Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg

Willy Brandt und die Studentenbewegung. Der Wunschkanzler der Studenten?

Titel: Willy Brandt und die Studentenbewegung. Der Wunschkanzler der Studenten?

Hausarbeit , 2012 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Teresia Minjoli (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Denkt man an protestierende Studenten, erinnert man sich bevorzugt an das Jahr 1968. Das Jahr, in dem sich die Protestbewegung der deutschen Studenten auf dem Höhepunkt befand.
Als Teil eines internationalen Prozesses, ließen sich deutsche Studentenführer, wie Rudi Dutschke und Peter Schneider, von Protesten und neu-linken Organisationen in Frankreich, Italien und den USA inspirieren . Denn Neben innerpolitischen Gründen gab es auch weltweite Ursachen, die die Studenten auf die Straßen zogen, auf denen sie fast ein ganzes Jahrzehnt einen Kampf gegen Notstandsgesetze, soziale Ungerechtigkeit, Krieg und autoritäre Obrigkeiten kämpften.
Zweifel am System, ließen aber vor allem die damals gegenwärtigen Kriege aufkommen. Der Vietnam Krieg, der Kalte Krieg, der auch unmittelbar Europa und Deutschland betraf, sowie die atomare Aufrüstung der USA und des eigenen Staates ließ die junge Generation an der Demokratie und dem eigenen System zweifeln.
Als 1969 Willy Brandt zum Kanzler gewählt wurde erhofften sich viele junge Menschen einen demokratischen Neuanfang. Waren es aber auch die Studenten und Demonstrierenden, die in Brandt ihren Wunschkanzler sahen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der SDS und seine politische Grundhaltung

2.1. Kritik an der großen Koalition

2.2. Brandt als Vizekanzler und Außenminister – Die Erwartungen der Studenten

3. Willy Brandts Verhältnis zu den Studenten

3.1. Generationenkonflikt – Umgang mit der NS-Vergangenheit

3.2. Generationenkonflikt am Beispiel Peter Brandt

4. Die Attentate auf Benno Ohnesorg und Rudi Dutschke

5. Die Kanzlerschaft Willy Brandts

5.1. Bildungsreform

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Ursachen, Ziele und die Entwicklung der Studentenbewegung in der Bundesrepublik Deutschland, wobei insbesondere untersucht wird, inwiefern Willy Brandt als „Wunschkanzler“ der Studenten betrachtet werden kann und wie er auf zentrale politische Ereignisse dieser Ära reagierte.

  • Ursachen und Entwicklung der studentischen Protestbewegung in den 1960er Jahren
  • Die Rolle des SDS als treibende Kraft und Kritiker der Großen Koalition
  • Der Generationskonflikt und der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit
  • Das ambivalente Verhältnis zwischen Willy Brandt und der Studentenbewegung
  • Politische Reaktionen auf die Attentate auf Benno Ohnesorg und Rudi Dutschke
  • Der Einfluss der sozialliberalen Kanzlerschaft auf die studentischen Forderungen

Auszug aus dem Buch

3.2. Generationenkonflikt am Beispiel Peter Brandt

Dass Brandt die Glaubwürdigkeit der Jugend weniger in Frage stellte als andere Politiker seiner Generation, mag wohl daran liegen, dass er den Konflikt zwischen den Generationen, in der eigenen Familie erlebt hatte. Als Willy Brandt 1966 nach Bonn ging, blieb Sohn Peter (obwohl noch Schüler) in Berlin. 1968 begann Peter Brandt ein Studium an der Freien Universität Berlin und wurde dort auch Teil der Protestbewegung. Schon in jüngeren Jahren hatte sich die politische Einstellung des Sohnes entwickelt, als er mit 14 Jahren Mitglied der sozialdemokratischen „Falken“ wurde und später der, noch weiter linksstehenden, trotzkistischen Splittergruppe „Spartacus“ beitrat. Oft nahm Peter Brandt an Demonstrationen teil, wurde von der Polizei festgenommen und kam sogar vor Gericht. Ein Protestverbot gab es vom Vater nie aber lautstarke Auseinandersetzungen, waren dagegen die Regel. Brandt drohte seinem Sohn sogar an, er müsse, falls Peter mit den Protesten nicht aufhöre, sein Amt als Bürgermeister niederlegen. Die Boulevard-Zeitungen zeigen ihr eigenes Bild der Familienverhältnisse des Außenministers.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den historischen Kontext der 68er-Bewegung als Teil eines internationalen Prozesses und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Rolle Willy Brandts.

2. Der SDS und seine politische Grundhaltung: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung des SDS von einem staatsloyalen Verband hin zu einer gesellschaftskritischen, außerparlamentarischen Opposition, die grundlegende Hochschulreformen forderte.

2.1. Kritik an der großen Koalition: Es wird analysiert, warum die Große Koalition von Studenten als undemokratisch und als Bedrohung der parlamentarischen Kultur wahrgenommen wurde.

2.2. Brandt als Vizekanzler und Außenminister – Die Erwartungen der Studenten: Dieser Abschnitt beleuchtet die ambivalenten Erwartungen der Studenten an Brandt, der trotz seiner Funktion als Regierungsmitglied aufgrund seiner antifaschistischen Vergangenheit als Identifikationsfigur diente.

3. Willy Brandts Verhältnis zu den Studenten: Das Kapitel untersucht Brandts Versuche der Vermittlung zwischen den Generationen und seine Bereitschaft zum Dialog, etwa nach dem Tod von Benno Ohnesorg.

3.1. Generationenkonflikt – Umgang mit der NS-Vergangenheit: Hier wird der Konflikt zwischen der jungen Generation und ihren Eltern bezüglich der Verdrängung der NS-Vergangenheit und autoritärer Strukturen thematisiert.

3.2. Generationenkonflikt am Beispiel Peter Brandt: Anhand der Beziehung zu seinem Sohn Peter wird der persönliche und politische Generationenkonflikt innerhalb der Familie Brandt verdeutlicht.

4. Die Attentate auf Benno Ohnesorg und Rudi Dutschke: Dieses Kapitel behandelt die Eskalation der Proteste nach den gewaltsamen Übergriffen und deren Auswirkungen auf das politische Klima.

5. Die Kanzlerschaft Willy Brandts: Es wird dargelegt, wie der Machtwechsel 1969 und die neue sozialliberale Politik die Ansichten der Studentenbewegung beeinflussten.

5.1. Bildungsreform: Dieses Unterkapitel analysiert Brandts bildungspolitische Reformvorhaben und die zwiespältige Aufnahme dieser durch die Studentenschaft.

6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Brandt maßgeblich dazu beitrug, Generationen zusammenzuführen, obwohl die Rolle als „Wunschkanzler“ aufgrund der politischen Sachzwänge nicht eindeutig festzustellen ist.

Schlüsselwörter

68er Bewegung, Willy Brandt, SDS, Studentenbewegung, Generationenkonflikt, Große Koalition, APO, Benno Ohnesorg, Rudi Dutschke, Demokratisierung, Hochschulreform, NS-Vergangenheit, Sozialliberalismus, Außerparlamentarische Opposition, Vietnam-Krieg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen der deutschen Studentenbewegung der 1960er Jahre und dem politischen Wirken von Willy Brandt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Entstehung der studentischen Protestkultur, die Kritik an autoritären gesellschaftlichen Strukturen, die Rolle der NS-Vergangenheit im Generationenkonflikt sowie die politische Reaktion auf die Ereignisse des Jahres 1968.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob Willy Brandt als „Wunschkanzler“ der Studentenbewegung angesehen werden konnte, indem seine Aktivitäten und Haltungen im Kontext der Proteste analysiert werden.

Welche methodische Vorgehensweise liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen, wissenschaftlicher Literatur sowie der Berichterstattung der damaligen Zeit basiert.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entwicklung des SDS, das spezifische Verhältnis Brandts zu den Studenten – inklusive des Beispiels seines Sohnes Peter Brandt – sowie die Analyse bedeutender Zäsuren wie der Attentate und der anschließenden Kanzlerschaft.

Durch welche Schlagworte lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie „68er Bewegung“, „Generationenkonflikt“, „APO“, „Hochschulreform“ und „Demokratisierung“ geprägt.

Warum spielt die Person Peter Brandt eine besondere Rolle im Text?

Peter Brandt dient als persönliches Fallbeispiel für den generellen Generationskonflikt; seine Beteiligung an der Protestbewegung illustriert, wie auch in politischen Spitzenfamilien die Auseinandersetzung zwischen den Generationen stattfand.

Welche Bedeutung hatten die Attentate auf Ohnesorg und Dutschke für die politische Dynamik?

Die Attentate fungierten als Radikalisierungspunkte, die das Vertrauen der Studenten in den Staat erschütterten und die Protestbewegung weit über die Universitätsgrenzen hinaus ausweiteten.

Wie bewertet der Autor Brandts Rolle im Rückblick?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Brandt als erster Kanzler der Bundesrepublik die Fähigkeit besaß, die Generationen durch Dialog und politische Reformen zusammenzuführen, ohne jedoch alle Forderungen der extremen Linken erfüllen zu können.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Willy Brandt und die Studentenbewegung. Der Wunschkanzler der Studenten?
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,7
Autor
Teresia Minjoli (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V275782
ISBN (eBook)
9783656686729
ISBN (Buch)
9783656686712
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Willy Brandt 68er Bewegung Studentenbewegung 1968 Nachkriegszeit APO SDS Benno Ohnesorg Rudi Dutschke
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Teresia Minjoli (Autor:in), 2012, Willy Brandt und die Studentenbewegung. Der Wunschkanzler der Studenten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275782
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  15  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum