Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Anglizismen in der Werbesprache. Das Ziel der Untersuchung ist es, zu zeigen, warum Anglizismen für die Werbesprache attraktiv sind und wie sie eingesetzt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Forschung
3. Werbung
3.1. Werbewirkung
3.2. Aufbau einer Anzeigenwerbung
3.3. Werbesprache
4. Anglizismen in der Werbesprache
4.1. Gründe für die Verwendung von Anglizismen
4.2. Funktionen von Anglizismen
4.3. Verständlichkeit von Anglizismen
4.4. Beispiel für eine Entlehnung aus dem Englischen in die Werbesprache anhand des Wortes „Look“
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle, Attraktivität und den gezielten Einsatz von Anglizismen innerhalb der deutschen Werbesprache. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie englische Begriffe genutzt werden, um Aufmerksamkeit zu erregen, den emotionalen Zusatznutzen eines Produktes zu unterstreichen und ein modernes, internationales Markenimage aufzubauen.
- Forschungsgeschichte der Werbesprache und der Werbewirkung
- Strukturelle Analyse von Anzeigenwerbung (Schlagzeile, Fließtext, Slogan, Produktname)
- Motive für den Einsatz von Anglizismen (Prestige, Modernität, Hedonismus)
- Funktionen der Sprachökonomie und emotionalen Aufladung durch Fremdwörter
- Empirische Einordnung der Verständlichkeit von Anglizismen im deutschen Sprachraum
Auszug aus dem Buch
4.1. Gründe für die Verwendung von Anglizismen
Doch was macht die Verwendung von Anglizismen so attraktiv für die Werbesprache? Der Hauptgrund sind vor allem die Werte, die mit ihnen in Verbindung stehen. So vermitteln englische Entlehnungen Prestige, Internationalität und Modernität. Nach dem zweiten Weltkrieg kam es unter dem Einfluss der USA zu einem Wertewandel in der deutschen Gesellschaft. (vgl. Schütte 1996: 99) In den Nachkriegsjahren und am Ende der Diktatur gab es eine große Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit, die sich vor allem in den Bereichen der Mode und Kultur äußerte. Die Gesellschaft orientierte sich am „Land of Freedom“, Amerika. Das System der freien Marktwirtschaft wurde in Deutschland etabliert und damit auch der Konsum und der Rückzug in die private Häuslichkeit. In den 50ern war das Denken der Menschen vor allem bürgerlich-patriarchalisch geprägt, es zählten Pflichtbewusstsein und Leistung. In den 60ern wurde dann die Selbstentfaltung und -verwirklichung wichtiger als die Akzeptanz der Gesellschaft und das Pflichtbewusstsein.
Dieser Wertewandel ging vor allem von den damaligen Jugendlichen aus und äußert sich unter anderem in der 68er-Bewegung, in der auch eine sexuelle Revolution stattfand. In den 70er Jahren wurden hedonistische Werte zur Priorität, die auch unsere heutige Konsumgesellschaft ausmachen. (vgl. Schütte 1996: 99ff.) Bereiche wie Mode, Kosmetik und Musik wurden vor allem für Jugendliche immer wichtiger, denn sie definierten sich über sie. Seine Individualität äußerte man von da an über seine Klamotten und sein Styling und diese Werte haben sich bis heute nicht geändert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Anglizismen in der Werbung ein und formuliert das Ziel, deren Attraktivität und Einsatzgebiete sowie die Problematik ihrer Verständlichkeit zu beleuchten.
2. Forschung: Es wird ein Überblick über die Entwicklung der Werbewirkungsforschung gegeben, wobei der Fokus auf dem Wandel von der allgemeinen Werbeforschung hin zu linguistischen Untersuchungen zur Werbesprache liegt.
3. Werbung: Dieses Kapitel erläutert die Ziele und Modelle der Werbewirkung, wie das AIDA-Modell, und beschreibt die zentralen Bausteine einer Anzeigenwerbung.
3.1. Werbewirkung: Der Fokus liegt hier auf den verschiedenen Werbewirkungsmodellen und der Schwierigkeit, Werbewirkung messbar zu machen.
3.2. Aufbau einer Anzeigenwerbung: Es werden die Funktionen der einzelnen Gestaltungselemente einer Anzeige, wie Schlagzeile, Fließtext und Slogan, detailliert dargestellt.
3.3. Werbesprache: Die Besonderheiten der Werbesprache, die sich durch eine bewusste Abhebung von der Alltagssprache auszeichnet, werden hier erörtert.
4. Anglizismen in der Werbesprache: Dieses Kapitel analysiert die historische Zunahme von Anglizismen in der deutschen Werbung und kategorisiert die verschiedenen Arten von Entlehnungen.
4.1. Gründe für die Verwendung von Anglizismen: Es wird dargelegt, dass der Einsatz von Anglizismen eng mit gesellschaftlichen Wertewandeln, Prestigeempfinden und der kulturellen Orientierung an den USA verknüpft ist.
4.2. Funktionen von Anglizismen: Die Analyse zeigt, wie Anglizismen als sprachökonomisches Mittel und zur emotionalen Markenaufladung gezielt eingesetzt werden.
4.3. Verständlichkeit von Anglizismen: Auf Basis einer älteren Studie von Wolfgang Pechthold wird die Kluft zwischen passiver Kenntnis und aktiver Aussprachefähigkeit von Anglizismen diskutiert.
4.4. Beispiel für eine Entlehnung aus dem Englischen in die Werbesprache anhand des Wortes „Look“: Anhand des Begriffs „Look“ wird die erfolgreiche Etablierung eines englischen Terminus in die deutsche Werbe- und Modesprache exemplifiziert.
5. Fazit: Die Arbeit resümiert die zentrale Bedeutung von Anglizismen für die moderne Werbung und schätzt die Entwicklung der Sprachkenntnisse im Hinblick auf aktuelle Trends ein.
Schlüsselwörter
Anglizismen, Werbesprache, Werbewirkung, AIDA-Modell, Markenimage, Konsumgesellschaft, Sprachwandel, Entlehnung, Produktname, Slogan, Hedonismus, Internationalität, Verständlichkeit, Werbekommunikation, Marketing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und der zunehmenden Verwendung von englischsprachigen Begriffen (Anglizismen) in der deutschen Werbesprache und untersucht deren Nutzen für die Werbebranche.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit verknüpft historische Werbeforschung mit linguistischen Analysen, beleuchtet den Aufbau von Anzeigen und setzt dies in den Kontext soziokultureller Werte wie Modernität und Individualität.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Ziel ist es zu zeigen, warum Anglizismen für Werbetreibende attraktiv sind, welche Funktionen sie erfüllen und wie sie zur Steigerung der Aufmerksamkeit und zur emotionalen Aufwertung von Produkten beitragen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Forschungsansätze sowie auf die Auswertung einer empirischen Umfrage zur Verständlichkeit von Anglizismen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Neben den Grundlagen der Werbewirkung und der Struktur von Anzeigen werden die Gründe für den Einsatz von Anglizismen, deren verschiedene Typen sowie eine Fallstudie zum Begriff „Look“ detailliert analysiert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Anglizismen, Werbesprache, Markenimage, Hedonismus, Zusatznutzen, Sprachökonomie und die Wahrnehmung von Fremdsprachen durch den Konsumenten.
Welche Rolle spielen die USA in der Untersuchung?
Die USA werden als kulturelles Vorbild identifiziert, dessen Wirtschafts- und Konsumwerte über die englische Sprache maßgeblich in die deutsche Werbelandschaft importiert wurden.
Warum ist die Verständlichkeit von Anglizismen für Werbetreibende kritisch?
Wenn Konsumenten die Werbebotschaft aufgrund unbekannter oder falsch verstandener Anglizismen nicht erfassen, verfehlt die Werbung ihre intendierte Wirkung und Kaufbeeinflussung.
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- Niki Pasternak (Autor), 2014, Anglizismen in der Werbesprache, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276115