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Die Ausdifferenzierung des deutschen Parteiensystem seit 1949

Wandel, Konstanten, Perspektiven

Título: Die Ausdifferenzierung des deutschen Parteiensystem seit 1949

Trabajo de Seminario , 2013 , 24 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Dominik Mönnighoff (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
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Das deutsche Parteiensystem steht im Umbruch. Neben zunehmender Fragmentierung, Segmentierung und Volatilität macht sich auch Unsicherheit breit. Niemand weiß, ob im Fünfparteiensystem bald eine neue Partei die 5% Hürde schaffen wird, weder Wähler noch Gewählte. Koalitionsbildungen könnten sich zu einer Zerreißprobe entwickeln. Die Zeiten des Parteiensystems, welches geprägt war durch Stabilität und Kontinuität, scheinen vorbei zu sein.
In der Folgenden Arbeit steht das deutsche Parteiensystem und seine Entwicklung in besonderer Hinsicht auf die Konstanten und den Wandel in seinen Grundcharakteristika auf dem Prüfstand. Bei der Darstellung der historischen Entwicklung des Parteiensystems soll zunächst berücksichtigt werden, dass die Einteilung der Perioden sich nicht an den Regierungsbündnissen, sondern an der Periodisierung von Alemanns orientiert, da diese den Blick auf das Parteiensystem insgesamt gewährleistet. Eine Einteilung in Regierungsphasen wäre nicht zentral auf das Parteiensystem gerichtet, sondern würde die unterschiedlichen Parteiregierungen in den Blick nehmen, die nicht zwingend verantwortlich für die Entwicklung des Parteiensystems insgesamt sind. Zudem wird sich die Darstellung auf die westdeutsche Entwicklung des Parteiensystems stützen. So können für die Periodisierung 5 Phasen herangezogen werden: Die Formierungsphase von 1945-1953, die Konzentrierungsphase von 1953-1976, die Transformationsphase von 1976-1994, die Stabilisierungsphase von 1994-2002 und schließlich die Fluide Phase seit 2002. Die Ausdifferenzierung des deutschen Parteiensystems war einem stetigen Wandel unterzogen. Geprüft werden soll, ob dieser Wandel in Form einer Systemtransformation vonstatten ging oder ob sich das System trotz etwaiger Zersplitterung in der Parteienlandschaft als stabil erwies.
Zur Untersuchung des Parteiensystems werden die Parteiensystemeigenschaften Fragmentierung, Polarisierung, Asymmetrie, und Segmentierung als Analysemerkmale herangezogen. Besonders soll auch nach den Gründen für Änderungen im Parteiensystem in den Programmatiken und im ideologischen Wandel der Parteien gesucht werden. Darüber hinaus sind die Änderungen in der Wettbewerbssituation, den Koalitionsmöglichkeiten und der veränderten Grundsituation nach der deutschen Wiedervereinigung zu betrachten. Wie veränderte sich das Parteiensystem mit der Wiedervereinigung und welches Wählerverhalten ist festzustellen?
(...)

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung des deutschen Parteiensystem bis zur Gegenwart

2.1 Die Formierungsphase

2.2 Die Konzentrierungsphase

2.3 Die Transformationsphase

2.4 Die Stabilisierungsphase

2.5 Die Fluide Phase seit 2002

4. Zusammenfassung der Ergebnisse und Perspektiven des deutschen Parteiensystems

5. Literatur

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des deutschen Parteiensystems seit 1949 unter besonderer Berücksichtigung von Konstanten und Wandel in den Grundcharakteristika. Dabei wird analysiert, ob der beobachtete Wandel eine Systemtransformation darstellt oder das System trotz zunehmender Zersplitterung stabil geblieben ist.

  • Historische Periodisierung des deutschen Parteiensystems in fünf Phasen
  • Analyse von Parteiensystemeigenschaften wie Fragmentierung, Polarisierung und Asymmetrie
  • Untersuchung des ideologischen Wandels und der Programmatiken der Parteien
  • Auswirkungen der deutschen Wiedervereinigung auf das Parteiensystem
  • Entwicklung neuer Koalitionsmöglichkeiten und Wettbewerbssituationen

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Formierungsphase

Nach der Beendigung der nationalsozialistischen Herrschaft formierten sich in Deutschland unter Aufsicht der Alliierten die Parteien neu. Neben der SPD, die erste gesamtdeutsche Partei wurde, wurde die Gründung der CDU zu einer „wirklichen und wirkmächtigen Innovation in der deutschen Parteigeschichte.“3 Mit ihren christlichen Wurzeln, aber auch mit ihrer konservativen sowohl als auch liberalen und sozialen Programmatik umfasste sie ein breites politisches Spektrum, was sie neben der SPD zur Volkspartei machte.

Programmatisch war die CDU aufgrund der sehr heterogenen Gründungsgruppierungen durchaus gespalten. Das Ahlener Programm ist das wohl wichtigste und bekannteste Parteidokument aus der Gründungsphase und wurde 1947 veröffentlicht. Da bereits 1947 die ersten Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen anstanden, war es notwendig, die Position der Partei festzuschreiben. So heißt es in der Präambel des Ahlener Programms:

„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinwirtschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.“4 Das Ahlener Programm stellte zwar den

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des sich im Umbruch befindlichen deutschen Parteiensystems ein und definiert die Forschungsfrage sowie die methodische Periodisierung in fünf Phasen.

2. Die Entwicklung des deutschen Parteiensystem bis zur Gegenwart: Dieses Hauptkapitel detailliert die historische Entwicklung von der Gründung der Bundesrepublik bis zur Gegenwart durch die Analyse der fünf definierten Phasen.

2.1 Die Formierungsphase: Dieses Kapitel beschreibt die Neugründung der Parteien nach 1945 und die Konsolidierung der CDU sowie SPD als erste große Volksparteien.

2.2 Die Konzentrierungsphase: Hier wird der Zeitraum 1953 bis 1976 behandelt, der durch eine starke Konzentration der Wählerstimmen auf drei Parteien und eine Ära der parlamentarischen Stabilität gekennzeichnet ist.

2.3 Die Transformationsphase: Dieses Kapitel thematisiert die Fragmentierung des Parteiensystems in den 1980er Jahren und den Einfluss der Wiedervereinigung auf die Struktur des Systems.

2.4 Die Stabilisierungsphase: Hier wird die Phase von 1994 bis 2002 untersucht, die trotz neuer Herausforderungen durch eine Absorptionskraft und ein Erstarken der "kleinen" Parteien geprägt war.

2.5 Die Fluide Phase seit 2002: Dieses Kapitel analysiert die Krise der Volksparteien seit der Bundestagswahl 2002 und die Etablierung eines Fünf-Parteien-Wettbewerbs.

4. Zusammenfassung der Ergebnisse und Perspektiven des deutschen Parteiensystems: Das Kapitel fasst die historische Entwicklung zusammen und bewertet die Stabilität des Systems sowie zukünftige Koalitionsoptionen.

5. Literatur: Dieses Verzeichnis listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Internetressourcen auf.

Schlüsselwörter

Parteiensystem, Volkspartei, Fragmentierung, Polarisierung, Koalition, Bundestagswahl, Systemtransformation, Konzentrierung, Demokratie, Wettbewerbssituation, Wiedervereinigung, Politische Mitte, Segmentierung, Pluralismus, Wahlergebnisse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des deutschen Parteiensystems von seiner Formierung im Jahr 1949 bis zur aktuellen "Fluiden Phase" und untersucht dessen Wandel sowie Stabilität.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die historische Entwicklung der Parteienlandschaft, der Wandel von der Dominanz der Volksparteien hin zu einem fragmentierten System sowie die veränderten Koalitionsbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, ob der beobachtete Wandel im Parteiensystem eine grundlegende Systemtransformation darstellt oder ob das System trotz Zersplitterung stabil geblieben ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine historische Periodisierung nach Alemann vorgenommen, ergänzt durch die Analyse von Parteiensystemeigenschaften wie Fragmentierung, Polarisierung, Asymmetrie und Segmentierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in fünf chronologische Phasen (Formierung, Konzentrierung, Transformation, Stabilisierung, Fluide Phase), die jeweils spezifische Merkmale und Wahlentwicklungen beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Parteiensystem, Volkspartei, Fragmentierung, Polarisierung, Koalitionsbildung und Systemtransformation charakterisiert.

Warum wird die Phase seit 2002 als "Fluide Phase" bezeichnet?

Sie wird so genannt, weil in dieser Zeit erstmals eine deutliche Krise der großen Volksparteien (CDU/CSU und SPD) sichtbar wurde, geprägt durch sinkende Wahlergebnisse und eine dynamischere, weniger berechenbare Wettbewerbssituation.

Welche Bedeutung kommt dem "Ahlener Programm" der CDU zu?

Es war 1947 eines der bedeutendsten Dokumente der Gründungsphase, welches die Position der CDU programmatisch festschrieb, den Kapitalismus kritisierte und den Weg zur späteren Sozialen Marktwirtschaft ebnete.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Ausdifferenzierung des deutschen Parteiensystem seit 1949
Subtítulo
Wandel, Konstanten, Perspektiven
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Politikwissenschaft)
Calificación
2,0
Autor
Dominik Mönnighoff (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
24
No. de catálogo
V276441
ISBN (Ebook)
9783656694908
ISBN (Libro)
9783656695837
Idioma
Alemán
Etiqueta
ausdifferenzierung parteiensystem wandel konstanten perspektiven
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dominik Mönnighoff (Autor), 2013, Die Ausdifferenzierung des deutschen Parteiensystem seit 1949, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276441
Leer eBook
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