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Preisdiskriminierung als Mittel zur Abschöpfung der Konsumentenrente

Title: Preisdiskriminierung als Mittel zur Abschöpfung der Konsumentenrente

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 17 Pages , Grade: 1,25

Autor:in: Susanne Klasen (Author)

Economics - Micro-economics
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Ganz ähnlich, wie der einzelne Mensch bei Vorliegen von Knappheit nicht mehr alles haben kann, führt die Existenz einer Vielzahl von Menschen dazu, daß nicht mehr alle Menschen alles haben können. Sie sind gezwungen, sich damit zu beschäftigen, „wer was bekommt. Hier betritt man das Gebiet der Diskriminierung; kein Weg führt daran vorbei.“1 Diese besonders treffenden Worte der Autoren des Fachbuches „Neue Mikroökonomik“ sollen die folgende Arbeit zur Thematik der Preisdiskriminierung einleiten. Im Zuge der wachsenden Globalisierung und Internationalisierung ist zu beobachten, daß Märkte enger werden, vor allem aber Preise zunehmend an Transparenz gewinnen, wozu sicher insbesondere auch die Nutzung neuerer Medien wie das Internet in entscheidendem Maße beiträgt. Einige Definitionen zur Verdeutlichung der Begrifflichkeiten sollen vorangestellt sein, dabei wird den Fragen nachgegangen werden: • Was ist Preisdiskriminierung? • Wie ist eine Nachfragekurve definiert? • Was versteht man unter dem Begriff der Konsumentenrente? Hauptgegenstand der Arbeit wird es sein, die Preisdiskriminierung als ein Mittel zur Abschöpfung der Konsumentenrente näher zu betrachten. Ferner werden die Voraussetzungen, die eine Preisdiskriminierung erst ermöglichen, beschrieben, aber auch die unterschiedlichen Arten beziehungsweise Formen, die es dabei geben kann. Bei der vorbereitenden Recherche und Literaturbeschaffung war schnell festzustellen, daß der volkswirtschaftliche Hintergrund der zu besprechenden Problematik in vielfältiger Weise in der Literatur nachzulesen ist. Einige Bücher und Fachzeitschriften gehen dabei über die bloße Darstellung der Preisdiskriminierung hinaus. So ist die Schilderung praktischer Beispiele bezüglich des Verstoßes gegen das Preisdiskriminierungsverbot von erheblichem Interesse und soll in diesem Zusammenhang Erwähnung finden. Gerade auch, was kartellrechtlichen Hintergründe im Rahmen der Preisdiskriminierung betrifft, tauchen namhafte Unternehmen wie die Bahn, Post aber auch Microsoft häufig auf. Das Prinzip, Preise zu bündeln (Preisbündelung), unterliegt zum Beispiel der Mißbrauchsaufsicht durch die Kartellbehörden, da dies der Ausweitung von Monopol- oder Oligopolstellungen förderlich sein kann. [...] 1 vgl. Weise, Brandes, Eger, Kraft; Neue Mikroökonomik, S. 16

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Gliederung

1. Einleitung

2. Die Preisdifferenzierung im Marktstrukturschema und Definitionen

2.1 Einbindung der Preisdiskriminierung in das Marktstrukturschema

2.2 Definitionen

2.2.1 Was ist Preisdiskriminierung?

2.2 2 Die Nachfragekurve

2.2.3 Der Begriff der Konsumentenrente

3. Die Preisdiskriminierung als Mittel zur Abschöpfung der Konsumentenrente

3.1 Voraussetzungen für Preisdiskriminierung

3.2 Pigousche Preisdiskriminierungsmodelle

3.2.1 Preisdiskriminierung ersten Grades

3.2.2 Preisdiskriminierung zweiten Grades

3.2.3 Preisdiskriminierung dritten Grades

3.3 Die Abschöpfung der Konsumentenrente

4. Beurteilung und Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das ökonomische Konzept der Preisdiskriminierung unter besonderer Berücksichtigung ihrer Funktion als Instrument zur Abschöpfung der Konsumentenrente durch den Anbieter. Dabei wird analysiert, unter welchen Voraussetzungen Preisdiskriminierung möglich ist und wie sich die verschiedenen nach Pigou klassifizierten Grade der Preisdifferenzierung auf die Marktdynamik auswirken.

  • Grundlagen der Preisdiskriminierung und ihre Einordnung in das Marktstrukturschema
  • Definition zentraler Begriffe wie Nachfragekurve und Konsumentenrente
  • Detaillierte Analyse der Pigou-Modelle (erster, zweiter und dritter Grad)
  • Diskussion wettbewerbspolitischer Aspekte und kartellrechtlicher Implikationen
  • Bewertung der Wohlfahrtseffekte von Preisdiskriminierungsstrategien

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Preisdiskriminierung ersten Grades

Die Preisdifferenzierung ersten Grades, auch sogenannte perfekte Preisdifferenzierung genannt, ist dadurch charakterisiert, daß der Anbieter die gesamte Konsumentenrente abschöpft. Bei dieser „Maximalbepreisung“ ist der Käufer bzw. Konsument indifferent zwischen Kauf, also Abnahme der Ware und Nichtkauf. Unterschiedliche Einheiten eines Gutes werden zu unterschiedlichen Preisen verkauft, die sich wiederum je nach Käufergruppe voneinander unterscheiden können. Ein perfekt preisdiskriminierender Anbieter wird sich dementsprechend das Ziel setzen, jede Einheit des Gutes zum höchsten Preis zu verkaufen, der sich dafür erzielen läßt, das heißt zum „Vorbehaltspreis jedes Konsumenten“23.

Der Monopolist muß die Ausbringungsmenge produzieren, bei der der Preis = dem Niveau der Grenzkosten ist. Ist der Preis > Grenzkosten, heißt dies, es gäbe jemandem, der bereit ist, einen höheren Preis zu bezahlen, als nötig wäre, um eine zusätzliche Outputeinheit zu produzieren. Ebenso wie auf einem Konkurrenzmarkt wird die Summe aus Produzenten- und Konsumentenrente maximiert. Die gesamte Rente fällt in diesem Falle jedoch ausschließlich dem Anbieter zu.24 In der Realität ist diese Form der Preisdifferenzierung kaum anzutreffen, da die dafür notwendigen Bedingungen selten alle gleichermaßen erfüllt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz der Preisdiskriminierung in einem globalisierten Marktumfeld und stellt die zentralen Fragestellungen und Zielsetzungen der Untersuchung vor.

2. Die Preisdifferenzierung im Marktstrukturschema und Definitionen: Das Kapitel verortet das Konzept im Marktstrukturschema und definiert für die Arbeit essenzielle Begriffe wie Preisdiskriminierung, Nachfragekurve und Konsumentenrente.

3. Die Preisdiskriminierung als Mittel zur Abschöpfung der Konsumentenrente: Hier werden die Voraussetzungen für Preisdiskriminierung sowie die theoretischen Modelle nach Pigou (erster bis dritter Grad) detailliert analysiert und deren Zielsetzung zur Rentenabschöpfung beleuchtet.

4. Beurteilung und Schlusswort: Das abschließende Kapitel bewertet Preisdiskriminierung unter ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten und diskutiert die wettbewerbspolitischen Konsequenzen.

Schlüsselwörter

Preisdiskriminierung, Preisdifferenzierung, Konsumentenrente, Monopolmacht, Marktstrukturschema, Nachfragekurve, Grenznutzen, Arbitrage, Preisbündelung, Pigou, Wohlfahrtseffekte, Preiselastizität, Angebotsdifferenzierung, Wettbewerbspolitik, Gruppenpreise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen durch Preisdiskriminierung ihre Marktmacht nutzen, um die Konsumentenrente der Käufer abzuschöpfen und in eigenen Gewinn umzuwandeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die theoretische Einordnung der Preisdiskriminierung, ihre verschiedenen Grade gemäß der Pigou-Klassifikation sowie die damit verbundenen wohlfahrtsökonomischen Auswirkungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Wirkungsweise der Preisdiskriminierung als Instrument der Gewinnmaximierung durch die systematische Abschöpfung der Konsumentenrente darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen mikroökonomischen Analyseansatz, basierend auf einer umfassenden Literaturrecherche, um die theoretischen Modelle der Preisdifferenzierung zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich den Voraussetzungen für Preisdiskriminierung, den drei Graden nach Pigou inklusive praktischer Beispiele wie Preisbündelung und Gruppenpreisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Preisdiskriminierung, Konsumentenrente, Monopolmacht, Preiselastizität und die Pigou-Klassifikation.

Was unterscheidet die Preisdiskriminierung ersten Grades von anderen Formen?

Bei der Diskriminierung ersten Grades (perfekte Preisdifferenzierung) schöpft der Anbieter die gesamte Konsumentenrente ab, indem er jede Einheit zum individuellen Vorbehaltspreis des Käufers verkauft.

Welche Rolle spielt die Preisbündelung im Kontext der Arbeit?

Die Preisbündelung wird als praktische Form der Preisdiskriminierung zweiten Grades identifiziert, die es dem Anbieter ermöglicht, die Zahlungsbereitschaft von Kunden mit heterogenen Präferenzen besser auszunutzen.

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Details

Title
Preisdiskriminierung als Mittel zur Abschöpfung der Konsumentenrente
College
Hamburg University of Ecomomy and Policy
Course
Vorlesung, Seminar
Grade
1,25
Author
Susanne Klasen (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V27600
ISBN (eBook)
9783638296052
Language
German
Tags
Preisdiskriminierung Mittel Abschöpfung Konsumentenrente Vorlesung Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Klasen (Author), 2002, Preisdiskriminierung als Mittel zur Abschöpfung der Konsumentenrente, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27600
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