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Medien und Gewalt. Auf der Suche nach Kausalität

Title: Medien und Gewalt. Auf der Suche nach Kausalität

Examination Thesis , 2010 , 80 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jan Barkholz (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Gewaltmedienkonsum und real ausgelebter Gewalt? Diese Arbeit sucht eine Antwort auf diese Frage rund bedient sich verschiedenster Forschungsansätze. Sie gibt einen Überblick über verschiedene Bereiche der Medienwirkungsforschung und liefert Ergebnisse, die der Suche Kausalität dienlich seien sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1. Medien

2.2. Aggression

2.3. Gewalt

2.3.1. Strukturelle Gewalt

2.3.2. Personale Gewalt

2.4. Abgrenzung von Aggression und Gewalt

3. Klassische Wirkungstheorien

3.1. Lerntheoretische Betrachtung

3.1.1. Behavioristische Verhaltenstheorie

3.1.2. Beobachtungslernen und Behaviorismus

3.1.2.1. Instrumentelles Modelllernen

3.1.2.2. Beobachtungslernen und stellvertretende Verstärkung

3.1.3. Beobachtungslernen als kognitiver Prozess

3.1.3.1. Das Bobo-Experiment

3.1.3.2. Aufmerksamkeitsprozesse

3.1.3.3. Behaltensprozesse

3.1.3.4. Motorische Reproduktionsprozesse

3.1.3.5. Verstärkungs- und Motivationsprozesse

3.1.4. Exkurs: Die sozial-kognitive Persönlichkeitstheorie

3.1.4.1. Reziproker Determinismus

3.1.4.2. Das kognitiv-affektive Verarbeitungssystem

3.1.4.3. Kognitive-affektive Verarbeitungseinheiten

3.1.4.4. Kodierungsstrategien (encodings)

3.1.4.5. Erwartungen (expentancies and beliefs)

3.1.4.6. Emotionen (affects)

3.1.4.7. Ziele und Wertesystem (goals and values)

3.1.4.8. Kompetenzen und Selbstregulationsfähigkeiten (compentencies and self-regulation skills)

3.1.5. Beobachtungslernen und Fernsehgewalt

3.2. Priming-Theorie

3.2.1. Die kognitive Neoassoziationstheorie

3.2.2. Die Nachweisbarkeit von Primingeffekten

3.2.3. Primingeffekte non-violenter Inhalte auf aggressives Verhalten

3.3. Skripttheorie

3.3.1. Was ist ein Skript?

3.3.2. Eigenschaften von Skripts

3.3.3. Skripttheorie und aggressives Verhalten

3.4. Exzitation-Transfer-Theorie

3.4.1. Abhängigkeit der Exzitation von Kognitionen

3.4.2. Abhängigkeit der Kognitionen von Exzitation

3.5. Das General Aggression Model (GAM)

3.5.1. Inputfaktoren

3.5.1.1. Personale Faktoren

3.5.1.2. Situative Faktoren

3.5.2. Wirkungspfade

3.5.2.1. Kognitionen

3.5.2.2. Affekte

3.5.2.3. Erregung

3.5.3. Folgen

3.5.4. Zugehörige Faktoren

3.5.5. Das Modell und die Realität

4. Die Kritik an der Medienwirkungsforschung

4.1. Gegenläufige Ergebnisse

4.2. Die Frage nach den Forschungsmethoden

4.3. Die Frage nach den Rezipienten

4.4. Die Frage nach der Wahrnehmung

4.4.1. Multikausal- und Multieffektmodell

4.4.2. Transaktionalität

4.4.3. Rezeptionsstudie

4.4.3.1. Multikausalität: Medienmerkmale

4.4.3.2. Multikausalität: Personenmerkmale

4.4.3.3. Multiple Effekte: Aversion

4.4.3.4. Multiple Effekte: Attraktivität

4.4.4. Diskussion

4.5. Die Frage nach der Darstellung

4.5.1. Zuwendungsmotive

4.5.2. Schmutzige vs. Saubere Gewalt

4.5.3. Dramaturgie und Geschlecht

4.5.4. Tragikeffekt

4.5.5. Das dreigliedrige Modell der Opferrezeption

4.6. Medienwirkungsforschung und die Medien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Gewaltmedien und der Auslösung von aggressivem Verhalten, mit dem Ziel, kausale Wirkungsmechanismen kritisch zu hinterfragen und die Komplexität dieser Prozesse aufzuzeigen.

  • Kritische Analyse klassischer Medienwirkungstheorien.
  • Untersuchung sozial-kognitiver und lerntheoretischer Ansätze.
  • Betrachtung von Wirkungsmodellen wie dem General Aggression Model (GAM).
  • Kritische Reflexion der Forschungsmethoden der Medienwirkungsforschung.
  • Erforschung der Rolle von Rezipientenmerkmalen und Wahrnehmungsprozessen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Es lässt sich nicht leugnen, dass die Medien unsere Gesellschaft durchdringen und somit das Leben der Menschen entscheidend beeinflussen. Gerade das Fernsehen hat inzwischen eine Vielzahl von Funktionen übernommen. So kann der Zuschauer das TV-Programm zur Informationsbeschaffung, zur Meinungsbildung oder auch zur Unterhaltung nutzen. Neuerdings bietet sich das Fernsehen sogar als „Helfer in der Not“ an, man denke nur an diverse Formate in denen ein Sternekoch einem schlecht laufenden Restaurant hilft oder ein Diplompädagoge überforderten Eltern mit Rat und Tat zur Seite steht. All diese vielseitigen Facetten, welche vom Ansatz her durchaus positiv zu sein scheinen, werden aber von einer Vielzahl an Kritikpunkten überlagert. Nicht selten hört man Aussagen wie „Fernsehen verblödet!“, „Fernsehen manipuliert!“ oder auch „Fernsehen fördert Gewalt“.

Die Omnipräsenz des Mediums bringt es mit sich, dass jeder Zugang zu ihm hat und sich somit auch eine Meinung bilden kann. Häufig sind solche Meinungen aber wenig objektiv und erfüllen nicht die Kriterien einer differenzierten, wissenschaftlichen Bewertung. Gerade im Bezug auf den Zusammenhang zwischen gewalthaltigem Medienangebot und ihrem realen Pendant scheint eine sich eine generelle Position zu etablieren, welche Medien als Ursache für Gewalt verurteilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die omnipräsente Rolle des Fernsehens in der Gesellschaft und die verbreitete Kritik am Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Gewalt, wobei der Bedarf für eine wissenschaftlich differenzierte Untersuchung betont wird.

2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Medien, Aggression und Gewalt und differenziert dabei zwischen struktureller und personaler Gewalt.

3. Klassische Wirkungstheorien: Das Kapitel stellt verschiedene theoretische Erklärungsansätze für den Zusammenhang von Medienkonsum und aggressivem Verhalten vor, darunter lerntheoretische Modelle, Priming-Theorie, Skripttheorie, Exzitation-Transfer-Theorie und das General Aggression Model (GAM).

4. Die Kritik an der Medienwirkungsforschung: Hier wird die klassische Medienwirkungsforschung kritisch beleuchtet, wobei methodische Schwächen, gegenläufige Forschungsergebnisse sowie die Bedeutung von Rezipientenvariablen und Wahrnehmungsprozessen thematisiert werden.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass monokausale Zusammenhänge zwischen Medienkonsum und Gewalt nicht haltbar sind und die Forschung zukünftig verstärkt problemgruppenorientierte Ansätze sowie neurobiologische Erkenntnisse integrieren sollte.

Schlüsselwörter

Medien, Gewalt, Aggression, Medienwirkungsforschung, General Aggression Model, Lerntheorie, Priming, Skripttheorie, Rezeption, Wahrnehmung, Sozialisation, Kausalität, Wirkungstheorie, Wirkungsmechanismen, Medienkonsum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den wissenschaftlichen Diskurs über den Zusammenhang zwischen dem Konsum von gewalthaltigen Medieninhalten und der Auslösung von aggressivem Verhalten bei Menschen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind klassische Medientheorien, die Differenzierung von Aggressionsbegriffen, kritische methodische Reflexionen der Wirkungsforschung sowie die Einflüsse von individuellen Rezipientenmerkmalen auf die Medienwahrnehmung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, warum und wie mediale Gewaltdarstellungen wirken und ob eine direkte kausale Verbindung zwischen Medienkonsum und realer Gewalt wissenschaftlich belegbar ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit ist eine theoretische Aufarbeitung und Literaturanalyse, die verschiedene psychologische und medienwissenschaftliche Ansätze und empirische Modelle vergleichend gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zentrale Wirkungstheorien wie Lerntheorien, Priming-Ansätze, Skripttheorien und das General Aggression Model detailliert erläutert und im Anschluss einer fundierten Kritik unterzogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medienwirkungsforschung, Aggression, Gewalt, General Aggression Model, Lerntheorie, Rezeption und Medienkonsum charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung von "schmutziger" und "sauberer" Gewalt nach Grimm?

Grimm unterscheidet, wie die ästhetische Darstellung von Gewalt – etwa als "saubere", sportlich inszenierte Kämpfe oder als "schmutzige", rohe Gewalt – unterschiedliche psychologische Reaktionen und Auswirkungen auf die Aggressionsbereitschaft bei Rezipienten hat.

Was ist mit dem "Robespierre-Affekt" gemeint?

Der Robespierre-Affekt beschreibt ein Phänomen der opferzentrierten Aggressionssteigerung, bei dem Rezipienten aufgrund von Empathie für das Opfer eine interne Legitimation für Racheakte entwickeln.

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Details

Title
Medien und Gewalt. Auf der Suche nach Kausalität
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Pädagogisches Institut der CAU)
Grade
1,0
Author
Jan Barkholz (Author)
Publication Year
2010
Pages
80
Catalog Number
V275452
ISBN (eBook)
9783656677482
ISBN (Book)
9783656677468
Language
German
Tags
Medien Gewalt Medienwirkungsforschung Fernsehen Bandura Aggression Lerntheorie Behaviorismus strukturelle Gewalt Personale Gewalt Beobachtungslernen Modelllernen Verstärkungslernen bobo kognitiv sozial-kognitive Persönlichkeitstheorie reziproker Determinismus Prming Neoassoziationstheorie Skript Skripttheorie Exzitation-Transfer General Aggression Model Opferrezeption Smith Shoda Caps Berkowitz Bushman Heusmann Früh
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Barkholz (Author), 2010, Medien und Gewalt. Auf der Suche nach Kausalität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275452
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