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Faulheit in Joseph von Eichendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts"

Título: Faulheit in Joseph von Eichendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts"

Trabajo , 2012 , 22 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Stephanie Knauer (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Ziel dieser Arbeit ist es die Faulheit im Werk Eichendorffs möglichst ganzheitlich zu betrachten und zu diskutieren. Folglich soll nicht nur der Charakter des Protagonisten auf Anzeichen von Faulheit untersucht werden, sondern auch die anderen Personen, die in der Novelle auftreten, so wie die Motive, die Sprache und die Struktur des Textes. Vergleichend in die Analyse miteinbezogen werden stellenweise auch andere Charaktere der Literaturgeschichte, soweit ein solcher Vergleich sinnvoll erscheint. Vor dieser Analyse soll zunächst eine Unterscheidung der Begriffe Faulheit und Müßiggang vorgenommen werden. Diese Definitionen sind für eine Zuordnung der zu analysierenden Elemente wichtig. Zu Beginn der Arbeit soll die Figur des Taugenichts zunächst charakterisiert und dann auf Merkmale der Faulheit bzw. des Müßiggangs hin untersucht werden. Darauf hin folgt eine Erörterung spezifischer Topoi der Novelle, die faule bzw. fleißige Merkmale enthalten. Die Analyse endet damit, dass der Text in seiner Struktur und Sprache auf Faulheit hin untersucht wird. Zum Schluss sollen alle gewonnenen Ergebnisse in einem Resümee zusammengefasst werden. In erster Linie wird diese Arbeit versuchen, die Analyse vor allem anhand von Textstellen, immanent vorzunehmen und die dadurch erzielten Ergebnisse durch Forschungsliteratur zu vertiefen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Faulheit in Aus dem Leben eines Taugenichts

2.1 Begriffsdefinitionen: Faulheit vs. Müßiggang

2.2 Charakterisierung des Taugenichts

2.3 Der Taugenichts- ein Müßiggänger?

2.4 Die Welt des Taugenichts

2.5 Faule bzw. Fleißige Motive und Symbole

2.6 Die Faulheit des Textes

3 Schlussbemerkungen

4 Literaturverzeichnis

4.1 Primärliteratur

4.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Darstellung und Funktion der Faulheit in Joseph von Eichendorffs Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts". Ziel ist es, den Protagonisten differenziert zu charakterisieren, ihn begrifflich zwischen Faulheit und Müßiggang einzuordnen sowie die Motive und die sprachliche Struktur des Werkes auf Aspekte der Faulheit hin zu analysieren.

  • Differenzierung der Begriffe Faulheit und Müßiggang.
  • Analyse des Protagonisten als "Taugenichts" im romantischen Kontext.
  • Untersuchung des Kontrasts zwischen dem Protagonisten und dem "Philistertum".
  • Analyse zentraler Symbole wie Mühle, Springbrunnen und Geige.
  • Interpretation der sprachlichen "Faulheit" des Erzähltextes.

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffsdefinitionen: Faulheit vs. Müßiggang

Faulheit ist der mangelnde Wille oder die bewusste Verweigerung sich anzustrengen und zu arbeiten. Es gibt verschiedene Interpretationsmöglichkeiten der Faulheit, vom absoluten Nichtstun bis hin zu einer Tendenz zur Trägheit.

Der Begriff der Faulheit bezeichnet wörtlich betrachtet ursprünglich den Zustand von schlecht gewordenem Obst oder der Verwesung von toten Tieren und Menschen. Demnach ist Faulheit mit dem Tod oder dem absoluten Nichts gleichzustellen. Als faule Menschen müsste man folglich diejenigen bezeichnen, die wortwörtlich nichts tun oder dem Tod nahe sind. Nun gibt es, wie bereits erwähnt, verschiedene Spielarten der Faulheit, die vom völligen Nichts-Tun weit entfernt sind. Dazu gehört auch der Müßiggang, der für diese Arbeit besonders relevant ist, da er dem Lebensstil des zu analysierenden Protagonisten, dem Taugenichts, am ehesten zu entsprechen scheint.

Es gibt zwei alternative Ansichten über den Müßiggang. Einerseits wird er als positive Variante der Faulheit gegenübergestellt. Der Müßiggang wird hier als das entspannte Leben, frei von Pflichten betrachtet, wobei der Müßiggänger das Leben mit vergnüglichen Tätigkeiten und geistigen Genüssen genießt. Der Müßiggänger tut nur, was er tun will, nicht, was er tun muss oder was von Nutzen wäre. Der Müßiggang ist dieser Ansicht nach eine Lebenseinstellung, Teil eines Lebensprogramms, und auch keine undefinierte Zeit, wenn auch eine Zeit ohne Arbeit. Müßiggang sei höheren Ansprüchen unterstellt und wird als eine Zeit der Besinnung angesehen. Die Zeit der geistig-körperlichen Persönlichkeitsentfaltung oder die Erfrischungszeit der Arbeit. Muße ist nicht Nichtstun, sie ist geistige Tat. Nichtstun gilt als Bedingung des Schöpferischen, ist gerade für Künstler demnach keine Zeitvergeudung, sondern unbedingt nötig, um kreative Arbeit leisten zu können. Jedoch gibt es auch eine negativere Betrachtungsweise des Müßiggangs.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Novelle ein und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung des Faulheitsbegriffs.

2 Die Faulheit in Aus dem Leben eines Taugenichts: Dieses Hauptkapitel analysiert den Protagonisten, das gesellschaftliche Umfeld und die Symbolik des Werkes unter dem Aspekt der Faulheit und des Müßiggangs.

2.1 Begriffsdefinitionen: Faulheit vs. Müßiggang: Eine theoretische Abgrenzung der beiden Begriffe, die als Grundlage für die Untersuchung des literarischen Textes dient.

2.2 Charakterisierung des Taugenichts: Analyse der Hauptfigur hinsichtlich ihres Alters, ihrer Herkunft, ihrer Motivation und ihres romantischen Lebensideals.

2.3 Der Taugenichts- ein Müßiggänger?: Die Einordnung des Protagonisten im Vergleich zu anderen literarischen Figuren wie Oblomow, unter besonderer Berücksichtigung des Müßiggangs.

2.4 Die Welt des Taugenichts: Untersuchung der Rollenbilder in der Novelle, insbesondere der Gegensatz zwischen dem romantischen Helden und dem Philistertum.

2.5 Faule bzw. Fleißige Motive und Symbole: Analyse der zentralen Symbole wie Mühle, Springbrunnen, Geige und Kleidung im Kontext von Fleiß und Faulheit.

2.6 Die Faulheit des Textes: Untersuchung der sprachlichen und narrativen Struktur der Novelle, die selbst Züge der "Faulheit" aufweist.

3 Schlussbemerkungen: Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit zur Aufforderung des Textes für eine romantische Lebensweise.

4 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

4.1 Primärliteratur: Auflistung der direkt analysierten literarischen Werke.

4.2 Sekundärliteratur: Auflistung der fachwissenschaftlichen Quellen zur Vertiefung der Analyse.

Schlüsselwörter

Eichendorff, Aus dem Leben eines Taugenichts, Faulheit, Müßiggang, Romantik, Taugenichts, Philistertum, Symbolik, Müßiggänger, Literaturanalyse, Narration, Motivforschung, Lebenskünstler, Mühe, Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Faulheit in Joseph von Eichendorffs Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" und analysiert, wie diese den Protagonisten, die Motive und die Erzählstruktur prägt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Faulheit und Müßiggang, die Charakterisierung des romantischen Helden, der Konflikt zwischen Individualismus und dem Philistertum sowie die symbolische Bedeutung von Motiven wie der Mühle und dem Springbrunnen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine ganzheitliche Betrachtung der Faulheit im Werk, um zu klären, inwieweit die Bezeichnung als "Taugenichts" zutreffend ist und welche literarische Funktion dieser Zustand im Kontext der Romantik erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine werkimmanente Textanalyse durchgeführt, die durch den Rückgriff auf einschlägige Forschungsliteratur zur Epoche der Romantik und zu Eichendorffs Werk vertieft wird.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, die Charakterisierung des Protagonisten, den Vergleich mit anderen literarischen Müßiggängern (z.B. Oblomow) sowie eine detaillierte Analyse der Symbolik und der erzählerischen Struktur.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Eichendorff, Taugenichts, Müßiggang, Philistertum, Romantik, Symbolik und literarische Lebensentwürfe.

Inwiefern unterscheidet sich der "Taugenichts" von der Figur Oblomow?

Während Oblomow als Inbegriff des absoluten, passiven Nichtstuns und der Trägheit erscheint, zeichnet sich der Taugenichts durch seine romantische Reiselust, seinen Tatendrang im Kleinen und seine aktive Suche nach dem Glück aus.

Warum wird der erzählende Text selbst als "faul" bezeichnet?

Der Text wird als "faul" interpretiert, da Eichendorff häufig von der Handlung abschweift, Informationen verschweigt und dem Leser viel Spielraum für eigene Interpretationen lässt, anstatt eine straffe, arbeitsintensive Handlungsführung zu präsentieren.

Welche Funktion hat das "Philistertum" als Gegenpol in der Novelle?

Das Philistertum dient als Kontrastfolie zum Protagonisten. Es repräsentiert eine spiessbürgerliche, statische Lebensweise, die durch Sorgen, Pflichten und engstirniges Denken geprägt ist, wodurch die Freiheit des Taugenichts erst in seiner vollen positiven Bedeutung hervortritt.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Faulheit in Joseph von Eichendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts"
Universidad
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Literatur und Medien)
Curso
Faulheit in Literatur und Film
Calificación
2,7
Autor
Stephanie Knauer (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
22
No. de catálogo
V275806
ISBN (Ebook)
9783656687610
ISBN (Libro)
9783656687597
Idioma
Alemán
Etiqueta
Taugenichts Joseph von Eichendorff Faulheit Müßgiggang
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephanie Knauer (Autor), 2012, Faulheit in Joseph von Eichendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275806
Leer eBook
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