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Die Beziehung von Optimismus, Stress und Stimmung

Eine mehrebenenanalytische Betrachtung

Title: Die Beziehung von Optimismus, Stress und Stimmung

Term Paper , 2012 , 67 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts Erziehungswissenschaft/Soziologie Ricarda Albrecht (Author)

Psychology - Social Psychology
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Der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill prägte einst das Sprichwort „A pessimist sees the difficulty in every opportunity; an optimist sees the opportunity in every difficulty.” und traf damit den Kern des Themas, das im Zentrum dieser Arbeit stehen soll. Optimisten wird nachgesagt, dass sie erwarten, dass das Blatt sich immer zum Guten wendet oder das Glas für sie immer halb voll ist. Solche Konzepte haben eine lange Geschichte in der Volksweisheit aber auch in frühen Versuchen, Personen in ihrer Persönlichkeit zu klassifizieren.
Wenn dem so ist, sollten Personen, die mit einer optimistischen Sicht der Dinge auch den Schwierigkeiten des Alltags begegnen eine bessere Befindlichkeit und Stimmung aufweisen, als Personen, die diese positive Grundeinstellung nicht teilen. Dies sollte zu einem Vorteil bei Schwierigkeiten oder Belastungen, wie etwa durch negativen Stress, führen. Solch eine bessere Grundstimmung ist nicht nur aus verhaltenspsychologischer Perspektive von Interesse, beispielsweise um zu verstehen, wie Personen mit verschiedenen Situationen umgehen und sich dabei voneinander unterscheiden, sondern auch aus einer medizinischen Perspektive. Denn ein positiverer Umgang mit Schwierigkeiten und Stress, der für Personen weniger belastend ist sowie eine bessere Stimmung und Befindlichkeit der Personen, sollte auch zu weniger psychischen aber auch physischen Erkrankungen führen.
Vor diesem Hintergrund wurde in der vorliegenden Arbeit untersucht, ob Optimismus die Beziehung zwischen negativem Stress und Stimmung bedeutsam beeinflusst, ob also die oben vermuteten Vorteile nachgewiesen werden konnten. Daneben war natürlich auch von Interesse, ob Optimisten an sich schon eine bessere Grundstimmung aufwiesen und ob Stress die Stimmung bedeutsam beeinflusste. Um diese Fragen zu beantworten wurden anhand eines Datensatzes von Studenten und Studentinnen der Erziehungswissenschaft an der Universität Potsdam, der Angaben zu deren optimistischer Einstellung sowie täglichen Stimmungs- und Stressberichten enthielt, verschiedene Mehrebenenanalysen durchgeführt.
Zur Orientierung in der Thematik soll nachfolgend zunächst genauer erläutert werden, was unter Optimismus zu verstehen ist und welcher theoretische Hintergrund und Forschungsstand den darauf aufbauenden Fragestellungen und Hypothesen zugrunde lag. Anschließend wird genauer auf die Teilnehmer, die Durchführung, die verwendeten Instrumente und das methodische Vorgehen in der Untersuchung eing

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand

2.1 Was ist Optimismus?

2.2 Bisherige Forschung zum Zusammenhang von Stress und Stimmung

2.3 Bisherige Forschung zum Zusammenhang von Optimismus, Stress und Stimmung

2.4 Erklärungsansatz für den positiven Einfluss von Optimismus

3. Fragestellungen und Hypothesen

4. Methode

4.1 Teilnehmer

4.2 Durchführung

4.3 Messungen

4.5 Methodisches Vorgehen

5. Ergebnisse

5.1 Deskriptive Ergebnisse

5.2 Unterfragestellung 1: Welchen Effekt hat Optimismus auf die Stimmung?

5.2.1 Nullmodell

5.2.2 Means-as-Outcomes-Modell

5.3 Unterfragestellung 2: Wirkt sich negativer Stress auf die Stimmung der Personen aus?

5.3.1 Nullmodell

5.3.2 Random-Coefficient-Regressionsanalyse

5.4 Hauptfragestellung: Moderiert Optimismus die Beziehung zwischen Stimmung und Stress?

6. Schlussfolgerungen und Diskussion der Ergebnisse

6.1 Effekte von Optimismus auf die Stimmung

6.2 Auswirkungen von negativem Stress auf die Stimmung

6.3 Einfluss von Optimismus auf die Beziehung zwischen Stress und Stimmung

6.4 Grenzen der Untersuchung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer Mehrebenenanalyse an einem Datensatz von Studenten der Universität Potsdam, inwieweit Optimismus als Moderator die Beziehung zwischen negativem täglichen Stress und dem Stimmungszustand beeinflusst und welche direkten Effekte diese Variablen auf das Wohlbefinden haben.

  • Grundlagen des dispositionellen Optimismus nach Scheier & Carver
  • Zusammenhang von Stressereignissen (minor stressors) und täglicher Stimmung
  • Einsatz von Mehrebenenanalysen (Multilevel Modeling) zur Untersuchung hierarchischer Daten
  • Modellierung von Interaktionen zwischen Optimismus und Stress auf die Stimmung

Auszug aus dem Buch

2.1 Was ist Optimismus?

Im Bereich der Persönlichkeits- und Sozialpsychologie erfuhren verschiedene Konzepte von Optimismus und Pessimismus bereits viel Forschungsinteresse. Der vorliegenden Arbeit lag dabei der populär gewordene Ansatz von Scheier & Carver (1985) zugrunde. Diese entwickelten über Jahre der Forschung zum Thema Erwartungen das Konzept der Charaktereigenschaft ‚dispositional optimism‘ (dispositioneller Optimismus) und definierten diese als ‚...tendency to believe that one will generally experience good vs. bad outcomes in life.“ (Scheier & Carver, 1985 zit. nach Scheier & Carver, 1992, S. 203). Ebenso entwickelten sie eine Skala, um dispositionellen Optimismus zu messen: den Life Orientation Test (LOT), auf den an späterer Stelle noch genauer eingegangen wird.

Optimismus und Pessimismus wurde dabei von ihnen definiert als generalisierte sowie zeitlich und transsituational stabile Tendenz, in alltags- und stressbezogenen Situationen mit positiven beziehungsweise negativen Ergebnis-Erwartungen zu reagieren (vgl. Wieland-Eckelmann & Carver, 1989, S.167). Optimismus fassten sie als eine Verhaltensdisposition im Sinne eines Persönlichkeitsmerkmals auf, das nach Befunden der Autoren signifikante Beziehungen zu verschiedenen anderen Persönlichkeitsmerkmalen aufwies. So zeigten Optimisten stärker ausgeprägte internale Kontrollüberzeugungen und ein höheres Selbstwertgefühl, reagierten in belastenden Situationen weniger depressiv und hilflos und wiesen geringere soziale Ängstlichkeit sowie weniger Körpersymptome auf (vgl. ebd.). Wenn Personen Schwierigkeiten oder Unglücke erfuhren, war dies für sie verbunden mit einer Reihe von Emotionen wie Aufregung, Ärger, Depressionen oder Ängsten. Die Balance zwischen diesen Gefühlen schien jedoch mit dem Ausmaß an Pessimismus und Optimismus der Personen zusammen zu hängen. Optimisten erwarteten dabei positive Ergebnisse, auch wenn die Situation schwierig war. Diese Überzeugung sollte zu einem Mix aus Gefühlen führen, der sich trotz widriger Umstände relativ positiv darstellte (vgl. Carver & Scheier, 1998; Scheier & Carver, 1992).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Bedeutung von Optimismus für Stressbewältigung und Stimmung sowie Erläuterung der Forschungsziele mittels Mehrebenenanalyse.

2. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand: Darstellung der Konzepte von Optimismus, des Zusammenhangs von Stress und Stimmung sowie bisheriger Erkenntnisse zur moderierenden Rolle von Optimismus.

3. Fragestellungen und Hypothesen: Ableitung der Haupt- und Unterfragestellungen zur Überprüfung der moderierenden Rolle von Optimismus bei Stressereignissen.

4. Methode: Beschreibung der Diary Study, der verwendeten Fragebögen zur Erhebung von Optimismus, Stimmung und Stress sowie des methodischen Vorgehens mittels Mehrebenenmodell.

5. Ergebnisse: Präsentation der deskriptiven Daten sowie der statistischen Analysen (Nullmodell, Means-as-Outcomes, Random-Coefficient, Intercept-and-Slopes-as-Outcomes).

6. Schlussfolgerungen und Diskussion der Ergebnisse: Interpretation der Befunde im Kontext der Fragestellungen sowie Reflexion der Limitationen und Implikationen für weitere Studien.

Schlüsselwörter

Optimismus, Mehrebenenanalyse, Stress, Stimmung, Diary Study, Coping, psychisches Wohlbefinden, dispositioneller Optimismus, tägliche Fluktuation, psychische Gesundheit, Persönlichkeitsmerkmale, emotionale Reaktion, Interaktionseffekte, Studentenstichprobe, negative Affektivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss von dispositionellem Optimismus auf die Stimmung von Studierenden unter Berücksichtigung von täglichen stressigen Ereignissen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Persönlichkeitspsychologie, speziell Optimismus, sowie der klinischen Gesundheitspsychologie, um die Bewältigung täglicher Belastungen zu verstehen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin zu klären, ob Optimismus die Beziehung zwischen täglichem Stress und Stimmung moderiert – also ob Optimisten durch Stress weniger stark in ihrer Stimmung beeinträchtigt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden Mehrebenenanalysen (Multilevel Modeling) durchgeführt, um die hierarchische Struktur der Daten – tägliche Stimmungsmessungen innerhalb von Personen – korrekt abzubilden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben theoretischen Grundlagen werden die methodische Durchführung (Diary Study), die statistische Modellierung und die Auswertung der erhobenen Daten mittels SPSS und Mplus detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Mehrebenenanalyse, Optimismus, Stress und Stimmung, eingebettet in ein längsschnittliches Studiendesign.

Welche Rolle spielt Stress in den Analysen?

Stress wird als prädiktive Variable auf der untersten Ebene (Within-Level) behandelt, um seine unmittelbaren negativen Auswirkungen auf die tägliche Stimmung der Probanden zu messen.

Konnte der moderierende Effekt von Optimismus nachgewiesen werden?

Nein, der statistische Nachweis einer signifikanten Cross-Level-Interaktion, dass Optimismus den negativen Effekt von Stress auf die Stimmung abschwächt, konnte in dieser Untersuchung nicht erbracht werden.

Warum sind die Ergebnisse der Arbeit nur begrenzt generalisierbar?

Die Stichprobe war eine Gelegenheitsstichprobe, primär bestehend aus Studierenden mit einem hohen Frauenanteil, was die Übertragbarkeit auf andere Bevölkerungsgruppen einschränkt.

Welche Empfehlung gibt die Autorin für zukünftige Untersuchungen?

Es wird empfohlen, Stichproben zu vergrößern, Messungen mehrfach am Tag durchzuführen und zusätzliche Mediatoren wie Coping-Strategien in das Modell aufzunehmen.

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Details

Title
Die Beziehung von Optimismus, Stress und Stimmung
Subtitle
Eine mehrebenenanalytische Betrachtung
College
University of Potsdam  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Course
Einführung in die Mehrebenenanalyse
Grade
1,0
Author
Bachelor of Arts Erziehungswissenschaft/Soziologie Ricarda Albrecht (Author)
Publication Year
2012
Pages
67
Catalog Number
V275788
ISBN (eBook)
9783656682851
ISBN (Book)
9783656682868
Language
German
Tags
beziehung optimismus stress stimmung eine betrachtung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Erziehungswissenschaft/Soziologie Ricarda Albrecht (Author), 2012, Die Beziehung von Optimismus, Stress und Stimmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275788
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