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US-amerikanische Förderung für Kolumbien. Der Ausweg aus der defekten Demokratie?

Título: US-amerikanische Förderung für Kolumbien. Der Ausweg aus der defekten Demokratie?

Trabajo Escrito , 2014 , 19 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Sarah Bastemeyer (Autor)

Política - Región: Centro y Sur América
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Lateinamerika hat sich in den vergangenen dreißig Jahren zu einer demokratischen Region entwickelt. Die Qualität der hier beheimateten Demokratien ist jedoch begrenzt.
Die vorliegende Hausarbeit betrachtet daher, im Rahmen einer qualitativen Fallstudie, ein ausgewähltes Land dieser Region. Beispielhaft für eine Demokratie mit „beschränkter Qualität“ soll hier eine der, in offizieller Lesart, ältesten Demokratien Lateinamerikas beleuchtet werden: Kolumbien. Der Zusatz „in offizieller Lesart“ ist unter anderem nötig, da „[…] das Land [obwohl es] fast immer von verfassungsmäßig zustande gekommenen Regierungen geleitet wurde, […] seit über 60 Jahren Schauplatz blutiger Kämpfe [ist] und in Bezug auf seine Gesellschaft […] häufig von Gewalt als historisch-kultureller Konstante die Rede [ist].“ Unter anderem sind es also diese negativen historischen Entwicklungen, die dazu führen, dass Kolumbien als defekte Demokratie erachtet wird (weitere Gründe werden in der Ausarbeitung an späterer Stelle thematisiert).
Im Folgenden soll die internationale Dimension von Demokratisierungsprozessen am Beispiel Kolumbiens in den Blick genommen werden. In den Fokus wird hierbei die politische Gestaltung der Demokratieförderung durch internationale Akteure gestellt. Im Falle Kolumbiens wird die Rolle der internationalen Akteure insbesondere durch die USA besetzt. Diese engagiert sich vor Ort seit Jahren mit Hilfe von verschiedenen Strategien und Maßnahmen im Rahmen der Demokratieförderung.
Nachfolgend sollen somit die US-Strategien und Maßnahmen zur Demokratieförderung in Kolumbien betrachtet werden. Erarbeitet wird dies anhand der Forschungsfrage, inwiefern die US- amerikanische Demokratieförderung einen Ausweg aus Kolumbiens defekter Demokratie bietet.
Einleitend wird anhand bestehender Defizite aufgezeigt, weshalb Kolumbien als defekte Demokratie gesehen werden muss. Im Folgenden werden die Akteure der Demokratieförderung mit ihren Strategien und Maßnahmen zur Bekämpfung der Defizite betrachtet. Abschließend wird im Rahmen einer Schlussbetrachtung ein Fazit erarbeitet, in dem die oben dargestellte Forschungsfrage beantwortet wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kolumbien als defekte Demokratie? Defizite

2.1 Bürgerkrieg

2.2 Menschenrechtsverletzungen

2.3 Instabilität der demokratischen Institutionen

2.4 Soziale Konflikte und defizitäre Sozialordnung

2.5 Drogenökonomie

3 Demokratieförderung

3.1 Akteure

3.2 Strategien

3.3 Maßnahmen

3.3.1 USAID-Programme

3.3.1.1 Rechtsstaatlichkeit

3.3.1.2 Institutionen mit demokratischer und verantwortlicher Regierungsführung

3.3.1.3 Politische Freiheit und Wettbewerb

3.3.1.4 Bürgerbeteiligung und Fürsprache

3.3.1.5 Sonstige Maßnahmen

3.3.2 Plan Colombia

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht in Form einer qualitativen Fallstudie, inwiefern die Demokratieförderung durch die USA einen Ausweg aus der als defekt eingestuften Demokratie Kolumbiens bieten kann.

  • Analyse der strukturellen demokratischen Defizite in Kolumbien (Bürgerkrieg, Menschenrechte, Institutionen).
  • Untersuchung der Rolle und Strategien der USA bei der Demokratieförderung vor Ort.
  • Detaillierte Betrachtung der USAID-Programme und deren Umsetzung in verschiedenen Handlungsfeldern.
  • Kritische Evaluation des "Plan Colombia" als US-geführtes Interventionsinstrument.
  • Reflexion über die Grenzen externer Demokratieförderung und die Notwendigkeit eigenständiger nationaler Entwicklungen.

Auszug aus dem Buch

3.3.1.1 Rechtsstaatlichkeit

Unter diesen Oberbegriff fallen unter anderem Maßnahmen, die zur Verbesserung der aus Kapitel „2 Kolumbien als defekte Demokratie? Defizite“ bekannten Probleme, der Menschenrechtsverletzungen (Defizit s. Kapitel 2.2) und des fragwürdigen Justizsystems (Defizit s. Kapitel 2.3) beitragen sollen.

Daher fördert USAID einen respektvollen Umgang mit den Rechten aller Menschen in Kolumbien, um somit Gewalt vorzubeugen (bspw. durch Unterstützung für das „National Ombudsman`s Early Warning System“). Desweiteren streben sie an, gefährdete Menschen zu schützen (bspw. durch das „Ministry of Interior`s National Protection Unit“), Verstöße zu verfolgen (bspw. durch das „Attorney General`s Office“), die Bürger darin zu unterstützen, Beschwerden auszusprechen und vorzulegen sowie das Recht von Minderheiten zu schützen. Zusätzlich zu diesen eigenständigen Initiativen unterstützt USAID die Regierung Kolumbiens in ihren Bemühungen, Opfern von Sexualstraftaten Zugang zum Rechtssystem sowie weitere Unterstützungen zu gewährleisten. Um eine Strafverfolgung zu garantieren, sieht die USAID den garantierten Zugang zu einer justiziellen Gerechtigkeit, neben dem Schutz der Menschenrechte, als grundlegende Aufgaben eines funktionellen, demokratischen Staates an. Dementsprechend versuchen sie die Korruption im Justizsektor zu bekämpfen und die teilweise vorherrschende Kultur der Straflosigkeit (insb. in ländlichen Gegenden) zu bekämpfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und definiert Kolumbien als Fallbeispiel für eine defekte Demokratie in Lateinamerika, deren internationale Dimension durch die USA betrachtet wird.

2 Kolumbien als defekte Demokratie? Defizite: Dieses Kapitel arbeitet die zentralen Hindernisse wie Bürgerkrieg, Menschenrechtsverletzungen und institutionelle Instabilität heraus, die den demokratischen Status des Landes gefährden.

3 Demokratieförderung: Dieser Hauptteil analysiert die Akteure, Strategien und konkreten Maßnahmen (insb. USAID-Programme und Plan Colombia), mit denen die USA versuchen, auf die kolumbianische Demokratie einzuwirken.

4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die US-amerikanische Demokratieförderung als potenzielle Hilfestellung, betont jedoch, dass nachhaltige Demokratie nur durch den Staat selbst entstehen kann.

Schlüsselwörter

Kolumbien, Demokratieförderung, defekte Demokratie, USA, USAID, Plan Colombia, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, Bürgerkrieg, Drogenökonomie, Good Governance, Institutionen, Transformation, politische Beteiligung, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich kritisch mit der Rolle der USA bei der Förderung demokratischer Strukturen im krisengeschüttelten Kolumbien auseinander.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der spezifischen demokratischen Defizite Kolumbiens und der Untersuchung US-amerikanischer Interventionsstrategien, wie USAID-Programmen und dem Plan Colombia.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Forschungsfrage zu klären, inwiefern die US-amerikanische Unterstützung einen tatsächlichen Ausweg aus den bestehenden demokratischen Defiziten Kolumbiens ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Fallstudie, die durch eine Literaturanalyse der aktuellen politischen Situation und der internationalen Demokratieförderung gestützt wird.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Probleme wie Bürgerkrieg und Drogenökonomie sowie eine detaillierte Auswertung der USAID-Maßnahmen und des militärisch geprägten Plan Colombia.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Demokratieförderung, defekte Demokratie, US-Außenpolitik, USAID, Menschenrechte und Good Governance.

Warum wird Kolumbien als "defekte Demokratie" bezeichnet?

Aufgrund des langjährigen Bürgerkriegs, der Abwesenheit staatlicher Kontrolle in Teilen des Landes, systemischer Korruption und gravierender Menschenrechtsverletzungen sind die demokratischen Strukturen nur eingeschränkt funktionsfähig.

Wie bewertet die Autorin den "Plan Colombia"?

Der Plan wird als durchwachsen bewertet, da er zwar militärische Ziele verfolgte, jedoch die Drogenökonomie kaum dauerhaft schwächen konnte und die zivile Bevölkerung stark unter den Auswirkungen litt.

Kann Demokratie von außen exportiert werden?

Die Autorin argumentiert, dass Demokratie nicht oktroyiert werden kann, sondern eine eigenständige Entwicklung des betroffenen Staates und seiner Bevölkerung erfordert, bei der externe Akteure lediglich unterstützend wirken sollten.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
US-amerikanische Förderung für Kolumbien. Der Ausweg aus der defekten Demokratie?
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg
Curso
Die internationale Dimension von Demokratisierung
Calificación
2,0
Autor
Sarah Bastemeyer (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
19
No. de catálogo
V275973
ISBN (Ebook)
9783656689188
ISBN (Libro)
9783656689195
Idioma
Alemán
Etiqueta
us-amerikanische förderung kolumbien ausweg demokratie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sarah Bastemeyer (Autor), 2014, US-amerikanische Förderung für Kolumbien. Der Ausweg aus der defekten Demokratie?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275973
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