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Steuerung von Ausfallrisiken durch den Einsatz von Kreditderivaten

Title: Steuerung von Ausfallrisiken durch den Einsatz von Kreditderivaten

Seminar Paper , 2014 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Benjamin Werdäcker (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

In der Seminararbeit zum Thema „Steuerung von Ausfallrisiken durch den Einsatz von Kreditderivaten“ werden zwei Kreditderivate näher erklärt, welchen seit der Jahrtausendwende wachsendes Interesse zukommt. Während im Jahr 2000 das Nominalkapital aller Kreditderivaten-Kontrakte bei circa 800 Milliarden Dollar lag, stieg es bis zum Jahr 2009 auf eine Summe von 32 Billionen Dollar an. Dieser Anstieg sollte verdeutlichen, dass diese Produkte immer wichtiger für Banken werden. Zunächst gilt die Aufmerksamkeit dem „Single-Name“-Geschäft der Credit Default Swaps (CDS), einem von der Internationale Swaps and Derivatives Association (ISDA) in den Jahren 1998/1999 entwickeltem Kontrakt zur Absicherung gegen Kreditausfall eines Unternehmens. Nach einer Erklärung von Aufbau und Funktionsweise dieses Produktes werden einige Abwandlungen und Kombinationen mit anderen Finanzinstrumenten, in Form von Forward Kontrakten, Optionen, Basket Credit Default Swaps und Credit Default Swaps kombiniert mit Anleiherenditen, vorgestellt und erklärt. Anschließend wird die Berechnung einer Credit Default Swap Prämie anhand eines vereinfachten Beispiels veranschaulicht und vorgerechnet. Danach wird die Bewertung eines Credit Default Swaps erläutert, wobei auf die Art der Bewertung durch Ratingagenturen und die tägliche Bewertung eingegangen wird. Anschließend folgen mögliche Einsatzmöglichkeiten im Risikomanagement von Banken und als Tradinginstrument. Im zweiten Teil der Seminararbeit liegt das Augenmerk auf dem „Multi-Name“-Geschäft der Collateralized Debt Obligation (CDO), wobei hier nur auf den synthetischen Collateralized Debt Obligation eingegangen wird, da dieser die Funktionsweise von Credit Default Swaps einbindet. Nach einer allgemeinen Erklärung des Aufbaus folgt ein kurzes Bespiel zur Veranschaulichung der Funktionsweise. Danach geht es um die Einsatzmöglichkeiten eines synthetischen Collateralized Debt Obligation für Banken. Im Abschluss folgen eine Zusammenfassung der erläuterten Themen, sowie ein Blick auf die heutige Marktlage.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Credit Default Swaps

2.1 Credit Default Swap

2.1.2 CDS und Anleiherenditen

2.1.3 Forward Kontrakte und Optionen auf CDS

2.1.4 Basket CDS

2.2 Bestimmung der CDS-Prämie

2.3 Bewertungen eines CDS

2.4 Anwendungsgebiete eines CDS

3 Collateralized Debt Obligations

3.1 Synthetische Collateralized Debt Obligations

3.2 Anwendungsgebiete synthetischer CDOs

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die Mechanismen und Einsatzmöglichkeiten von Kreditderivaten, insbesondere Credit Default Swaps (CDS) und synthetischen Collateralized Debt Obligations (CDOs), zur Steuerung von Ausfallrisiken im Bankensektor.

  • Funktionsweise und Bewertung von Credit Default Swaps
  • Methoden zur Berechnung der CDS-Prämie
  • Einsatzmöglichkeiten von CDS zur Risikosteuerung und im Basistrading
  • Strukturierung und Tranchierung synthetischer CDOs
  • Analyse der Risiken und der Bedeutung dieser Instrumente für Finanzinstitute

Auszug aus dem Buch

2.1 Credit Default Swap

Ein Credit Default Swap dient der Absicherung gegen Ausfallrisiken eines Unternehmens. Anders als bei einem Versicherungskontrakt muss man die Anleihe selbst jedoch nicht besitzen. Gehandelt wird ein CDS nicht an der Börse, sondern am Over-The-Counter-Markt. Dies führt zu einer Intransparenz des Marktes, da nicht ersichtlich ist, welche Parteien einen CDS abschließen. Nötig für einen CDS sind ein Käufer des Ausfallschutzes (meist Banken) und ein Verkäufer des Ausfallschutzes (meist Versicherungsunternehmen), auch bekannt als Referenzschuldner oder Referenzunternehmen. Der Käufer erwirbt das Recht Anleihen des Unternehmens zu ihrem Nennwert zu verkaufen. Das Unternehmen verpflichtet sich diese, bei Eintreten eines Kreditereignisses, zu erwerben.

Zu Beginn ist die Zahlung einer einmaligen Upfront, ein bestimmter Prozentsatz des Nominalbetrages, zu leisten. Dieser Betrag soll sicherstellen, dass der Barwert des CDS bei fairem Abschluss null ist. Die Upfront wird, je nach CDS, entweder vom Käufer oder vom Verkäufer geleistet. Während der Laufzeit des CDS tätigt der Käufer periodische Zahlungen von festen Prämien in Form von Basispunkten bezüglich des Nennwertes an den Verkäufer. Die Laufzeit beträgt zwischen einem und zehn Jahren, meist sind es fünf, und die Zahlungen erfolgen viertel-, halb- oder jährlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung von Kreditderivaten für Banken ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung von Credit Default Swaps und synthetischen CDOs.

2 Credit Default Swaps: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von CDS, ihre Bewertungsmethoden, die Bestimmung der Prämien sowie deren Einsatz als Absicherungsinstrument.

3 Collateralized Debt Obligations: Hier wird der Aufbau synthetischer CDOs und deren Tranchierungsmodell sowie deren spezifische Anwendungsmöglichkeiten für Banken dargestellt.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Risikosteuerung durch Derivate zusammen und warnt vor den Gefahren durch die zunehmende Intransparenz komplexer Finanzprodukte.

5 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Credit Default Swap, CDS, synthetische CDO, Risikosteuerung, Ausfallrisiko, Kreditderivate, Hazard Rate, Anleiherenditen, Tranchierung, Ratingagenturen, Marking to Market, Basistrading, Nominalkapital, Over-The-Counter-Markt, Finanzinstrumente

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Nutzung von Kreditderivaten als Instrumente für Banken, um Ausfallrisiken in ihrem Portfolio effektiv zu steuern und zu verteilen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Funktionsweise und Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sowie die Strukturierung und Risikoverteilung mittels synthetischer Collateralized Debt Obligations (CDOs).

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu erklären, wie Kreditderivate funktionieren und wie sie Banken dabei unterstützen, Kreditrisiken durch Absicherung oder Übertragung auf Dritte zu managen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse der Instrumente und nutzt mathematische Beispiele, um die Berechnung von CDS-Prämien und die Funktionsweise von Tranchenmodellen zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Aufbau, Bewertung und Anwendungsmöglichkeiten von CDS, führt Beispielrechnungen zur Prämienbestimmung durch und erläutert anschließend das Modell synthetischer CDOs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kreditrisiko, Credit Default Swap, synthetische CDO, Absicherung, Nominalkapital, Hazard Rate und Tranchierung.

Wie unterscheidet sich die Rolle des CDS-Käufers vom Versicherungskontrakt?

Im Gegensatz zu einer Versicherung muss der Käufer eines CDS die referenzierte Anleihe nicht selbst besitzen, was den CDS zu einem eigenständigen Handelsinstrument macht.

Warum sind synthetische CDOs für Investoren attraktiv?

Sie ermöglichen es, Risiken in verschiedene Tranchen mit unterschiedlichen Renditechancen und Sicherheitsniveaus zu unterteilen, wodurch sie für verschiedene Investorentypen interessant werden.

Welches Problem identifiziert der Autor bei synthetischen CDOs?

Der Autor weist auf die zunehmende Undurchsichtigkeit dieser Produkte hin, die durch die Rekombination einzelner Tranchen entstehen und zu unüberschaubaren Risiken führen können.

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Details

Title
Steuerung von Ausfallrisiken durch den Einsatz von Kreditderivaten
College
Technical University of Braunschweig
Grade
1,7
Author
Benjamin Werdäcker (Author)
Publication Year
2014
Pages
17
Catalog Number
V276152
ISBN (eBook)
9783656689843
ISBN (Book)
9783656689836
Language
German
Tags
steuerung ausfallrisiken einsatz kreditderivaten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Werdäcker (Author), 2014, Steuerung von Ausfallrisiken durch den Einsatz von Kreditderivaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276152
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