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Arbeiter im Raum Amberg und ihre katholischen Arbeitervereine von 1870-1918

Título: Arbeiter im Raum Amberg und ihre katholischen Arbeitervereine von 1870-1918

Tesis de Maestría , 2012 , 125 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Werner Rother (Autor)

Historia de Europa - Tiempos modernos, absolutismo, industrialización
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Die Stadt Amberg und ihre Umgebung war im letzten Drittel des 19.Jahrhunderts relativ stark industrialisiert, über 10% der Bewohner arbeiteten in einer der Fabriken, das war die vierthöchste Dichte in Bayern. Es wird oft vermutet, daß diese Arbeiter ihre Interessen durch Organisation in sozialistisch ausgerichteten „freien Gewerkschaften“ und politische Aktivität in der SPD zum Ausdruck gebracht hätten, zumal diese vom nahen Nürnberg aus emsig für sich warben.
Dies war aber keineswegs der Fall, gerade in Amberg und im benachbarten Rosenberger Stahlwerk Maxhütte konnten die Sozialisten trotz mehrfachen Bemühungen keinen Erfolg bei den Arbeitern erzielen. Diese wurden viel eher Mitglied bei den katholischen bzw. christlich-sozialen Arbeitervereinen, deren erster in Amberg 1879 gegründet wurde, zwei weitere, ein Arbeiterinnen-Verein und katholische Arbeitervereine in Rosenberg und Sulzbach folgten später. Diese Vereine sorgten für Belehrung, Geselligkeit und Unterstützung in Notlagen durch Versicherungskassen, von einer wirtschaftlichen Interessenvertretung gegenüber den Arbeitgebern kann man aber nicht reden. Allerdings förderten sie die Bildung der christlichen Gewerkschaften, die in der Region viele Mitglieder fanden und für diese auch Lohnerhöhungen erwirken konnten.
Die Geschichtsschreibung der Arbeiter und ihrer Organisationen konzentriert sich meist auf die sozialistischen Gewerkschaften und Parteien und erwähnt die religiös gebundenen Versuche, die Arbeiter zu organisieren und ihre soziale und rechtliche Stellung zu verbessern, oft nur am Rande. Ähnliches beklagt auch Michaela Bachem-Rehm in ihrer Arbeit über die katholischen Arbeitervereine im Ruhrgebiet und findet, daß dort „die hegemoniale Stellung der Sozialdemokratie ahistorisch zurückdatiert wird“ und „man gleichzeitig den Katholizismus als historische Kraft praktisch tot schweigt“.
Diese Arbeit schildert zunächst die Entwicklung der Firmen in Amberg und der nahen Umgebung, wobei der Schwerpunkt auf die Arbeitsbedingungen, die Löhne und die Führung der Betriebe gelegt wird. Danach wird versucht, aus den bekannten Löhnen und Preisen der Zeit ein Bild der materiellen Lebensbedingungen der Arbeiter zu zeichnen, um einen Anhaltspunkt für ihre Motivation, sich politisch oder sozial zu engagieren und zu organisieren zu gewinnen.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die Entwicklung der Industrie in Amberg

2.1 Die Amberger Gewehrfabrik

2.2 Die Maxhütte

2.3 Amberger Bergwerk und Luitpoldhütte

2.4 Die Email-Fabrik Baumann

3. Die soziale Lage der Arbeiter

3.1 Löhne

3.2 Sparen

3.2 Preise und Lebenshaltung

3.3 Konsumvereine

3.4 Arbeitszeit

3.5 Wohnungen

3.6 Sozialkassen

4. Arbeitervereine und Gewerkschaften

4.1 Überblick

4.2 Katholische Sozialpolitik und Arbeitervereine

4.2.1 Anfänge

4.2.2 Gesellen-Vereine

4.2.3. Wilhelm Emmanuel von Ketteler

4.2.4 Päpstliche Enzyklika

4.2.5 Die katholischen Arbeitervereine

4.2.5.1 Der Amberger Katholikentag

4.2.5.2 Entwicklung der Arbeitervereine in Bayern

4.2.5.3 Der Süddeutsche Verband

4.2.5.4 Das Vereinsleben

4.2.5.5 Die Vereine für Arbeiterinnen

4.2.5.6 Die Entwicklung nach 1918

4.2.6 Christliche Gewerkschaften

5. Arbeitervereine in der Oberpfalz

5.1.1 Katholische Arbeitervereine

5.1.2 Die Entwicklung der freien Gewerkschaften

5.2 Amberger Arbeitervereine

5.3 Arbeiter-Vereine in Sulzbach und Rosenberg

5.4 Arbeiterverein der Maxhütte in Leonberg

5.5 Arbeitervereinstag in Amberg

5.6 Josef Habbel und die Amberger Volkszeitung

5.7 „Die Sociale Frage im Lichte des Christentums“

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die soziale Lage der Arbeiterschaft in der Stadt Amberg und ihrer unmittelbaren Umgebung zwischen 1870 und 1918. Das zentrale Ziel ist es, ein differenziertes Bild der materiellen Lebensbedingungen zu zeichnen und zu analysieren, warum sich Arbeiter in dieser Region bevorzugt in konfessionellen, katholisch geprägten Arbeitervereinen organisierten, anstatt sich den sozialistischen Gewerkschaften anzuschließen.

  • Wirtschaftliche Entwicklung der Amberger Industriebetriebe
  • Materielle Lebensbedingungen und soziale Sicherung der Arbeiter
  • Entwicklung und Wirken katholischer Arbeitervereine in der Region
  • Verhältnis zwischen katholischem Vereinswesen und christlichen Gewerkschaften
  • Einfluss des Zeitungsverlegers Josef Habbel auf das soziale und politische Klima

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Amberger Gewehrfabrik

Der Ursprung der Amberger Gewehrfabrik liegt in Fortschau, einem kleinen Ort bei Tirschenreuth in der nördlichen Oberpfalz.. Dort wurden bereits 1689 Werkstätten zur Produktion von Waffen für die bayerische Armee eingerichtet, zunächst auf mehrere Orte verteilt und später zu einer Manufaktur in Fortschau zusammengefasst. Die Anzahl und Qualität der Waffen, die dort von weitgehend selbstständigen Büchsenmacher-Meistern gefertigt wurden, war wechselhaft und stellte die Regierung nicht recht zufrieden. Inspektionen stellten starke Mängel in den Werkstätten fest und so wollte man das Werk mehrfach verlegen - zunächst nach Fichtelberg, später nach München -, was aber am Widerstand der Meister scheiterte. Schließlich wurde die Manufaktur aufgelöst und in Amberg 1801 neu aufgebaut. Dabei spielte auch eine Rolle, die sich die Fortschauer Meister einer militärischen Aufsicht nicht unterordnen wollten. In Amberg wurde das Werk von Anfang an mit einer militärischen Führung versehen.

Im Laufe des 19. Jh. entwickelte sich aus der Manufaktur eine Fabrik, sowohl was die Arbeitsteilung, als auch den Einsatz von Maschinen betrifft. Großen Anteil hatte daran der Freiherr von Podewils, - auch bekannt durch die Entwicklung des nach ihm benannten und in Amberg gefertigten Gewehrs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführender Überblick zur industriellen Entwicklung in Amberg und zur zentralen Forschungsfrage bezüglich der Organisation der Arbeiterschaft.

2. Die Entwicklung der Industrie in Amberg: Detaillierte Darstellung der wichtigsten Industriebetriebe wie der Gewehrfabrik, der Maxhütte und der Luitpoldhütte sowie ihrer Entstehungsgeschichten.

3. Die soziale Lage der Arbeiter: Analyse der materiellen Lebensbedingungen, Löhne, Wohnverhältnisse und der frühen Formen der sozialen Absicherung durch betriebliche Sozialkassen.

4. Arbeitervereine und Gewerkschaften: Untersuchung der historischen Entwicklung der Arbeiterbewegung, mit Fokus auf die katholische Sozialpolitik und die Entstehung christlicher Gewerkschaften.

5. Arbeitervereine in der Oberpfalz: Regionale Vertiefung des katholischen Vereinswesens in Amberg, Sulzbach und Rosenberg unter Berücksichtigung des Einflusses der katholischen Publizistik.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der sozialen Integration der Arbeiter und der Bedeutung des Katholizismus für die regionale Arbeiterbewegung.

Schlüsselwörter

Amberg, Oberpfalz, Industrialisierung, katholische Arbeitervereine, christliche Gewerkschaften, Maxhütte, Gewehrfabrik, soziale Lage, Lohnentwicklung, Josef Habbel, Arbeiterbewegung, Christentum, Fabrikordnung, Sozialversicherung, Arbeiterinnen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziale Situation und die Organisationsformen der Arbeiter im Raum Amberg zwischen 1870 und 1918 unter besonderer Berücksichtigung der katholischen Arbeitervereine.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören die industrielle Entwicklung der Region, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiterfamilien sowie die Rolle des politischen Katholizismus bei der Interessenvertretung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu erklären, warum sich Arbeiter in Amberg trotz zunehmender Industrialisierung verstärkt christlich-sozial und nicht sozialistisch organisierten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine Kombination aus historischer Quellenanalyse, statistischer Auswertung von Haushaltsbüchern und Betriebsordnungen sowie der Untersuchung zeitgenössischer Publizistik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert einzelne Industriebetriebe, die soziale Lebenslage, das Vereinsleben der katholischen Arbeitervereine und die Entstehung christlicher Gewerkschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Amberg, Industrialisierung, Arbeitervereine, soziale Frage, Lohn, Wohnung, katholische Soziallehre und christliche Gewerkschaften geprägt.

Warum war Amberg ein so besonderer Untersuchungsstandort?

Amberg wies eine hohe Industriedichte auf, unterschied sich jedoch in der politischen Organisation der Arbeiterschaft massiv von anderen Industrieregionen durch eine starke Ausrichtung auf konfessionelle statt sozialistische Vereine.

Welchen Einfluss hatte Josef Habbel?

Als Publizist und Herausgeber der Amberger Volkszeitung prägte Habbel maßgeblich das politische Klima und fungierte als Schlüsselfigur für die Verbreitung der katholischen Sozialpolitik vor Ort.

Wie reagierten die Arbeiter auf die strengen Fabrikordnungen?

Die Arbeiter passten sich meist an die Fabrikordnungen an, wobei die Identifikation mit den Werken – besonders der staatlichen Gewehrfabrik – und das Fehlen sozialistischer Strukturen eine Rolle spielten.

Final del extracto de 125 páginas  - subir

Detalles

Título
Arbeiter im Raum Amberg und ihre katholischen Arbeitervereine von 1870-1918
Universidad
University of Hagen  (Kultur-und Sozialwissenschaften)
Calificación
1,5
Autor
Werner Rother (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
125
No. de catálogo
V275453
ISBN (Ebook)
9783656678731
ISBN (Libro)
9783656678748
Idioma
Alemán
Etiqueta
arbeiter raum amberg arbeitervereine
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Werner Rother (Autor), 2012, Arbeiter im Raum Amberg und ihre katholischen Arbeitervereine von 1870-1918, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275453
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