Die Rolle des Buchdrucks bei der Verbreitung des Spanischen


Hausarbeit, 2011
18 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhalt

1. Abstract

2. Einleitung

3. Hauptteil
3.1. Erfindung des Buchdrucks und Ausbreitung auf europäische Länder
3.2. Etablierung des Buchdrucks in Spanien
3.3. Mittel zur Erreichung einer großen Leserschaft
3.4. Effekte des Buchdrucks auf die spanische Sprache und Kultur

4. Zusammenfassung

5. Literaturverzeichnis

6. URL Verzeichnis

1. Abstract

La invención de la impresión tipográfica en Alemania y su divulgación a los países europeos revolucionó la circulación de información en poco tiempo. La descripción de su desarrollo forma parte de este trabajo. Veinte años después de la invención de la tipografía llegó a España y se estableció en ciudades grandes con universidades. A través de su invención se hace posible alcanzar a un número de personas más grandes que anterior. La imprenta y la publicación de obras en los lenguajes populares, en este caso literatura española, incluso los primeros gramáticas de los lenguajes se desarrolló. De esta manera se produjo obras de la consolidación y la fijación de la lengua y cultura española.

2. Einleitung

Der Titel der Arbeit impliziert die Fragestellung nach Art und Ausmaß des Einflusses des Buchdrucks und seiner Verbreitung auf die Entwicklung der spanischen Sprache. Er ist in den Kontext der Kommunikationstheorie und der Linguistik einzuordnen. Um zu einem Fazit auf die formulierte Fragestellung zu gelangen, definiert die Arbeit zunächst die Rahmenbedingungen. Hierzu zählt neben der Erfindung auch die Ausbreitung in Europa, insbesondere in Spanien. Aus der ausführlichen Analyse der Rahmenbedingungen können so Rückschlüsse auf die generellen Folgen des Buchdrucks wie auch auf spezifische Auswirkungen im Bereich der spanischen Sprache und Kultur gezogen werden. Entscheidend für die Grundlagenanalyse und das Festsetzen eines historischen Kontextes war das Werk «Handbuch der Geschichte der Buchdruckerkunst» von Carl B. Lorck. Weitere deutsche, wie auch spanische Sekundärliteratur, sowie einige universitäre Internetquellen wurden für die Arbeit herangezogen. Informativ war das Werk «Aquí se imprimen libros. La imprenta en la época del Quijote . » von José Manuel Lucía Megías.

3. Hauptteil

In dem Hauptteil findet die Untersuchung der Voraussetzung des Buchdrucks sowie seiner Entwicklung statt. Im weiteren Verlauf wird auf die Verbreitung in Spanien, sowie seiner Auswirkungen auf die Leserschaft und die spanische Sprache und Kultur eingegangen.

3.1. Erfindung des Buchdrucks und Ausbreitung auf europäische Länder

Kaum eine Erfindung war vergleichbar bahnbrechend und hatte so weitreichende Auswirkungen wie die Erfindung des Buchdrucks. Wie jede andere Innovation, die erst zu dem Zeitpunkt einsetzt an dem sie unabdingbar wird, benötigte auch der Buchdruck seine Zeit um als schnelles Mittel zur Vervielfältigung von Schriftstücken eingeführt zu werden. Dass seine Erfindung in das fünfzehnte Jahrhundert fiel war kein Zufall, sondern eine logische Konsequenz der Umstände dieser Zeit, einer Zeit des wachsenden Verlangens nach Poesie, Wissenschaft und religiöser Freiheit.[1] José Manuel Lucía Megías, drückt sich folgendermaßen aus: „La invención de la técnica impresora era algo inevitable en el momento en que tuvo lugar„ (Lucía Megías 2005, 13). Bevor der eigentliche Buchdruck einsetzte war die Kunst der Xylographie (Holzstich) bereits verbreitet und fand in erster Linie Anwendung in der Produktion von Heiligenbildern und weiteren religiösen Abbildungen zur Erhöhung der Andacht bei Gebeten. Sie fand in Zeiten religiöser Aufregung Verwendung, vor allem im späten vierzehnten und frühen sechzehnten Jahrhundert.[2] Im fünfzehnten Jahrhundert entstanden auf diese Weise komplette Bildwerke, die bereits im Mittelalter gezeichnet wurden. Diese Bildwerke zeichneten sich durch die Darstellung von Geschehnissen im Bild aus, die durch einige Sätze erläutert wurden.[3] So handelt es sich bei den ersten Drucken um beinahe rein bebilderte Dokumente, die lediglich durch kurze erklärende Sätze begleitet wurden. Den Bedürfnissen der Zeit entsprechend wurden die Bildunterschriften durch ganze Sprüche ersetzt, bei denen es sich in der Regel um Bibelstellen und Verse handelte, die von den dargestellten Personen ausgesprochen wurden. Diese Erweiterung gipfelte in der Gegenüberstellung von Bildern auf der einen und ganzen Textseiten auf der anderen Buchseite. Jedoch war dies nur die Vorstufe. Die Gesellschaft, bzw. Teile der Gesellschaft verlangte nach weltlicher Belehrung, der durch den Druck des «Donatus», einem ersten volkssprachlichen Grammatiktraktat, vorläufig Rechenschaft geleistet wurde. Älius Donatus war ein römischer Grammatiker und Rhetoriklehrer der in der Zeit zwischen 320 und 380 n. Chr. lebte. Er brachte zwei grundlegende Grammatikwerke heraus und seine Bekanntheit führte im Mittelalter dazu, seinen Namen für neu entstandene Volksgrammatiken zu verwenden. Das Besondere an dem „Donatus“ war sein Layout, da es als erstes Buch in reiner Textform, ohne Abbildungen angesehen werden kann.[4] An dieser Stelle stellt sich nun die Frage was an Gutenbergs Erfindung der Druckerpresse im Vergleich zu der bis dahin üblichen Methode der Vervielfältigung von Schriftstücken, bzw. Abbildungen mit Holztafeln so revolutionär war. An erster Stelle ist hier festzuhalten, dass Gutenberg durch die Erfindung des Setzkastens und des Druckstocks die Herstellung von Büchern im Vergleich zu den handschriftlich kopierten Exemplaren erst erschwinglich gemacht hat.

[Es decir que] […] sin necesidad de caña ni pluma, sino sólo gracias a los tipos metálicos, los libros se fabrican rápida, correcta y elegantemente (Lucía Megías 2005, 35).

Mit dieser Innovation hat er auf das steigende Bedürfnis der Gesellschaft nach Schriftstücken eine Antwort gegeben.[5]

El invento respondió sencillamente a una necesidad, de la que se tenía clara conciencia social, puesto que el número de copias requerido por la difusión de los documentos escritos ya hacía tiempo que planteaba serios problemas. Había que multiplicar pero también que abaratar la fabricación de esos documentos (Lucía Megías 2005, 13).

Im Gegensatz zu dem Verfahren ganze Seiten durch Formenschneider aus Holz anfertigen zu lassen, sie mit einer gemischten Schwärze aus Lampenruß und Firnis einzureiben und daraufhin die Rückseite des Papiers auf eben diese eingefärbten Holztafeln mit Hilfe eines Lederballens durch Streichbewegungen anzupressen, um das Motiv auf das Papier zu übertragen, entwickelte Gutenberg ein System der beweglichen Lettern.[6] Zur Herstellung dieser Lettern wurden von Gutenberg Holztafeln in einzelne Buchstaben zersägt, die in der gewünschten Reihenfolge aneinander gereiht werden konnten. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass diese einzelnen hölzernen Buchstaben ungeeignet für die Verwendung in der Druckerpresse waren, da das Material den Druckbedingungen in der Presse nicht standhalten konnte. An diesem Punkt angelangt bediente sich Gutenberg seiner Erfahrungen in der Verarbeitung von Metallen[7], indem er im Jahr 1450 in Straßburg[8] die Schriftgießerei erfand.[9] Gutenbergs zentrales Element seiner Erfindung war das Handgießinstrument, dass ihm ermöglichte, Schriftzeichen in beliebiger Zahl als Typen zu gießen.[10] Die gegossenen Lettern und die Möglichkeit sie in beliebiger Anordnung mehrfach zu verwenden ermöglichten erst den Erfolg des Buchdrucks. Ohne eine weitere bahnbrechende Erfindung wäre jedoch auch Gutenbergs Druckpresse samt Setzkasten kein durchschlagender Erfolg vergönnt gewesen. Es ist hier die Rede von der Erfindung des Papiers.[11] Die Produktion von Papier in guter Qualität, durch ein Wasserzeichen gekennzeichnet und ermöglicht durch ein verbessertes Herstellungssystem, breitete sich seit dem dreizehnten Jahrhundert von Italien ausgehend in Europa aus.[12] Der Vorteil des Papiers gegenüber dem damals herkömmlichen Pergament lag in einem deutlich geringeren Preis, der sich in dem Verhältnis von 1:8 bis 1:25 von dem Preis des Pergaments deutlich abhob.[13] Zu Gutenbergs ersten Druckerzeugnissen in Deutschland gehörte die bereits erwähnte Grammatik des Älius Donatus, die als Schulbuch einen guten Absatz versprach. Weitere frühe Druckexemplare waren die Ablassbriefe, deren massenhafte Anfertigung nach dem Fall Konstantinopels im Jahr 1453 und des folgenden Aufrufs zum Kreuzzug gegen die Türken durch den Generalinquisitor Johann von Capistran, durch die Druckerpresse Gutenbergs ermöglicht wurde.[14] Die Verbreitung auf die europäischen Länder begann in Italien, da dort zuerst die Buchdruckkunst aufgenommen wurde, wie folgendes Zitat belegt.

[...]


[1] Lorck, Handbuch der Geschichte der Buchdruckerkunst, Erster Teil , S. 12.

[2] Ebd. , S. 17.

[3] Ebd.

[4] Lorck, Handbuch der Geschichte der Buchdruckerkunst, Erster Teil, S. 19.

[5] Hörisch, Einleitung zu: Ludes, Einführung in die Medienwissenschaft. Entwicklungen und Theorien, S. 13.

[6] Lorck, Handbuch der Geschichte der Buchdruckerkunst, Erster Teil, S. 15 ff.

[7] Ebd., S. 24.

[8] Irsigler, Überregionale Verflechtung der Papierer In: Schulz, Schriften des Historischen Kollegs Kolloquien 41. Handwerk in Europa, S. 255.

[9] Lorck, Handbuch der Geschichte der Buchdruckerkunst, Erster Teil, S. 27.

[10] Irsigler, Überregionale Verflechtung der Papierer In: Schulz, Schriften des Historischen Kollegs Kolloquien 41. Handwerk in Europa, S. 273.

[11] Ebd., S. 255.

[12] Ebd., S. 257.

[13] Ebd.

[14] Lorck, Handbuch der Geschichte der Buchdruckerkunst, Erster Teil, S. 28.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Die Rolle des Buchdrucks bei der Verbreitung des Spanischen
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
2,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V275695
ISBN (eBook)
9783656684480
ISBN (Buch)
9783656684459
Dateigröße
459 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rolle, buchdrucks, verbreitung, spanischen
Arbeit zitieren
Markus Reckzeh (Autor), 2011, Die Rolle des Buchdrucks bei der Verbreitung des Spanischen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275695

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