Die Verbreitung von Anglizismen weltweit ist heutzutage ein umstrittenes Thema. Sogar die sehr lange Zeit resistente chinesische Sprache hat mittlerweile englische Wörter wie Aids, Bar oder Skyscraper aufgenommen. Längst gibt es warnende Meinungen, die auch einen Verfall der deutschen Sprache und Kultur befürchten.
Auch die Pressesprache ist von dieser Entwicklung betroffen. Journalisten wollen aktuell und interessant schreiben, deswegen benutzen sie sehr häufig aus dem Englischen entlehnte Wörter.
In dieser Arbeit hat die Autorin eine Pressewortschatzuntersuchung durchgeführt. Um Pressewortschatz „für Erwachsene“ zu repräsentieren und zu analysieren, wurde das Magazin „Focus“ ausgewählt. Was die „Zeitschrift der Jugend“ angeht, fiel die Wahl auf „Bravo“.
Da die Anzahl der Wörter, Struktur, Themenbereiche, Seitenanzahl, Verfügbarkeit von Bildern oder Fotos usw. in diesen zwei Zeitschriften sich sehr unterscheiden, war es unmöglich sie auf eine und die gleiche Art und Weise zu untersuchen. Aus diesem Grund werden in Focus einzelne Artikeln untersucht, in der Bravo jedoch einige Ausschnitte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Erklärung zu Anglizismus.
3. Anglizismen in Pressesprache am Beispiel des „FOCUS“.
3.1 Vorbemerkung
3.2 Das Magazin FOCUS
4. Anglizismen in der Jugendpresse am Beispiel „Bravo“
4.1 Vorbemerkung
4.2 Die Jugendzeitschrift Bravo
5. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss und die Verbreitung von Anglizismen in der modernen deutschen Pressesprache anhand des Nachrichtenmagazins "Focus" und der Jugendzeitschrift "Bravo", um zu analysieren, wie englische Lehnwörter in unterschiedlichen Zielgruppenmedien aufgenommen und verwendet werden.
- Definition und Kategorisierung von Anglizismen
- Analyse des Anglizismen-Gebrauchs im Nachrichtenmagazin "Focus"
- Untersuchung des Einflusses der englischen Sprache auf die Jugendpresse am Beispiel der "Bravo"
- Vergleich der Sprachverwendung in verschiedenen Medientypen
- Diskussion über die Auswirkungen auf die deutsche Sprache
Auszug aus dem Buch
3.1 Vorbemerkung
Als Ausgangspunkt einer sprachlichen Untersuchung und Beobachtung bietet sich die Pressesprache besonders an, denn sie als sicherer Anzeiger für aktuelle sprachliche Veränderungen zählen kann. Die Erklärung dafür ist die Tatsache, dass Zeitungen und Zeitschriften alle Gebiete des täglichen Lebens behandeln, wie zum Beispiel Politik, wissenschaftliche und technische Errungenschaften, Kultur, Unterhaltung, usw.
Die gegenwartsbezogene Presse dokumentiert öffentlichen und standardsprachlichen Sprachgebrauch und den aktuellen Zustand des Lexikons sowie Tendenzen im Gebrauch und in der Verbreitung von Anglizismen. Die Pressesprache kann demnach als Indikator für Anglizismengebrauch im Deutschen angesehen werden (Krause-Braun, 2002, S. 155).
Die Sprache der Zeitungsleser, Radiohörer und Fernsehzuschauer wird stark von der in den Medien gepflegten Sprache geprägt. Es ist zwar ein umstrittenes Thema, ob die Einflussnahme von Radio und Fernsehen dominanter ist, jedoch ist es zweifellos so, dass die Wirkung des gedruckten Wortes beständiger erscheint als die des gesprochenen.
Die meisten Anglizismen erscheinen zuerst in der Presse und erst dann landen sie in der Umgangssprache. Außerdem ist es fast unmöglich für die Journalisten, für jeden neuen Begriff aus dem Englischen eine passende und adäquate Übersetzung oder ein Äquivalent zu finden, schon wegen des Zeitdrucks. Somit werden diese Ausdrücke, Bezeichnungen oder Begriffe unter dem Motto „interessant, modern und innovativ sein“ einfach unübersetzt übernommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert den Einfluss fremder Sprachen auf das Deutsche und begründet die Auswahl der Medien "Focus" und "Bravo" für die Untersuchung des Anglizismengebrauchs.
2. Erklärungen zu Anglizismus: Das Kapitel definiert den Begriff Anglizismus, beleuchtet die Hintergründe der Entlehnung und präsentiert eine Klassifikation der Entlehnungsarten nach Wenliang Yang.
3. Anglizismen in Pressesprache am Beispiel des „FOCUS“: Hier wird der Gebrauch von Anglizismen in fünf Rubriken des Magazins "Focus" analysiert und in tabellarischer Form dargestellt.
4. Anglizismen in der Jugendpresse am Beispiel „Bravo“: Dieses Kapitel thematisiert die Rolle der englischen Sprache in der Jugendkultur und zeigt auf, dass Anglizismen dort bereits fest als Teil der Sprache verankert sind.
5. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert das Spannungsfeld zwischen sprachlicher Entwicklung durch Globalisierung und dem Bewahren der deutschen Identität.
Schlüsselwörter
Anglizismen, Pressesprache, Globalisierung, Lehnwörter, Focus, Bravo, Sprachwandel, Medien, Jugendpresse, Fremdwort, Anglizismen-Index, Sprachökonomie, Entlehnung, Jugendkultur, Deutsche Sprache.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbreitung und Nutzung von englischen Lehnwörtern, sogenannten Anglizismen, innerhalb der deutschen Medienlandschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der linguistischen Definition von Anglizismen, deren Verwendung im Nachrichtenjournalismus und ihrem Einfluss auf die Sprache der Jugend.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Anglizismengebrauch anhand konkreter Beispiele aus den Zeitschriften "Focus" und "Bravo" zu vergleichen und zu analysieren, wie diese Begriffe das Sprachbild verändern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin führt eine empirische Analyse von ausgewählten Zeitschriftenartikeln durch und klassifiziert die gefundenen Anglizismen anhand des Schemas von Wenliang Yang.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition, die tabellarische Auswertung der "Focus"-Artikel nach Kategorien sowie eine qualitative Betrachtung der sprachlichen Einflüsse bei der Jugendzeitschrift "Bravo".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Anglizismen, Sprachwandel, Medien, Entlehnung, Globalisierung und Sprachökonomie.
Warum unterscheidet sich die Nutzung von Anglizismen zwischen "Focus" und "Bravo"?
Der "Focus" verwendet Anglizismen primär zur Benennung von Fachbegriffen oder modernen Innovationen, während sie in der "Bravo" ein fester, oft unreflektierter Bestandteil der jugendlichen Identität und Gruppensprache sind.
Welche Rolle spielt die Globalisierung für das Thema der Arbeit?
Die Globalisierung wird als Haupttreiber für den Zuwachs an Anglizismen identifiziert, da Begriffe aus Politik, Wirtschaft und Technik oft direkt aus dem englischsprachigen Raum übernommen werden.
Kommt die Autorin zu dem Schluss, dass Anglizismen die deutsche Sprache zerstören?
Nein, die Autorin plädiert für einen bewussten Umgang, erkennt aber an, dass Anglizismen zur modernen Kommunikation gehören und eine Rückkehr zu rein deutschen Begriffen in vielen Bereichen unmöglich ist.
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- Julia Basakina (Autor), 2012, Anglizismen in der modernen deutschen Pressesprache an Material aus „Focus“ und „Bravo“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275906