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Veränderungen und problematische Entwicklungen von (Spiel-)Kindheit durch Einflüsse der Neuen Medien

Zum Wandel der Kindheit am Beispiel des Spiels

Titel: Veränderungen und problematische Entwicklungen von (Spiel-)Kindheit durch Einflüsse der Neuen Medien

Magisterarbeit , 2014 , 80 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jasmin Frank (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Magisterarbeit wird nach Zusammenhängen zwischen der Ausbreitung moderner Massenmedien (Fernsehen, Computer, Internet), Medienkonsumverhalten und kindlicher Entwicklung gefragt. Hierzu wird zunächst eine These von Neil Postman analysiert, die besagt, dass Kindheit seit den 70er Jahren zunehmend verschwinde, indem Erwachsene und Kinder sich einander angleichen und das klassische Kinderspiel verdrängt werde. Der Schuldige bei Postman ist schnell gefunden: Das Fernsehen. Die vorliegende Arbeit schaut genauer hin und zeigt, dass Kinder nicht so viel fernsehen wie es uns unsere ausschnitthafte, subjektive Wahrnehmung vorgaukelt und dass der - trotz allem unstreitbar gestiegene Fernsehkonsum - nicht zwangsläufig einhergeht mit Verzicht auf das traditionelle Spiel. Zudem wird gezeigt, dass nicht allein Fernsehen für die Veränderungen innerhalb moderner Kindheiten verantwortlich zeichnet, sondern ebenso die Umwelt, die hauptsächlich von Erwachsenen für Erwachsene gemacht ist. In einem letzten Schritt werden verschiedene Problematiken der zuvor gezeigten Entwicklungslinien aufgezeigt und entsprechende Lösungsansätze präsentiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I Zum Zusammenhang von Kindheit und Spiel(en)

I.I Kindheit

I.I.1 Kindheit bei Postman

I.2 Spiel(en)

I.2.1 Die allgemeine Bedeutung des Spiels innerhalb der Kindheit

I.2.2 Das Spiel bei Postman

I.2.3 Die Bedeutung des Spiels nach Winnicott

I.2.4 Spiel bei Mead - „Game“, „play“ und die Entwicklung des Selbst

I.2.4.1 Play

I.2.4.2 Exkurs: Das Selbst

I.2.4.3 Game

I.3 Zwischenzusammenfassung

II Veränderungen des Spiels – Veränderungen der Kindheit

II.I Zur Entwicklung von der Straßenkindheit zur verhäuslichten Kindheit

II.I.1 Gründe für die „Verhäuslichung“ von (Spiel-)Kindheit

II.I.2 Negative Aspekte des Straßenspiels

II.I.3 Positive Aspekte des verhäuslichten Spiels

II.2 Wie oft, wie lange, wo und was spielen Kinder heute?

II.2.1 Zur allgemeinen mediengestützten Freizeitgestaltung von Kindern

II.2.2 Fernsehen

II.2.3 Spielen am Computer

II.3 Qualitative Veränderungen des Kinderspiels durch Bildschirmmedien

II.3.1 Wie Fernsehen das Kinderspiel beeinflusst

II.3.2 Wie der Computer das Kinderspiel verändert

II.3.2.1 Sind Computerspiele echte Spiele?

II.3.2.2 Wie sich Spielen am Computer vom traditionellen Spielen unterscheidet

II.3.2.3 Was beim Spielen am Computer nicht gelernt wird

III 'Medien-Kindheit' als Problemfeld moderner Pädagogik

III.I Postmans medienzentrierter Sozialisationsbegriff in der Kritik

III.2 Problematiken medienbehafteter Sozialisation

III.2.1 Wahrnehmungsveränderungen durch Mediensozialisation als Problem und Chance

III.2.1.1 Schwierigkeiten des Unterscheidens

III.2.1.2 Optionenvielfalt und Schwierigkeiten sich zu entscheiden

III.2.1.3 Veroberflächlichung der Wahrnehmungstätigkeit

III.2.2 „Anerzogene“ Unfähigkeit zu spielen?

III.2.3 Der Kind-Erwachsene oder der narzißtisch geprägte Sozialisationstyp als Sozialcharakter der Moderne?

III.2.3.1 Der Kind-Erwachsene

III.2.3.2 Der narzißtisch geprägte Sozialisationstyp

IV Die Zukunft der (Spiel-)Kindheit zwischen freiem Spiel und Medienkonsum

IV.I Bewahrpädagogische Ansätze

IV.I.1 Kontrolle der Informationsumgebung

IV.I.2 Wiederbelebung des freien Spiels im öffentlichen Raum

IV.2 Subjektorientierte Ansätze

IV.2.1 Nachspielen von Medienerlebnissen

IV.2.2 Etablierung einer medienbezogenen Gesprächskultur

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Kindheit und des kindlichen Spiels in der westlichen Gesellschaft seit der Nachkriegszeit. Sie geht der Forschungsfrage nach, inwiefern die Sozialisation von Kindern durch die gesellschaftlichen Veränderungen und den wachsenden Einfluss der Neuen Medien beeinflusst wird und ob das Kinderspiel tatsächlich durch den Medienkonsum verdrängt wurde oder sich vielmehr qualitativ transformiert hat.

  • Historische und soziologische Einordnung des Begriffs "Kindheit".
  • Analyse des Kinderspiels als Indikator für Sozialisationsprozesse.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Bildschirmmedien auf das Spielverhalten.
  • Diskussion pädagogischer Ansätze im Umgang mit modernen Medien.

Auszug aus dem Buch

I.I Kindheit

Die Lebensphase des Menschen, die wir als Kindheit bezeichnen verändert sich seit ihrer „Entdeckung“ fortwährend. Wissenschaftlich betrachtet ist sie eine nur schwer zu fassende Kategorie, da ihre Definition nicht einer biologischen Notwendigkeit folgt, sondern ein kulturelles Produkt ist [vgl. hierzu Andresen 2010, aber auch Sünker/Swiderek 2001]. Außerdem der Begriff 'Kindheit' v.a. in der Alltagssprache aber auch im wissenschaftlichen Kontext meist mit so vielen Vorannahmen und Assoziationen verbunden, dass für die hier dargestellte Untersuchung zunächst der Begriff der Kindheit genauer expliziert werden muss.

Pädagogische Definitionen oder Explikationen von 'Kindheit' sind selten; meist wird der Begriff soziologisch oder historisch aufgearbeitet [vgl. z.B. Ariès 1975, deMause 1989]; oder die Autoren verlassen sich auf das Alltagsverständnis des Lesers, wenn sie über Kindheit und Kindheit schreiben. Hat man es sich aber zur Aufgabe gemacht, über spezifische Veränderungen von Kindheit zu schreiben, ist es unumgänglich, eine entsprechende begriffliche Ausgangsbasis zu schaffen, von welcher eben diese Veränderungen beurteilt werden können. Dies soll im Folgenden geschehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der sich wandelnden Kindheit unter dem Einfluss moderner Massenmedien und Skizzierung der wissenschaftlichen Zielsetzung.

I Zum Zusammenhang von Kindheit und Spiel(en): Theoretische Fundierung der Begriffe Kindheit und Spiel, unter anderem durch die Theorien von Postman, Mead und Winnicott.

II Veränderungen des Spiels – Veränderungen der Kindheit: Untersuchung des Wandels vom Straßenspiel hin zur verhäuslichten Kindheit und die Rolle der Bildschirmmedien bei diesem Transformationsprozess.

III 'Medien-Kindheit' als Problemfeld moderner Pädagogik: Kritische Auseinandersetzung mit der medienzentrierten Sozialisation und Erörterung spezifischer Problematiken wie Wahrnehmungsveränderungen.

IV Die Zukunft der (Spiel-)Kindheit zwischen freiem Spiel und Medienkonsum: Diskussion pädagogischer Lösungsansätze, von bewahrpädagogischen Strategien bis hin zu subjektorientierten Konzepten wie der Etablierung einer Gesprächskultur.

Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit einer aktiven Mitgestaltung der kindlichen Sozialisation.

Schlüsselwörter

Kindheit, Kinderspiel, Mediensozialisation, Postman, Neue Medien, Bildschirmmedien, Sozialisation, Pädagogik, Verhäuslichung, Identitätsbildung, Medienkonsum, Straßenspiel, Subjektorientierung, Spieltheorie, Kind-Erwachsene.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel des Kinderspiels und der Kindheit als Sozialisationsphase in einer zunehmend durch Medien geprägten Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind der historische Wandel der Kindheit, die Bedeutung des Spiels für die kindliche Entwicklung, der Einfluss von Fernsehen und Computern sowie pädagogische Ansätze zur Mediensozialisation.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern hat sich die Sozialisation von Kindern durch gesellschaftliche Veränderungen und den wachsenden Einfluss der Neuen Medien verändert und wie wirkt sich dies auf das Kinderspiel aus?

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die soziologische und pädagogische Theorien (u.a. von Postman, Mead, Winnicott) heranzieht und diese mit empirischen Daten (KIM-Studien) sowie aktueller Fachliteratur verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Prozess der "Verhäuslichung" der Kindheit, die qualitative Veränderung des Spielverhaltens durch Bildschirmmedien und diskutiert kritisch die medienbehaftete Sozialisation sowie potenzielle pädagogische Gegenstrategien.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Zu den prägenden Schlüsselbegriffen gehören Kindheit, Mediensozialisation, Kinderspiel, Verhäuslichung, pädagogischer Wandel und Subjektorientierung.

Wie bewertet der Autor Postmans Theorie vom "Verschwinden der Kindheit"?

Der Autor ordnet Postmans kulturpessimistische Sichtweise kritisch ein und argumentiert, dass Kindheit nicht einfach verschwindet, sondern sich in einer Weise transformiert, die modernen gesellschaftlichen Strukturen entspricht.

Welche Rolle spielen "potenzielle Räume" nach Winnicott in dieser Arbeit?

Der Begriff dient als theoretisches Konzept, um zu verdeutlichen, dass Kinderspiel einen Gestaltungsraum zwischen der inneren Welt des Kindes und der äußeren Realität eröffnet, der durch moderne Medienkonsumformen in seiner Qualität beeinträchtigt werden kann.

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Details

Titel
Veränderungen und problematische Entwicklungen von (Spiel-)Kindheit durch Einflüsse der Neuen Medien
Untertitel
Zum Wandel der Kindheit am Beispiel des Spiels
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik)
Note
1,0
Autor
Jasmin Frank (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
80
Katalognummer
V275622
ISBN (eBook)
9783656679073
ISBN (Buch)
9783656679059
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wandel kindheit beispiel spiels veränderungen entwicklungen spiel- einflüsse neuen medien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jasmin Frank (Autor:in), 2014, Veränderungen und problematische Entwicklungen von (Spiel-)Kindheit durch Einflüsse der Neuen Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275622
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  80  Seiten
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