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Vom Krieg zur Diplomatie. Der israelisch-palästinensische Friedensprozess bis zum Camp David Abkommen 1978

Título: Vom Krieg zur Diplomatie. Der israelisch-palästinensische Friedensprozess bis zum Camp David Abkommen 1978

Trabajo de Seminario , 2013 , 15 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Dominik Mönnighoff (Autor)

Política - Región: Oriente Medio
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Der Nahostkonflikt ist einer der ältesten und immer noch aktuellsten Konflikte unserer Zeit. Gegen den Widerstand der arabischen Bevölkerung gründeten jüdische Siedler im Zuge des israelischen Unabhängigkeitskrieges 1948 auf britischen Mandatsgebiet den Staate Israel. Da das Gebiet palästinensisch war, kam es zu Reaktionen der arabischen Nachbarn, denn für Sie hatte Israel keine Daseins-Berechtigung. Es folgten mehrere Kriege der arabischen Staaten gegen Israel. Israel siegte jedoch in jeder gewaltsamen Auseinandersetzung. Die größten Verluste bescherte der Sechs-Tage-Krieg 1967 den arabischen Staaten, als nach dem Waffenstillstand der Gaza-Streifen, die Sinai-Halbinsel, Westjordanien sowie die syrischen Golanhöhlen Israel alle Gebiete weiterhin besetzte. Auf der Gipfelkonferenz von Khartoum einigten sich die arabischen Staaten auf die „Drei Neins“ im Bezug auf Israel: Keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels, keinen Frieden mit Israel.
Nach dem Sechs-Tage Krieg setzt ein beginnender Friedensprozess ein, welcher in dieser Arbeit im Mittelpunkt stehen wird. Ein Friedensprozess unterliegt vielen Faktoren, die Ihn beeinflussen. Der Zugriff auf den israelischen-ägyptischen Friedensprozess soll anhand der Realismus-Theorie der Internationalen Beziehungen erfolgen. Der Friedensprozess fällt in die Zeitspanne des Kalten Krieges, in der die Theorie des Realismus neben der des Neorealismus die vorherrschende war.
War das Camp-David-Abkommen ein Erfolg und ein Fortschritt für den Friedensprozess im Nahen Osten oder zersplitterte er die arabische Welt und machte einen dauerhaften Frieden noch unwahrscheinlicher? War es der Mediation der Amerikaner geschuldet, einen kurzfristigen Erfolg im Friedensprozess zu verzeichnen?
Außerdem soll untersucht werden, inwiefern der israelisch-ägyptische Friedensprozess ein Projekt der Eliten unter besonderer Vermittlung der US-Amerikaner gewesen ist. So sollen neben den externen Faktoren auch die innerstaatlichen Voraussetzungen für das staatliche Handeln untersucht werden. Der staatszentrierte Realismus misst Internationalen Organisationen keinen hohen Stellenwert zu. Jeder Staat versucht möglichst unabhängig von anderen Staaten oder Organisationen zu bleiben, da diese keine verlässliche Sicherheit garantieren können. Das Prinzip der Selbsthilfe ist wohl auch Grund dafür, dass die Vereinten Nationen in diesem Konflikt eine schwache Position einnehmen.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Theoretische Vorbemerkungen

2. Die Entflechtungsabkommen der Genfer Friedenskonferenz 1973

3. Das israelisch-ägyptische Sinai-Abkommen von 1975

4. Der Besuch Präsident Sadats in Israel

5. Die Verträge von Camp David

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert den israelisch-palästinensischen Friedensprozess von der Nachkriegszeit nach 1967 bis zum Abschluss der Camp-David-Verträge 1978. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern dieser Prozess als Elitenprojekt unter US-amerikanischer Vermittlung zu bewerten ist und ob die angewandte Realismus-Theorie der Internationalen Beziehungen zur Erklärung der staatlichen Handlungsweisen geeignet ist.

  • Analyse des Friedensprozesses unter Anwendung der Realismus-Theorie
  • Die Rolle der US-amerikanischen Vermittlung im Nahostkonflikt
  • Untersuchung der diplomatischen Phasen: Genfer Konferenz, Sinai-Abkommen und Camp David
  • Einfluss innerstaatlicher Faktoren und externer Machtverschiebungen
  • Bewertung der langfristigen Auswirkungen auf die Stabilität der Region

Auszug aus dem Buch

4. Der Besuch Präsident Sadats in Israel

Es war Ägyptens Präsident Sadat, der im November 1977 mit seiner spektakulären Reise nach Israel und seiner Rede vor der Knesset wieder Bewegung in die Situation brachte. Sadat überraschte mit dieser Reise nicht nur Israelis und Amerikaner, sondern auch die arabischen Staaten. Perthes erklärt den Weg zur Reise Sadats nach Israel wie folgt: Am 9. November 1977 erklärte Sadat im Parlament, dass er im Interesse des Friedens bereit sei, nach Jerusalem zu reisen. Am 13. November erklärte Begin, der Sadats Erklärung für einen Propagandatrick hielt, der ägyptische Präsident sei willkommen, wenn es ihm mit seinen Worten ernst sei. Gleich am Tag darauf sagte Sadat dem amerikanischen Botschafter, er nehme die Einladung an, hätte sie gerne nur noch einmal schriftlich. Und so folgte der Flug Sadats in Folge der schriftlichen Einladung am 19. November nach Israel, was jedoch den Rücktritt des ägyptischen Außenministers Fahmi zur Folge hatte.

Sadat ging bei seinem Besuch in eine diplomatische Offensive über, in der er den Israelis demonstrierte, dass sie in der Region nicht weiter isoliert sein müssen, sondern vielmehr Frieden mit Ägypten möglich sei. In seiner Rede vor der Knesset machte Sadat zudem überaus deutlich, dass man in Frieden leben könne. Voraussetzung sei nur der Rückzug Israels aus allen 1967 eroberten Gebieten. Zudem müssten die Palästinenser ihre Selbstverwirklichungsrechte, einschließlich des Rechts auf einen eigenen Staat, realisieren können. Ägypten bot im Gegenzug eine Anerkennung des Staates Israels in den Grenzen von 1949 an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Theoretische Vorbemerkungen: Einführung in den historischen Kontext des Nahostkonflikts und Vorstellung des theoretischen Rahmens des staatszentrierten Realismus zur Untersuchung des Friedensprozesses.

2. Die Entflechtungsabkommen der Genfer Friedenskonferenz 1973: Darstellung der diplomatischen Bemühungen nach dem Jom-Kippur-Krieg, die zu ersten Truppenentflechtungen zwischen Ägypten, Israel und Syrien führten.

3. Das israelisch-ägyptische Sinai-Abkommen von 1975: Analyse der Vereinbarung zur Sicherheitskooperation und des israelischen Rückzugs aus Teilen des Sinai als politischer Erfolg des Friedensprozesses.

4. Der Besuch Präsident Sadats in Israel: Dokumentation der diplomatischen Offensive Sadats durch seine Reise nach Jerusalem und die damit verbundene Dynamik im Friedensprozess.

5. Die Verträge von Camp David: Untersuchung der unter Vermittlung der USA ausgehandelten Abkommen von 1978, die den Frieden zwischen Israel und Ägypten festigten, aber auch Spannungen in der arabischen Welt verschärften.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der diplomatischen Bemühungen als „Top-down“-Elitenprojekt, das zwar einen Teilfrieden schuf, aber keine umfassende Lösung für den gesamten Nahostkonflikt bot.

Schlüsselwörter

Nahostkonflikt, Friedensprozess, Realismus, Camp-David-Abkommen, Ägypten, Israel, USA, Diplomatie, Sinai-Abkommen, Anwar as-Sadat, Menachem Begin, Palästinenserfrage, Sicherheitsbedürfnis, Elitenprojekt, Kalter Frieden

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des israelisch-ägyptischen Friedensprozesses in der Zeit zwischen dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 und dem Abschluss der Camp-David-Abkommen von 1978.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Rolle externer Mächte wie den USA, die Anwendung realistischer Theorien der Internationalen Beziehungen, die diplomatischen Verhandlungsphasen und die Auswirkungen der Friedensschlüsse auf die politische Stabilität in der Region.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu bewerten, ob die Friedensabkommen als erfolgreiche Fortschritte zu werten sind oder ob sie lediglich Elitenprojekte darstellten, die die arabische Welt zersplitterten und eine umfassende Lösung des Nahostkonflikts erschwerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt den theoretischen Zugriff des staatszentrierten Realismus, um staatliches Handeln im Kontext des Kalten Krieges und internationaler Machtkonstellationen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Analyse der diplomatischen Meilensteine, beginnend bei der Genfer Friedenskonferenz 1973 über das Sinai-Abkommen 1975 bis hin zu Sadats Besuch in Israel und den finalen Verträgen von Camp David.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nahostkonflikt, Realismus-Theorie, Camp-David-Abkommen, Diplomatie und US-amerikanische Mediation charakterisieren.

Welche Rolle spielten die USA bei den Friedensverhandlungen?

Die USA fungierten als entscheidender Mediator, der Israel Sicherheitsgarantien und wirtschaftliche Unterstützung bot, während sie gleichzeitig ihre eigene geopolitische Position im Kalten Krieg gegenüber der Sowjetunion zu stärken versuchten.

Wie wurde das Camp-David-Abkommen in Ägypten und der arabischen Welt aufgenommen?

Das Abkommen war äußerst umstritten; es führte zur diplomatischen Isolation Ägyptens in der Arabischen Liga und wurde von vielen arabischen Staaten als Verrat an der palästinensischen Sache empfunden.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Vom Krieg zur Diplomatie. Der israelisch-palästinensische Friedensprozess bis zum Camp David Abkommen 1978
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Politikwissenschaft)
Calificación
2,7
Autor
Dominik Mönnighoff (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
15
No. de catálogo
V276426
ISBN (Ebook)
9783656694281
ISBN (Libro)
9783656695189
Idioma
Alemán
Etiqueta
krieg diplomatie friedensprozess camp david abkommen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dominik Mönnighoff (Autor), 2013, Vom Krieg zur Diplomatie. Der israelisch-palästinensische Friedensprozess bis zum Camp David Abkommen 1978, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276426
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