Ziel dieser Arbeit ist es, Methoden des strategischen Innovationscontrollings vorzustellen, die den schwierigen Umgang mit Innovationen zulassen und das Innovationsmanagement mit benötigten Informationen zu versorgen. Diese präzise Informationsgewinnung und -versorgung wird benötigt, um eine erfolgreiche Innovationstätigkeit und damit fest verbunden eine aussichtsreiche Unternehmenszukunft zu ermöglichen. Die zentrale Forschungsfrage lautet demnach:
„Welche Methoden des strategischen Innovationscontrollings ermöglichen den Umgang mit dem Zukunftsfaktor Innovation zur Unterstützung des Innovationsmanagements und seinen Aufgaben?“ So ist weiterhin während der Arbeit zu beantworten, wie sich Innovationen in Kreativ-Abteilungen (Ideenfindung, Technologieentwicklung) von Unternehmen messen und steuern lassen und, daran ausgerichtet, welche Innovationstätigkeiten weiter verfolgt und welche abgebrochen werden sollen.
Die Arbeit unterteilt sich in 5 Kapitel. Anschließend an die Einleitung werden in Kapitel 2 Grundbegriffe der Thematik erläutert. Darauf folgend beschreibt Kapitel 3 die Bedeutung von Innovationen, stellt die Problematik bei den essentiellen, strategischen Entscheidungen des Managements heraus und beleuchtet diesbezüglich das Aufgabengebiet des strategischen Innovationscontrollings als unterstützender Part der strategischen Führung. Anschließend werden in Kapitel 4 ausgewählte Methoden des strategischen Innovationscontrollings vorgestellt, die bei Innovationsentscheidungen eine bedeutende Rolle einnehmen. Diese gliedern sich – analog zum Aufgabengebiet des strategischen Innovationscontrollings – in die Teilbereiche „Analyse der strategischen Ausgangsituation“, „strategische Innovationsplanungen und -entscheidungen“ sowie „Methoden des strategischen Innovationscontrolling auf Einzel- und Multiprojektebene“. Weiterhin werden strategische Innovations-Kennzahlen vorgestellt und die Evaluierung des Innovationsprozesses erläutert. Kapitel 5 beinhaltet abschließend das Fazit mit Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse der Arbeit bezüglich der Bedeutung des strategischen Innovationscontrollings im und um den Innovationsprozess im Zukunftsfeld Innovation.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Innovation
2.2 Controlling
2.2.1 Operatives Controlling
2.2.2 Strategisches Controlling
2.3 Innovationsmangement
2.3.1 Innovationsprozess
2.3.2 Zielsystem im Innovationsprozess
2.4 Innovationscontrolling
3 Bedeutung und strategisches Controlling von Innovationen
3.1 Bedeutung von Innovationen
3.2 Strategisches Innovationscontrolling und Abgrenzung zum operativen Innovationscontrolling
3.3 Relevanz des strategischen Innovationscontrollings
4 Methoden des strategischen Innovationscontrollings
4.1 Analyse der strategischen Ausgangssituation
4.1.1 Branchenstrukturanalyse nach Porter
4.1.2 BCG-Matrix
4.1.3 SWOT-Analyse
4.1.4 Gap-Analyse
4.1.5 Methoden der Zukunftsorientierung
4.1.5.1 Business Wargaming
4.1.5.2 Competitive Intelligence nach Porter
4.2 Strategische Innovationsplanungen und -entscheidungen
4.2.1 Technologie-Portfolio-Analyse nach Pfeiffer
4.2.2 Innovationsfeld-Portfolio
4.2.3 Delphi-Szenario
4.2.4 Innovation Roadmap
4.2.5 Innovation Scorecard
4.2.6 Bewertung von Innovationsideen
4.2.7 Target Costing
4.2.7.1 Conjoint Analyse
4.2.7.2 Quality Function Deployment
4.3 Methoden des strategischen Innovationscontrollings auf Einzel- und Multiprojektebene
4.3.1 Stage-Gate-Verfahren nach Cooper
4.3.2 Kombinierte Termin-Kosten-Abweichungsanalyse
4.3.3 Erfolgs-Risiko-Portfolio
4.3.3.1 Projekterfolgs-Analyse
4.3.3.2 Projektrisiko-Analyse
4.3.3.3 Erfolgs-Risiko-Portfolio
4.3.4 Innovations-Benchmarking
4.4 Kennzahlen des strategischen Innovationscontrollings
4.4.1 Projektübergreifende Kennzahlen
4.4.2 Projektbezogene Kennzahlen
4.5 Evaluierung des Innovationserfolgs
5 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Methoden des strategischen Innovationscontrollings systematisch vorzustellen, um das Innovationsmanagement mit notwendigen Informationen für eine erfolgreiche Zukunftsgestaltung und Wettbewerbsfähigkeit zu versorgen.
- Bedeutung strategischer Steuerungsinstrumente für Innovationen
- Analyse der strategischen Ausgangssituation (z.B. SWOT, Porter)
- Methoden der Zukunftsplanung und Entscheidungsfindung
- Konzepte für das Projektcontrolling auf Einzel- und Multiprojektebene
- Einsatz und Interpretation innovativer Kennzahlensysteme
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Branchenstrukturanalyse nach Porter
Nach M. E. Porters Five-Forces-Modell zur Analyse der Branchen-Attraktivität und -Rentabilität wird jede Branche durch 5 Wettbewerbskräfte bestimmt; diese sind wiederum selbst abhängig von der vorliegenden Branchenstruktur (technologische und ökonomische Faktoren). Diese 5 Kräfte, die eine Bedrohung für die Unternehmensrentabilität darstellen, sind 1. Wettbewerber bzw. Intensität und Rivalität der Branche, 2. Bedrohung durch neue Anbieter, 3. Verhandlungsstärke der Lieferanten bzw. 4. der Abnehmer (Kunden) und 5. Bedrohung durch Substitutionsgüter – neuen Ersatzprodukten, die auf die Branche einwirken. Die fünf Kräfte werden einzeln untersucht und variieren zwischen unterschiedlichen Branchen und Zeitpunkten – um Validität aufweisen zu können und für ihre exakte Analyse ist es nötig, dass die gesammelten Daten realitätsgetreu sind. Es lassen sich durch die Five-Forces-Analyse detaillierte Informationen über Stärken und Schwächen des Unternehmens und über die Umwelteinflüsse (Chancen, Risiken) ableiten. Abbildung 13 zeigt gibt einen Überblick über Porters 5-Kräfte-Modell.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Innovationsproblematik, die Zielsetzung der Untersuchung und der methodische Aufbau der Diplomarbeit.
2 Grundlagen: Definition zentraler Begriffe wie Innovation, Controlling, Innovationsmanagement und Innovationscontrolling sowie deren theoretische Einordnung.
3 Bedeutung und strategisches Controlling von Innovationen: Analyse der Relevanz von Innovationen für den Unternehmenserfolg und Abgrenzung der strategischen Controlling-Perspektive von operativen Ansätzen.
4 Methoden des strategischen Innovationscontrollings: Detaillierte Vorstellung von Instrumenten zur Analyse, Planung, Projektsteuerung und Leistungsmessung im Innovationskontext.
5 Schlussbetrachtung: Synthese der Erkenntnisse zur Bedeutung eines professionellen Innovationscontrollings für die langfristige Unternehmenssicherung trotz bestehender Unsicherheiten.
Schlüsselwörter
Innovationsmanagement, Strategisches Controlling, Innovationscontrolling, Produktinnovation, F&E, Wettbewerbsfähigkeit, Marktanalyse, Portfoliomanagement, Kennzahlen, Projektsteuerung, Stage-Gate-Verfahren, Risikomanagement, Nutzwertanalyse, Target Costing, Innovationserfolg
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die Methoden des strategischen Innovationscontrollings und deren Rolle als entscheidender Erfolgsfaktor für ein professionelles Innovationsmanagement.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die strategische Analyse der Ausgangssituation, Methoden der Zukunftsplanung, das Innovations-Projektcontrolling sowie die Messung von Innovationserfolgen mittels Kennzahlen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet: Welche Methoden des strategischen Innovationscontrollings ermöglichen den Umgang mit dem Zukunftsfaktor Innovation zur Unterstützung des Innovationsmanagements und seinen Aufgaben?
Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse bestehender Management- und Controlling-Konzepte sowie der Vorstellung und Evaluierung von Methodeninstrumenten aus der betriebswirtschaftlichen Praxis.
Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Analyse der Ausgangssituation, strategische Innovationsplanung und -entscheidung sowie Methoden der Einzel- und Multiprojektsteuerung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Innovationscontrolling, strategische Planung, Portfoliomanalyse, Projekt-Risiko-Analyse und ein zielorientiertes Innovations-Kennzahlen-System.
Warum ist das "Innovations-Dilemma" für Unternehmen gefährlich?
Es beschreibt die Gefahr, dass Unternehmen durch zu striktes Festhalten an Bestehendem oder durch das Fehlen innovativer Strategien langfristig ihre Existenz und Wettbewerbsfähigkeit verlieren.
Welche Funktion hat die "Balanced Scorecard" bzw. "Innovation Scorecard"?
Sie dienen als strategische Instrumente, um Innovationsaktivitäten nicht nur aus einer finanziellen Sicht zu bewerten, sondern auch kundenorientierte und prozessbezogene Aspekte sowie die Wissensperspektive in die strategische Steuerung zu integrieren.
- Citar trabajo
- Hendrik Naujoks (Autor), 2014, Methoden des strategischen Innovationscontrollings als Schlüssel zu erfolgreichem Innovationsmanagement, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277486