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Bilingualität als Chance. Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund

Das Projekt KOALA

Título: Bilingualität als Chance. Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund

Trabajo , 2013 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Caroline Siwiecki (Autor)

Pedagogía - Pedagogía intercultural
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Spätestens seit dem „PISA-Schock“ im Jahre 2001 wissen wir, dass
neben sozialschichtbedingten Gründen besonders die Sprachkompetenz für die Bildungslaufbahn von Kindern mit Migrationshintergrund ausschlaggebend ist. So überschritten nur knapp 50 Prozent der jugendlichen Migranten die elementare Lesekompetenzstufe 1, obwohl über 70 Prozent von ihnen eine vollständige Schullaufbahn hinter sich haben (vgl. Deutsches Pisakonsortium 2001: 374ff.).
Nicht unerheblich verantwortlich für das schlechte Ergebnis bei
Kindern mit Migrationshintergrund vergleichend mit der Gruppe
ohne Migrationshintergrund, ist der Umgang mit dem Thema
Mehrsprachigkeit und Heterogenität in unserem Bildungssystem.
Hinsichtlich der nationalstaatlichen Entwicklung herrscht immer
noch die Denkweise von einer monolingualen Homogenität in
deutschen Schulen vor. Dieses Konstrukt gilt allerdings als längst
überholt. Es genügt, sich nur einmal auf den Hof einer willkürlich
gewählten Schule zu begeben, um von der Sprachenvielfalt- und
dem unterschiedlichen Sprachenniveau der Schülerschaft überwältigt zu werden (vgl. Geißler 1992: 67).
Mehrsprachigkeit wird nur zum Teil als gesellschaftlich, ökonomisch und politisch Wertvoll gesehen. Während Sprachen wie Englisch und Französisch als Garantie für eine Bildungskarriere gelten, gibt es für Migrantensprachen wie Türkisch oder Polnisch kaum Anerkennung. Paradoxerweise steigt die Nachfrage nach diesen minder wertgeschätzten Migrantensprachen in der Wirtschaft.
Und betrachtet man den demographischen Wandel in Deutschland, so bedeutet diese Nichtanerkennung letztendlich
auch eine enorme Ressourcenverschwendung.
Vor diesem Hintergrund geht es im Folgenden allgemein darum,
geeignete Maßnahmen zur Förderung und Verbesserung der Bil2
dungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund zu finden.
Wie sich herauskristallisiert hat, ist der Schlüssel zur Bildungskarriere die Sprachkompetenz. Besonders im Fokus steht daher auch das Projekt KOALA. Dem Ansatz zufolge wird die deutsche Sprachkompetenz effektiver gefördert, sofern die Muttersprache mitberücksichtigt und in den Unterricht eingebunden wird. Inwieweit das Förderprojekt erfolgsversprechend ist, soll hier unter anderem gezeigt werden.
Um den Umgang mit Zweisprachigkeit bei Kindern mit Migrationshintergrund zu untersuchen, ist es Naheliegend, zunächst Bilingualität zu definieren und verschiedene Ansätze kennen zu lernen [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bilingualität bei Kindern mit Migrationshintergrund

2.1 Definition Bilingualität

2.2 Arten der Bilingualität

2.3 Der Erwerb von Bilingualität

2.4 Zusammenhang zwischen Erst- und Zweitsprache

3. Sprachunterricht und Sprachförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund in der Grundschule

3.1 Anforderungen an Grundschullehrer bezogen auf die Förderung des deutschsprachigen Unterrichts

3.2 Das Projekt KOALA

4. Schlussbemerkung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern das Projekt KOALA (Koordinierte zweisprachige Alphabetisierung im Anfangsunterricht) dazu geeignet ist, die deutsche Sprachkompetenz von Kindern mit Migrationshintergrund in der Grundschule effektiv zu fördern, indem die Muttersprache gezielt in den Lernprozess integriert wird.

  • Grundlagen der Bilingualität und Definitionen bei Kindern mit Migrationshintergrund
  • Prozesse des Erst- und Zweitspracherwerbs sowie deren wechselseitige Abhängigkeit
  • Pädagogische Anforderungen an den Sprachunterricht in heterogenen Grundschulklassen
  • Funktionsweise und didaktische Umsetzung des Konzepts KOALA
  • Evaluation der Möglichkeiten und Grenzen der sprachlichen Förderung durch das Projekt

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Projekt KOALA

KOALA ist eine Abkürzung und steht für Koordinierte zweisprachige Alphabetisierung im Anfangsunterricht. Anfänglich handelte es sich um ein schuleigenes Projekt „Lernen in herkunftsheterogenen Klassen“, das Margit Baumgarten-Engel und Berrin Nakipoglu-Schimang in der Francke Schule in Frankfurt am Main in den Schuljahren 1992/93 – 1995/96 durchführten. Leitgedanke des Projekts war, Vielfalt in der Gesellschaft und in der Schule als Bestandteil anzuerkennen und anzunehmen und als etwas „Positives, Normales und Wünschenswertes zu erfahren“ (Nakipoglu-Schimang 2004: 63). Dazu gehört, dass sich jeder Schüler unabhängig vom Stand seiner Deutschkenntnisse und Kulturangehörigkeit in der Schule angenommen und willkommen fühlt und sich daraufhin Lernprozesse entfalten können.

Dabei werden die Schüler von Beginn an in ihrer Zweisprachigkeit gefördert, indem muttersprachlicher Unterricht mit dem Regelunterricht verknüpft und die „Kriterien für die Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache/ Zweitsprache in das Gesamtgeschehen des Unterrichts integriert werden“ (Nakipoglu-Schimang, 2004: 63). Gleichzeitig sollten Möglichkeiten und Alternativwege für Lehrer gefunden werden, die sich bei Problemen vieler Kinder mit Migrationshintergrund überfordert fühlen. Ferner sollte sich das Projekt in den Rahmen der bestehenden hessischen Schulstruktur eingliedern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Relevanz von Sprachkompetenz für Kinder mit Migrationshintergrund nach dem PISA-Schock und führt in die Thematik der Mehrsprachigkeit im deutschen Bildungssystem ein.

2. Bilingualität bei Kindern mit Migrationshintergrund: Dieses Kapitel definiert verschiedene Formen der Bilingualität, erörtert den Spracherwerb und erläutert die Interdependenzhypothese im Kontext von Erst- und Zweitsprache.

3. Sprachunterricht und Sprachförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund in der Grundschule: Der Hauptteil beschreibt die Anforderungen an Lehrkräfte im Bereich der Sprachförderung und analysiert detailliert das Projekt KOALA als Lösungsansatz für eine koordinierte zweisprachige Alphabetisierung.

4. Schlussbemerkung: Das Fazit bewertet die Eignung des Projekts KOALA zur Sprachförderung und diskutiert die notwendigen Rahmenbedingungen sowie zukünftige Anforderungen an ein interkulturelles Bildungssystem.

5. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche für die wissenschaftliche Ausarbeitung verwendeten Quellen und Studien aufgeführt.

Schlüsselwörter

Bilingualität, Migrationshintergrund, Sprachförderung, KOALA, Zweitspracherwerb, Erstsprache, Grundschule, Interdependenzhypothese, Mehrsprachigkeit, Alphabetisierung, Sprachkompetenz, Schulerfolg, Koordination, Heterogenität, Bildungschancen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Mehrsprachigkeit und die Möglichkeiten einer gezielten Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Grundschulsystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Definition von Bilingualität, die Theorie des Erst- und Zweitspracherwerbs sowie praktische Modelle der Sprachförderung in heterogenen Klassen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Untersuchung, inwieweit das Projekt KOALA dazu beitragen kann, die deutsche Sprachkompetenz von Kindern mit Migrationshintergrund durch die Integration ihrer Muttersprache zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Konzepten und Evaluationsergebnissen zu zweisprachigen Unterrichtsmodellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Spracherwerbs und die detaillierte Darstellung des KOALA-Projekts sowie die Anforderungen an das Lehrpersonal.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Bilingualität, KOALA-Projekt, Sprachförderung, Interdependenzhypothese und Migrationshintergrund.

Was unterscheidet das KOALA-Projekt von herkömmlichem Unterricht?

Im Gegensatz zum rein monolingualen Unterricht koordiniert KOALA die Alphabetisierung in der Erst- und Zweitsprache, um Synergieeffekte durch Kontrastierung und inhaltliche Verknüpfung zu nutzen.

Welche Voraussetzungen nennt die Autorin für den Erfolg des Konzepts?

Der Erfolg hängt stark von der personellen Ausstattung, der Qualifikation der Lehrkräfte im Bereich DaZ und der Kooperation zwischen Regelschule und herkunftssprachlichem Unterricht ab.

Welche Einschränkungen werden für das KOALA-Projekt angeführt?

Die Autorin weist auf Personalmangel, fehlende flächendeckende Angebote für herkunftssprachlichen Unterricht und Schwierigkeiten bei Sprachen mit nicht-lateinischer Schrift als Herausforderungen hin.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Bilingualität als Chance. Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund
Subtítulo
Das Projekt KOALA
Universidad
University of Cologne
Curso
Deutsch lernen in mehrsprachigen Klassen
Calificación
1,3
Autor
Caroline Siwiecki (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
26
No. de catálogo
V275528
ISBN (Ebook)
9783656681694
ISBN (Libro)
9783656681670
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bilingualität Bilingual Zweisprachig Zweisprachigkeit Sprachförderung Kinder Migrationshintergrund Projekt Koala Koala Migrationshintergrund Erst- und Zweitsprache Definition Bilingualität Arten Bilingualität Sprachunterricht Migration Mehrsprachigkeit Förderprojekt Muttersprache Spracherwerbsprozess Grundschule Spracherwerb Grundschule Förderung Kind Förderunterricht interkulturell interkulturalität Interkulturelle Bildung Zweitspracherwerb Sprachkompetenz Herkunftssprache Deutsch als Zweitsprache Sprache Deutsch Deutsch lernen Deutsch Deutschunterricht
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Citar trabajo
Caroline Siwiecki (Autor), 2013, Bilingualität als Chance. Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275528
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