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Was ist Glück(seligkeit)? Theorien des Aristoteles, Augustinus und Thomas von Aquin

Titel: Was ist Glück(seligkeit)? Theorien des Aristoteles, Augustinus und Thomas von Aquin

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Caroline Siwiecki (Autor:in)

Pädagogik - Wissenschaftstheorie, Anthropologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit widme ich mich der Fragestellung,
was Glückseligkeit für den Menschen eigentlich bedeutet.
Dafür werden drei unterschiedliche Lehren über das menschliche
Glück von antiken und mittelalterlichen Philosophen vorgestellt
und dessen Inhalte sowie Zielvorstellungen herausgearbeitet.
Die drei Philosophen mit denen ich mich in dieser Arbeit befasst
habe sind Aristoteles, Augustinus und Thomas von Aquin.
Was haben sie damals unter Glückseligkeit verstanden?
Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den Glückslehren oder
lassen sich nur Unterschiede erkennen?
Welchen Einfluss hat der kulturelle und zeitgeschichtliche
Hintergrund auf das Verständnis des menschlichen Glücks?
Unter Berücksichtigung der jeweiligen Epoche und der
Hauptaussagen dieser bedeutenden Philosophen wird im
Folgenden diesen Fragen nachgegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Glück?

3. Aristoteles

3.1 Historischer Hintergrund

3.2 Aristoteles‘ Konzept der Eudaimonia

4. Augustinus

4.1 Historischer Hintergrund

4.2 Die augustinische beatitudo-Lehre

5. Thomas von Aquin

5.1 Historischer Hintergrund

5.2 Die thomanische beatitudo-Lehre

5.2.1 Die Synthese zwischen Vernunft und Glaube

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis von Glückseligkeit bei Aristoteles, Augustinus und Thomas von Aquin, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen antiken und mittelalterlichen Glückslehren unter Berücksichtigung ihres jeweiligen zeitgeschichtlichen Hintergrundes herauszuarbeiten.

  • Vergleich der Glückskonzepte (Eudaimonia vs. Beatitudo)
  • Einfluss der Philosophie auf das Verständnis menschlichen Glücks
  • Rolle von Tugend, Vernunft und göttlicher Gnade
  • Synthese von antiker Philosophie und christlicher Theologie

Auszug aus dem Buch

3.2 Aristoteles‘ Konzept der Eudaimonia

Wie viele andere Philosophen vor ihm beschäftigt sich auch Aristoteles mit der Fragestellung, was denn nun das Glück oder das glückliche Leben ausmacht. In seinem Konzept der Eudaimonia (griechisch: ὐαιοία, wörtlich: „einen guten Dämon habend“, allg. Übersetztμ „Glückseligkeit“) aus seinem Werk die »Nikomachische Ethik« legt er seine Überlegungen nieder.

Im Folgenden soll die aristotelische Lehre von der Eudaimonia nur grob dargestellt werden, denn eine ausführliche Analyse ist in diesem Rahmen weder beabsichtigt noch möglich.

Für Aristoteles ist Glück beziehungsweise Glückseligkeit das höchste Gut, das ausschließlich um seiner selbst willen angestrebt wird und auf das sich alle Ziele des Menschen richten (vgl. Jacobi 1979, S. 320ff.).

War in der vorphilosophischen Zeit die Überzeugung führend, dass Glück und Unglück allein „Gabe der Götter und des Geschicks und Heimsuchung durch sie seien“ (Ritter 1974, S. 679) so ist nun für das aristotelische Denken kennzeichnend, dass Glück als ein durch menschliches Handeln zu erlangendes Gut sei. Diese Bindung der Eudaimonia an das menschliche Handeln ist von großer Wichtigkeit für den aristotelischen Glücksbegriff. Er geht sogar so weit und definiert das Glück als höchstes Handlungsziel, quasi als Endziel des menschlichen Handelns.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie sich das Verständnis von Glückseligkeit bei drei bedeutenden Philosophen der Antike und des Mittelalters darstellt.

2. Was ist Glück?: Das Kapitel beleuchtet den modernen Glücksbegriff und zeigt auf, wie sich die philosophische Betrachtung von einer bloßen Abhängigkeit vom Geschick hin zu einer bewussten Auseinandersetzung entwickelt hat.

3. Aristoteles: Dieser Abschnitt erläutert den historischen Kontext und das Konzept der Eudaimonia, wobei der Fokus auf dem Glück als höchstem Ziel menschlichen Handelns liegt.

4. Augustinus: Hier wird die beatitudo-Lehre vorgestellt, die das Glück maßgeblich in den Jenseitsbezug und die christliche Gotteserkenntnis stellt.

5. Thomas von Aquin: Thomas von Aquin wird als Brückenbauer zwischen Vernunft und Glaube präsentiert, der das irdische Glück mit der christlichen Jenseitserwartung versöhnt.

6. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der behandelten Lehren und stellt fest, dass das Streben nach Glück ein kulturübergreifendes, zeitloses menschliches Bedürfnis ist.

Schlüsselwörter

Glückseligkeit, Eudaimonia, Beatitudo, Aristoteles, Augustinus, Thomas von Aquin, Tugend, Vernunft, Jenseits, Christentum, Philosophie, Handlungsziel, Gott, Schöpfungstheologie, Lebensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht und vergleicht das Verständnis von Glückseligkeit bei Aristoteles, Augustinus und Thomas von Aquin.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die antike Eudaimonia-Lehre, die christliche beatitudo-Lehre und deren Vereinbarkeit durch Thomas von Aquin.

Was ist das Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Glücksauffassungen sowie deren zeitgeschichtliche Bedingtheit zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine systematische, philosophisch-historische Literaturanalyse der genannten Denker.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Lehren der drei Philosophen, deren jeweilige historische Hintergründe und die Ausarbeitung ihrer spezifischen Glücksbegriffe.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Eudaimonia, beatitudo, Kardinaltugenden, Vernunft, Glaube und Unsterblichkeit.

Wie unterscheidet sich Augustinus von Aristoteles in Bezug auf das Glück?

Während für Aristoteles das Glück durch irdisches Handeln erreichbar ist, verlegt Augustinus die vollkommene Glückseligkeit in das Jenseits zu Gott.

Wie gelingt Thomas von Aquin die Synthese zwischen diesen Philosophen?

Thomas unterteilt das Glück in ein unvollkommenes irdisches Glück, das durch Tugend erreichbar ist, und eine vollkommene, himmlische Glückseligkeit.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was ist Glück(seligkeit)? Theorien des Aristoteles, Augustinus und Thomas von Aquin
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Grundlagen der Historischen und Allgemeinen Pädagogik
Note
1,0
Autor
Caroline Siwiecki (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V275534
ISBN (eBook)
9783656682479
ISBN (Buch)
9783656682462
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Glück Glückseligkeit Was ist Glück Hoffnung Aristoteles Augustinus Thomas von Aquin Eudaimonia beatitudo beatitudo Lehre Vernunft Glaube Vernunft Philosophisch menschliches Glück Streben nach Glück griechische Philosophie Glücksbegriff Tugend Glaube Erleuchtung Jenseits tugendhaftigkeit tugendhaft Gott Götter Menschenbild Theologie christlicher Glaube Makarismen Unsterblichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Caroline Siwiecki (Autor:in), 2009, Was ist Glück(seligkeit)? Theorien des Aristoteles, Augustinus und Thomas von Aquin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275534
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Leseprobe aus  15  Seiten
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