Diese wissenschaftliche Arbeit dient dazu, die vorab präsentierten Recherchen und persönlichen Gedanken zu vertiefen und einen detaillierteren Einblick zu gewähren.
Im Folgenden werden wir Ihnen aufzeigen, was im Allgemeinen unter Shared Services verstanden wird, welche Prozesse für diese insbesondere geeignet sind und welche Vor- und Nachteile sich aus Shared Service Centern ergeben. Darüber hinaus wer-den Sie über die Vorkehrungen informiert, welche getroffen werden müssen, um Shared Services erfolgreich in einem Unternehmen zu etablieren.
Um häufig auftretenden Missverständnissen vorzubeugen, wird zudem auf die Be-griffsabgrenzung Shared Services vom bekannteren Verfahren namens Outsourcing abgegrenzt.
Abschließend werden einige Ziele genannt, die mit der Einführung von Shared Ser-vice Centern verfolgt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Herkunft des Organisationskonzeptes
3 Definition von Shared Services
4 Geeignete Prozesse und Beispiele für Shared Services
5 Vor- und Nachteile von Shared Services
6 Planung und Einführung von Shared Service Centern
7 Abgrenzung zum Outsourcing
8 Ziele von Shared Services
9 Fazit
10 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das Konzept der Shared Services als Methode zur Prozessoptimierung in Unternehmen. Das primäre Ziel ist es, den Lesern ein fundiertes Verständnis über die Definition, die Voraussetzungen sowie die Vor- und Nachteile dieses Organisationsmodells zu vermitteln und es präzise vom Outsourcing abzugrenzen.
- Grundlagen und historische Herkunft des Shared-Service-Gedankens
- Kriterien für die Auswahl geeigneter Prozesse zur Zentralisierung
- Strategische Planung, Einführung und steuernde Instrumente wie Service Level Agreements
- Gegenüberstellung von Chancen und Risiken bei der Implementierung
- Zielsetzungen wie Kostenreduktion, Qualitätssteigerung und Mitarbeiterorientierung
Auszug aus dem Buch
3 Definition von Shared Services
In der Literatur existieren unzählige Auffassungen über die Definition des Begriffs eines Shared Service Centers. Im Beitrag „Synergien nutzen, Skaleneffekte erzielen“ der Zeitschrift „die Bank“ wird ein Shared Service Center als eine „interne Servicegesellschaft, die prozessorientiert Dienstleistungen bündeln, konzentrieren und den Konzerngesellschaften als Dienstleistungen zur Verfügung stellen“ beschrieben. In einem weiteren Ansatz wird ein Shared Service Center als „selbständige Struktur innerhalb eines Konzerns“ dargestellt, welche auch als „internes Outsourcing angesehen werden“ kann. Als Kernaussage dieser Definition entnehmen wir, dass betriebliche Aufgaben, welche in einem Konzern sonst in mehreren Abteilungen jeweils separat und wiederholend auftreten, demnach gebündelt und in den Shared Service Centern zusammen verarbeitet werden. Die gegebenen Definitionen werden in der Literatur oftmals um die folgenden fünf wesentlichen Merkmale ergänzt:
- rechtlich und wirtschaftlich selbstständig
- verdienen Geld gegen erbrachte Leistungen
- Art und Umfang der Leistung wird mit Kunden vereinbart
- Überregional an optimalen Standorten errichtet
- Erfüllen Unterstützungsfunktionen, erlassen keine Richtlinien
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den Kontext der Arbeit im Rahmen der Vorlesung Prozessmanagement und definiert den Umfang der behandelten Themen.
2 Herkunft des Organisationskonzeptes: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung von der starren Zentralisierung über die Dezentralisierung hin zur modernen Shared-Service-Struktur.
3 Definition von Shared Services: Hier werden unterschiedliche theoretische Definitionen eines Shared Service Centers analysiert und fünf wesentliche Merkmale herausgearbeitet.
4 Geeignete Prozesse und Beispiele für Shared Services: Das Kapitel beschreibt die Kriterien zur Prozessauswahl sowie typische Anwendungsfelder wie Stammdatenpflege und Rechnungswesen.
5 Vor- und Nachteile von Shared Services: Eine kritische Betrachtung der Chancen wie Kostenreduktion und Know-how-Erhalt gegenüber Risiken wie Kommunikationsproblemen und Mitarbeitermotivation.
6 Planung und Einführung von Shared Service Centern: Hier werden strategische Aspekte, Standortwahl, Prozessanalysen und die Rolle von Service Level Agreements (SLA) behandelt.
7 Abgrenzung zum Outsourcing: Dieses Kapitel verdeutlicht die konzeptionellen Unterschiede zwischen Shared Services und Outsourcing hinsichtlich Koordination, Know-how und Verrechnungspreisen.
8 Ziele von Shared Services: Zusammenfassung der Zielsetzungen in vier Kategorien: Spezialisierung, Standardisierung, Transparenz, Kundenorientierung und die Erschließung neuer Geschäftsfelder.
9 Fazit: Eine abschließende Bewertung der Etablierung von Shared Services in deutschen Unternehmen und ein Ausblick auf die aktuelle Datenlage.
10 Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit verwendeten Fachliteratur und Quellen.
Schlüsselwörter
Shared Services, Prozessmanagement, Prozessoptimierung, Zentralisierung, Dezentralisierung, Service Level Agreement, Outsourcing, Standardisierung, Kostensenkung, Synergieeffekte, Unternehmensorganisation, Wissensmanagement, Kundenorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Organisationskonzept der Shared Services als Instrument zur Prozessoptimierung innerhalb von Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Konzepts, die Kriterien für geeignete Prozesse, die strategische Planung und die Zielsetzung der Implementierung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über Shared Services zu geben, die Vorteile und Nachteile aufzuzeigen und das Konzept vom Outsourcing abzugrenzen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die durch die Auswertung von Studien (z.B. KPMG) und Fachbeiträgen gestützt wird.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Herkunft, Definition, Prozessanforderungen, die strategische Implementierung mittels Service Level Agreements sowie die spezifischen Ziele des Modells.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Shared Services, Prozessoptimierung, Zentralisierung und Service Level Agreements beschreiben.
Wie unterscheidet sich die Kostensenkung bei Shared Services von der beim Outsourcing?
Bei Shared Services resultiert die Kostensenkung primär aus Skaleneffekten (Economies of Scale) durch Prozesszusammenlegung, beim Outsourcing hingegen aus der Variabilisierung fixer Kosten.
Warum spielen Service Level Agreements eine so wichtige Rolle?
Sie dienen als Steuerungsinstrument, um die Kunden-Lieferanten-Beziehung innerhalb des Konzerns zu regeln, Transparenz zu schaffen und marktähnliche Bedingungen einzuführen.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2013, Prozessoptimierung durch Shared Services, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276470