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Fankultur und Sicherheit in deutschen Stadien

Eine Befragung zu den Präventionsmaßnahmen des DFL-Sicherheitspapiers und deren Wirkung

Titel: Fankultur und Sicherheit in deutschen Stadien

Masterarbeit , 2013 , 127 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Kevin Böttger (Autor:in)

Sport - Sportsoziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Fußball spielen die Fans auf den ersten Blick eine nebensächliche Rolle, denn ohne die Vereine würde auch das Fußballpublikum gar nicht existieren. Bei genauerer Betrachtung wird ihre Bedeutung allerdings umso größer, besonders im Zuge des kommerziellen Fußballs (Friedmann, 2009, S.4; ebenda, S.29). Zuschauer gehören schon immer zum Sport dazu, ebenso aber auch die Selbstdarstellung dieser Gruppe, welche sich teilweise in negativen Aktionen wie Diskriminierung, Gewalt oder ähnlichen Vergehen zeigt (Pilz, 2009, S.186f.). Der Sport Fußball ist zudem allzeit aktuell und fasziniert Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, was wiederum zeigt, welch große Bedeutung die Synthese von Fans und Fußball hat.

Weiterhin lässt sich feststellen, dass die Faszination des Fußballs sich nicht auf das Spiel allein bezieht, sondern erst die Emotionen das besondere Erlebnis eines Stadionbesuches ausmachen (Haslinger, 2011, S.17). Momentan bekommt das Thema Sicherheit in Stadien einen besonderen Stellenwert, denn Fanausschreitungen bei Fußballspielen rücken in jüngster Vergangenheit immer wieder in den Mittelpunkt der Berichterstattung (ebenda, S.17ff.). Gewalt scheint sogar neben Doping zu den größten Problemfeldern im Sport zu zählen (ebenda, 2009, S.186). Die logische Folge sind Diskussionen über neue Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen, die nun auch verstärkt umgesetzt werden sollen, mit der Intention die Sicherheit der anderen Zuschauer zu gewährleisten (Piastowski, 2010, S38). Gewalt im Fußball ist genaugenommen jedoch kein neues Problem; in der Geschichte des deutschen Fußballs kam es bereits häufiger zu Ausschreitungen aggressiver gewaltsuchender Fans, weshalb der Hooliganismus als zeitloses Problem gesehen wird, welches auch in der Öffentlichkeit ständig im Fokus steht (Behn, et.al., 2005, S.289; Kraus, 2010, S.183).

Im folgender Arbeit wird explizit auf die sich verändernde Fankultur und den Präventionsmaßnahmen des DFL-Sicherheitspapiers im Zusammenhang mit Gewalt im Fußball eingegangen. Hierbei wird zusätzlich durch eine explorative Studie die Wirksamkeit aus sich der Fans untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fankultur im deutschen Fußball

2.1 Fangruppierungen und Kategorien

2.2 Entwicklung des Zuschauerverhaltens und der Fankultur

2.3 Fankultur im internationalen Vergleich

3 Sicherheit in deutschen Stadien

3.1 Gewalt im Fußball und der Gesellschaft

3.2 Verantwortliche, Mitwirkende und deren Verhältnis

3.3 Maßnahmen zur Gewaltprävention

4 Das Sicherheitskonzept „Sicheres Stadionerlebnis“

4.1 Inhalte des Sicherheitspapiers

4.2 Reaktionen und Standpunkte

5 Fragestellung und Hypothesen der Untersuchung

6 Methodik der Untersuchung

6.1 Instrument

6.2 Stichprobe

6.3 Durchführung

6.4 Variablen und Skalen

6.5 Auswertungsstrategien

7 Ergebnisse der Untersuchung

7.1 Grundauswertung

7.2 Überprüfung der Hypothesen zur wahrgenommenen Sicherheit in Deutschland

7.3 Überprüfung der Hypothesen zur wahrgenommenen Gewaltzunahme

7.4 Überprüfung der Hypothesen zur Einschätzung der Präventionsmaßnahmen

7.5 Weitere Erkenntnisse

7.6 Interpretation

7.7 Reflexion

8 Fazit

9 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die subjektive Wahrnehmung von Fußballfans bezüglich der Präventionsmaßnahmen des DFL-Sicherheitspapiers „Sicheres Stadionerlebnis“. Das primäre Ziel ist es zu evaluieren, inwieweit diese zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen notwendig und wirkungsvoll sind, indem die vielschichtigen Meinungen der Fans in deutschen Stadien explorativ erfasst und mit dem aktuellen Sicherheitsdiskurs in Beziehung gesetzt werden.

  • Entwicklung und Ausdifferenzierung der deutschen Fankultur
  • Analyse der Sicherheitsarchitektur und Gewaltprävention im Profifußball
  • Einfluss von Kommerzialisierung und Medialisierung auf das Fanverhalten
  • Empirische Untersuchung des Sicherheitsgefühls und der Akzeptanz von Maßnahmen
  • Evaluierung der Wechselbeziehungen zwischen Fans, Vereinen, Polizei und Verbänden

Auszug aus dem Buch

2.1 Fangruppierungen und Kategorien

Immer wieder werden die Zuschauer auf verschiedene Variablen zwecks Kategorisierung untersucht, allerdings erweist es sich trotz mancher Ähnlichkeiten als schwierig bestimmte Eigenschaften und Fantypologien herauszuarbeiten. Dennoch gibt es für dieses heterogene Phänomen durchaus immer wieder Versuche die Fans in Gruppen zusammenzufassen, um die Fanszene zu umreißen (Conzen, 2011, S.32). Trotz dieser Versuche existieren auch kritische Stimmen, die ein solches „Schubladendenken“ als unzureichend und verkürzt sehen, da es Millionen von Gründen und Motiven für einen Stadionbesuch geben kann (Dembowski, 2004a, S.22); welcher Natur diese sind erklären beispielsweise Strauß et al. (2006, S.379). Das Fußballpublikum wird in Deutschland häufig als Beispiel herangezogen wenn es um eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Zuschauerphänomen geht, da diese Sportart einen besonderen gesellschaftlichen Stellenwert hat und die Zuschauerzahlen konstant hoch sind. Eine erste Unterscheidung lässt sich zwischen Zuschauern und Fans machen, wobei die Zuschauer eine weniger enge Bindung an den Verein und das Spielgeschehen haben (Brenner, 2009, S.21f.) Es ist auch festzuhalten, dass die weiteren Gruppierungen sich nicht unterschiedslos auf andere Sportarten transferieren lassen, da die Fankultur beim Fußball sehr ausgeprägt und besonders auffällig ist (Moser, 2009, S.22).

Weiterhin zeichnet sich auch die Fanszene selbst nicht durch Einheitlichkeit aus. Die Kategorisierung von Fans ist in der Vergangenheit vor allem auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen. Viele werden zudem häufig nicht als übertragbar und zeitgemäß gesehen. Eine Unterscheidung die sich hingegen durchgesetzt hat stammt von Heitmeyer; diese differenziert zwischen drei Motiven von Fans (ebenda, S24.f):

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Fankultur und Sicherheit im deutschen Profifußball ein und leitet die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit ab.

2 Fankultur im deutschen Fußball: Das Kapitel analysiert die heterogenen Strukturen und Gruppierungen innerhalb der Fanszene und skizziert die historische Entwicklung des Zuschauerverhaltens.

3 Sicherheit in deutschen Stadien: Es werden die Hintergründe der Sicherheitsdebatte, die Akteure der Sicherheitsarchitektur sowie historische und aktuelle Gewaltentwicklungen beleuchtet.

4 Das Sicherheitskonzept „Sicheres Stadionerlebnis“: Dieses Kapitel erörtert die Entstehung, Inhalte und die öffentliche sowie vereinsinterne Diskussion um das DFL-Sicherheitspapier.

5 Fragestellung und Hypothesen der Untersuchung: Basierend auf dem theoretischen Teil werden Forschungsfragen und zugehörige Hypothesen formuliert, um die subjektive Sicht der Fans zu untersuchen.

6 Methodik der Untersuchung: Es wird die quantitative Untersuchung mittels Online-Befragung beschrieben, inklusive Instrument, Stichprobe und Auswertungsstrategien.

7 Ergebnisse der Untersuchung: Die erhobenen Daten werden deskriptiv ausgewertet und die Hypothesen statistisch überprüft sowie interpretiert.

8 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Notwendigkeit und Wirkung der Sicherheitsmaßnahmen aus Sicht der Fans.

9 Ausblick: Der Ausblick diskutiert zukünftige Entwicklungen und Forschungsperspektiven für das Spannungsfeld zwischen Fankultur und Sicherheit.

Schlüsselwörter

Fankultur, Fußball, Sicherheit, DFL-Sicherheitspapier, Gewaltprävention, Ultras, Zuschauerverhalten, Fanprojekte, Stadionverbote, Online-Befragung, Stadionerlebnis, Faninitiativen, Kommerzialisierung, Sicherheitsgefühl, Repression.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der subjektiven Wahrnehmung von Fußballfans hinsichtlich der durch die DFL eingeführten Sicherheitsmaßnahmen und deren Auswirkungen auf die Fankultur in deutschen Stadien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Fankultur, der Analyse der Sicherheitsstrukturen im Profifußball sowie der empirischen Untersuchung von Fanmeinungen zu Gewalt und Prävention.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen der DFL notwendig und wirkungsvoll sind, basierend auf einer explorativen quantitativen Studie.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Untersuchung basiert auf einer explorativen, quantitativen Forschung, bei der eine anonyme Online-Befragung mittels eines standardisierten Fragebogens in verschiedenen Fan-Foren durchgeführt wurde.

Welche Themen werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Fankultur und Sicherheitsdebatte sowie einen empirischen Teil, der die erhobenen Daten zur Sicherheitswahrnehmung und Akzeptanz analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Fankultur, Gewaltprävention, DFL-Sicherheitspapier, Stadionerlebnis und Fan-Zuschauer-Verhältnis geprägt.

Wie stehen die Ultras zum DFL-Sicherheitspapier?

Die Ultras sehen das Sicherheitspapier kritisch als Frontalangriff auf ihre Fankultur und lehnen insbesondere repressive Maßnahmen wie Kollektivstrafen oder die Datei „Gewalttäter Sport“ ab.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Sicherheitsgefühl und der Fanzugehörigkeit?

Ja, die Studie zeigt signifikante Unterschiede im Sicherheitsgefühl der Anhänger verschiedener Vereine, wobei sich einige Fan-Gruppen unsicherer fühlen als andere.

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Details

Titel
Fankultur und Sicherheit in deutschen Stadien
Untertitel
Eine Befragung zu den Präventionsmaßnahmen des DFL-Sicherheitspapiers und deren Wirkung
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Fakultät 16)
Note
1,3
Autor
Kevin Böttger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
127
Katalognummer
V275832
ISBN (eBook)
9783656682141
ISBN (Buch)
9783656682295
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sicherheit Fankultur Sicherheitspapier Hooligans Ultras Prävention Gewalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kevin Böttger (Autor:in), 2013, Fankultur und Sicherheit in deutschen Stadien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275832
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