Internationalisierungsstrategien ausgewählter deutscher mittelständischer Unternehmen


Hausarbeit, 2013

20 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Grundlagen
2.1. Mittelstand
2.2. Internationalisierung

3. Internationalisierungsstrategien
3.1. Umweltanalyse
3.2. Markteintrittsstrategien
3.3. Chancen und Risiken

4. Beispiele für Internationalisierungsprozesse
4.1. HAAS Schleifenmaschinen GmbH
4.2. Hummel AG

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: KMU-Definition des IfM Bonn im Überblick

Abb. 2: KMU-Schwellenwerte der EU seit 01.01.2005

Abb. 3: Unterschiedliche Formen der Internationalisierung von KMU

1. Einleitung

Die Entwicklung der Weltwirtschaft in den letzten Jahrzehnten, einhergehend mit der zunehmenden Globalisierung, beeinflusst auch die Geschäftstätigkeit deutscher mittelständischer Unternehmen. Die zunehmende internationale Vernetzung der Wirtschaft führt zu einem erhöhten Wettbewerbsdruck auf den einheimischen Märkten dieser Unternehmen. Aus dieser Entwicklung heraus ist es für mittelständische Unternehmen von immer größerer Bedeutung, ihre Marktposition durch den Ausbau der Auslandsaktivitäten zu sichern.1

Der deutsche Mittelstand hat im Jahr 2010 mit einem Umsatz von 1,91 Millionen Euro mit 52% zur Wertschöpfung der deutschen Wirtschaft beigetragen. Diese Bedeutung des sogenannten „German Mittelstand“ zeigt sich auch an ihrem Beitrag zur deutschen Exportleistung. Als Folge der Internationalisierung deutscher mittelständischer Unternehmen erwirtschaften diese mit 186,1 Mrd. Euro im Jahr 2010 rund 19% des gesamten Exportumsatzes deutscher Unternehmen.2

Diese Arbeit soll einen Überblick darüber geben, warum die Internationalisierung auch für mittelständische Unternehmen von Bedeutung ist, sowie die entsprechenden Wege des Internationalisierungsprozesses mit den dazugehörigen Markteintrittsstrategien erläutern. Dabei wird auch auf die Risiken im Zusammenhang mit der Internationalisierung eingegangen. Die daraus erlangten Grundlagen werden anschließend anhand des Internationalisierungsprozesses zweier ausgewählter Unternehmen in die Praxis übertragen, bevor am Ende dieser Arbeit ein Fazit erfolgt.

2. Begriffliche Grundlagen

2.1. Mittelstand

Für den Begriff „Mittelstand“, der in dieser Form nur in Deutschland gebräuchlich ist, gibt es wie auch für den Begriff der „kleinen und mittleren Unternehmen“ (KMU) bisher keine allgemeingültige Abgrenzung. Eine Annäherung an eine Definition für mittelständische Unternehmen erfolgt über quantitative und qualitative Kriterien. Die quantitativen Kriterien orientieren sich dabei an Kennzahlen, wie sie auch in der nachfolgenden Definition für KMU verwendet werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: KMU-Definition des IfM Bonn im Überblick3

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: KMU-Schwellenwerte der EU seit 01.01.20054

Diese beiden von dem Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IFM-Bonn) und der EUKommission aufgestellten quantitativen Kriterien für die Einteilungen von Unternehmen sind die heute anerkanntesten Klassifizierungen in diesem Bereich. Neben diesen rein quantitativen Kriterien sind in Hinblick auf die gesellschaftliche Bedeutung des Mittelstands ebenfalls qualitative Mittelstandscharakteristika zur Abgrenzung heranzuziehen. Das wichtigste Merkmal ist dabei die Vereinigung der Leitungs- und Eigentumsrechte in der Person des Unternehmers bzw. dessen Familie, wie es bei sogenannten Familienunternehmen erfolgt.5

Basierend auf Studien des IfM-Bonn im Jahr 2010 erfüllten 99,6 % der deutschen Unternehmen die oben genannten Kriterien für KMU und 96 % (Stand 2006) der deutschen Unternehmen waren Familienunternehmen. Neben der hohen Bedeutung des deutschen Mittelstands wird aus diesen Zahlen ebenfalls erkennbar, dass fast alle KMU auch Familienunternehmen sind.6

2.2. Internationalisierung

Im Zuge der Globalisierung sind mittelständische Unternehmen einem erhöhten Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Dies führt zu einer Fokussierung des unternehmerischen Handels auf die Erhaltung und Gewinnung von Wettbewerbsvorteilen.7 Begünstigende Faktoren für die Internationalisierung mittelständischer Unternehmen sind dabei die relative Verkürzung von Distanzen und Verbesserung der weltweiten Infrastruktur.8 Internationalisierung ist „die Aufnahme und Gestaltung von Auslandsaktivitäten. Die Qualität und in der Folge die Komplexität dieser ist abhängig von der Form des Markteintritts sowie der regionalen Zuordnung und des Zeitrahmens der ausländische Aktivitäten“9.

Laut einer Befragung deutscher Familienunternehmen aus dem Jahr 2007 sind die vorrangigen Motive für die Internationalisierung die Sättigung des Heimatmarktes (40,6% gaben dies als einen der Gründe an) und die horizontale Markterweiterung (64,7%). Gefördert durch die zunehmende Globalisierung erfolgt eine Angleichung der Absatzmärkte hinsichtlich der Bedarfsstrukturen. Dies ermöglicht es Unternehmen mit ihrem bestehenden Leistungsangebot neue Absatzmärkte zu erschließen. Ein weiterer, allerdings mit 24,5 % deutlich geringer gewichteter, Grund ist die Belieferung abwandernder Großkunden.10

Der Bedeutung der Internationalisierung des Mittelstands wurde in der Vergangenheit, gemessen an seinem Beitrag zur wirtschaftlichen Leistung, wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Der Fokus lag bisher eher auf den multinationalen Großunternehmen, was sich auch an dem geringen wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu diesem Themenbereich zeigt. Diese geringere Relevanz ist unter anderem auf die höheren Kosten und Risiken von Auslandsaktivitäten für mittelständische Unternehmen gegenüber großen Unternehmen zurückzuführen.11 Der Anteil der mittelständischen Unternehmen, die auf ausländischen Märkten aktiv sind, hat im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 4,5% auf 21,3 % zugenommen. Diese auslandsaktiven mittelständischen Unternehmen erzielen durchschnittlich 29,5% ihrer Umsätze im Ausland. Besonders größere Mittelständler ab 50 Beschäftigte profitieren von Effizienz- und Fixkostenvorteilen und erzielen 59,2% ihres Umsatzes im Ausland. Insgesamt erzielten deutsche mittelständische Unternehmen mit einem Wachstum von 11% gegenüber dem Vorjahr im Jahr 2011 597 Mrd. Euro auf ausländischen Märkten. Dies entspricht rund 50% des gesamten Exportvolumens deutscher Unternehmen und unterstreicht die Bedeutung der Internationalisierung des Mittelstands für die deutsche Gesamtwirtschaft.12

Der Grundstein für weltweit erfolgreiche Auslandsaktivitäten eines Unternehmens wird mit der Wahl einer auf die vorhandenen Rahmenbedingungen angepassten Internationalisierungsstrategie gelegt. Internationalisierungsstrategien werden als „das geplante Maßnahmenbündel sowie das sich emergent herausbildende Entscheidungsund Handlungsmuster bezeichnet, auf deren Basis eine internationale Unternehmung ihre Internationalisierungsaktivitäten vollzieht“13.

3. Internationalisierungsstrategien

3.1. Umweltanalyse

Da sich ausländische Märkte von denen dem Unternehmen vertrauten Märkten in Bezug auf wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen stark unterscheiden können, ist eine umfassende Analyse dieser Rahmenbedingungen Grundlage für einen erfolgreichen Markteintritt. Dies erfolgt über eine strategische Umweltanalyse bei der die Chancen und Gefahren einer geplanten Auslandsaktivität gegenübergestellt werden.14

Gemäß einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG aus dem Jahr 2007 ist der eingeschränkte Zugang zu Informationen über die Geschäftstätigkeit im Ausland, nach nichttarifären Handelshemmnissen, das zweit bedeutendste Hindernis für mittelständische Unternehmen bei der Ausweitung ihrer Geschäftsaktivitäten. Rund 39% der befragten Unternehmen messen diesem Bereich eine wichtige Rolle zu.15

[...]


1 Vgl. Ammann, P. et al. (2012), S. 29f.

2 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (2012) , S. 9.

3 Vgl. http://www.ifm-bonn.org/mittelstandsdefinition/definition-kmu-des-ifm-bonn/, Stand 05.06.2013.

4 Vgl. http://www.ifm-bonn.org/mittelstandsdefinition/definition-kmu-der-eu-kommission/, Stand 05.06.2013.

5 Vgl. Weber, W., Kabst, R. (2000), S. 6f; http://www.ifm-bonn.org/mittelstandsdefinition/, Stand 05.06.2013.

6 Vgl. http://www.ifm-bonn.org/statistiken/schluessel-und-kennzahlen/#accordion=0&tab=2, Stand 06.06.2013.

7 Vgl. Weber, W., Kabst, R. (2000), S. 5.

8 Vgl. Puchta, S., Röder, S. (2009), S. 6f.

9 Vgl. Mäder, O., Hirsch, B. (2009), S. 117.

10 Vgl. Brockmann, M., Hommel, U. (2007), S.193ff.

11 Vgl. Kabst, R. (2004), S. 1.

12 Vgl. Kreditanstalt für Wiederaufbau (2013), S. 2f.

13 Kutschker, M., Schmid, S. (2011), S. 1456.

14 Vgl. Weber, P. (1999), S. 243f.

15 Vgl. KPMG (2007), S. 18.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Internationalisierungsstrategien ausgewählter deutscher mittelständischer Unternehmen
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,3
Jahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V276292
ISBN (eBook)
9783656694403
ISBN (Buch)
9783656699446
Dateigröße
453 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
internationalisierungsstrategien, unternehmen
Arbeit zitieren
Anonym, 2013, Internationalisierungsstrategien ausgewählter deutscher mittelständischer Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276292

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Internationalisierungsstrategien ausgewählter deutscher mittelständischer Unternehmen



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden