Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Social Psychology

Depression. Ursachen und Behandlung

Title: Depression. Ursachen und Behandlung

Seminar Paper , 2014 , 20 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Manuel Lemke (Author)

Psychology - Social Psychology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Henry wurde in Italien geboren. Als er 4 Jahre alt war, brachten seine Eltern ihn zu Freunden, die in einer entfernten Stadt lebten. Seine Eltern wurden aus politischen Gründen verfolgt und hatten Angst um ihren Sohn. Henry konnte die Zusammenhänge noch nicht verstehen, fühlte sich aber bestraft und fortgeschickt, weil er böse war. Später lebte die Familie wieder zusammen und Henry tat, was in seinen Kräften stand, damit Mutter und Vater ihn niemals wieder zurückweisen. Der Fallbericht geht 40 Jahre später weiter, als Henry bereits promoviert hatte. (Vgl. Arieti, Silvano; Bemporad, Jules 1998: S. 328f)
Der Arzt Dr. Henry Tusdori war 47 Jahre alt, als er um Behandlung wegen einer Depression bat, die bereits seit 7 Jahren bestand. Als Mediziner hatte er sich natürlich selbst alle möglichen Antidepressiva beschaffen können, aber sie hatten keine Besserung seines Zustandes gebracht. Vor kurzem war die Krankheit sogar schlimmer geworden und er hatte sich überlegt, ob er nicht lieber ins Krankenhaus gehen sollte. Die Verschlechterung war nach seiner Scheidung eingetreten. Er fühlte sich einsam und ungeliebt. Auch eine Liebesbeziehung zu einer anderen Frau, welche ihn liebte konnte ihn nicht aus seiner depressiven Phase befreien. (Ebd.)

[...]

Depression ist ein Gefühl der Betrübtheit, das im Laufe der Zeit eben nicht nachlässt. Dieses Gefühl scheint im Verhältnis zum auslösenden Ereignis übertrieben oder unangemessen zu sein.
Die Art der Betrübtheit verzögert oder unterbricht die Handlung eines Menschen oder macht sie zunichte. Begleitet wird dies von einem Gefühl der qualvollen Beunruhigung, was sich nur schwer im Zaum halten lässt (Vgl. Arieti, Silvano; Bemporad, Jules 1998: S.15)
Damit geht jedoch keine akute körperliche Gefährdung einher und die Krankheit ist auch nicht ansteckend . Dennoch ist sie eine schwerwiegende Erkrankung, sogar eine Volkskrankheit. Das bedeutet sie trifft jeden, ob arm oder reich, jung oder alt, Manager, Schüler, Lehrer oder Hausfrau. Man schätzt, dass es allein in Deutschland vier Millionen akut Betroffene gibt. Depressionen haben unglaublich viele unterschiedliche Gesichter. Sie kann sich hinter Rückenschmerzen oder einem enormen Maß an Müdigkeit verstecken. Oft tritt sie in einer Kombination aus Angst und Unruhe auf. Jeder erlebt Depression anders, d.h. andere Symptome sind möglich, Stärke und Dauer sind individuell. Das macht es sehr schwer die Krankheit diagnostizieren zu können. (Vgl. Hesse, Andrea 2006: S. 15)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist eine Depression

2.1 Unterschied zwischen depressiv und traurig

2.2 Ursachen für eine Depression

2.2.1 Biochemische Faktoren

2.2.2 Soziales Umfeld

2.2.3 Stressoren

3. Geschlechtsspezifischer Umgang mit Depression

4. Behandlung der Depression

4.1 Die Psychotherapie

4.2 Medikamentöse Behandlung

4.2.1 Antidepressiva

4.2.2 Placebo

4.3 Elektrokrampftherapie

5. Depression, Krankheit oder andauernde Traurigkeit

5.1 Persönliches Statement

6. Literaturverzeichnis:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die komplexe Natur der Depression, um zu klären, ob es sich um ein individuelles Leiden oder eine ernsthafte, pathologische Erkrankung handelt. Dabei wird insbesondere die Kontroverse beleuchtet, ob Depressionen primär durch äußere Umstände und persönliche Willenskraft beeinflussbar sind oder eine medizinische Behandlung erfordern.

  • Biochemische Grundlagen und Ursachen der Depression
  • Einfluss des sozialen Umfelds und Stressfaktoren
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in Symptomatik und Diagnostik
  • Methoden der therapeutischen und medikamentösen Behandlung
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbegriff

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Henry wurde in Italien geboren. Als er 4 Jahre alt war, brachten seine Eltern ihn zu Freunden, die in einer entfernten Stadt lebten. Seine Eltern wurden aus politischen Gründen verfolgt und hatten Angst um ihren Sohn. Henry konnte die Zusammenhänge noch nicht verstehen, fühlte sich aber bestraft und fortgeschickt weil er böse war. Später lebte die Familie wieder zusammen und Henry tat, was in seinen Kräften stand, damit Mutter und Vater ihn niemals wieder zurückweisen. Der Fallbericht geht 40 Jahre später weiter, als Henry bereits promoviert hatte. (Vgl. Arieti, Silvano; Bemporad, Jules 1998: S. 328f)

Der Arzt Dr. Henry Tusdori war 47 Jahre alt, als er um Behandlung wegen einer Depression bat, die bereits seit 7 Jahren bestand. Als Mediziner hatte er sich natürlich selbst alle möglichen Antidepressiva beschaffen können, aber sie hatten keine Besserung seines Zustandes gebracht. Vor kurzem war die Krankheit sogar schlimmer geworden und er hatte sich überlegt, ob er nicht lieber ins Krankenhaus gehen sollte. Die Verschlechterung war nach seiner Scheidung eingetreten. Er fühlte sich einsam und ungeliebt. Auch eine Liebesbeziehung zu einer anderen Frau, welche ihn liebte konnte ihn nicht aus seiner depressiven Phase befreien. (Ebd.)

Warum habe ich dieses Fallbeispiel als meine einleitenden Worte in meine Seminararbeit gewählt? Ich habe viel Literatur und viele Fallberichte zum Thema Depression gelesen, aber dieser hier schien mir für meine Einleitung am treffendsten. Es hat viele interessante Fallbeispiele¹ gegeben, jedoch hatte dieser Arzt Zugang zu jeder medizinischen Versorgung, welche ihm hätte verschrieben werden können. Und dennoch hat er es in 7 Jahren nicht geschafft, das richtige Medikament zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt anhand des Fallbeispiels von Dr. Henry Tusdori in die Problematik ein, dass selbst bei bester medizinischer Versorgung die Behandlung einer Depression schwierig bleibt.

2. Was ist eine Depression: Dieses Kapitel definiert die Depression als schwerwiegende Erkrankung, grenzt sie von normaler Trauer ab und erläutert die biochemischen sowie sozialen Ursachen.

3. Geschlechtsspezifischer Umgang mit Depression: Hier wird analysiert, warum Frauen häufiger diagnostiziert werden und wie gesellschaftliche Rollenbilder das männliche Verhalten bei einer depressiven Erkrankung beeinflussen.

4. Behandlung der Depression: Es werden gängige therapeutische Ansätze wie Psychotherapie, medikamentöse Behandlung und die Elektrokrampftherapie kritisch gegenübergestellt.

5. Depression, Krankheit oder andauernde Traurigkeit: Der Autor diskutiert die Definition von Krankheit im Kontext der Depression und reflektiert im persönlichen Statement die eigene Wandlung der Sichtweise.

Schlüsselwörter

Depression, Psychotherapie, Antidepressiva, Biochemie, Serotonin, Noradrenalin, Stressoren, Placebo, Elektrokrampftherapie, Geschlechtsspezifik, Krankheitsbild, Pathologisierung, Diagnose, Affektive Störung, Psychopharmaka.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den Ursachen und den Behandlungsmethoden von Depressionen unter Berücksichtigung der Frage, ob es sich um eine Krankheit handelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die biologische Ursachenforschung, soziale Einflussfaktoren, geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Krankheitswahrnehmung und verschiedene therapeutische Interventionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein vorurteilsfreier Überblick, der dem Leser helfen soll, die komplexe Debatte darüber, ob Depression ein psychisches Leiden oder eine medizinische Krankheit ist, besser zu verstehen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche, der Analyse von Fallberichten und dem Vergleich verschiedener fachwissenschaftlicher Meinungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert biochemische Faktoren, das soziale Umfeld, geschlechtsspezifische Unterschiede im Umgang mit der Krankheit sowie verschiedene Behandlungsmöglichkeiten wie Psychotherapie und Medikamente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Depression, Serotonin-Stoffwechsel, Psychotherapie, Geschlechtsspezifik und das Spannungsfeld zwischen Krankheit und Lebenskrisen.

Warum wird das Beispiel von Dr. Henry Tusdori angeführt?

Es dient dazu, die Schwierigkeit zu verdeutlichen, selbst für medizinisch versierte Patienten das "richtige" Medikament zu finden, was die Komplexität der Erkrankung unterstreicht.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Josef Giger-Bütler von der des Autors?

Giger-Bütler lehnt den Begriff der Krankheit für Depressionen ab und sieht darin eine Frage der Persönlichkeitsstruktur, während der Autor nach der Recherche weiterhin an der Krankheitsdefinition festhält, diese aber nun differenzierter betrachtet.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Depression. Ursachen und Behandlung
College
Heidenheim University of Cooperative Education
Grade
1,5
Author
Manuel Lemke (Author)
Publication Year
2014
Pages
20
Catalog Number
V276229
ISBN (eBook)
9783656692218
ISBN (Book)
9783656692232
Language
German
Tags
Majors Depression
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Lemke (Author), 2014, Depression. Ursachen und Behandlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276229
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint