"SAP stoppt Milliardenprojekt" lautet die Überschrift in einem Bericht des Handelsblatts im Oktober 2013. Immer häufiger stößt man in der Presse auf missglückte Großprojekte.
Meist liegen die Ursachen in der Komplexität der Projekte begraben. Vor allem in IT Projekten geschieht es häufig, dass die Faktoren Zeit, Qualität und Budget überschritten werden. Der Mangel an Informationen und Know-how fordert gewisse Prozesse in einem Unternehmen, sodass die gezielte Umsetzung eines Projekts gewährleistet werden kann. Das Projektmanagement dient der Planung und Umsetzung.
Aufgrund der Notwendigkeit einer Anpassung des Projektmanagements im IT Sektor, haben sich bereits zahlreiche Methoden eingefunden und etabliert. Darunter zählt auch die Methodik "Scrum".
In der folgenden Arbeit möchte ich diese Methodik vorstellen und anhand von einer SWOT Analyse die Stärken und Schwächen von Scrum untersuchen, sowie die Chancen und Risiken, die sich aus dem Umfeld ergeben, darstellen. Hierbei beziehe ich mich auf die essenziellen Bereiche beim Projektmanagement: das Team und der Projektablauf.
Es soll nicht eine Anleitung zur Verwendung von Scrum dargestellt werden, jedoch sind zunächst Grobdefinitionen wichtig, um die Schritte dieser Methode analytisch betrachten zu können.
Anhand meiner Analyse möchte ich der Frage nachgehen, ob Scrum sich für IT Unternehmen längerfristig als strategisch positive Projektmanagement Methode eignet.
Am Ende werde ich meine Ergebnisse zusammenfassend bewerten und im Anschluss einen Ausblick für zukünftiges Projektmanagement mit Scrum geben.
Im anschließenden Kapitel wird vorab ein kurzer Überblick über das Projektmanagement im Allgemeinen sowie eine Gegenüberstellung des klassischen und agilen Projektmanagements
geliefert.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. PROJEKTMANAGEMENT
2.1 KLASSISCHES PROJEKTMANAGEMENT
2.2 AGILES PROJEKTMANAGEMENT
2.3 KLASSISCHES PROJEKTMANAGEMENT VS. AGILES PROJEKTMANAGEMENT
3. SCRUM
3.1 DAS PROJEKTTEAM
3.1.1 STÄRKEN DES PROJEKTTEAMS
3.1.2 SCHWÄCHEN DES PROJEKTTEAMS
3.1.3 CHANCEN DES PROJEKTTEAMS
3.1.4 RISIKEN DES PROJEKTTEAMS
3.2 DER PROJEKTABLAUF
3.2.1 STÄRKEN DES PROJEKTABLAUFS
3.2.2 SCHWÄCHEN DES PROJEKTABLAUFS
3.2.3 CHANCEN DES PROJEKTABLAUFS
3.2.4 RISIKEN DES PROJEKTABLAUFS
4. ZUSAMMENFASSUNG
5. AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das agile Projektmanagement-Framework Scrum im Kontext von IT-Projekten, um dessen Eignung als strategisch positive Methode zu evaluieren. Im Zentrum steht dabei die Analyse von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken in den Bereichen Projektteam und Projektablauf.
- Vergleich zwischen klassischem und agilem Projektmanagement
- Analyse der Dynamiken und Rollen im Scrum-Team
- Untersuchung der iterativen Projektabläufe und Sprints
- Bewertung von Risikofaktoren und Erfolgsbedingungen
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Stärken des Projektteams
Der Aufbau und die Rollenverteilung innerhalb des Teams ermöglicht eine äußerst effiziente Arbeitsweise. Nachdem täglich ein ca. 15 minütiges „Daily Scrum“ (siehe 3.2) stattfindet, in welchem jedes Teammitglied präsentiert was seitdem letzten Daily Meeting gemacht wurde, was als nächstes umgesetzt wird und durch was es blockiert wird, wird der Arbeitstag so effektiv wie möglich koordiniert. Infolgedessen verpflichtetet sich jedes Mitglied dem Team gegenüber genannte Arbeitsschritte zu liefern. Schließlich entsteht durch die Verantwortlichkeiten, die offene Kommunikation und dem Gruppenzwang ein konsequenteres Ableisten der zugeteilten Aufgaben. Darüber hinaus dient dieser Kommunikationskanal dem Risikomanagement und weist frühzeitig Gefahren des Projekts auf, nachdem ebenfalls täglich besprochen wird, was die Arbeit hindert bzw. blocked.
In Folge einheitlicher Schulungen von Scrum mit anschließender Zertifizierung der Teilnehmer, wird die Qualifizierung der Teammitglieder gewährleistet sowie ein gemeinsames Verständnis vermittelt.
Laut Buschermöhle, Eekhoff und Josko (2006) sind die sog. „weichen Faktoren“ ausschlaggeben für den Projekterfolg. Hierzu zählen u.a. die Motivation sowie das Engagement der Mitarbeiter. Diese elementaren Erfolgsfaktoren können mit Scrum erreicht werden. Und zwar aus der Gegebenheit, dass das Team während eines Sprints vollkommen autonom arbeitet, ohne jegliche Interventionen und selbstbestimmt. Diese Gruppenform zeichnet sich dadurch aus, dass die Qualität der Arbeit sowie die Zufriedenheit bei der Arbeit sich erhöhen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Problematik komplexer IT-Großprojekte ein und definiert die methodische Zielsetzung, Scrum mittels einer SWOT-Analyse zu untersuchen.
2. PROJEKTMANAGEMENT: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Projektmanagements, grenzt das klassische Modell vom agilen Ansatz ab und stellt die Notwendigkeit flexibler Methoden im IT-Sektor dar.
3. SCRUM: Das Kernkapitel analysiert detailliert die operative Struktur von Scrum, unterteilt in die Erfolgsfaktoren und Risiken von Projektteams sowie die spezifischen Abläufe der Sprints.
4. ZUSAMMENFASSUNG: Hier werden die Ergebnisse der Analyse zusammengeführt, wobei die Zuverlässigkeit von Scrum und die Bedeutung der Unternehmenskultur für den Projekterfolg betont werden.
5. AUSBLICK: Das letzte Kapitel schätzt das zukünftige Potenzial von Scrum ein und empfiehlt, agile Methoden individuell an die Bedürfnisse anderer Branchen anzupassen.
Schlüsselwörter
Agiles Projektmanagement, Scrum, IT-Projekte, SWOT-Analyse, Projektteam, Projektablauf, Sprint, Product Owner, Scrum Master, Risikomanagement, Softwareentwicklung, Effizienzsteigerung, agile Transformation, Teamdynamik, Projektsteuerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit untersucht das Projektmanagement-Framework Scrum hinsichtlich seiner Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken im IT-Bereich.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit fokussiert sich primär auf die beiden essenziellen Komponenten des agilen Arbeitens: die Zusammensetzung und Dynamik des Projektteams sowie die Struktur des Projektablaufs.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob Scrum langfristig als eine strategisch vorteilhafte Methode für IT-Unternehmen eingesetzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?
Die Autorin nutzt eine SWOT-Analyse, um die verschiedenen Aspekte von Scrum systematisch in Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken zu kategorisieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Projektmanagement, einen Vergleich zwischen klassischen und agilen Modellen sowie eine tiefgehende Analyse von Teamstrukturen und Sprint-Prozessen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie agiles Projektmanagement, Scrum, IT-Projekte, Projektteam-Dynamik, Effizienzsteigerung und Risikomanagement beschreiben.
Warum ist laut Autorin die Rolle des Scrum Masters besonders sensibel?
Die Rolle erfordert einen Wandel weg vom traditionellen, weisungsgebundenen Projektmanager hin zu einem Koordinator, was bei Personen mit alter Führungserfahrung zu Rückfallmustern führen kann.
Welchen Einfluss hat die Unternehmenskultur auf den Erfolg von Scrum?
Eine positive Unternehmenskultur mit offener Kommunikation ist laut Autorin zwingend erforderlich, um die Autonomie und Motivation des Teams, die für Scrum essenziell sind, zu gewährleisten.
- Arbeit zitieren
- Isabella Diller (Autor:in), 2014, Agiles Projektmanagement mit Scrum. Stärken und Schwächen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276230