Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Intercultural Pedagogy

Interkulturelle Pädagogik. Multikulturalität in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern

Title: Interkulturelle Pädagogik. Multikulturalität in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 17 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Funda Uyar (Author), Fadime Kayalci (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Interkulturelle Pädagogik geht alle etwas an, sie richtet sich an Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Lehrende und Lernende. Sie versteht sich als ein Instrument der Erziehung und Bildung, welches das Miteinander der verschiedenen Kulturen fördern möchte. Bereits im Namen „Interkulturelle Pädagogik“ ist der Begriff „Kultur“ enthalten und verweist darauf, dass Kultur in der Auseinandersetzung mit dem Fremden in den Erziehungswissenschaften eine maßgebende Rolle spielt.
Außerdem ist es in unserer multi-ethnischen und multikulturellen Gesellschaft zur pädagogischen Pflicht geworden, sich der Selbstbestimmung des Menschen anzunehmen. In diesem Sinne ist die Interkulturelle Pädagogik als pädagogischer Beitrag anzusehen. Sie ist ein Weg, im Verhältnis zwischen Ausländern und Deutschen Veränderungen zu bewirken. Es ist ein Ansatz, der über das Akzeptieren und Kennenlernen unterschiedlicher Kulturen versucht, Spannungen zwischen den Gruppen abzubauen.
„Es ist als Versuch zu definieren, die Balance zwischen Integration, die weder Germanisie-rung noch kulturelle Invasion bedeuten soll, und Stärkung kultureller Identität zu halten.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung der Interkulturellen Pädagogik

3. Paradigmenwechsel

3.1. Wer gilt als „Anderer“?

3.2. Unterscheidungskriterium

3.3. Thematischer Fokus

3.4. Unterschiedskonzept

3.5. Handlungsperspektive

3.6. Handlungskonzept

4. Multikulturalität in Sozialpädagogischen Arbeitsfeldern

4.1. Vorstellung des Lidice Hauses

4.1.1. Woher stammt der Name Lidice?

4.2. Ziele der Pädagogischen Arbeit

5. Was ist interkulturelle Kompetenz?

6. Vorstellung des Projektes „ Anders als man denkt“

7. Kritik an der Interkulturellen Pädagogik

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und theoretische Fundierung der Interkulturellen Pädagogik als Antwort auf die defizitorientierte Ausländerpädagogik und beleuchtet deren praktische Anwendung anhand von Fallbeispielen in sozialpädagogischen Einrichtungen.

  • Historische Genese der Interkulturellen Pädagogik ab den 1960er Jahren
  • Paradigmatische Unterschiede zwischen Ausländerpädagogik und Interkultureller Pädagogik
  • Multikulturalität und soziale Arbeit im Lidice Haus
  • Interkulturelle Kompetenz als berufliche Schlüsselqualifikation
  • Kritische Reflexion der Konzepte und Grenzen interkultureller Bildung

Auszug aus dem Buch

3. Paradigmenwechsel

Wie in Kapitel 2 schon geschildert wurde, entstand die Interkulturelle Pädagogik als eine Reaktion auf die Ausländerpädagogik. Die beiden Pädagogien werden nun anhand von verschiedenen Merkmalen so dargestellt, dass die unterschiedliche Wahrnehmung im Umgang mit natio-ethno-kultureller Differenz deutlich werden.

Die Merkmale bilden die Unterpunkte dieses Kapitels.

3.1 Wer gilt als „Anderer“?

Die Ausländerpädagogik operiert mit einem Konzept der »Anderen«, das nur bestimmte Personen als Andere versteht. Der Andere der Ausländerpädagogik ist ein spezifischer Anderer: es ist „der/die Ausländer/in“ bzw. „der/die Migrant/in“.

„Ausländer“ ist nach § 1 Abs. 2 des Ausländergesetzes jeder, der nicht Deutscher im Sinne des Artikel 116 Absatz 1 des Grundgesetzes ist. Insofern könnte man vermuten, dass es sich bei dem Verständnis des Anderen in der Ausländerpädagogik letztlich um ein Konzept handelt, dem eine juristische Unterscheidung zugrunde liegt.

Das Verständnis der „Anderen“ der Interkulturellen Pädagogik unterscheidet sich grundlegend von dem der Ausländerpädagogik. Die Interkulturelle Pädagogik wendet sich vom Zielgruppenansatz ab. Sie geht nicht von einem spezifischen Anderen aus, sondern universalisiert den Anderen. Anderssein wird in der Interkulturellen Pädagogik als umfassendes Verhältnis verstanden: im Verhältnis zueinander sind wir einander jeweils „Andere“. Bei der Interkulturellen Pädagogik handelt sich somit um eine Pädagogik, die sich auf alle Gesellschaftsmitglieder und auf alle Handlungsbereiche bezieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Interkulturellen Pädagogik für eine multi-ethnische Gesellschaft und Zielsetzung der Arbeit.

2. Entstehung der Interkulturellen Pädagogik: Historischer Rückblick auf die Entwicklung von den 1960er Jahren bis zur Etablierung interkultureller Bildungskonzepte.

3. Paradigmenwechsel: Systematischer Vergleich der Konzepte und Umgangsweisen mit Differenz zwischen Ausländerpädagogik und Interkultureller Pädagogik.

4. Multikulturalität in Sozialpädagogischen Arbeitsfeldern: Analyse des Einflusses von Migrationsbewegungen auf die soziale Arbeit und Vorstellung des Lidice Hauses.

5. Was ist interkulturelle Kompetenz?: Definition von interkultureller Handlungskompetenz und Darstellung notwendiger persönlicher, kognitiver und sozialer Merkmale.

6. Vorstellung des Projektes „ Anders als man denkt“: Praxisbeispiel eines interkulturellen und genderbezogenen Projektes mit Jugendlichen.

7. Kritik an der Interkulturellen Pädagogik: Darstellung wissenschaftlicher Kritikpunkte bezüglich der Pädagogisierung sozialer Probleme und der Fokussierung auf den Kulturbegriff.

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit interkulturellen Lernens und dessen Grenzen gegenüber politisch-strukturellen Defiziten.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Pädagogik, Ausländerpädagogik, Paradigmenwechsel, Migrationspädagogik, Lidice Haus, Interkulturelle Kompetenz, Differenz, Soziale Arbeit, Multikulturalität, Identität, Diskriminierung, Bildung, Integration, Jugendhilfe, Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und den theoretischen Grundlagen der Interkulturellen Pädagogik sowie deren praktischer Umsetzung und kritischer Reflexion in der Sozialen Arbeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen der historische Wandel weg von der Ausländerpädagogik, die Definition interkultureller Kompetenz, Praxisbeispiele wie das Lidice Haus und die kritische Auseinandersetzung mit dem Kulturbegriff.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der pädagogische Umgang mit kultureller Differenz gewandelt hat und welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche interkulturelle Arbeit in Bildungs- und Sozialeinrichtungen nötig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle erziehungswissenschaftliche Diskurse und Studien zur interkulturellen Pädagogik ausgewertet und durch ein Praxisbeispiel illustriert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Paradigmenwechsels, die Darstellung des Arbeitsfeldes Multikulturalität, die Bestimmung interkultureller Kompetenzen sowie die konkrete Evaluation eines Jugendprojektes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind interkulturelle Pädagogik, Paradigmenwechsel, interkulturelle Kompetenz, soziale Arbeit, kulturelle Differenz und Migration.

Welche Rolle spielt das Lidice Haus in der Arbeit?

Das Lidice Haus dient als konkretes Fallbeispiel für eine Bildungseinrichtung, die ihre Arbeit an Prinzipien der interkulturellen Begegnung und Demokratieförderung ausrichtet.

Warum wird das Projekt „Anders als man denkt“ detailliert vorgestellt?

Es dient als praktischer Beleg dafür, wie Jugendliche durch gezielte Seminararbeit und künstlerische Prozesse ihre interkulturelle Kompetenz sowie ihr Verständnis für soziale Gerechtigkeit erweitern können.

Was ist die Hauptkritik an der Interkulturellen Pädagogik?

Die Kritik fokussiert sich darauf, dass durch die Pädagogisierung sozialer Probleme oft von strukturellen, politischen Ursachen der Ungleichheit abgelenkt wird und der Kulturbegriff als neues Etikett für gesellschaftliche Differenz missbraucht werden könnte.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Interkulturelle Pädagogik. Multikulturalität in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,2
Authors
Funda Uyar (Author), Fadime Kayalci (Author)
Publication Year
2012
Pages
17
Catalog Number
V275887
ISBN (eBook)
9783656689508
ISBN (Book)
9783656689485
Language
German
Tags
interkulturelle pädagogik multikulturalität arbeitsfeldern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Funda Uyar (Author), Fadime Kayalci (Author), 2012, Interkulturelle Pädagogik. Multikulturalität in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275887
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint