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Der Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Lesekompetenz von Schülern

Spezielle Multivariate Analyseverfahren

Titre: Der Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Lesekompetenz von Schülern

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2014 , 35 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Heinz Piwonka (Auteur)

Sociologie - Enfants et Adolescence
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Einen besonderen Einfluss hat die Familie auf die schulischen Kompetenzen und Praktiken ihrer Kinder. Ausschlaggebend dafür ist der sozioökonomische Status der Familie, der sich aus kulturellen, sozialen und ökonomischen Praktiken, sowie dem persönlichen Geschmack zusammensetzt (Bourdieu 1982). Nach dieser Idee „erben“ die Kinder den Status ihrer Eltern, welcher ihr Verhalten und in der Folge ihre Kompetenzen beeinflusst.

Schulische Leistungen der Kinder lassen sich in Form von Zeugnissen und Bildungsabschlüssen leicht und standardisiert – zumindest im nationalen Bereich - messen. Die OECD verfolgt mit ihrem PISA-Programm einen anderen Zugang: die tagtäglichen Herausforderungen einer Wissensgesellschaft (vgl. OECD 2012 : 22). Somit stehen weder Zeugnisse noch Schulnoten im Fokus, sondern persönliche Fähigkeiten der SchülerInnen. Im Rahmen der Lehrveranstaltung bei dieser die vorliegende Seminararbeit entstand, wurde der internationale Teil der PISA-Studie 2009 für Österreich zur Verfügung gestellt und bildet somit die Datenbasis für diese Analyse.

Die Lesekompetenz erscheint im Hinblick auf zu Grunde liegende sozioökonomische Faktoren als besonders gut geeigneter Indikator für weitere Untersuchungen, da nach dem nationalen Bildungsbericht 2012 Kinder aus bildungsfernen Familien und Kinder nichtdeutscher Alltagssprache einem hohen Risiko ausgesetzt sind, nur schwache Leseleistungen zu erbringen, was im Speziellen für Österreich gilt, da die österreichischen SchülerInnen in internationalen Vergleichsstudien insgesamt nicht zufriedenstellend abschneiden (vgl. Bruneforth et. al. 2013 : 15). Hier stellt sich die Frage, welche weiteren sozioökonomischen Faktoren ausgemacht werden können, um Leistungsdefizite der SchülerInnen zu identifizieren.

Zur Beschreibung von Bildungs- bzw. Leistungsungleichheiten stehen zwar ausreichend Daten zur Verfügung, es besteht jedoch weiterer Forschungsbedarf mit dem Ziel der besseren Datenauswertung im allgemeinen und in Bezug auf Schulen und Schultypen im besonderen (vgl. ebda : 25). Diese Arbeit soll einen Beitrag dazu leisten und einerseits strukturprüfend, theoretisch benannte sozioökonomische Faktoren auf ihren Aussage- und Prognosewert untersuchen, andererseits auf Basis der PISA 2009-SchülerInnenbefragung weitere sozioökonomische Einflüsse strukturentdeckend ausfindig machen und adäquat analysieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Fundierung

3. Hypothese, Variablen, (Re)Kodierungen

4. Material & Methoden

5. Ergebnisse

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

8. Anhang

a. weitere Tabellen

b. Syntax SPSS

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Lesekompetenz von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in Österreich. Auf Basis der PISA 2009-Daten wird analysiert, inwieweit soziale Herkunft, Migrationsstatus, Geschlecht sowie gewählte Schultypen und Lernstrategien die Leseleistung beeinflussen und ob das Schulsystem bestehende Benachteiligungen kompensieren kann.

  • Analyse des Einflusses des sozioökonomischen Status auf die Lesekompetenz.
  • Untersuchung von Leistungsunterschieden bei Migrantinnen und Migranten sowie zwischen den Geschlechtern.
  • Evaluierung der Auswirkungen verschiedener Schultypen (Pflichtschule, BMS, BHS, AHS) auf die Leseleistung.
  • Identifikation und Prüfung von Lern- und Exzerpierstrategien als Einflussfaktoren auf den Schulerfolg.
  • Explorative Faktorenanalyse zur Generierung neuer Indikatoren für Bildungserfolg.

Auszug aus dem Buch

1. EINLEITUNG

Ein bekanntes Motto unserer Gesellschaft lautet „nicht für die Schule, für das Leben lernen wir“, womit die Schule zu einem wesentlichen Instrument dafür wird, junge Menschen auf zukünftig an sie gestellte Anforderungen in ihrem späteren Lebensweg vorzubereiten. Jedoch ist die Schule keineswegs die einzige Instanz, die sich diesem ehrgeizigen Ziel verschrieben hat. Einen besonderen Einfluss hat die Familie auf die Kompetenzen und Praktiken ihrer Kinder. Ausschlaggebend dafür ist der sozioökonomische Status der Familie, der sich aus kulturellen, sozialen und ökonomischen Praktiken, sowie dem persönlichen Geschmack zusammensetzt (Bourdieu 1982). Nach dieser Idee „erben“ die Kinder den Status ihrer Eltern, welcher ihr Verhalten und in der Folge ihre Kompetenzen beeinflusst.

Schulische Leistungen der Kinder lassen sich in Form von Zeugnissen und Bildungsabschlüssen leicht und standardisiert – zumindest im nationalen Bereich - messen. Die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) verfolgt mit ihrem „Programme for International Student Assessment“ (PISA) einen anderen Zugang. Es geht um „… a collaborative effort among OECD member countries to measure how well 15-year-old students approaching the end of compulsory schooling are prepared to meet the challenges of today´s knowledge societies“ (OECD 2012 : 22). Somit stehen weder Zeugnisse noch Schulnoten im Fokus, sondern persönliche Fähigkeiten der SchülerInnen. Im Rahmen der Lehrveranstaltung bei dieser die vorliegende Seminararbeit entstand, wurde der internationale Teil der PISA-Studie 2009 für Österreich zur Verfügung gestellt und bildet somit die Datenbasis für diese Analyse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Relevanz der Untersuchung dar, beleuchtet den Einfluss des sozioökonomischen Status auf Bildungschancen und definiert die PISA 2009-Daten als Grundlage.

2. Theoretische Fundierung: Verknüpft soziologische Konzepte (Bourdieu, Nollmann) mit der PISA-Studie und leitet Hypothesen über soziale Ungleichheit und Leistungszurechnung ab.

3. Hypothese, Variablen, (Re)Kodierungen: Beschreibt die Operationalisierung der verwendeten Daten, die Rekodierung der Variablen und formuliert die zentrale Hypothese für die statistische Prüfung.

4. Material & Methoden: Erläutert das Design der PISA-Studie, das Sampling-Verfahren sowie die eingesetzten statistischen Methoden (Faktorenanalyse, lineare Regression).

5. Ergebnisse: Präsentiert die Resultate der Faktorenanalysen zu Lernstrategien und der multiplen linearen Regressionsanalyse hinsichtlich der Einflussfaktoren auf die Lesekompetenz.

6. Fazit: Fasst die Kernergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung für das österreichische Schulsystem und gibt Ausblicke auf weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, PISA, Österreich, Sozioökonomischer Status, Bildungsungleichheit, Faktorenanalyse, Regressionsanalyse, Lernstrategien, Schultypen, Migration, Geschlecht, Schulsystem, Kompetenzentwicklung, Bildungsbericht, Soziale Herkunft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, welche sozioökonomischen Faktoren die Lesekompetenz von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in Österreich beeinflussen und wie stark diese Zusammenhänge ausgeprägt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind soziale Ungleichheit im Bildungswesen, der Einfluss von Herkunft und Geschlecht sowie die Bedeutung von Lern- und Exzerpierstrategien für schulische Leistungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis der PISA 2009-Datenstruktur zu prüfen, inwieweit sozioökonomische Faktoren den Schulerfolg erklären und ob die Wahl des Schultyps Benachteiligungen ausgleichen kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es werden zwei multivariate statistische Verfahren genutzt: die explorative Faktorenanalyse zur Strukturierung der Lernstrategien und die multiple, lineare Regression zur Prüfung der Hypothesen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung, die detaillierte Beschreibung der Variablenkodierung, die methodische Vorgehensweise und die Auswertung der statistischen Ergebnisse mittels SPSS.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Lesekompetenz, PISA-Studie, sozioökonomischer Status, Bildungsungleichheit und Regressionsanalyse beschreiben.

Wie wirkt sich der Schultyp auf die Leseleistung aus?

Das Modell zeigt signifikante Unterschiede: Während die Pflichtschule als Referenz dient, erreichen Schülerinnen und Schüler in der AHS, BHS und BMS deutlich höhere Leseleistungen, wobei Berufsschülerinnen und -schüler schlechter abschneiden.

Welche Rolle spielen Lese- und Exzerpierstrategien?

Strategisches Vorgehen und die Konzentration auf Kernaussagen steigern die Lesekompetenz signifikant, wohingegen unstrukturierte Versuche, wie das Auswendiglernen ganzer Texte, die Leseleistung mindern.

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Résumé des informations

Titre
Der Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Lesekompetenz von Schülern
Sous-titre
Spezielle Multivariate Analyseverfahren
Université
University of Vienna  (Institut für Soziologie)
Cours
Spezielle Multivariate Analyseverfahren in den Sozialwissenschaften
Note
1,0
Auteur
Heinz Piwonka (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
35
N° de catalogue
V276551
ISBN (ebook)
9783656705925
ISBN (Livre)
9783656706915
Langue
allemand
mots-clé
Sozioökonomischer Status Schüler Kinder Pisa OECD multivariat multivariate Analysen Soziologie Sozialwissenschaften Statistik Lesen Lesekompetenzen sozioökonomisch SchülerInnen Familie Schule Leistung kulturelles Kapital Schulsystem Pisa-Test sozioökonomische Faktoren Österreich Piwonka Bourdieu Pisa-Studie
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Citation du texte
Heinz Piwonka (Auteur), 2014, Der Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Lesekompetenz von Schülern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276551
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Extrait de  35  pages
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