Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Ética

Globale Gerechtigkeit. Die Theorien von John Rawls und Amartya Sen

Título: Globale Gerechtigkeit. Die Theorien von John Rawls und Amartya Sen

Trabajo Escrito , 2013 , 18 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anna Benz (Autor)

Ética
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Mehr als ein Drittel der Menschheit ist von Armut betroffen. Dabei sterben jedes Jahr sechs Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag an Mangelernährung. Alle 30 Sekunden stirbt ein afrikanisches Kind an Malaria. Jeden Tag gehen mehr als 800 Millionen Menschen hungrig zu Bett. Alle 3,6 Sekunden verhungert ein Mensch. Mehr als 2,6 Milliarden Menschen fehlt es an grundlegenden sanitären Einrichtungen, und mehr als eine Milliarde Menschen holen ihr Trinkwasser nach wie vor aus verunreinigten Quellen. Mehr als eine Milliarde Menschen auf der Welt müssen von weniger als einem Dollar pro Tag leben. Die Armut in den Entwicklungsländern geht jedoch weit über die Einkommensarmut hinaus.
Aufgrund der schwerwiegenden Armut, die auf der Welt allgegenwärtig ist, beschäftigten sich einige Philosophen mit der Lösungsfindung, indem sie verschiedene Theorien entwarfen. Dabei geht es um die Gerechtigkeit in moralphilosophischer Hinsicht. Im Zentrum des philosophischen Geschehens steht die Gerechtigkeit zwischen den Nationen und ihren Institutionen. Im Folgenden geht es um die Interaktion der Nationen untereinander und um die Institutionen, die keinem Nationalstaat allein unterstehen. Welche Regeln und Normen sind für die Konzerne und ökonomischen Subjekte zu definieren? Es soll gezeigt werden, inwiefern Gerechtigkeit global gelten kann und welche Standards dafür nötig sind. Welche Rolle sollen außerdem Nationalstaaten und Institutionen spielen?
Zur Einführung werden die grundlegendsten Begriffe erklärt und gedeutet. Im zweiten Teil wird das Verständnis und die Theorie John Rawls ausgeführt und anschließend mit dem globalen Gerechtigkeitsbegriffs Amartya Sens in Verbindung gebracht. Um am Ende noch einen Überblick über das Verständnis von Thomas Pogge zu bekommen, wird seine Ansicht über die Menschenrechte kurz erläutert.
Mit der Theorie der Globalen Gerechtigkeit befasste sich John Rawls und Amartya Sen, welche bedeutende Theorien lieferten. Das Werk „Philosophie der Gerechtigkeit“ von Nico Scarano und Christoph Horn bietet ein zahlreiches Sammelwerk an Theorien und philosophischen Grundzügen. An dieser Stelle könnten noch etliche literarische Werke genannt werden, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen, denn es gilt eine genaue Auffassung der Ideen und Theorien zu beschreiben und zu verstehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdeutung

2.1. Globalisierung

2.2. Gerechtigkeit

3. John Rawls - Theorie der Gerechtigkeit

3.1. Gerechtigkeit als Fairness

3.2. Urzustand

3.3. Ordnung der Gesellschaft

3.4. Das Recht der Völker

4. Amartya Sen

4.1. Idee der Gerechtigkeit

4.2. Globale Gerechtigkeit. Jenseits internationaler Gleichberechtigung

5. Thomas Pogge - Weltarmut und Menschenrechte

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der globalen Gerechtigkeit im Kontext moralphilosophischer Theorien. Dabei wird analysiert, wie Gerechtigkeit in einer vernetzten Welt zwischen Nationen und internationalen Institutionen definiert werden kann und welche normativen Standards für ökonomische und politische Akteure gelten sollten.

  • Grundlagen der Globalisierung und Gerechtigkeit
  • Die Theorie der Gerechtigkeit als Fairness nach John Rawls
  • Kritische Perspektiven und der Ansatz der Verwirklichungschancen von Amartya Sen
  • Die moralische Pflicht zur Bekämpfung von Weltarmut durch Thomas Pogge
  • Institutionelle Verantwortung in globalen Kontexten

Auszug aus dem Buch

3.1. Gerechtigkeit als Fairness

Nach John Rawls besitzt jeder Mensch durch Gerechtigkeit eine Unverletzlichkeit, die auch durch das Wohl der Gemeinschaft nicht aufgehoben werden kann. Daher gelten in einer Gesellschaft für alle die gleichen Bürgerrechte. Für eine funktionsfähige Gesellschaft bedarf es an einer Übereinstimmung der Gerechtigkeitsvorstellungen, wobei die Vorhaben der einzelnen Menschen so aufeinander abgestimmt werden müssen, dass ihre Tätigkeiten zusammenpassen und alle zusammen ausgeführt werden können. Probleme gibt es, wenn das Schema der gesellschaftlichen Zusammenarbeit nicht ausgeführt wird. Dabei muss beachtet werden, dass es stetig befolgt wird, die Grundregeln bereitwillig eingehalten werden und bei Verstößen muss es Kräfte geben, die die Ordnung wiederherzustellen versuchen. Rawls nennt die Verfassung und die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse als die wichtigsten Institutionen der Gesellschaft. Diese legen die Rechte und Pflichten der Menschen fest und beeinflussen ihre Lebenschancen. Ebenso wird der Gerechtigkeitsbegriff dadurch definiert, dass gesellschaftliche Güter richtig verteilt werden. Dadurch sollen bestimmte Verteilungsgrundsätze für die gesellschaftliche Grundstruktur beschrieben werden.

Fairness drückt den Gedanken aus, dass die Grundsätze der Gerechtigkeit in einer fairen Ausgangssituation festgelegt werden. Für Rawls ist die Gerechtigkeit vor allem eine Verteilungsaufgabe, die durch den Staat wahrgenommen werden soll. Der Grundgedanke der Theorie der Gerechtigkeit wurde in zwei Grundsätzen entwickelt. Zum einen hat jede Person ein gleiches Recht auf das umfassende System gleicher Grundfreiheiten, das mit demselben System von Freiheiten für alle vereinbar ist. Zum anderen sind soziale und ökonomische Ungleichheiten zulässig, wenn sie zum größten zu erwartenden Vorteil für die am wenigsten Begünstigten führen und mit Positionen und Ämtern verbunden sind, die allen unter Bedingungen fairer Chancengleichheit zur Verfügung stehen. Für eine Gruppe von Menschen bedeutet das, dass ihre Interessen, Sorgen und Freiheiten eines jeden Individuums gleichermaßen berücksichtigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Armutsproblematik und führt in die moralphilosophische Relevanz von Gerechtigkeitstheorien im internationalen Kontext ein.

2. Begriffsdeutung: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Globalisierung und Gerechtigkeit definiert, wobei insbesondere auf ihre Bedeutung in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht eingegangen wird.

3. John Rawls - Theorie der Gerechtigkeit: Dieses Kapitel expliziert Rawls' Konzept der "Gerechtigkeit als Fairness", den Urzustand und seine Vorstellungen zur Gesellschaftsordnung sowie zum Völkerrecht.

4. Amartya Sen: Hier wird Amartya Sens Kritik an Rawls dargestellt, wobei insbesondere der Fokus auf Verwirklichungschancen und plurale Identitäten statt auf reine Güterverteilung gelegt wird.

5. Thomas Pogge - Weltarmut und Menschenrechte: Dieses Kapitel behandelt Pogges Forderung, Weltarmut als Menschenrechtsverletzung zu begreifen und die moralische Verantwortung der Industrieländer hervorzuheben.

6. Fazit: Das Fazit fasst die vorgestellten Ansätze zusammen und betont die Notwendigkeit, Institutionen als globale Güter zu begreifen, um lokale und transnationale Gerechtigkeitsprobleme zu adressieren.

Schlüsselwörter

Globale Gerechtigkeit, John Rawls, Amartya Sen, Thomas Pogge, Fairness, Urzustand, Menschenrechte, Weltarmut, Globalisierung, Verwirklichungschancen, Institutionenethik, Gerechtigkeit, soziale Ungleichheit, politische Philosophie, internationale Beziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung von globaler Gerechtigkeit und analysiert, wie moralische Standards auf globale Institutionen und Nationen angewendet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Begründung von Gerechtigkeit, die Rolle von Globalisierung, die Bekämpfung von Weltarmut und die Verantwortung wohlhabender Nationen gegenüber der Weltbevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Theorien von Rawls, Sen und Pogge darzustellen, um zu zeigen, wie eine gerechtere globale Ordnung theoretisch konzipiert und praktisch durch institutionelle Reformen umgesetzt werden könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse, indem sie zentrale Werke der politischen Philosophie (Rawls, Sen, Pogge) systematisch aufbereitet und miteinander vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die detaillierte Darstellung der Theorie von John Rawls, die kritische Ergänzung durch Amartya Sen sowie die ethische Perspektive von Thomas Pogge auf die Weltarmut.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Globale Gerechtigkeit, Gerechtigkeit als Fairness, Urzustand, Menschenrechte und Weltarmut charakterisiert.

Warum kritisiert Amartya Sen den Ansatz von John Rawls?

Sen kritisiert, dass Rawls zu stark auf die Verteilung von Gütern fokussiert und dabei die unterschiedlichen individuellen Voraussetzungen und Verwirklichungschancen der Menschen vernachlässigt.

Was versteht Thomas Pogge unter der negativen Gerechtigkeitspflicht?

Pogge argumentiert, dass wohlhabende Nationen eine Pflicht haben, anderen keinen Schaden zuzufügen, was auch die Verantwortung für die Aufrechterhaltung ungerechter globaler Wirtschaftsregeln einschließt.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Globale Gerechtigkeit. Die Theorien von John Rawls und Amartya Sen
Universidad
Karlsruhe University of Education
Calificación
2,0
Autor
Anna Benz (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
18
No. de catálogo
V276078
ISBN (Ebook)
9783656691419
ISBN (Libro)
9783656691426
Idioma
Alemán
Etiqueta
globale gerechtigkeit theorien john rawls amartya
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anna Benz (Autor), 2013, Globale Gerechtigkeit. Die Theorien von John Rawls und Amartya Sen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276078
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  18  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint