Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) als Entwickler der Temperierung, eines Verfahrens, das durch Erwärmung der Gebäudehülle die bauphysikalischen, raumklimatischen sowie die physiologischen Bedingungen in einem Gebäude optimieren soll, sowie Befürworter dieser Methode versprechen einen umfassenden Gebäudeschutz, der mit einer Energieeinsparung verbunden ist.
Diese Arbeit macht es sich zur Aufgabe, den aktuellen wissenschaftlich-technischen Forschungsstand des vom BLfD entwickelten Verfahrens und dessen Bewertung in der Fachwelt vorzustellen.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Begriffsbestimmung
- Entwicklungsgeschichte der Temperierung
- Aufbau von Temperieranlagen
- Wärmetechnische Dimensionierung einer Temperieranlage
- Wirkungsweise der Temperierung nach dem BLfD
- Wertung der Temperierung in der Fachwelt
- Verhinderung von Feuchteschäden
- Energieeinsparung durch Temperierung
- Inaktivierung von Schadsalzen
- Thermische Behaglichkeit
- Raumklimatische Nebeneffekte
- Zusammenfassung
- Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Temperierung historischer Gebäude nach dem Verfahren des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD). Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlich-technischen Forschungsstand des Verfahrens und dessen Bewertung in der Fachwelt darzustellen. Die Arbeit beleuchtet die Funktionsweise der Temperierung, ihre Vor- und Nachteile sowie die Debatte zwischen Befürwortern und Kritikern.
- Begriffsbestimmung und Funktionsweise der Temperierung
- Entwicklungsgeschichte und aktuelle Anwendung der Temperierung
- Wärmetechnische Dimensionierung und Wirkungsweise von Temperieranlagen
- Bewertung der Temperierung in Bezug auf Feuchteschäden, Energieeinsparung und Raumklima
- Diskussion der Einsatzgrenzen und Kontroversen rund um die Temperierung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einführung stellt die Temperierung als ein Verfahren zur Optimierung der bauphysikalischen, raumklimatischen und physiologischen Bedingungen in historischen Gebäuden vor. Sie beleuchtet die kontroverse Debatte zwischen Befürwortern und Kritikern der Temperierung und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar.
Das Kapitel "Begriffsbestimmung" definiert die Temperierung und erläutert die verschiedenen Feuchtebelastungen, die an einer Außenwand auftreten können, wie Schlagregen, aufsteigende Feuchte, hygroskopische Feuchte und Kondensation. Es wird die Bedeutung der relativen Luftfeuchtigkeit und der Taupunkttemperatur für die Entstehung von Tauwasser erläutert.
Die Kapitel "Entwicklungsgeschichte der Temperierung", "Aufbau von Temperieranlagen" und "Wärmetechnische Dimensionierung einer Temperieranlage" befassen sich mit der historischen Entwicklung der Temperierung, dem Aufbau von Temperieranlagen und den technischen Aspekten der Wärmeübertragung und -verteilung.
Das Kapitel "Wirkungsweise der Temperierung nach dem BLfD" beschreibt die Funktionsweise der Temperierung und ihre Auswirkungen auf die bauphysikalischen und raumklimatischen Bedingungen in einem Gebäude. Es werden die Vorteile der Temperierung im Hinblick auf die Verhinderung von Feuchteschäden, die Energieeinsparung und die thermische Behaglichkeit erläutert.
Das Kapitel "Wertung der Temperierung in der Fachwelt" analysiert die verschiedenen Perspektiven auf die Temperierung und diskutiert die Vor- und Nachteile des Verfahrens. Es werden die Einsatzgrenzen der Temperierung und die Kontroversen rund um das Verfahren beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Temperierung historischer Gebäude, das Verfahren des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD), Feuchteschäden, Energieeinsparung, Raumklima, bauphysikalische Eigenschaften, thermische Behaglichkeit, Einsatzgrenzen und Kontroversen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Temperierungsverfahren des BLfD?
Es ist ein vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege entwickeltes Verfahren, das durch Erwärmung der Gebäudehülle das Raumklima und den Gebäudeschutz in historischen Bauten optimiert.
Wie hilft Temperierung gegen Feuchteschäden?
Durch die gezielte Erwärmung der Wände wird die Taupunkttemperatur beeinflusst, was Kondensation verhindert und die Austrocknung von aufsteigender oder hygroskopischer Feuchte fördert.
Führt das Temperierungsverfahren zu Energieeinsparungen?
Befürworter versprechen eine Energieeinsparung, da trockenere Wände besser dämmen und die Strahlungswärme die thermische Behaglichkeit bei niedrigeren Lufttemperaturen erhöht.
Was versteht man unter der Inaktivierung von Schadsalzen?
Durch die Kontrolle der Mauerfeuchte mittels Temperierung kann die Kristallisation von Salzen in der Wandoberfläche minimiert werden, was Bauschäden reduziert.
Gibt es Kritik an diesem Verfahren?
In der Fachwelt gibt es eine kontroverse Debatte über die Wirksamkeit, die wärmetechnische Dimensionierung und die tatsächlichen raumklimatischen Nebeneffekte der Methode.
- Quote paper
- Thomas Löther (Author), 2005, Temperierung historischer Gebäude nach dem Verfahren des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276757