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Rechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte von Fusionen öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten

Title: Rechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte von Fusionen öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Krämer (Author)

Communications - Media Economics, Media Management
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Mit der Fusion des Senders Freies Berlin und des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg zum Rundfunk Berlin-Brandenburg zum 1. Mai 2003 wurde mittlerweile die zweite Fusion innerhalb der öffentlich-rechtlichen Rundfunklandschaft Deutschlands vollzogen. Fusionen von Rundfunkanstalten als Maßnahme der Strukturreform zur Sicherung der zukünftigen Konkurrenzfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind Thema dieser Arbeit.

Im Folgenden wird zunächst beschrieben, wie die Organisationsstruktur, wie man sie heute kennt, entstand und welche Probleme sich daraus in Bezug auf die gegenwärtige Wirtschaftslage des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland ergeben. Eine Beschreibung möglicher Restrukturierungsmodelle sowie die nähere Betrachtung zweier schon vollzogener Fusionen geben weiterhin einen Überblick über die Maßnahmen, die von den Fusionspartnern im Zuge der Neuordnung ergriffen wurden. Die abschließend detailliert beschriebenen und analysierten betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte von Fusionen öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten können, wie man leicht erkennen wird, größtenteils in den von SWR und RBB ergriffenen Maßnahmen wiedergefunden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Organisationsstruktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

2.1 Entstehungsgeschichte der heutigen Organisationsstruktur

2.2 Strukturelle Probleme

3. Strukturreform im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

3.1 Konzepte und Meinungen zur Neuordnung der öffentlich-rechtlichen Rundfunklandschaft

3.2 SWR & RBB – Portraits zweier fusionierter Rundfunkanstalten

3.2.1 SWF + SDR = SWR

3.2.2 ORB + SFB = RBB

3.3 Betriebswirtschaftliche Aspekte einer Fusion im Überblick

3.3.1 Wirtschaftliche Vorraussetzungen

3.3.2 Zentral oder Dezentral

3.3.3 Synergieeffekte

3.3.4 Wirtschaftlichkeit

3.4 Rechtliche Aspekte von Fusionen öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten

3.4.1 Entscheidungsträger einer Fusion

3.4.2 Die Standortfrage

3.4.3 Aufgaben einer fusionierten Rundfunkanstalt

4. Fazit & Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung von Strukturreformen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk durch Fusionen von Rundfunkanstalten, um deren Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend privaten Medienmarkt zu sichern. Dabei wird analysiert, wie sich betriebswirtschaftliche Synergien nutzen lassen und welche rechtlichen Rahmenbedingungen diese Prozesse determinieren.

  • Historische Entwicklung der Organisationsstruktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
  • Analyse der strukturellen Probleme und des finanziellen Ungleichgewichts zwischen den Anstalten.
  • Detaillierte Untersuchung vollzogener Fusionen (SWR und RBB) als Best-Practice-Beispiele.
  • Bewertung der betriebswirtschaftlichen Aspekte wie Zentralisierung und Wirtschaftlichkeit.
  • Erörterung der rechtlichen Anforderungen und der Rolle von Staatsverträgen bei Fusionsprozessen.

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Zentral oder Dezentral

Bei einer Fusion von Landesrundfunkanstalten werden keinesfalls die alten Standorte – Funkhäuser, Landesstudios, Regionalbüros, usw. – der Fusionspartner, ausgenommen des zukünftigen Hauptsitzes, geschlossen. Um Synergieeffekte bei einer Fusion besser nutzen zu können, empfiehlt es sich jedoch, manche Abteilungen der beteiligten Rundfunkanstalten an einem Ort zusammenzuführen, also zu zentralisieren, andere weiterhin dezentral bestehen zu lassen.

Für die Verwaltungsbereiche Organisation, Finanzverwaltung, Honorare, Lizenzen oder die Rechtsabteilung ist eine Zentralisierung vorteilhaft. So können beispielsweise effizient einheitliche, unternehmensweite Standards eingeführt werden. Weiterhin können die Entwicklung, Nutzung und Betreuung von EDV-Programmen in einem großen Servicezentrum konzentriert werden. Der Koordinationsaufwand bei einer dezentralen Organisation dieser Abteilungen auf mehrere Standorte, wäre hier erheblich höher. Auch Einkauf und Materialbeschaffung können zentral deutlich kostengünstiger durchgeführt werden.

Technische Einrichtungen können zentralisiert ebenfalls zu Kosteneinsparungen führen. Sofern die Sendekapazitäten eines Standortes für die Versorgung des gesamten Sendegebiets ausreichen, ist es fraglich, ob eine Beibehaltung oder sogar der Aufbau solcher Doppelstrukturen dem Gebührenzahler gegenüber zu rechtfertigen ist. Bestehende Standortvorteile sollten durch eine Fusion jedoch nicht aufgegeben werden. Bei der Fusion des RBB wird in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Beschränkung der Ausstrahlung der Programme auf den Standort Berlin in Betracht gezogen.

In Bezug auf die Produktionskapazitäten ist für eine Reihe von Programmsparten wie die Vorproduktion von Serien, aktuelle und Hintergrundberichterstattung mit überregionalem Charakter oder andere Großproduktionen eine Konzentration der Kräfte an einem Ort ökonomisch sinnvoll. Für Programme mit lokalem Bezug, wie beispielsweise die für die Regionalfenster der „Dritten“ produzierten Beiträge, erscheint hingegen eine dezentrale Produktion zur Förderung der regionalen Nähe durchaus vorteilhaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Strukturreformen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ein und stellt die Fusion von SWR und RBB als zentrale Anwendungsfälle vor.

2. Organisationsstruktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Das Kapitel erläutert die historische Genese der Rundfunklandschaft sowie die daraus resultierenden strukturellen Finanzprobleme.

3. Strukturreform im öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Hier werden Reformkonzepte, die Fusionsbeispiele SWR und RBB sowie betriebswirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen einer Fusion detailliert analysiert.

4. Fazit & Ausblick: Der abschließende Teil bewertet den Erfolg bisheriger Fusionen und weist auf den notwendigen weiteren Reformbedarf zur Sicherung der Konkurrenzfähigkeit hin.

Schlüsselwörter

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Fusion, Strukturreform, SWR, RBB, Rundfunkgebühren, Synergieeffekte, Wirtschaftlichkeit, Landesrundfunkanstalt, ARD-Finanzausgleich, Medienmanagement, Staatsvertrag, Programmauftrag, Doppelstrukturen, Zentralisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und der praktischen Umsetzung von Fusionen bei öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten als Antwort auf wirtschaftliche Herausforderungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die historische Organisationsstruktur, betriebswirtschaftliche Synergieeffekte durch Zentralisierung sowie rechtliche Bindungen im Rahmen von Staatsverträgen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, wie durch die Zusammenlegung bestehender Anstalten eine effizientere und wettbewerbsfähigere Organisationsstruktur geschaffen werden kann, ohne dabei den gesetzlichen Programmauftrag zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine strukturelle und betriebswirtschaftliche Analyse, gestützt auf Literaturquellen und Fallstudien der bereits vollzogenen Fusionen von SWR und RBB.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Vor- und Nachteile von Zentralisierungen, den Abbau von Doppelstrukturen sowie die rechtlichen Vorgaben für Entscheidungsträger und Standortsicherung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Rundfunkökonomie, Fusion, Synergieeffekte, Wirtschaftlichkeit, Landesrundfunkanstalten und öffentlich-rechtlicher Programmauftrag.

Warum ist die Standortfrage bei Fusionen so sensibel?

Die Standortfrage ist deshalb so sensibel, weil einerseits betriebswirtschaftliche Einsparungen durch Zentralisierung gefordert werden, andererseits aber der gesetzliche Auftrag zur regionalen Identitätsstiftung und Nähe zum Rezipienten erhalten bleiben muss.

Welche Rolle spielt der ARD-Finanzausgleich bei den Reformen?

Der ARD-Finanzausgleich dient derzeit zur Stützung finanzschwacher Sender; eine der treibenden Kräfte hinter den Fusionen ist es, durch effizientere Strukturen eine langfristige Unabhängigkeit von diesen Subventionen zu erreichen.

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Details

Title
Rechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte von Fusionen öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten
College
University of Cologne  (Institut für Rundfunkökonomie)
Course
HS Rundfunkökonomie - Ausgewählte Fragen des Managements von Rundfunkunternehmen
Grade
2,0
Author
Michael Krämer (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V27737
ISBN (eBook)
9783638297028
ISBN (Book)
9783656143765
Language
German
Tags
Rechtliche Aspekte Fusionen Rundfunkanstalten Rundfunkökonomie Ausgewählte Fragen Managements Rundfunkunternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Krämer (Author), 2003, Rechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte von Fusionen öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27737
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