Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Persönlichkeitsstörungen am Beispiel von Borderline

Titel: Persönlichkeitsstörungen am Beispiel von Borderline

Hausarbeit , 2013 , 30 Seiten , Note: 1,1

Autor:in: Funda Uyar (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wir treffen täglich auf ganz unterschiedliche Menschen, die sich jeweils durch ihre ganz eigene und unverwechselbare Art und Weise auszeichnen. Die einzigartigen Konstellationen von Emotionen, Gedanken und Reaktionen des Individuums bezeichnet man als Persönlichkeit. Eine gesunde Persönlichkeit hilft dem Individuum, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden und dabei selbstbestimmt auf neue Anforderungen zu reagieren. Unter bestimmten psychosozialen und genetischen Bedingungen können Persönlichkeitszüge jedoch starr und unflexibel werden. Es entstehen Persönlichkeitsstörungen.

Die vorliegende Ausarbeitung gibt zunächst einen Überblick zur Definition, zu grundsätzlichen Kriterien zur Bestimmung und Diagnose von Persönlichkeitsstörungen, um dann näher auf die Borderline-Persönlichkeitsstörung einzugehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Definition und die Stigmatisierung

2. Historische Entwicklung

2.1 Internationale Vereinheitlichung

3. Überblick über die Persönlichkeitsstörungen

3.1 DSM – Diagnostik

3.2 ICD- Diagnostik

3.3 Entstehung von Persönlichkeitsstörungen

4. Epidemiologie

4.1. Geschlechterverteilung

4.2. Mortalität

5. Borderline

5.1 Historie der Borderline Störung und Ursprünge der Diagnose

5.2. Epidemiologie

5.2.1.Geschlechterverteilung

5.2.2.Suizidrate

5.3. Diagnose

5.3.1. nach dem DSM-IV

5.3.2. nach dem ICD-10

5.3.3 Besonderheiten bei Muslimen

5.3.4. Differentialdiagnose

5.3.5 Verlauf

5.4. Ätiologie

5.4.1 Psychoanalyse

5.4.2. Kognitive Verhaltenstherapie

5.5. Therapie

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen fundierten Überblick über das klinische Bild der Persönlichkeitsstörungen zu geben, mit besonderem Fokus auf die Borderline-Persönlichkeitsstörung. Dabei werden sowohl die historische Entwicklung als auch moderne diagnostische Kriterien und ätiologische Erklärungsmodelle analysiert, um ein besseres Verständnis für die Arbeit mit betroffenen Klienten im sozialarbeiterischen Kontext zu schaffen.

  • Definition und historische Entwicklung von Persönlichkeitsstörungen
  • Diagnostische Klassifikationssysteme (DSM-IV und ICD-10)
  • Epidemiologie und Suizidrisiko
  • Besonderheiten und kulturelle Aspekte (z.B. bei muslimischen Patienten)
  • Ätiologische Modelle (Psychoanalyse und Kognitive Verhaltenstherapie)

Auszug aus dem Buch

5.1 Historie der Borderline Störung und Ursprünge der Diagnose

Das Störungsbild des Borderline- Sydroms ist keine Neuheit und auch keine Modeerscheinung.1884 wurde der Begriff Borderline(damals „boderland“) von Hughes erwähnt und ist somit älter als jener der Schizophrenie (1907).

Der Begriff Borderline stammt daher, dass die Störung früher an der Grenze zwischen Neurose und Psychose angesiedelt wurde. Zu Beginn der Zeittafel der BPS entstanden eben diese zwei verschiedenen Strömungen. Die eine Strömung ordnete die heute Borderline Störungen genannten den Psychopathien zu. Ein wichtiger Vertreter der anderen Richtung war Freud. Er rechnete die Borderline Störung zu den Hysterien. Damals war der Begriff der Hsyterien im Volksmund viel weiter gefasst als heutzutage. Freud selbst benutzte zwar nicht den Begriff der Borderline Störung, unterschied jedoch in leichte und schwere Formen der Hysterie. Es wird deutlich, dass die BPS damals zwar schon existierte, jedoch noch anders beschrieben wurde. Ein Beispiel hierfür ist aus Kraepelins berühmten Lehrbuch über die Hysterie von 1915: „Die Kranken tun wichtig, spielen sich auf, suchen die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, sind vorlaut, frech…oder sie drücken sich gewählt, in hochtrabenden Wendungen aus. Ihre Beziehungen zum Arzte suchen sie sofort persönlich zu gestalten, sei es daß sie ihn als Feind und Unterdrücker behandeln, sei es, daß sie ihn zum Seelenfreunde erwählen; oft genug wechselt die Färbung dieser Beziehung ganz unvermittelt“ (Dultz et al 1995:4). (Vgl. Hautzinger et al 2008: 138, Dutz et al 1995: 3-4)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition und die Stigmatisierung: Einführung in die Begrifflichkeiten von Persönlichkeitsstörungen und eine kritische Auseinandersetzung mit der historisch stigmatisierenden Verwendung des Begriffs Psychopathie.

2. Historische Entwicklung: Darstellung der Entwicklung psychiatrischer Konzepte von der Frühzeit bis zur Etablierung moderner Klassifikationssysteme wie ICD und DSM.

3. Überblick über die Persönlichkeitsstörungen: Erläuterung der diagnostischen Struktur im DSM-IV und ICD-10 sowie der ätiologischen Modelle zur Entstehung von Persönlichkeitsstörungen.

4. Epidemiologie: Zusammenfassung der Häufigkeitsraten sowie geschlechtsspezifischer Unterschiede und mortalitätsrelevanter Aspekte bei Persönlichkeitsstörungen.

5. Borderline: Detaillierte Betrachtung des Borderline-Syndroms, inklusive Historie, diagnostischer Kriterien, kultureller Besonderheiten, Verlauf, Ätiologie und therapeutischer Ansätze.

Schlüsselwörter

Persönlichkeitsstörung, Borderline, DSM-IV, ICD-10, Diagnostik, Ätiologie, Suizidrisiko, Psychoanalyse, Kognitive Verhaltenstherapie, Stigmatisierung, Affektive Instabilität, Komorbidität, Objektbeziehungstheorie, Psychopathologie, Sozialarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das komplexe Thema der Persönlichkeitsstörungen mit einem speziellen Fokus auf die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) und deren Relevanz für die praktische Sozialarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung, die diagnostischen Kriterien gemäß DSM-IV und ICD-10, die epidemiologischen Daten, ätiologische Erklärungsmodelle sowie therapeutische Ansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein fachlich fundiertes Verständnis über Persönlichkeitsstörungen zu vermitteln, um im professionellen Kontext (z.B. in der psychiatrischen Klinik) empathisch und kompetent mit Betroffenen arbeiten zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der systematischen Zusammenfassung aktueller klinischer Klassifikationssysteme und psychologischer Fachtheorien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostischen Grundlagen, die Entstehungsmodelle von Persönlichkeitsstörungen, epidemiologische Aspekte sowie die spezifische Betrachtung des Borderline-Syndroms hinsichtlich Diagnose, Verlauf und Therapie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Borderline, Diagnostik, Ätiologie, Psychopathologie und therapeutische Interventionen im klinischen Umfeld charakterisiert.

Warum wird im Dokument explizit auf "Besonderheiten bei Muslimen" eingegangen?

Da die Arbeit im Kontext eines geplanten Praktikums in Istanbul verfasst wurde, wird beleuchtet, wie kulturelle Einflüsse die Symptombandbreite und das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Patient und Familie prägen können.

Welche Rolle spielt die Psychoanalyse in den Erklärungsmodellen?

Die Psychoanalyse, insbesondere durch Otto Kernberg, erklärt die Borderline-Störung durch die Objektbeziehungstheorie, bei der eine gestörte Identitätsbildung und der Abwehrmechanismus der "Spaltung" im Zentrum stehen.

Was bedeutet das Stigmatisierungsproblem bei Persönlichkeitsstörungen?

Im Gegensatz zu anderen Störungen, bei denen einzelne Episoden als störend wahrgenommen werden, trifft die Diagnose der Persönlichkeitsstörung das Individuum als Ganzes, was zu einer tiefgreifenden Identitätszuschreibung führt.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Persönlichkeitsstörungen am Beispiel von Borderline
Hochschule
Hochschule Bremen
Note
1,1
Autor
Funda Uyar (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
30
Katalognummer
V275888
ISBN (eBook)
9783656688983
ISBN (Buch)
9783656688976
Sprache
Deutsch
Schlagworte
persönlichkeitsstörungen beispiel borderline
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Funda Uyar (Autor:in), 2013, Persönlichkeitsstörungen am Beispiel von Borderline, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275888
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  30  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum