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Haushaltsreformen in Deutschland. Modernisierung des Haushalts- und Rechnungswesen in öffentlichen Verwaltungen

Título: Haushaltsreformen in Deutschland. Modernisierung des Haushalts- und Rechnungswesen in öffentlichen Verwaltungen

Tesis (Bachelor) , 2013 , 37 Páginas , Calificación: 1.7

Autor:in: Anna Ponomarenko (Autor)

Economía de las empresas - Inversiones y finanzas
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Das öffentliche Rechnungs- und Haushaltswesen in Deutschland befindet sich seit Jahren in einem fundamentalen Umbruch (PwC, 2009 S. 1 ff.). Das traditionelle Rechnungswesen beschränkt sich primär auf den Nachweis des Zahlungsstroms. Ressourcenverbräuche und die Effizienz der Mittelverwendung bleiben unberücksichtigt (Portal Olev.de, 2013). Dieses jahrhundertealte System der Verwaltungskameralistik birgt gra-vierende Mängel in sich und führt zur Intransparenz auf der Finanzseite und zu einer Fehlsteuerung auf Seiten der Regierung und Verwaltung. Die vorangegangene Finanz- und Wirtschaftskrise führt zu massiven Staatsausgaben um die Konjunktur stabil zu halten. (Portal Destatis.de, 2012). Dieses politische Vorgehen impliziert eine höhere Pro-Kopf-Verschuldung der Bürger und verpflichtet gleichzeitig zum Ausgleich des öffentlichen Haushalts in Form von Steuern und Beiträgen (Portal Steuerzahler.de, 2013).

Um das Vertrauen der Haushaltspolitik bei den Bürgern zurück zu gewinnen, muss eine Good Governance1 im Bereich der Haushaltssteuerung eingeführt werden. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Modernisierung der öffentlichen Haushaltsführung. Zwei Aspekte spielen eine vordergründige Rolle. Zum einen den Haushalt effektiv und effizient zu steuern, zum anderen den Staat und die Gesellschaft mit dem Haushalt wirksam zu steuern. Um eine vollständige Nachvollziehbarkeit über den Geldfluss und den Ressourcenverbrauch zu gewährleisten, ist die Einführung eines doppischen Rechnungssystems unumgänglich. Sämtliche Leistungsvereinbarungen sind mit Budgets verbunden und bilden somit eine Ausgabenobergrenze (Seiwald, et al., 2013 S. 9).
Eine optimale Steuerung von Staat und Gesellschaft kann nur dann erfolgen, wenn die eingesetzten öffentlichen Mittel ein Maximum an erzielten Ergebnissen und dessen Wirkungen vorweisen. Der Haushalt wird dabei als ein Steuerungsinstrument eingesetzt und muss aus diesem Grund weiterentwickelt werden (Seiwald, et al., 2013 S. 9f.).
Eine hohe Dynamik der Haushaltsreformierungen ist insbesondere auf kommunaler Ebene zu beobachten (PwC, 2009 S. 85). Im Jahre 2003, ist durch den Beschluss der ständigen Konferenz der Innenminister- und Senatoren der Länder zur Reform des Gemeindehaushalts, kurz Innenministerkonferenz (IMK), eine gesetzliche Rahmenbedingung geschaffen worden. Diese erlaubt kommunale Haushalte auf eine ressourcenorientierte Darstellung und eine outputorientierte Steuerung durch Zielvorgaben umzustellen (IMK, 2003 S. 19).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Notwendigkeit der Haushaltsreform und Grundlagen der Rechnungslegung

3 Arten der Rechnungslegung

3.1 Reine Kameralistik

3.2 Erweiterte Kameralistik

3.3 Doppik

4 Haushaltsreformen der einzelnen Staatsebenen

4.1 Bundesebene

4.2 Länderebene

4.3 Kommunale Ebene

5 Harmonisierung der öffentlichen Rechnungslegung

5.1 IPSAS

5.2 EPSAS

6 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den fundamentalen Umbruch im öffentlichen Rechnungs- und Haushaltswesen in Deutschland. Ziel ist es, die Notwendigkeit von Haushaltsreformen aufzuzeigen, verschiedene Rechnungslegungssysteme wie die Kameralistik und die Doppik zu analysieren und die Bestrebungen zur Harmonisierung auf nationaler und europäischer Ebene durch Standards wie IPSAS und EPSAS kritisch zu bewerten.

  • Analyse der Mängel des traditionellen kameralen Rechnungswesens
  • Gegenüberstellung von Kameralistik, erweiterter Kameralistik und Doppik
  • Evaluation der Reformfortschritte auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene
  • Untersuchung der Harmonisierung durch internationale Rechnungslegungsnormen
  • Diskussion über Kosten-Nutzen-Verhältnisse bei der Einführung neuer Systeme

Auszug aus dem Buch

3.1 Reine Kameralistik

Der Begriff Kameralistik wird vom lateinischen Wort “camera“ abgeleitet und bedeutet sowohl “fürstliche Schatzkammer“ als auch “Kämmerer“, also Jemand der für den Fürsten die Größe seinen Schatzes bestimmt hat (Dannemann, 2007 S. 28) (Hurlebaus, 2013 S. 65). Die Notwendigkeit eines Rechnungssystems entsprang im Kameralismus (ca. 1500 bis ca. 1750) als der Reichtum des Fürstentums bemessen wurde (Witte, et al., 2009 S. 13). Steigende Staatsverpflichtungen und höhere Ausgaben z. B. für militärische Zwecke, sollten durch Steuern und Abgaben gedeckt werden (Gröpl, 2001 S. 14). Durch die Einnahmen und Ausgaben der Finanzmittel konnte der aktuelle Geldbestand ermittelt werden (Witte, et al., 2009 S. 14). Im Jahre 1762 ist das kamerale Rechnungswesen um die Soll- und Ist- Verrechnung weiter entwickelt worden, diese stellen Plan- und Ist-Zahlen dar. Die Planzahlen werden für einzelne Leistungsbereiche erstellt und stellen zugleich ein Ausgaben- und Einnahmenbudget dar. Wird das Budget nicht aufgebraucht, so plant man mit einer geringeren Budgethöhe für die nächsten Perioden.

Plan- und Istzahlen werden im Vermögens- und Verwaltungshaushalt erfasst, wobei nur Vermögenshaushalt investive Zahlungsströme beinhaltet (Dannemann, 2007 S. 28) (Raupach/ Stangenberger, 2009 S. 15). Das heute noch angewandte kameralistische Haushalts- und Rechnungswesen findet nach denselben Prinzipien statt, wie sie vor rund 300 Jahren angewendet wurden (Brixner, et al., 2003 S. 6). Kameralistik lässt sich als ein System beschreiben, welches erlaubt, in der Regel jährlichen Haushaltsperiode, alle Einnahmen und Ausgaben zu planen, steuern und dokumentieren (Witte, et al., 2009 S. 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Reformbedarf im öffentlichen Finanzwesen angesichts wachsender Staatsverschuldung und der Notwendigkeit für Good Governance.

2 Notwendigkeit der Haushaltsreform und Grundlagen der Rechnungslegung: Es werden die finanzpolitischen Rahmenbedingungen sowie der Zweck der öffentlichen Rechnungslegung zur Sicherung intergenerativer Gerechtigkeit dargestellt.

3 Arten der Rechnungslegung: Das Kapitel vergleicht die klassische Kameralistik, die erweiterte Kameralistik und die Doppik hinsichtlich ihrer Funktionsweise und Transparenz.

4 Haushaltsreformen der einzelnen Staatsebenen: Die Umsetzung von Reformen wird differenziert für den Bund, die Bundesländer und die Kommunen analysiert und bewertet.

5 Harmonisierung der öffentlichen Rechnungslegung: Hier werden internationale Ansätze wie die IPSAS sowie das europäische Projekt der EPSAS zur Standardisierung des Haushaltswesens diskutiert.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit moderner Steuerungssysteme zusammen und betont die Bedeutung von Transparenz trotz der hohen Kostenbelastung.

Schlüsselwörter

Haushaltsreform, Kameralistik, Doppik, Öffentliche Verwaltung, Rechnungswesen, Good Governance, IPSAS, EPSAS, Staatsverschuldung, Haushaltssteuerung, Generationengerechtigkeit, Finanzberichterstattung, Modernisierung, Ressourcenverbrauch, Integrierte Verbundrechnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Modernisierungsprozess des öffentlichen Haushalts- und Rechnungswesens in Deutschland, wobei der Fokus auf dem Übergang von kameralen zu doppischen Buchführungssystemen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Reform der verschiedenen Staatsebenen (Bund, Länder, Kommunen) sowie der internationalen Harmonisierung durch Rechnungslegungsstandards.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie Haushaltsreformen zur Modernisierung der öffentlichen Verwaltung beitragen können, um eine effektive, effiziente und generationengerechte Haushaltsführung zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse sowie die Auswertung von Studien und Berichten zur Haushaltsreform, um den aktuellen Status Quo und die Notwendigkeit von Veränderungen zu belegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der verschiedenen Rechnungslegungsarten, die konkreten Reformfortschritte auf den staatlichen Ebenen und die kritische Auseinandersetzung mit internationalen Harmonisierungsbestrebungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Haushaltsreform, Doppik, Kameralistik, IPSAS, EPSAS und öffentliche Haushaltssteuerung definieren.

Welche Bedeutung hat die Einführung der Doppik für die Kommunen?

Die Doppik ermöglicht durch ein Ressourcenverbrauchskonzept eine transparentere Darstellung der Finanzlage, erfordert jedoch eine komplexe Umstellung der Verwaltungsprozesse und IT-Systeme.

Warum wird die Anwendung von IPSAS kritisch hinterfragt?

Da IPSAS auf betriebswirtschaftlichen Standards für Unternehmen basieren, werden ihre direkte Übertragbarkeit auf den öffentlichen Sektor sowie ihre fehlende Passgenauigkeit für spezifische deutsche Rechtsbesonderheiten kritisiert.

Inwiefern beeinflusst das Optionsmodell die Reformbestrebungen auf Landesebene?

Das Optionsmodell führt zu einer heterogenen Rechnungslegungslandschaft, die den direkten Vergleich zwischen den Bundesländern erschwert und einheitliche Transparenz teilweise behindert.

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Detalles

Título
Haushaltsreformen in Deutschland. Modernisierung des Haushalts- und Rechnungswesen in öffentlichen Verwaltungen
Universidad
University of Hamburg  (Sozialoekonomie)
Curso
Bachelorarbeit
Calificación
1.7
Autor
Anna Ponomarenko (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
37
No. de catálogo
V276242
ISBN (Ebook)
9783656693154
ISBN (Libro)
9783656695646
Idioma
Alemán
Etiqueta
Public Management Puma Haushaltsreform Neue Haushaltsreform Doppik Kameralistik Epsas Ipsas
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anna Ponomarenko (Autor), 2013, Haushaltsreformen in Deutschland. Modernisierung des Haushalts- und Rechnungswesen in öffentlichen Verwaltungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276242
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