In dieser Hausarbeit wurde untersucht, ob sich die Einstellungen zweier gesellschaftlicher Gruppen, Menschen mit und ohne Kinder, im Hinblick auf private Zufriedenheit, Zukunftsangst, Verantwortungsbewusstsein und Hygienebewusstsein voneinander unterscheiden.
Um die nötigen Daten zu erheben, wurde ein Fragebogen erstellt, der von 20 Eltern und 20 kinderlosen Personen ausgefüllt wurde. Die Fragen zielten auf jeweils 5 Items ab, die in Zusammenhang mit Zufriedenheit, Zukunftsangst, Verantwortungsbewusstsein und Hygienebewusstsein stehen. Die erhobenen Daten wurden rechnerisch aufbereitet, ausgewertet und zum Teil grafisch dargestellt, um die Ergebnisse der Untersuchung zu dokumentieren.
Die Ergebnisse wiesen in beiden Gruppen ähnliche Ausprägungen auf und nur bezüglich des Verantwortungsbewusstseins konnte ein geringer Unterschied festgestellt werden. Betrachtet man die Korrelation der einzelnen Merkmale, sind hingegen offensichtliche Unterschiede und Zu-sammenhänge erkennbar.
So beeinflusst in beiden Gruppen die private Zufriedenheit die Zukunftsangst. Verantwortungsbewusstsein korreliert in der Kinderlosengruppe mit Zukunftsangst, während in der Elterngruppe fast keine Korrelation dieser beiden Merkmale zu erkennen ist.
Die im Rahmen der Umfrage erhobenen Daten bezüglich des Alters und der Gruppenzugehörigkeit lassen deutlich erkennen, dass die Gruppe der Kinderlosen jünger ist, als die Elterngruppe. Zusammenhänge zwischen der Gruppenzugehörigkeit und dem Geschlecht der Versuchsteilnehmer konnten nicht ermittelt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Methoden
3. Ergebnisse
4. Diskussion der Ergebnisse
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch, ob sich die Einstellungen von Menschen mit Kindern und Menschen ohne Kinder in ausgewählten psychologischen Dimensionen unterscheiden, um daraus potenzielle Erkenntnisse für Marketing- und Werbestrategien abzuleiten.
- Vergleich der privaten Zufriedenheit zwischen Eltern und Kinderlosen
- Analyse der Ausprägung von Zukunftsängsten
- Untersuchung des Verantwortungsbewusstseins in beiden Gruppen
- Bewertung des Hygienebewusstseins
- Ermittlung von Korrelationen zwischen den genannten Einstellungsmerkmalen
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Der Begriff Einstellung kommt aus dem Bereich der Sozialpsychologie. Der Einstellungsbegriff wurde von Thomas und Znaniecki (1918) in die Soziologie und Sozialpsychologie eingeführt (Thomas, 1991) Vor 60 Jahren hat der Sozialpsychologe Gordona Allport (1935) festgestellt: „dass das Einstellungskonzept zu den wichtigsten Konstrukten der Sozialpsychologie gehört, und einige seiner Zeitgenossen waren gar der Meinung, das Anliegen der Sozialpsychologie sei identisch mit der Erforschung der Einstellungen.“ (Bierbrauer, 2005, S.138) Allport war der Meinung, im Gegensatz zu seinen Kollegen, dass menschliches Verhalten nicht so sehr von objektiven Stimulus Bedingungen beeinflusst wird, sondern von der Art und Weise wie Personen Situationen wahrnehmen und diese interpretieren.
Einstellungen begegnen uns alltäglich und wir sind ihnen genauso täglich ausgesetzt. Synonym könnte man Einstellung auch mit Sichtweise, Haltung, Meinung oder auch Vorurteil bezeichnen. Wir haben positive oder negative Einstellungen gegenüber sozialen Minderheiten, politischen und religiösen Ansichten, Produkten, Vorgesetzten, Arbeitskollegen, bestimmten Sachverhalten, Situationen oder Umweltverhalten.
„Einstellung ist die Überzeugung oder das Gefühl, das Menschen prädisponiert, in einer bestimmten Art und Weise auf Dinge, Menschen und Ereignisse zu regieren.“ (Myers, 2007, S. 639)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den sozialpsychologischen Einstellungsbegriff ein, erläutert dessen Relevanz für das menschliche Verhalten und definiert die Forschungsfrage der Arbeit.
2. Methoden: Hier wird das Untersuchungsdesign erläutert, das auf einer Befragung von 40 Teilnehmern mittels eines Fragebogens basiert, sowie die Operationalisierung der Variablen und die statistische Auswertung beschrieben.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistischen Kennwerte, Mittelwertsvergleiche und Korrelationsanalysen der erhobenen Daten grafisch und tabellarisch.
4. Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die Resultate kritisch hinterfragt, Störvariablen und methodische Limitationen analysiert und die Hypothesen abschließend bewertet.
Schlüsselwörter
Einstellungen, Eltern, Kinderlose, Sozialpsychologie, Zukunftsangst, Zufriedenheit, Verantwortungsbewusstsein, Hygienebewusstsein, quantitative Forschung, Likert-Skala, Korrelationsanalyse, Wirtschaftspsychologie, Werbestrategie, Konsumentenverhalten, Umfrage
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht mittels einer quantitativen Umfrage, ob Eltern und kinderlose Personen signifikante Unterschiede in spezifischen Einstellungsmerkmalen wie Zukunftsangst oder privater Zufriedenheit aufweisen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der privaten Lebenssituation (Zufriedenheit), Ängsten bezüglich der Zukunft, dem persönlichen Verantwortungsgefühl sowie dem Hygienebewusstsein der Probanden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob die Gruppenzugehörigkeit (Eltern vs. Kinderlose) einen Einfluss auf diese Einstellungen hat, um daraus Implikationen für die Werbe- und Marketingbranche abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um ein Between-subjects-Design, bei dem 40 Teilnehmer einen standardisierten Fragebogen ausgefüllt haben. Die Daten wurden anschließend deskriptiv-statistisch und mittels Korrelationsanalysen ausgewertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung der Datenerhebung, die Darstellung der statistischen Ergebnisse in Tabellen und Grafiken sowie eine kritische Diskussion der Befunde.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Wirtschaftspsychologie, Einstellungsforschung, statistische Datenanalyse und Konsumentenpsychologie charakterisieren.
Welches zentrale Ergebnis wurde bezüglich des Verantwortungsbewusstseins erzielt?
Die Analyse ergab, dass Kinderlose in dieser Stichprobe ein höheres Verantwortungsbewusstsein aufweisen als Eltern, wobei dies der einzige Bereich war, in dem ein statistisch beachtenswerter Unterschied festgestellt werden konnte.
Welche Bedeutung haben die Korrelationen für die Interpretation?
Die Korrelationsanalysen zeigten interessante Zusammenhänge auf, etwa dass höhere private Zufriedenheit in der Elterngruppe mit einer geringeren Zukunftsangst korreliert, was tiefere Einblicke in die psychologische Struktur der Gruppen ermöglicht.
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- Sandy Obermann (Autor), 2014, Untersuchung der Unterschiede von Einstellungen zwischen Eltern und Kinderlosen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276306