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Mechanismus der Zinkextraktion mit Di(2-ethylhexyl)phosphorsäure in Dodekan gelöst

Titel: Mechanismus der Zinkextraktion mit Di(2-ethylhexyl)phosphorsäure in Dodekan gelöst

Akademische Arbeit , 2011 , 13 Seiten

Autor:in: Peter Klapper (Autor:in)

Ingenieurwissenschaften - Chemieingenieurwesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es wird gezeigt, wie die tensiometrische Untersuchungsmethode des hängenden Tropfens eingesetzt werden kann, um den Mechanismus von Grenzflächenreaktionen aufzuklären.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Experimentelles

3 Ergebnisse

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die verfahrenstechnischen Mechanismen der Zinkextraktion mit Di(2-ethylhexyl)phosphorsäure (HDEHP) in Dodekan. Ziel ist es, die unklaren Vorstellungen über die extraktive Grenzflächenreaktion sowie die Solvatisierungsformen des Zinkkomplexes zu präzisieren, um ein fundiertes Verständnis der Zinkbeladung in Abhängigkeit von pH-Wert und Stoffzusammensetzung zu ermöglichen.

  • Analyse verschiedener Zinkkomplexformen und deren Stöchiometrie
  • Untersuchung der Grenzflächenaktivität von Monomeren und Kationenaustauscherresten
  • Einfluss von Schwefelsäure- und Natronlaugekonzentrationen auf das Extraktionsgleichgewicht
  • Dynamische und stationäre Grenzflächenspannungsmessungen zur kinetischen Bewertung

Auszug aus dem Buch

1 Problemstellung

Für die verfahrenstechnische Prozessgestaltung bei der Zinkextraktion ist die Kenntnis der einzelnen Transferschritte unerlässlich. Leider existieren für die Zinkextraktion mit Di(2-ethylheyl)phosphorsäure (HDEHP) die verschiedensten Vorstellungen für die extraktive Grenzflächenreaktion und die Solvatisierungsreaktionen. So findet man in der Literatur allein vier verschiedene Mechanismen für die Zinksalzbildung an der Phasengrenzfläche: Zum einen werden die Zinkionen mit den adsorbierten Monomeren [1,2,3,4] oder den alternativ adsorbierten Dimeren [5,6] umgesetzt, zum anderen erfolgt die organische Zinksalzbildung durch die Reaktion zwischen den Zinkionen und den anionischen Monomerresten [2,3,4] oder dem anionischen Dimerrest [7,8,9]. Ähnlich vielfältig sind die postulierten Solvatisierungsreaktion. Hier findet man Unterschiede bezüglich des Reaktionsortes und der Reaktionspartner. Für die einen Autoren [8,9,10] finden die Solvatisierungsreaktionen in der Phasengrenze statt, für die anderen Autoren [11,12,13] stellt die Solvatisierungsreaktion den Desorptionsmechanismus für die Organozinksalze dar und wieder andere [1] lassen auch Solvatisierungen in der organischen Volumenphase zu.

Bevor man allerdings die einzelnen Mechanismen formuliert, ist es erforderlich, zu prüfen, in welcher Zinkorganokomplexform die HDEHP-Zink-Komplexe vorliegen. Auch hier findet man keine einheitlichen Darstellungen. So gehen die meisten Autoren von monomer- und dimersolvatisierten Zinkkomplexen in der organischen Phase aus [14,15,16]. Scheffler et al. [17] verdeutlichen anhand eigener Untersuchungen und Literaturdaten den Einfluss der Zinkbeladung auf die Stöchiometrie - mit zunehmender Beladung verringert sich die Anzahl der Liganden von maximal 2 HDEHP-Molekülen bis auf das völlige Fehlen von Liganden. Auch Morais et al. [18] zeigen anhand FTIR-spektroskopischer Messungen, dass bei geringer Zinkbeladung des Kationenaustauschers die monomersolvatisierte Zinkkomplexform dominiert, während mit zunehmender Beladung die Bedeutung des unsolvatiserten Komplexes ansteigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Das Kapitel erläutert die Unsicherheiten in der wissenschaftlichen Literatur bezüglich der Mechanismen der Zinkextraktion mit HDEHP und identifiziert den Bedarf an präziseren Untersuchungen zur Komplexform.

2 Experimentelles: Hier werden die experimentellen Ansätze beschrieben, darunter die Aufnahme von Beladungskurven und die tensiometrische Bestimmung der Grenzflächenspannung mittels Tropfenprofilanalyse.

3 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung der Zinkbeladungen als Funktion des pH-Wertes sowie die Analyse der Grenzflächenspannungsverläufe bei verschiedenen Elektrolytzusätzen.

4 Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zur variablen Solvatisierung des Zinkkomplexes zusammen und schließt auf die Mechanismen der Zinkextraktion in Abhängigkeit vom pH-Wert.

Schlüsselwörter

Zinkextraktion, HDEHP, Di(2-ethylhexyl)phosphorsäure, Phasengrenzfläche, Kationenaustausch, Solvatisierung, Zinkkomplex, Grenzflächenspannung, Stofftransport, Massenwirkungsgesetz, Dodekan, Extraktionsgleichgewicht, Grenzflächenaktivität, Stöchiometrie, Extraktionsmechanismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der verfahrenstechnischen Untersuchung der Zinkextraktion unter Verwendung von HDEHP in einem Dodekan-System.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Identifizierung der Zinkkomplexformen, der Grenzflächenaktivität von Kationenaustauschern und der Modellierung von Extraktionsgleichgewichten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die in der Literatur widersprüchlichen Mechanismen der Zinkextraktion und Solvatisierung durch experimentelle Daten (Beladungskurven und Grenzflächenspannung) zu klären.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Neben der Massenbilanzierung werden stationäre und dynamische Grenzflächenspannungsmessungen (Tropfenprofilanalyse) sowie theoretische Analysen auf Basis des Massenwirkungsgesetzes eingesetzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden experimentelle Beladungskurven bei verschiedenen pH-Werten analysiert und der Einfluss von Säuren und Laugen auf die Grenzflächenspannung der Phasengrenze untersucht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zinkextraktion, HDEHP, Grenzflächenaktivität, Solvatisierung und Extraktionsgleichgewicht.

Warum ist die Unterscheidung zwischen monomersolvatisierten und unsolvatisierten Komplexen wichtig?

Sie ist entscheidend für das Verständnis der Stöchiometrie bei unterschiedlichen Beladungsgraden, was wiederum die Extraktionseffizienz maßgeblich beeinflusst.

Welchen Einfluss hat die Zugabe von Natronlauge im Vergleich zu Schwefelsäure?

Während bei Schwefelsäure kaum Sensitivität bei der Grenzflächenspannung auftritt, führt Natronlauge zu einem starken Abfall, was auf die hohe Grenzflächenaktivität des anionischen Kationenaustauscherrestes hinweist.

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Details

Titel
Mechanismus der Zinkextraktion mit Di(2-ethylhexyl)phosphorsäure in Dodekan gelöst
Hochschule
Technische Universität Bergakademie Freiberg
Veranstaltung
Verfahrenstechnik
Autor
Peter Klapper (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V277437
ISBN (eBook)
9783656704270
ISBN (Buch)
9783656712336
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Reaktivextraktion Pendant-Drop-Tensiometrie Metallsalzextraktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Klapper (Autor:in), 2011, Mechanismus der Zinkextraktion mit Di(2-ethylhexyl)phosphorsäure in Dodekan gelöst, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277437
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Leseprobe aus  13  Seiten
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