieg, wurde er 1944 damit beauftragt, ein Rehabilitationszentrum für Kriegsveteranen mit Rückenmarksverletzungen (Querschnittslähmungen) zu leiten. So wurde am 1. Februar 1944 in Aylesbury, der Hauptstadt der südenglischen Grafschaft Buckinghamshire, unter Gutmanns Leitung das National Spinal Injuries Centre (Nationales Zentrum für Wirbelsäulenverletzungen) im Stoke Mendeville Hospital eröffnet.

Guttmann setzte bei seiner therapeutischen Behandlung verstärkt auf die positiven Wirkungen von sportlicher Aktivität, wodurch zum einen die körperlichen und psychischen Schäden behandelt und zum anderen durch ein soziales Miteinander das Selbstwertgefühl der Patienten gestärkt werden sollte. Hiervon versprach er sich Folgeerkrankungen vorzubeugen beziehungsweise einzudämmen und den Behinderten so, durch die damit verbundenen therapeutischen Maßnahmen, eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen. Dies war dringend notwendig, da den Menschen mit Behinderungen die Teilnahme am öffentlichen Leben teilweise sehr schwer gemacht wurde. Dadurch schwächte sich das Selbstwertgefühl dieser Menschen oft beträchtlich.

Diese sportlichen Aktivitäten sollten Wettkämpfe unter gleichen Bedingungen sein, das heißt, Behinderte spielen gegen Behinderte. So ließ Ludwig Guttmann im Jahr 1948 die ersten Stoke-Mandeville Games, welche nach dem Standort des Rehabilitationszentrum benannt wurden, parallel zu den olympischen Spielen in London stattfinden. Bei diesen ersten Spielen nahmen zuerst nur Querschnittsgelähmte Menschen teil, darunter 14 Männer und 2 Frauen, die ausschließlich englischer Herkunft waren und sich lediglich in einer Sportart, dem Bogenschießen maßen. Bei den zweiten Stoke-Mandeville-Games wurden dann auch erstmals ausländische Teilnehmer zugelassen, so dass sich mit jedem Jahr die Zahl der Teilnehmer und auch der Sportarten an diesem Sportfest erhöhte (vgl. Guttmann, 1979, S. 26).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Themenwahl im historischen Kontext der Inklusion und nennt die Zielsetzung sowie die Herausforderungen bei der Literaturrecherche.

2 Die Anfänge des Behindertensports: Dieses Kapitel beschreibt die frühen, zivilen Ansätze der Behindertenhilfe und die anschließende Instrumentalisierung des Sports durch das NS-Regime sowie während des Zweiten Weltkriegs.

3 Die Geschichte der Paralympics: Der Fokus liegt auf der Biografie von Sir Ludwig Guttmann, der Gründung der Stoke-Mandeville-Games und der daraus resultierenden Entwicklung der Paralympischen Spiele.

4 Die Geschichte des DBS: Dieses Kapitel behandelt die Gründung der ADV im Jahr 1951, deren organisatorische Entwicklung und die spätere Umbenennung in den Deutschen Behindertensportverband (DBS).

5 Welchen Wandel vollzog der Behindertensport von seinen Anfängen bis zur Gründung des DBS?: Hier werden die wesentlichen Phasen der Entwicklung zusammengefasst, vom zwanglosen Miteinander über die staatliche Instrumentalisierung bis hin zum organisierten Sportverband.

Schlüsselwörter

Behindertensport, Versehrtensport, Paralympics, Sir Ludwig Guttmann, Stoke-Mandeville-Games, ADV, DBS, Inklusion, Rehabilitation, Sportgeschichte, Nationalsozialismus, Kriegsversehrte, Behindertenverband, Sporttherapie, Vereinswesen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung des organisierten Behindertensports in Deutschland und dessen Wandlungsprozessen über verschiedene gesellschaftliche Epochen hinweg.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Anfänge des Behindertensports, die Rolle des Sports während des Nationalsozialismus und der Kriegsjahre, die Entstehung der Paralympics sowie die organisatorische Etablierung des heutigen DBS.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es zu erörtern, wie sich der Behindertensport seit seinen Anfängen gewandelt hat und welche Faktoren diesen Prozess maßgeblich beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Untersuchung und einer umfassenden Literaturanalyse, wobei der Autor besonders die Qualität der verfügbaren Quellen kritisch bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Anfänge, die Rolle von Sir Ludwig Guttmann, die Geschichte der Paralympics sowie die chronologische Entwicklung des deutschen Behindertensportverbands (ADV bis DBS).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Behindertensport, Versehrtensport, Paralympics, Rehabilitation und die Verbandsgeschichte des DBS charakterisieren.

Warum wurde Sir Ludwig Guttmann als zentrale Figur hervorgehoben?

Guttmann wird als „Urvater der paralympischen Idee“ betrachtet, da seine Pionierarbeit in der Rehabilitation von Querschnittsgelähmten in England und die Organisation der Stoke-Mandeville-Games den Grundstein für den modernen internationalen Behindertensport legten.

Welchen Einfluss hatte der Zweite Weltkrieg auf den Behindertensport in Deutschland?

Der Krieg führte zu einer massiven Zunahme von Kriegsversehrten, wodurch der Sport von staatlicher Seite zunehmend als Mittel zur schnellen Rehabilitation und Rückführung in den Arbeitsprozess oder den Kriegsdienst instrumentalisiert wurde.

Wie erfolgte der Übergang von der Bezeichnung „Versehrten-“ zu „Behindertensport“?

Der Wandel spiegelte sich in der Umbenennung des Verbandes im Jahr 1975 wider, begründet durch den Rückgang der Kriegsversehrten, die Öffnung für zivil Behinderte und die Anpassung an modernere, gesellschaftlich gebräuchlichere Terminologien.

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Details

Titel
Die Geschichte des organisierten Behindertensports in Deutschland
Untertitel
Welchen Wandel vollzog der Behindertensport von seinen Anfängen bis zur Gründung des DBS?
Autor
Jan Illemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V275413
ISBN (eBook)
9783668098015
ISBN (Buch)
9783668098022
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschichte behindertensports deutschland welchen wandel behindertensport anfängen gründung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Illemann (Autor:in), 2014, Die Geschichte des organisierten Behindertensports in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275413
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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