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Ökozidfaktoren und deren Zusammenwirken am Beispiel der Sahelkrise

Titre: Ökozidfaktoren und deren Zusammenwirken am Beispiel der Sahelkrise

Essai , 2010 , 8 Pages , Note: 5.5

Autor:in: Nina Schweizer (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Météorologie, Aéronomie, Climatologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Dürreperiode, die in den 70er Jahren die Sahelzone heimgesucht hat, löste eine lang andauernde Krise aus. Die daraus resultierende Desertifikation zwang viele Menschen ihre Lebensweise aufzugeben und in andere Regionen zu ziehen, vor allem in die Städte. Wie bei anderen Ökoziden, bewegten sich in diesem Fall Menschen aufgrund veränderter Umweltbedingungen von einem Gebiet weg. Inwiefern nun diese Veränderungen anthropogenen Ursprungs sind, soll im einem ersten Punkt anhand von verschiedenen Faktoren ermittelt werden, welche in einem zweiten Schritt den (untenstehenden) Ökozidfaktoren zugeordnet werden sollen.

Ökozidfaktoren:
1) Umweltschäden durch Umweltnutzung
2) Freundliche Handelspartner
3) Feindliche Nachbarn
4) Externe Veränderungen
5) Reaktion der Gesellschaft auf die Umweltveränderungen

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Der Ursachenkomplex der Sahelkrise

2.1 Klimatische Bedingungen

2.2 Die Nutzung der Sahelzone

2.2.1 Traditionelle Nutzungssysteme

2.2.2 Nutzung der Sahelzone nach der Dürre der 70er

2.2.3 Cash Crops und Wirtschaftsbeziehungen

2.2.4 Energieversorgung

2.2.5 Entwicklungshilfe

2.2.6 Landflucht und Verstädterung

3 Ökozidfaktoren in der Sahelzone

3.1 Umweltschäden durch Umweltnutzung

3.2 Freundliche Handelspartner

3.3 Feindliche Nachbarn

3.4 Externe Veränderungen

3.5 Reaktion der Gesellschaft auf die Umweltprobleme

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen der Sahelkrise der 1970er Jahre, um zu ermitteln, inwiefern die Desertifikation und die damit verbundene soziale Krise anthropogen bedingt sind und wie verschiedene Einflussfaktoren zu einem ökozidalen Prozess zusammenwirken.

  • Klimatische Variabilität und Dürreereignisse
  • Wandel von traditionellen zu intensiven Nutzungssystemen
  • Einfluss von Entwicklungshilfe und globalen Wirtschaftsstrukturen
  • Sozioökonomische Folgen wie Landflucht und Verstädterung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Traditionelle Nutzungssysteme

Um die Nutzung der Sahelzone als Ursachefaktor zu untersuchen, muss man bis vor die Kolonialzeit zurückgreifen, nämlich, als Nomaden und sesshafte Bauern die Region nach traditionellen Bewirtschaftungsformen nutzten und zusammenarbeiteten (Montgomery 2007, 166). Vor der Regenzeit konnten die Nomaden das Land der Bauern als Grasland benützen während die Farmer vom Viehdünger profitierten. Sobald der Regen kam, zogen die Nomaden dann in den Norden. Gemeinsam hatten sie Strategien zur Überstehung von Krisen entwickelt, welche auf gegenseitige Hilfe bei temporär ungünstigen Bedingungen basierten (Knox und Marston 2001, 223). Die traditionelle Nutzung war also nicht nur ökologisch nachhaltig, sondern gewährleistete das Überleben während Krisenzeiten.

Die mit der Kolonisation einhergehende Grenzziehung erschwerte das Funktionieren dieser sozialen Beziehungen und die neu auferlegten Steuern zwangen Bauern auf die Cash Crop Produktion, die Nomaden auf eine „Berufsweidewirtschaft“ (Gebhart und Reuber 2007, 625) umzusteigen oder ihre wirtschaftliche Tätigkeit zu intensivieren (Montgomery 2007, 166). Da die geringe Produktivität der Vegetation der Sahelzone eine sehr extensive Weidewirtschaft erfordert (Schultz 1988: 248), mussten viele Nomaden ihr Gebiet in Richtung Süden ausdehnen, was Konflikte mit den sesshaften Bauern zur Folge hatte (Laube und Rossé 2002, 112). Die Intensivierung des Ackerbaus und die Vergrösserung der Viehbestände fanden aber auch nach der Unabhängigkeit der betroffenen Staaten kein Ende. Grund dafür war eine starke Bevölkerungszunahme, die vor allem zwischen 1930 und 1970 begann (Montgomery 2007, 166).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Sahelkrise als Folge eines Zusammenspiels von ökologischen Veränderungen und menschlichem Handeln vor und definiert das Ziel der Arbeit, diese Einflüsse zu systematisieren.

2 Der Ursachenkomplex der Sahelkrise: Dieses Kapitel analysiert detailliert klimatische Faktoren, den Wandel der Landnutzung, ökonomische Zwänge sowie die Rolle der Entwicklungshilfe und Urbanisierung als treibende Kräfte der Krise.

3 Ökozidfaktoren in der Sahelzone: Hier werden die vorangegangenen Erkenntnisse in fünf definierte Ökozidfaktoren eingeordnet, um die Komplexität der Umweltzerstörung im Sahel strukturiert darzustellen.

4 Zusammenfassung: Das Fazit bestätigt, dass die Sahelkrise primär durch die Kombination aus menschlichen Tätigkeiten und klimatischen Extremen zu einem ökozidalen Zustand eskalierte.

Schlüsselwörter

Sahelkrise, Desertifikation, Ökozid, Klimaschwankungen, Landnutzung, Nomadismus, Cash Crops, Bevölkerungszunahme, Entwicklungshilfe, Bodendegradation, Landflucht, Verstädterung, Anthropogene Einflüsse, Subsistenzwirtschaft, Umweltwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Ursachen der Sahelkrise der 1970er Jahre unter dem Aspekt, wie natürliche Faktoren und menschliches Handeln gemeinsam zur Desertifikation führten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die klimatischen Bedingungen der Sahelzone, traditionelle und moderne Bewirtschaftungsformen, der Einfluss von Entwicklungshilfe sowie soziologische Prozesse wie die Landflucht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Rolle anthropogener Ursachen für die Krise zu ermitteln und diese in ein Modell von fünf verschiedenen Ökozidfaktoren einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse physiogeographischer und anthropogeographischer Grundlagen, um die Zusammenhänge der Sahelkrise synthetisch darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Ursachenkomplexe und eine anschließende theoretische Einordnung in spezifische Ökozidfaktoren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Desertifikation, Ökozid, Subsistenzwirtschaft, Cash Crop Produktion und Bevölkerungsdruck.

Welche Rolle spielt die Entwicklungshilfe in der Krise?

Laut der Arbeit hat die Entwicklungshilfe, trotz guter Absichten, durch die Förderung einer nicht nachhaltigen Infrastruktur und einer dauerhaften Abhängigkeit unbeabsichtigt zur Verschärfung der Krise beigetragen.

Wie wirkten sich politische Faktoren auf die Nomaden aus?

Die Sesshaftmachung der Nomaden, teils durch politische Modernisierungstheorien forciert, führte zu einer Überweidung und Konflikten mit sesshaften Bauern, da die traditionellen Ausweichstrategien eingeschränkt wurden.

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Résumé des informations

Titre
Ökozidfaktoren und deren Zusammenwirken am Beispiel der Sahelkrise
Université
University of Basel  (Departement Umweltwissenschaften)
Cours
Physiogeographie
Note
5.5
Auteur
Nina Schweizer (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
8
N° de catalogue
V276022
ISBN (ebook)
9783656691808
ISBN (Livre)
9783656691792
Langue
allemand
mots-clé
Jared Diamond Ökozid Sahel Sahelkrise Desertifikation Nomaden
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nina Schweizer (Auteur), 2010, Ökozidfaktoren und deren Zusammenwirken am Beispiel der Sahelkrise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276022
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