Diese Bachelorarbeit ist eine ausführliche Darstellung der singerschen Position bezüglich der Tötung von Lebewesen aus seinem Werk, Practical Ethics. Die Arbeit wird in drei Punkte aufgeteilt, Einleitung, Hauptteil und Schluss. In der Einleitung wird die Person von Singer erläutert und es findet eine kurze Präsentation der Position von Singer. Der Hauptteil spiegelt das Kernstück dieser Arbeit. Dieser Punkt wird in zwei kleinere Aufgeteilt, 2. Singers Position und 3. Kritik an Peter Singer. Im ersten Punkt werden die Aussagen von Peter Singer in Verbindung der Differenzierung und Tötung der Lebewesen klar demonstriert und im Zweiten kritisiert.
Der letzte Teil der Arbeit wird sich mit der Kritik an Singer beschäftigen. In diesem Teil werden zwei Kritikpunkte präsentiert. Einerseits werde ich gegen die Tötung von Menschen und Säuglingen mit einer Beeinträchtigung argumentieren und andererseits folgt eine Demonstration von Lücken Singers These. Die erste Lücke setzt sich mit der Differenzierung von Singers Lebewesen auseinander und die zweite Lücke betrifft den möglichen Statuswechsel zwischen den von Singers errichteten Klassen.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
1.1 Wer ist Peter Singer?
1.2 Die Auslegung der singerschen Position
2. Singers Position
2.1 Singers Drei-Stufen-Modell (Differenzierung der Lebewesen)
2.1.1 Wesen ohne Bewusstsein
2.1.2 Bewusst-empfinde Lebewesen
2.1.3 Personen
2.1.4 Die Unterscheidung von Menschen und Person
2.1.5 Kann ein nichtmenschliches Lebewesen eine Person sein?
2.1.5.1 der Spracherwerb
2.1.5.2 Selbstbewusstheit
2.1.5.3 Beziehungen auf vergangene und zukünftige Ereignisse
2.2. Lebennehmen aus der Sicht von Peter Singer
2.2.1 Tötung – Person
2.2.1.1 Der Klassische Utilitarismus
2.2.1.2 Tooleys Wunsch-Argument
2.2.1.3 Die Achtung bezüglich der Autonomie von Personen (Singers Autonomieargument)
2.2.2 Tötung – bewusster Lebewesen
2.2.2.1 Vergleich des Wertes verschiedenen Lebens
2.2.3 Tötung - Mitglied der Gattung Homo sapiens
3. Kritik an Peter Singer
3.1 Die Kritik an Singers Rechtfertigung zur Tötung von Menschen und Säuglingen mit Beeinträchtigungen
3.2 Eine Lücke in Singers These
4.Schlussteil
4.1Schlussfolgerung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht die ethischen Positionen von Peter Singer zur Differenzierung und Tötung von Lebewesen sowie die daraus resultierende Kritik, insbesondere im Kontext von Menschen mit schwerer Beeinträchtigung.
- Die Klassifizierung von Lebewesen in Singers Drei-Stufen-Modell
- Die moralphilosophische Begründung des Tötungsverbots für Personen
- Die ethische Beurteilung der Abtreibung und Euthanasie
- Die Kontroverse um den Status von Menschen mit schwerer Beeinträchtigung
- Die Grenzen und Lücken in Singers utilitaristischer Theorie
Auszug aus dem Buch
2.1.5 Kann ein nichtmenschliches Lebewesen eine Person sein?
Die Frage, ob ein nichtmenschliches Lebewesen eine Person sein kann,wird im fünften Kapitel seines Werkes behandelt. In den ersten Zeilen dieses Kapitels äußert Singer sich: „Es klingt merkwürdig, ein Tier eine Person zu nennen.“
Hier könnte man spekulieren ob dieser Satz keinen wesentlichen Sinn hat oder doch ein tiefgründiger Sarkasmus der Intoleranz für die vom Menschen erschaffene hierarchische Position gegenüber den Tieren und deren Anhänger ist.
Peter Singer formuliert so, die oben genannte Frage: „Wir fragen also, irgendwelche nichtmenschliche Tiere vernunftbegabt und selbstbewusst sind, ob sie sich ihrer selbst als distinkter Entitäten mit einer Vergangenheit und Zukunft bewusst sind.“
In diesem Unterkapitel seines Werkes, Practical Ethics, präsentiert uns Singer mit unzähligen Beispielen, dass nichtmenschliche Wesen auf der Welt existieren, auf die diese Definition der Person zutreffen kann. Die Frage wird in dieser Arbeit in drei kleinere Fragen aufgeteilt. Die kleineren Fragen richten sich auf nichtmenschliche Lebewesen und lauten: Ist der Spracherwerb der menschlichen Sprache möglich? Sind sie ihrer Selbst bewusst?Kann man von planen zukünftiger Ereignisse reden?
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, stellt Peter Singer vor und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Singers Position: Hier wird Singers Drei-Stufen-Modell detailliert dargelegt und seine utilitaristische Sichtweise auf das Recht auf Leben für verschiedene Lebewesengruppen analysiert.
3. Kritik an Peter Singer: Dieser Teil präsentiert kritische Auseinandersetzungen mit Singers Thesen, insbesondere im Hinblick auf Menschen mit Beeinträchtigungen und logische Inkonsistenzen in seinem System.
4.Schlussteil: Das Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen und rekapituliert die kritischen Punkte hinsichtlich der Anwendbarkeit von Singers Theorie.
Schlüsselwörter
Peter Singer, Praktische Ethik, Utilitarismus, Personenbegriff, Tötungsverbot, Präferenzutilitarismus, Bioethik, Speziesismus, Selbstbewusstsein, Euthanasie, Abtreibung, Mensch, Tier, Beeinträchtigung, Ethik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Position des Bioethikers Peter Singer zur Tötung von Lebewesen und der damit verbundenen moralischen Rechtfertigung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Differenzierung von Lebewesen, das Recht auf Leben, die Kriterien für den Personenstatus und die ethische Debatte um Sterbehilfe und Abtreibung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine ausführliche Darstellung und kritische Auseinandersetzung mit Singers Position zur Tötung von Lebewesen auf Basis seines Werkes "Praktische Ethik".
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine philosophische und ethische Analyse, die auf der kritischen Auswertung von Singers Primärliteratur und ergänzender Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Drei-Stufen-Modell Singers, die Unterscheidung zwischen Personen und bewussten Lebewesen sowie die spezifischen Argumente zur Tötung, einschließlich der Kritik an seiner Position.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Utilitarismus, Personenstatus, Empfindungsfähigkeit, Selbstbewusstsein und Speziesismus.
Wie unterscheidet Singer zwischen Personen und bewussten Lebewesen?
Singer definiert Personen durch Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, über die Zukunft zu planen, während bewusste Lebewesen zwar Schmerzen empfinden können, aber diese spezifischen kognitiven Fähigkeiten vermissen lassen.
Warum wird Singers Ansicht bezüglich behinderter Menschen kritisiert?
Die Kritik entzündet sich an Singers Schlussfolgerung, dass Menschen mit schwersten geistigen Beeinträchtigungen nach seinem Personenbegriff nicht zwingend als Personen gelten und er unter bestimmten Umständen die Tötung nicht als moralisch verwerflich betrachtet.
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- Dino Agovic (Autor), 2014, Legitimität zur Tötung von Lebewesen. Studien zu Peter Singers Position, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276649