„Was willst du mal werden, wenn du groß bist?“ – Eine Frage mit der sich jeder früher oder später auseinander setzten muss. Ob es jetzt die Großmutter ist, die sich nach dem Berufswunsch des Enkels erkundigt, oder der Nachbar, der sich schon überlegt, was aus seinem zweijährigen Kind später mal werden wird und deshalb schon mal mögliche Berufe sammelt – viele interessieren sich für die berufliche Zukunft von Kindern.
Martin Schmiel schreibt in seinem Buch „Berufspädagogik II“ aus dem Jahr 1979 darüber, dass zu seiner Zeit noch keine ausgereifte Konzeption dafür gefunden wurde, Schüler in der Schule angemessen auf die Berufswelt vorzubereiten und ihnen einen leichten Übergang in die Erwerbstätigkeit zu ermöglichen und sie bei der Wahl des Berufes kompetent zu unterstützen.
Genau der Frage, ob es heute, mehr als 30 Jahre nach Schmiels Veröffentlichung gelungen ist, eine solche Konzeption zu finden und was dabei die Aufgaben des Lehrers sind, möchte ich in meiner Hausarbeit nachgehen.
Um dieser Frage nachzugehen, möchte ich zuerst auf den Bildungsplan für die neugestaltete Werkrealschule eingehen.
Im zweiten Teil werde ich das genaue Aufgabenfeld der Pädagogen im Bereich der Berufswegeplanung untersuchen und verschiedene Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung in diesem Themenfeld ansprechen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die neue Schulart Werkrealschule
- Pädagogisches Profil
- Der Bildungsplan 2010
- Berufswegeplanung anhand des Bildungsplans von 2010
- Kompetenzanalyse Profil AC
- Die Aufgaben des Lehrers in der Berufswegeplanung
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Frage, ob es gelungen ist, eine Konzeption für die Berufsvorbereitung von Schülern an der Werkrealschule zu entwickeln, die ihnen einen leichten Übergang in die Erwerbstätigkeit ermöglicht und sie bei der Wahl des Berufes kompetent unterstützt. Die Arbeit analysiert den Bildungsplan der Werkrealschule und untersucht die Aufgaben des Lehrers im Bereich der Berufswegeplanung.
- Pädagogisches Profil der Werkrealschule
- Der Bildungsplan 2010 für die Werkrealschule
- Berufswegeplanung im Bildungsplan
- Kompetenzanalyse Profil AC
- Aufgaben des Lehrers in der Berufswegeplanung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz der Berufsvorbereitung für Schüler an der Werkrealschule dar und führt in die Fragestellung der Hausarbeit ein. Kapitel 2 beleuchtet das pädagogische Profil der Werkrealschule, insbesondere die Schwerpunkte individuelle Förderung, Stärkung der Basiskompetenzen und intensivierte Berufswegeplanung. Der Bildungsplan 2010 für die Werkrealschule wird im Detail vorgestellt, wobei die Ziele, Kompetenzen und Inhalte des Bildungsplans im Fokus stehen. Kapitel 3 befasst sich mit der Berufswegeplanung im Bildungsplan, die bereits ab Klasse 5 verstärkt Berücksichtigung findet. Die Kompetenzanalyse Profil AC, die in Klasse 7 durchgeführt wird, um die Schüler bei der Wahl des Wahlplichtfaches zu unterstützen, wird ebenfalls erläutert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Werkrealschule, Berufswegeplanung, Bildungsplan, individuelle Förderung, Kompetenzanalyse Profil AC, Aufgaben des Lehrers, Berufsvorbereitung, Übergang in die Erwerbstätigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der Berufswegeplanung an Werkrealschulen?
Ziel ist es, Schülern einen reibungslosen Übergang in die Erwerbstätigkeit zu ermöglichen und sie kompetent bei der Berufswahl zu unterstützen.
Ab welcher Klasse beginnt die Berufsorientierung?
Laut dem Bildungsplan 2010 findet die Berufswegeplanung bereits ab Klasse 5 verstärkt Berücksichtigung.
Was ist die „Kompetenzanalyse Profil AC“?
Dies ist ein Verfahren, das in Klasse 7 durchgeführt wird, um die individuellen Stärken der Schüler zu analysieren und sie bei der Wahl ihrer Wahlpflichtfächer zu beraten.
Welche Aufgaben haben Lehrer in der Berufswegeplanung?
Lehrer agieren als Begleiter im Berufswahlprozess, gestalten den Unterricht praxisorientiert und unterstützen die individuelle Förderung der Schüler.
Wie unterscheidet sich das heutige Konzept von dem aus den 1970ern?
Die Arbeit untersucht, ob die heutige intensivierte Berufswegeplanung die Defizite behoben hat, die Martin Schmiel 1979 in seiner „Berufspädagogik II“ beschrieb.
Was kennzeichnet das pädagogische Profil der Werkrealschule?
Schwerpunkte sind die individuelle Förderung, die Stärkung von Basiskompetenzen und eine enge Verzahnung mit der Arbeitswelt.
- Quote paper
- Katarina Arndt (Author), 2012, Berufsvorbereitung an Werkrealschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276759